Museum

Home

Lab Overview

Retrotechnology Articles

Online Manuals

⇒ setinfo(8) — Reliant UNIX 5.44c4

Media Vault

Software Library

Restoration Projects

Artifacts Sought

Related Articles

autoconf(8)

dkpart(8)

dksetup(8)

dktune(8)

setinfo(8)                                                       setinfo(8)

NAME
     setinfo - Informationen über Gerätekonfiguration einstellen oder
     anzeigen

SYNTAX
     setinfo -l pathname

     setinfo -t info [-wv] pathname

     setinfo -p {info | all}

     setinfo -C {l | e | d} pathname

     setinfo -Cc {pathname | all}

     setinfo -T {e | d} pathname

     setinfo -m pathname

BESCHREIBUNG
     /sbin/setinfo beschreibt ein Gerät für den Systemkern. In den info-
     Dateien wird mit einer einfachen Syntax zur Angabe von Gerätekonfigu-
     rationsoptionen gearbeitet. Die Syntax besteht aus Wertzuweisungen im
     Format identifier=value. Die zulässigen Kennungen (identifier) sind
     gerätespezifisch. Für die einzelnen Kennungen werden bestimmte Werte-
     typen erwartet.

     Es werden verschiedene Wertetypen unterstützt. In Hochkommata oder
     Anführungszeichen eingeschlossene Werte werden als Zeichenketten
     interpretiert. Einfache ganzzahlige Werte bzw. Hexadezimal-Zahlen sind
     zulässig. Aus Ganzzahlen bestehende Arrays werden als durch Kommata
     voneinander getrennte Ganzzahlen interpretiert, die in geschweifte
     Klammern eingeschlossen sind.

     Nachfolgend sind einige Beispiele aufgeführt:

     dktbsize=2048                    # Eine einfache Ganzzahl

     dktname='NEC2363'                # Eine Zeichenkette

     xmiaddrs={0x1a0,0x1b0,0x12c8}    # Ein Array aus Ganzzahlen

     Die info-Syntax ist kompatibel zur Wertzuweisungssyntax der Bourne-
     Shell. Die Ausgabe von setinfo -l kann in Shell-Skripts zur Initiali-
     sierung von Shell-Variablen mit einem Wert benutzt werden.

     pathname ist der Name eines zeichenorientierten (im Raw-Modus betrie-
     benen) Geräts wie /dev/ios0/rsdisk000s0 oder /dev/ios0/rstape000.







Seite 1                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

setinfo(8)                                                       setinfo(8)

     Auf einigen Geräten (z. B. Magnetplatten) können die Konfigurationsin-
     formationen so abgespeichert werden, daß sie beim erneuten Booten des
     Systems nicht mehr verlorengehen. Für diese Geräte muß setinfo nur
     während der Installation des Geräts aufgerufen werden.

OPTIONEN
     -l   Zeigt die Konfigurationsinformationen für pathname an.

     -t info
          Setzt die Konfiguration von pathname auf info. info ist der Name
          einer Datei mit Wertzuweisungen im Format identifier=value, die
          verschiedene Beschreibungs- und Konfigurationsoptionen für das
          Gerät definieren. Enthält info einen Schrägstrich (/), versucht
          setinfo, diese Datei im angegebenen Pfad zu öffnen. Andernfalls
          sucht setinfo in den Verzeichnissen /etc/default/diskinfo/setinfo
          und /etc/default/tapeinfo/setinfo nach der Datei.

     -v   (verbose) Zusätzliche Angabe der Konfigurationsdaten.

     -w   Es soll nicht versucht werden, die Informationen auf dem Gerät
          abzuspeichern.

     -p {info | all}
          Lädt eine bzw. alle info-Dateien (vgl. Option -t) in den Kernel.

     -C{l | e | d}
          Standardmäßig ist der Schreibpuffer (write cache) von SNI-SCSI-
          Platten deaktiviert, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Mit die-
          ser Funktion kann der Status des Schreibpuffers aufgelistet (l),
          oder der Schreibpuffer der gewünschten SCSI-Platten aktiviert (e)
          bzw. (d) deaktiviert werden.

          Achtung: Das Aktivieren bzw. Deaktivieren von SCSI-Schreibpuffern
          darf aus Gründen der Datensicherheit nur bei nicht aktiven, nicht
          eingehängten SCSI-Platten vorgenommen werden. Dieses Kommando
          sollte normalerweise vor fsck- oder mount-Startscripts ausgegeben
          werden.

     -Cc {pathname | all}
          Überprüft, ob der Zustand des Schreibpuffers mit dem Zustand in
          der Systemdatei /etc/default/wcache übereinstimmt. Bei Differen-
          zen werden entsprechende Fehlermeldungen ausgegeben. Auf diese
          Weise können entweder einzelne Platten oder alle im System
          bekannten Platten untersucht werden.

     -T {e | d}
          Aktivieren (e) oder deaktivieren (d) des "Tagged Queuing" für
          SCSI-2-Platten. ("Tagged Queuing" bedeutet, daß eine Platte meh-
          rere Aufträge annehmen kann, während bereits Aufträge bearbeitet
          werden.)




Seite 2                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

setinfo(8)                                                       setinfo(8)

          Achtung: Eine Platte darf beim Deaktivieren (-Td) nicht im Modus
          "used" sein.

     -m pathname
          Initalisieren der angegebenen Platte mit den Standardeigenschaf-
          ten. Zum optimalen Betrieb der Platte werden hierfür die Parame-
          ter für Fehlerbehandlung und Cache gesetzt (Mode Select Parame-
          ters).

DIAGNOSE
     Der normale Endestatus ist 0. Bei einem Fehler wird der Endestatus 1
     ausgegeben.

HINWEISE
     Einige Geräte werden mit den entsprechenden Konfigurationsinformatio-
     nen ausgeliefert; für diese Geräte muß setinfo vor der Benutzung nicht
     aufgerufen werden.

DATEIEN
     /etc/default/diskinfo/setinfo
          Verzeichnis mit Plattenkonfigurationsdateien

     /etc/default/tapeinfo/setinfo
          Verzeichnis mit Bandkonfigurationsdateien

SIEHE AUCH
     autoconf(8), dkpart(8), dksetup(8), dktune(8).



























Seite 3                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

Typewritten Software • bear@typewritten.org • Edmonds, WA 98026