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⇒ dkpart(8) — Reliant UNIX 5.44c4

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dkpart(8)                                                         dkpart(8)

NAME
     dkpart - Partitionstabellen verwalten

SYNTAX
     dkpart -l [-b] [-n name] {devicename|textfile}

     dkpart -e [-n name] {[-w] devicename|textfile}

     dkpart {-d std|-f file} [-n name] [-w] devicename

     dkpart -g geo [-d std] [-n name] textfile

     dkpart -help

BESCHREIBUNG
     Mit dkpart können Partitionstabellen verwaltet bzw. für neue Platten-
     typen angelegt werden. Zur Änderung der Partitionstabelle für eine
     vorhandene Platte muß bei dkpart der zeichenorientierte Gerätename der
     Platte (devicename) angegeben werden. Außerdem kann dkpart zum Anle-
     gen oder Ändern einer in textfile gespeicherten Partitionstabelle für
     einen bestimmten Plattenlaufwerkstyp benutzt werden.

     Die Partitionen werden in einem aus 16 Elementen bestehenden Array mit
     den Nummern der Startzylinder und den Partitionslängen abgespeichert.
     Mit dkpart wird ein regelbasiertes Konzept zur Einteilung einer Platte
     in Partitionen eingeführt, durch das sichergestellt wird, daß Änderun-
     gen an einer der Partitionen Auswirkungen auf andere Partitionen
     haben. Dadurch wird die Gefahr einer versehentlichen Überlagerung von
     Partitionen ausgeschaltet. dkpart stellt die Partitionseinteilung der
     Platte auch grafisch in einem Belegungsdiagramm dar, um auf Fehler
     hinzuweisen, die durch Partitionsüberlagerungen entstehen könnten.

OPTIONEN
     -b        Blockgröße ausgeben.

     -d std    Stellt Standardpartitionen für devicename ein oder schreibt
               Standardpartitionen für geo nach textfile. Die Standardpar-
               titionen werden in Abhängigkeit von der Plattengröße festge-
               legt.

     -e        Ändert die Partitionstabelle für eine Platte bzw. eine in
               einer Textdatei gespeicherte Partitionstabelle.

     -f file   Stellt Partitionen aus file für devicename ein. file ist
               der Pfadname einer Textdatei, deren Format mit dem von
               dkpart erstellten Format übereinstimmen muß. Wenn file nicht
               im aktuellen Verzeichnis enthalten ist oder in file kein "/"
               enthalten ist, sucht dkpart in /etc/default/diskinfo/dkpart
               nach file.






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dkpart(8)                                                         dkpart(8)

     -g geo    Berechnet und ändert Partitionen für eine bestimmte Platten-
               geometrie. geo kann ein Gerätename der Partition "0" einer
               Platte sein oder ein Dateiname oder eine Plattengeometrie in
               der Form

               ncyls-reservedcyls:nheads:nsectors:sectsize

               ncyls ist dabei die Gesamtzahl der Zylinder, reservedcyls
               die Anzahl der Zylinder, die für Alternativspuren und Konfi-
               gurationsinformationen reserviert werden sollen, nheads die
               Anzahl der Spuren pro Zylinder, nsectors die Anzahl der Sek-
               toren pro Spur und sectsize die Sektorgröße in Byte.

     -l        Gibt die Partitionstabelle für eine Platte bzw. eine in
               einer Textdatei gespeicherte Partitionstabelle aus.

               Bei Platten werden immer nur die Daten des Kerns ausgegeben.
               Die Daten werden beim ersten open von der Platte gelesen
               oder über dkpart options eingestellt. Bei einer "multi-
               hosted"-Umgebung sind die Erläuterungen zu der Option -X des
               Kommandos dksetup [siehe dksetup(8)] zu beachten.

     -n name   Setzt den Namen der Partitionstabelle auf name.

     -w        Es soll nicht versucht werden, die Partitionstabelle auf die
               Speichermedien zu schreiben. Dies ist für schreibgeschützte
               Medien wie z. B. die CD-ROM die Standardeinstellung.

     devicename
               Zeichenorientierter Gerätename der Partition "0" einer
               Platte.

     textfile Der Pfadname der Textdatei.

     Mit dkpart können im Dialog die Regeln geändert werden, nach denen der
     Anfang und das Ende einer Partition festgelegt werden. Bei einer Ände-
     rung der Regeln zeigt dkpart die Auswirkungen auf die Partitionsgrö-
     ßen, -einteilung und -überlagerung an. Sobald der Benutzer die Parti-
     tionen nach seinen Wünschen geändert hat, wird die Partitionstabelle
     aktualisiert.

     Für jede Partition gibt es zwei Regeln, nach denen der Start- und der
     Endzylinder einer Partition festgelegt werden. Diese Regeln können
     folgendermaßen aussehen:

     #         Die absolute Nummer eines Zylinders (bei 0 beginnend).

     #mb       Eine Größenangabe in MByte (1 MByte = 2^20 bzw. 1.048.576
               Byte). Alle MByte-Werte werden gegebenenfalls auf den näch-
               sten Zylinder aufgerundet.




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dkpart(8)                                                         dkpart(8)

     >pX       Ein Ausdruck, der für den ersten Zylinder nach Partition X
               steht.

     <pX       Ein Ausdruck, der für den Anfang von Partition X steht.

     =pX       Ein Ausdruck, der für die Größe von Partition X steht.

     =pX/N     Ein Ausdruck, der für 1/Ntel der Größe der Partition X
               steht.

     =pX*N     Ein Ausdruck, der für das N-fache der Größe der Partition X
               steht.

     $         Ein Ausdruck, der für den Rest der Platte steht.

     $/N       Ein Ausdruck, der für 1/Ntel des Rests der Platte steht.

     $/N*N     Ein Ausdruck, der für den Rest der Platte steht, der auf ein
               ganzzahliges Vielfaches von N Zylindern abgerundet wurde.

     Die Partitionsgröße 0 bedeutet, daß die Partition nicht benutzt wird.

     Das nachfolgende Beispiel zeigt die Standardregeln zur Einteilung
     einer MP81 in Partitionen:

    "MP81"     Geometry 2694-2:9:85 (cyls:heads:sectors)
Sector size = 512 bytes  1006.3 Total Mbytes (1MB = 1024 * 1024 bytes)
Partition  Start Rule   End Rule     First Cyl   Last Cyl  Cyl Count  Size (MB)
     0          >p10         70mb            6        193        188       70.2
     1          >p0          128mb         194        536        343      128.1
     2          >p1          200mb         537       1072        536      200.2
     3          >p2          170mb        1073       1528        456      170.3
     4          >p3          100mb        1529       1796        268      100.1
     5          >p4          <p15         1797       2690        894      333.9
     6          0            >p3             0       1528       1529      571.1
     7          0            >p5             0       2690       2691     1005.2
     8          >p6          >p7          1529       2690       1162      434.0
     9          0            0                   * * *    Unused    * * *
    10          0            2mb             0          5          6        2.2
    11          0            =p6/2           0        763        764      285.4
    12          >p11         >p6           764       1528        765      285.8
    13          >p12         =p8/2        1529       2109        581      217.0
    14          >p13         >p7          2110       2690        581      217.0
    15          2691         1            2691       2691          1        0.4
# Partition layout (not to scale):
|10-|-0-|---1----|------2------|-----3-----|--4---|-----------5-----------|15|
|--------------------6---------------------|--------------8---------------|
|------------------------------------7------------------------------------|
|----------11-----------|-------12---------|------13-------|-----14-------|





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dkpart(8)                                                         dkpart(8)

     Die ersten Zeilen enthalten den Namen der Partitionstabelle (MP81),
     die Plattengeometrie sowie die Größe der Platte in MByte. In der nach-
     folgenden Zeile stehen die Überschriften für die Partitionseintei-
     lungsregeln und Partitionsgrößen. Für jede Partition wird eine Regel
     für den Partitionsbeginn, eine Regel für das Partitionsende, ein
     Startzylinder, ein Endzylinder sowie seine Größe in Zylinder und MByte
     angegeben. Auf die Partitionsübersicht folgt das Plattenbelegungsdia-
     gramm, aus dem die Anordnung der Partitionen sowie eventuelle Partiti-
     onsüberlagerungen hervorgehen. Das Belegungsdiagramm stellt die Größen
     der Partitionen relativ und nicht maßstabsgetreu dar.

     In obigem Beispiel für die Platte MP81 startet Partition 10 bei Zylin-
     der 0 und hat eine Länge von ca. 2 MByte (aufgerundet auf ganze Zylin-
     der). Diese Partition ist für boot2 vorgesehen. Der Anfang von Parti-
     tion 0 kann mit Zylinder 6 oder mit >p10 (also auf Partition 10 fol-
     gend) angegeben werden. Somit folgen die Partitionen 0, 1, 2, 3 und 4
     auf die Partitionen 10, 0, 1, 2 und 3 (>p10, >p0, >p1, >p2, >p3) und
     haben eine Länge von 188, 343, 536, 456 bzw. 268 Zylindern oder ca.
     70, 128, 200, 170 bzw. 100 MByte. Partition 5 beginnt hinter Partition
     4 (>p4) und endet vor Partition 15 (<p15). Partition 15 hat eine Länge
     von einem Zylinder und ist als Statesave-Gerät vorgesehen, um Platten
     zu spiegeln. Die Partitionen 0, 1, 2, 3, 4 und 5 sind für /, /swap,
     /opt, /usr, /var und /home vorgesehen.

     Partition 6 beginnt bei Zylinder 0 und endet mit Partition 3 (>p3).
     Partition 7 beginnt bei Zylinder 0 und endet mit Partition 5, umfaßt
     also die gesamte Platte ohne Partition 15. Partition 8 beginnt am Ende
     von Partition 6 (>p6) und endet mit Partition 7 (>p7). Die Partition 9
     ist unbenutzt. Die Partitionen 11 und 12 halbieren jeweils Partition
     6, bzw. die Partitionen 13 und 14 halbieren jeweils Partition 8.

     Beim Ändern von Partitionen müssen lediglich die Regeln für den Parti-
     tionsanfang und das Partitionsende geändert werden; dadurch werden die
     Offsets und Längen aller anderen Partitionen ebenso wie das Plattenbe-
     legungsdiagramm automatisch neu berechnet.

     Zum Ändern von Partitionen können folgende Kommandos benutzt werden:

     h, j, k, l  Um eine Regel nach links, unten, oben oder rechts bewegen.
                 Hier können auch die Pfeiltasten des Terminals (falls vor-
                 handen) eingesetzt werden.

     n           Namen dieser Partitionstabelle ändern.

     TAB         Um ein Feld nach rechts bewegen.

     s           Änderungen speichern.

     w           Partition in Textdatei schreiben.

     q           Ende.



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dkpart(8)                                                         dkpart(8)

     u           Am Feld durchgeführte Änderungen rückgängig machen.

     U           Alle Änderungen rückgängig machen.

     D           Standardpartition errechnen.

     ?           Hilfeinformationen über dkpart-Kommandos ausgeben.

     r           Hilfeinformationen über Partitionsregeln ausgeben.

BEISPIELE
     Anzeige der Partitionen von Platte /dev/ios0/rsdisk000:

          dkpart -l /dev/ios0/rsdisk000s0

     Änderung der Partitionstabelle von Platte /dev/ios0/rsdisk001:

          dkpart -e /dev/ios0/rsdisk001s0

     Änderung der Partitionstabelle der Datei 2363:

          dkpart -e 2363

     Um eine Partitionstabelle für einen neuen Plattentyp mit 2611 Zylin-
     dern, 11 reservierten Zylindern, 19 Spuren pro Zylinder, 18 Sektoren
     pro Spur und 2048-Byte-Sektoren einzurichten, benutzen Sie NEWDISK
     folgendermaßen:

          dkpart -g 2611-11:19:18:2048 -n NEWDISK textfile

HINWEISE
     Mit dkpart kann nicht überprüft werden, ob auf einer Platte sinnvolle
     Daten enthalten sind; außerdem führt dieses Dienstprogramm keine
     Sicherung oder Wiederherstellung von vorhandenen Daten durch. Das
     Sichern von Daten, Wiederherstellen von Dateisystemen und/oder erneute
     Laden von Datenbasen muß vom Benutzer erledigt werden.

     dkpart wird im Normalfall vom Plattenformatierer aufgerufen, um die
     Partitionsdaten nach PSDF (Pyramid Standard Disk Format) zu schreiben.
     dkpart generiert die Standardpartitionseinteilung auf der Basis der
     Plattengeometrie.

     Ist mit dkpart die Partitionstabelle einer Platte verändert worden, so
     müssen folgende Kommandos aufgerufen werden, um die Platte mit ihren
     neuen Partitionen in der Verwaltungstabelle /etc/device.tab einzutra-
     gen:

          /usr/sadm/mkdbin/devtabupd -r devicename

          /usr/sadm/mkdbin/devtabupd -a devicename




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dkpart(8)                                                         dkpart(8)

     wobei devicename der Name des Geräts ist, wie er im Kommando
     autoconf(8) erscheint (z. B. ios0/sdisk014).

     Es wird empfohlen, die Änderung der Partitionstabelle mit Hilfe von
     sysadm(1M) oder Config vorzunehmen.

DATEIEN
     /etc/default/diskinfo/dkpart/*

SIEHE AUCH
     psdf(4), dksetup(8), dktune(8), format(8), setinfo(8).











































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