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⇒ gdc(8) — Reliant UNIX 5.44c4

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syslogd(1M)

ripquery(8)

gdc(8)                                                               gdc(8)

NAME
     gdc - Benutzerschnittstelle für gated

SYNTAX
     gdc [-q] [-n] [-c coresize] [-f filesize] [-m datasize] [-s stacksize]
         [-t seconds] command

BESCHREIBUNG
     gdc stellt eine benutzerorientierte Schnittstelle für den Routing-
     Dämon gated(1M) zur Verfügung. Zudem wird das Starten und Stoppen des
     Dämons unterstützt, das Senden von Signalen zur Bearbeitung des Dämons
     zu dessen Laufzeit, die Pflege und die Syntaxprüfung von Konfigurati-
     onsdateien sowie das Erstellen und Löschen von Status- und Speicherab-
     zügen. gdc kann den Ausführungsstatus von gated zuverlässig ermitteln
     und erstellt beim Auftreten von Fehlern einen zuverlässigen Endesta-
     tus. gdc sollte daher in Shell-Skripts verwendet werden, die gated
     bearbeiten. Mit gdc ausgeführte Kommandos sowie bei der Ausführung
     dieser Kommandos erstellte Fehlermeldungen werden (optional) über die-
     selbe Funktion syslogd(1M) protokolliert, die auch gated selbst ver-
     wendet. Hierdurch wird ein Prüfprotokoll (Audit Trail) der auf dem
     Dämon ausgeführten Operationen erstellt.

     Wenn gdc als setuid-Root-Programm installiert ist, können auch Benut-
     zer, die nicht als root angemeldet, jedoch Mitglieder einer gesicher-
     ten Gruppe (standardmäßig die Gruppe gdmaint) sind, den Routing-Dämon
     bearbeiten, während anderen Benutzern der Zugriff verweigert wird. Der
     Name des Benutzers wird zu Prüfzwecken zusammen mit allen ausgeführten
     Kommandos über die Funktion syslogd(1M) protokolliert.

OPTIONEN
     -n   Ausführung ohne Änderung der Routing-Tabelle des Kernels. Nütz-
          lich zum Testen sowie beim Betrieb als Route-Server, der kein
          Routing vornimmt.

     -q   Unterdrückung der Ausgabe. Mit dieser Option werden normalerweise
          auf der Standard-Ausgabe ausgegebene Informationenen unterdrückt.
          Darüber hinaus werden Fehlermeldungen nicht auf der Standard-
          Ausgabe ausgegeben, sondern mit syslogd(1M) protokolliert. Dies
          ist häufig vor allem dann nützlich, wenn gdc von einem Shell-
          Skript ausgeführt wird.

     -t seconds
          Gibt die Zeit in Sekunden an, in der gdc wartet, bis gated
          bestimmte Operationen, vor allem beim Beenden und Starten, abge-
          schlossen hat. Der Standardwert ist 10 Sekunden.










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gdc(8)                                                               gdc(8)

     Die folgenden zusätzlichen Kommandozeilenoptionen können, je nach den
     für die Kompilierung von gdc verwendeten Optionen, angegeben werden:

     -c coresize
          Setzt die maximale Größe des Speicherabzugs, der von dem mit gdc
          gestarteten Dämon gated erstellt wurde. Diese Option ist auf
          Systemen hilfreich, deren standardmäßige maximale Größe des Spei-
          cherabzugs nicht ausreicht, damit gated einen vollständigen Spei-
          cherabzug für Fehler erstellen kann.

     -f filesize
          Setzt die maximale Größe der Datei, die von dem mit gdc gestarte-
          ten Dämon gated erstellt wurde. Diese Option ist auf Systemen
          hilfreich, deren standardmäßige maximale Größe der Speicherab-
          zugsdatei nicht ausreicht, damit gated, bei entsprechender Anfor-
          derung, einen vollständigen Statusabzug erstellen kann.

     -m datasize
          Setzt die maximale Datensegmentgröße eines Dämons gated, der mit
          gdc gestartet wurde. Diese Option ist auf Systemen hilfreich,
          deren standardmäßige Datensegmentgröße für die Ausführung von
          gated nicht ausreicht.

     -s stacksize
          Setzt die maximale Stapelgröße eines Dämons gated, der mit gdc
          gestartet wurde. Diese Option ist auf Systemen hilfreich, deren
          standardmäßige maximale Stapelgröße für die Ausführung von gated
          nicht ausreicht.

     Bei Angabe der folgenden Kommandos werden Signale zu verschiedenen
     Zwecken an gated gesendet:

     COREDUMP      Sendet ein Abbruchsignal an gated, das dessen Beendigung
                   mit einem Speicherabzug erzwingt.

     dump          Weist gated an, einen Speicherabzug seines aktuellen
                   Status in die Datei /usr/tmp/gateddump zu schreiben.

     interface     Weist gated an, die Schnittstellenkonfiguration erneut
                   zu prüfen. gated prüft diese Konfiguration normalerweise
                   in bestimmten Abständen. Diese Funktion kann den Dämon
                   jedoch dazu zwingen, den Schnittstellenstatus unmittel-
                   bar nach dem Erkennen von Änderungen zu prüfen.

     KILL          Erzwingt, daß gated nicht ordnungsgemäß beendet wird.
                   Normalerweise ist diese Option hilfreich, wenn sich der
                   Dämon aufgehängt hat.

     reconfig      Weist gated an, seine Konfigurationsdatei erneut zu
                   lesen und seinen aktuellen Status entsprechend neu zu
                   konfigurieren.



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gdc(8)                                                               gdc(8)

     term          Signalisiert, daß gated nach dem Abschluß aller ausge-
                   führten Routing-Protokolle ordnungsgemäß beendet werden
                   soll. Wird dieses Kommando zum zweiten Mal ausgeführt,
                   wird die Beendigung von gated erzwungen, auch wenn
                   einige Protokolle noch nicht vollständig abgeschlossen
                   wurden.

     toggletrace   Protokolliert gated derzeit in eine Datei, wird die Pro-
                   tokollierung abgebrochen und die Protokolldatei
                   geschlossen. Wenn die Protokollierung derzeit abgebro-
                   chen ist, wird die Protokolldatei erneut geöffnet und
                   die Protokollierung initialisiert. Diese Option ist zum
                   Löschen von Protokolldateien nützlich.

     gated wird normalerweise standardmäßig über die Datei
     /etc/gated.config konfiguriert. Das Kommando gdc verwaltet darüber
     hinaus mehrere Versionen der Konfigurationsdatei. Dabei handelt es
     sich insbesondere um folgende:

     /etc/gated.conf+
          Die neue Konfigurationsdatei. Wenn gdc zur Installation einer
          neuen Konfigurationsdatei aufgefordert wird, wird diese Datei in
          /etc/gated.conf umbenannt.

     /etc/gated.conf-
          Die alte Konfigurationsdatei. Wenn gdc zur Installation einer
          neuen Konfigurationsdatei aufgefordert wird, wird die vorherige
          Datei /etc/gated.conf in diesen Namen umbenannt.

     /etc/gated.conf--
          Die ganz alte Konfigurationsdatei. gdc speichert die vorherige
          Version der alten Konfigurationsdatei unter diesem Namen.

     Mit den folgenden Kommandos werden auf die Konfigurationsdateien bezo-
     gene Operationen ausgeführt:

     checkconf     Prüft /etc/gated.conf auf Syntaxfehler. Diese Prüfung
                   sollte vor allem nach Änderungen der Konfigurationsdatei
                   stattfinden, jedoch bevor das Signal reconfig an den
                   aktuell ausgeführten Dämon gated gesendet wird. So kann
                   sichergestellt werden, daß die Konfigurationsdatei keine
                   Fehler enthält, die den ausgeführten Dämon gated bei der
                   Neukonfiguration zur Beendigung zwingen würden. Bei der
                   Verwendung dieses Kommandos gibt gdc Informationen dar-
                   über aus, ob Syntaxfehler aufgetreten sind. Ist dies der
                   Fall, sichert gdc die Fehlerausgabe zu Prüfzwecken in
                   einer Datei.

     checknew      Ähnlich wie checkconf, außer daß die neue Konfigurati-
                   onsdatei, /etc/gated.conf+, geprüft wird.




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gdc(8)                                                               gdc(8)

     newconf       Benennt die Datei /etc/gated.conf+ um in
                   /etc/gated.conf, wobei die älteren Versionen der Datei
                   wie oben beschrieben behalten werden. gdc wird bei
                   Angabe dieses Kommandos keine Aktionen ausführen, wenn
                   die neue Konfigurationsdatei nicht existiert oder nicht
                   erwartungsgemäß aussieht.

     backout       Tauscht die Konfigurationsdateien in Richtung auf die
                   neuere Datei aus, d. h. die alte Konfigurationsdatei
                   wird in /etc/gated.conf umbenannt. Das Kommando führt
                   die Operation nicht aus, wenn /etc/gated.conf- nicht
                   existiert oder die Länge Null hat oder wenn die Opera-
                   tion eine existierende Datei /etc/gated.conf+, deren
                   Länge nicht Null ist, löschen würde.

     BACKOUT       Führt eine backout-Operation aus, auch wenn
                   /etc/gated.conf+ existiert und seine Länge nicht Null
                   ist.

     modeconf      Setzt alle Konfigurationsdateien auf den Modus 664, den
                   Eigentümer auf root und die Gruppe auf gdmaint. Hier-
                   durch kann ein gesicherter Benutzer, der sich nicht als
                   root angemeldet hat, die Konfigurationsdateien ändern.

     createconf    Erstellt, wenn /etc/gated.conf+ nicht existiert, eine
                   Datei mit der Länge Null und dem Dateimodus 664, dem
                   Eigentümer root und der Gruppe gdmaint. Hierdurch kann
                   ein gesicherter Benutzer, der sich nicht als root ange-
                   meldet hat, eine neue Konfigurationsdatei installieren.

     Die folgenden Kommandos unterstützen das Starten und Stoppen von
     gated, sowie das Feststellen seines Ausführungsstatus:

     running       Stellt fest, ob gated derzeit ausgeführt wird. Hierzu
                   wird geprüft, ob gated eine Sperre auf die Datei hält,
                   die seine PID enthält, ob die PID in der Datei aktiviert
                   ist und ob ein Prozeß mit dieser PID ausgeführt wird.
                   Das Kommando wird mit dem Endestatus Null beendet, wenn
                   gated ausgeführt wird; andernfalls mit einem Endestatus
                   ungleich Null.

     start         Startet gated. Das Kommando gibt einen Fehler zurück,
                   wenn gated bereits ausgeführt wird. Andernfalls führt es
                   die Binärdatei von gated aus und wartet während des Ver-
                   zögerungsintervalls (standardmäßig 10 Sekunden, andern-
                   falls wie mit der Option -t angegeben), bis der neu
                   gestartete Prozeß eine Sperre auf die PID-Datei erhält.
                   Wird bei der Ausführung der Binärdatei ein Fehler fest-
                   gestellt oder wird während der angebenen Wartezeit keine
                   Sperre gesetzt, wird ein Endestatus ungleich Null
                   zurückgegeben.



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gdc(8)                                                               gdc(8)

     stop          Stoppt gated ordnungsgemäß, sofern dies möglich ist.
                   Wird gated derzeit nicht ausgeführt, gibt das Kommando
                   einen Fehler (mit einem Endestatus ungleich Null)
                   zurück. Andernfalls sendet es ein Beendigungssignal an
                   gated und wartet während des Verzögerungsintervalls
                   (standardmäßig 10 Sekunden, andernfalls wie mit der
                   Option -t angegeben), bis der Prozeß beendet wird. Wird
                   gated nicht innerhalb des Verzögerungsintervalls been-
                   det, signalisiert das Kommando dies mit einem zweiten
                   Beendigungssignal. Wird gated nach Ablauf des zweiten
                   Verzögerungsintervalls ebenfalls nicht beendet, signali-
                   siert das Kommando dies zum dritten Mal mit einem
                   Abbruchsignal. Hierdurch sollte eine unmittelbare Been-
                   digung erzwungen werden, sofern kein außergewöhnlicher
                   Fehler aufgetreten ist. Stellt das Kommando fest, daß
                   gated beendet wurde, wird es mit einem Endestatus Null
                   beendet; andernfalls mit einem Endestatus ungleich Null.

     restart       Wird gated ausgeführt, wird es über dieselbe Prozedur
                   beendet, wie beim Kommando stop. Wenn der vorherige
                   Dämon gated beendet wird oder wenn er vor der Kommando-
                   ausführung nicht aktiv war, wird ein neuer gated-Prozeß
                   ausgführt. Hierbei werden dieselben Prozeduren ausge-
                   führt wie für das Kommando start oben beschrieben.
                   Schlägt ein beliebiger Schritt in dieser Prozedur fehl,
                   wird ein Endestatus ungleich Null zurückgegeben.

     Mit den folgenden Kommandos können Dateien gelöscht werden, die bei
     der Ausführung einiger oben beschriebener Kommandos erstellt wurden:

     rmcore        Löscht alle existierenden Speicherabzugsdateien von
                   gated.

     rmdump        Löscht alle existierenden Statusabzugsdateien von gated.

     rmparse       Löscht die Analysefehlerdatei, die erstellt wird, wenn
                   das Kommando checkconf oder checknew beim Prüfen der
                   Konfigurationsdatei Syntaxfehler feststellt.

FEHLER
     Viele Kommandos funktionieren nur, wenn gated in dem Systemverzeichnis
     installiert ist, für das dieser Dämon konfiguriert wurde.

     Derzeit kann gdc die Speicherabzugsdateien von Systemen nicht erken-
     nen, die ihren Speicherabzug anders benennen als core (core.gated ist
     weniger gebräuchlich).








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gdc(8)                                                               gdc(8)

DATEIEN
     Viele der unten aufgelisteten Standarddateinamen enthalten die Zei-
     chenkette gated, die durch den Namen ersetzt wird, der beim Aufrufen
     von gated angegeben wird. Normalerweise ist dies gated. Wird gated
     jedoch als gated-test aufgerufen, sucht gated standardmäßig nach
     /etc/gated-test.conf. Diese Pfade können bei der Kompilierung geändert
     werden.

     /etc/gated
          Die Binärdatei von gated. Häufig wird auch die Position
          /usr/local/sbin/gated verwendet.

     /etc/gated.conf
          Aktuelle Konfigurationsdatei von gated

     /etc/gated.conf+
          Neue Konfigurationsdatei

     /etc/gated.conf-
          Alte Konfigurationsdatei

     /etc/gated.conf--
          Wesentlich ältere Konfigurationsdatei

     /etc/gated.pid
          Datei, in der gated seine PID speichert. Standardmäßig wird
          /etc/gated.pid verwendet. Häufig wird auch die Datei
          /var/run/gated.pid verwendet.

     /usr/tmp/gateddump
          Die Statusabzugsdatei von gated. Standardmäßig wird
          /usr/tmp/gateddump verwendet. Häufig wird auch die Datei
          /var/tmp/gateddump verwendet.

     /usr/tmp/gatedparse
          Datei, in die Analysefehler der Konfigurationsdatei gestellt wer-
          den. Standardmäßig wird /usr/tmp/gatedparse verwendet. Häufig
          wird auch die Datei /var/tmp/gatedparse verwendet.

     /usr/tmp
          Datei, in die gated seine Speicherabzugsdatei stellt. Häufig wird
          auch die Datei /var/tmp verwendet. Die Speicherabzugsdatei ist
          normalerweise core, einige Systeme verwenden auch core.gated.

SIEHE AUCH
     gated(1M), route(1M), routed(1M), syslogd(1M), ospfmonitor(8),
     ripquery(8).







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