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⇒ sdisk.wx200r(7) — Reliant UNIX 5.44c4

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sdisk(7)                        (Nur RM400)                        sdisk(7)

NAME
     sdisk - SCSI-Plattenschnittstelle auf einer RM400

SYNTAX
     /dev/iosb/[r]sdiskcusp

BESCHREIBUNG
     sdisk stellt SCSI-Geräte (Magnetplatten und optische Platten) zur Ver-
     fügung. Auf SCSI-Plattengeräte wird über die Gerätedateien im Ver-
     zeichnis /dev/ios0 zugegriffen. Die Namenskonvention für alle SCSI-
     Plattengeräte ist wie folgt (alle Zahlen werden in Dezimalform angege-
     ben):

          /dev/iosb/[r]sdiskcusp

     b    Bus-Nummer (immer 0).

     r    Gibt das zeichenorientierte Gerät (raw) an.

     c    Die logische Controller-Nummer (Channel-ID). Die Controller-
          Nummer ist eine zweistellige Dezimalzahl zwischen 00 und 99. Die
          Nummer zeigt, mit welchem SCSI-Bus das Gerät verbunden ist.

     u    Geräteeinheitnummer (Adresse). Die Adresse kann zwischen 0 und 15
          liegen. Die Werte 10 bis 15 werden in hexadezimaler Form als a
          bis f dargestellt.

     p    Gibt die Partition (disk slice) an (0-15).

GERÄTE(KLASSEN)NUMMER
     Die Klassennummer (major device number) und die Gerätenummer (minor
     device number) kann mit dem Kommando /sbin/autoconf -d devicename
     ermittelt werden.

     Die Geräte(klassen)nummer ist eine 32-Bit-Zahl, die folgendes Format
     hat:

          BBBMMMMM MMMMMMcc cccccddd duuupppp

     B   Bus-Nummer (immer 0).

     M   Geräteklassennummer.

     c   Die Controller-Nummer (Channel-ID) des Host-Adapters.

     d   SCSI-Geräteadresse (0 bis 15) auf dem angegebenen SCSI-Bus.

     u   Nummer der logischen SCSI-Einheit des angegebenen SCSI-Geräts,
         wenn unterstützt. Die meisten Geräte verwenden derartige Nummern
         nicht, deshalb sind die Bits 4-6 normalerweise 0.

     p   Partitionnummer (0 bis 15).



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sdisk(7)                        (Nur RM400)                        sdisk(7)

FEHLERBESCHREIBUNG
     Die Fehlermeldungen, die für IOS-Plattenlaufwerke ausgegeben werden,
     haben folgendes Format:

     sdisk012s3: <cmd> Test Unit Ready
                 <status> 05240200 (hard 1/1) Illegal Request - CDB Illegal
                 Field (HP97548)
                 Extended Sense Bytes 18-21 for lpb at ff1b9ce0 * 00000000

     oder

     sdisk012s3: <cmd> Write 8 <seek> [4210:8:0] <dkblk> 32 <pblk> 50528
                 <status> 01140200 (hard 1/1) Recovered Error - No Record
                 Found (HP97548)
                 Extended Sense Bytes 18-21 for lpb at ff18b440 * a3010002

     Die Bedeutung der zweiten Fehlermeldung ist unten beschrieben:

     sdisk012s3:    IOS-Plattenlaufwerk, in dem der Fehler auftritt. In
                    diesem Beispiel handelt es sich um das Plattenlaufwerk
                    am SCSI-Bus 01, Laufwerk 2, in Partition 3.

     <cmd>          Falsches SCSI-Kommando. In diesem Beispiel wurde ver-
                    sucht, in acht physische Sektoren zu schreiben.

     <seek>         Startadresse (seek address) für den Schreibzugriff, der
                    durch [cylinder:head:sector] beschrieben wird. Beachten
                    Sie, daß die Startadresse auf zwei verschiedene Arten
                    beschrieben werden kann. Wenn die Bytes im Format
                    extended sense des SCSI-Kommandos request sense gültig
                    sind, wird dieser Wert in Zylinder-, Kopf- und Sektor-
                    werte decodiert. Andernfalls wird die durch das SCSI-
                    Kommando write angegebene Adresse decodiert. In beiden
                    Fällen vernachlässigt die Suchadresse eine Neuabbil-
                    dung, die zuvor vielleicht von format ausgeführt wurde,
                    d. h. daß die Neuabbildung nicht auf der Suchadresse
                    basiert.

     <dkblk>        Startnummer des 512-Byte Plattenblocks (Offset ab der
                    aktuellen Partition). In diesem Beispiel beginnt das
                    Schreiben der acht Sektoren bei Block 32 in Partition
                    3.












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sdisk(7)                        (Nur RM400)                        sdisk(7)

     <pblk>         Die Blocknummer der physischen Platte. Beachten Sie,
                    daß es zur Ermittlung der Blocknummer der physischen
                    Platte zwei Möglichkeiten gibt. Wenn die Bytes im For-
                    mat extended sense, die durch das SCSI-Kommando request
                    sense zurückgegeben wurden, gültig sind, wird dieser
                    Wert benutzt. Andernfalls wird die Startadresse
                    benutzt, die (in diesem Fall) durch das SCSI-Kommando
                    write angegeben wird.

     <status> KKAASSCC
                    Kombinierter IOS-Statuscode. Der kombinierte Statuscode
                    hat folgendes Format:

                    KK   Der Wert des SCSI-Prüfschlüssels.

                    AA   Der Wert des SCSI-Zusatzprüfschlüssels.

                    SS   Der SCSI-Status, der an den SCSI-Host-Adapter
                         zurückgegeben wurde.

                    CC   Der Fehler-Code des SCSI-Host-Adapters.

     (hard 1/1)     Fehlertyp, gefolgt vom Wiederholungszähler. Es gibt
                    zwei Fehlertypen: schwerwiegende (hard) und leichte
                    (soft). Bei leichten Fehlern wird versucht, die Opera-
                    tion zu wiederholen. Nichtbehebbare leichte Fehler und
                    Fehler, für die kein neuer Versuch durchgeführt werden
                    sollte, werden als schwerwiegend (hard) eingestuft. Der
                    Wiederholungszähler wird als die Zahl der Neuversuche
                    dividiert durch die Zahl der maximal zulässigen Wieder-
                    holungsversuche angegeben. Im Fall von schwerwiegenden
                    Fehlern ist die Zahl immer 1/1.

     Recovered Error
                    Meldung des decodierten SCSI-Prüfschlüsselwertes.

     No Record Found
                    Meldung des decodierten zusätzlichen SCSI-
                    Prüfschlüsselwertes.

     (HP97548)      Laufwerktyp.

     Extended Sense Bytes
                    Die Byteadresse der abgespeicherten Daten im Format
                    extended sense, die in den Zeilen nach dieser Meldung
                    angezeigt wird. In diesem Beispiel wurden die Bytes 18
                    bis 21 der Daten im Format extended sense der HP97548-
                    Platte abgespeichert, nachdem das SCSI-Kommando request
                    sense nach dem Fehler beim SCSI-Kommando write übermit-
                    telt worden war.




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sdisk(7)                        (Nur RM400)                        sdisk(7)

     lpb at         Kernadresse des lokalen Parameterblocks für das SCSI-
                    Kommando write, das an die Platte ausgegeben wurde.

     * a3010002     Die Daten im Format extended sense. Die Menge der ange-
                    zeigten Daten hängt von der Anzahl der Bytes im Format
                    extended sense ab, die für das Plattenprofil des
                    betreffenden Plattentyps in der Datei
                    /etc/conf/pack.d/space.c abgespeichert wurden. Anwei-
                    sungen zum Decodieren dieser Bytes schlagen Sie bitte
                    in der Dokumentation zu Ihrer Platte nach (SCSI-
                    Kommando request sense).

SCSI-PLATTENKONFIGURATION
     SCSI-Plattengeräte werden während des Bootens sowohl identifiziert als
     auch initialisiert. Die Platte ist jedoch erst dann tatsächlich konfi-
     guriert, wenn sie geöffnet wurde. Während des Bootens wird die Platte
     lediglich aufgrund ihres SCSI-Inquiry-Namens identifiziert. Wenn eine
     Platte geöffnet worden ist und die SCSI-Geometrieinformation abgefragt
     wurde, ist die Platte konfiguriert. Die Plattenkonfiguration kann
     jederzeit mit dem Kommando autoconf abgefragt werden. Ein Beispiel für
     eine Ausgabe des Kommandos autoconf -l:

          ios0/sdisk001 HP 97548 -- HP 97548
          ios0/sdisk003 CDC 94171: not configured

     Dem Plattennamen folgen zwei Felder: Typ und Partitionname.
     ios0/sdisk001 hat die Typenbezeichnung HP 97548 und den Partitionnamen
     HP 97548. Platten, die noch nicht konfiguriert worden sind, weisen
     eine verkürzte Form des SCSI-Inquiry-Namens auf, gefolgt von einer
     Meldung über die nicht erfolgte Konfiguration.

     Nach dem Anlaufen der Laufwerke werden Plattenformat und Geometriepa-
     rameter mit Hilfe des SCSI-Kommandos mode sense abgerufen. Hierzu
     kommt es unmittelbar nach dem ersten open(2). Geräte mit Wechselmedien
     werden bei jedem open(2) neu konfiguriert.

HINWEISE ZU SCSI-PLATTEN
     Die Größe des physischen Sektors ist nicht unbedingt 512 Byte. Der
     SCSI-Plattentreiber wandelt die Anzahl Blöcke in die Anzahl der Sekto-
     ren um, die für eine 512-Byte-Übertragung benötigt werden. Wenn ein
     Fehler auftritt, werden sowohl die Größe des physischen Blocks als
     auch die des Systemblocks gedruckt. Die Formatierungsfunktion erwar-
     tet, daß der physische Block vorgegeben wird, wenn der Benutzer einen
     fehlerhaften Block nicht abbilden will.










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WECHSELPLATTEN
     Wechselplatten unterscheiden sich von Festplatten dadurch, daß sie
     nach dem ersten Öffnen im Laufwerk verriegelt werden und auch nach dem
     letzten Schließen dort verbleiben. So wird verhindert, daß ein Benut-
     zer die Platte unabsichtlich entfernt, obwohl sie noch in Gebrauch
     ist. Leider unterstützen nicht alle SCSI-Laufwerke für Wechselplatten
     das Verriegeln, d. h. das System ist nicht ohne Probleme. Beim letzten
     close(2) wird das Laufwerk entriegelt, so daß die Wechselplatte her-
     ausgenommen werden kann. Das Laufwerk wird allerdings nicht abge-
     bremst. Wenn die Platte herausgenommen wurde, wird das Laufwerk beim
     nächsten open(2) neu konfiguriert. Benutzen Sie das autoconf-Kommando,
     um Änderungen in der Konfiguration zu bestätigen.

     Bei ROD (Rewritable Optical Disk) Laufwerken unterscheidet man beim
     Schreiben zwischen zwei Betriebsarten: Schreiben mit oder ohne vorher-
     gehendem Löschen. Weil sich bei optischen Platten alle Partitionen
     über das ganze Medium erstrecken, kann die Partitionnummer zur Auswahl
     der Betriebsart benutzt werden. Beim Schreiben auf Partition 0 bis 7
     wird ohne Löschen, beim Schreiben auf Partition 8 bis 14 wird mit
     Löschen gearbeitet. Schreiben ohne Löschen ist nur zulässig, wenn auf
     unbeschriebenen oder bereits gelöschten Blöcken geschrieben wird.
     Andernfall muß mit Löschen gearbeitet werden.

SIEHE AUCH
     autoconf(8), dkpart(8), format(8), setinfo(8), updchannelid(8).





























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