pcnfs(5) pcnfs(5)
NAME
pcnfs - Erweiterungen für Unterstützung von PCs in einer NFS-Umgebung
BESCHREIBUNG
DFS (MS-DOS) ist eine Erweiterung von NFS (Network File System), die
es Benutzern von Personal Computern (PCs) ermöglicht, Dateien auf
Remote-Rechnern, auf denen der DFS (MS-DOS)-Dämonprozeß [siehe
pcnfsd(8)] läuft, gemeinsam zu nutzen bzw. zum Ausdrucken ihrer
Dateien auf das Spool-System ferner Rechner zuzugreifen. Die folgenden
Abschnitte enthalten eine ausführliche Beschreibung von DFS (MS-DOS)
aus der Sicht des Servers.
Berechtigungsprüfung
DFS (MS-DOS) ermöglicht dem Benutzer eines PC die Annahme einer
Benutzer-ID für DFS (MS-DOS)-Anforderungen. Das DFS (MS-DOS)-Programm
netopen liest eine Benutzerkennung und ein Kennwort ein, verschlüsselt
diese Eingaben und ruft den Berechtigungs-Server für den PC auf. Wenn
netopen erfolgreich ausgeführt werden kann, wird eine Benutzernummer
und eine Gruppennummer ausgegeben, aus denen die Benutzerdaten des
PC-Benutzers zusammengestellt werden. Das Fehlschlagen dieser Prozedur
zeigt, daß Benutzerkennung und Kennwort ungültig sind.
Wird auf einem PC, der nicht mit dem Programm netopen eine ID erhalten
hat, eine Anforderung abgesetzt, so erhält diese Anforderung die ID
"nobody" (userid -2, groupid 0). Ein Benutzer mit dieser ID hat nur
begrenzten Zugriff auf das Reliant UNIX-Dateisystem. Aus der Sicht des
Systemverwalters ist der allgemeine Einsatz der "nobody"-Privilegien
nicht sehr vorteilhaft, da der Plattenverbrauch der verschiedenen PC-
Benutzer auf dem Server kaum zu ermitteln ist.
Drucken mit DFS (MS-DOS)
Zum Druck-Spooling benutzt DFS (MS-DOS) die normalen NFS-Datei-
operationen. Wenn ein DOS-Drucker zu einem NFS-Drucker auf einem
Dateiserver mit dem DOS-Kommando
PRINIT lpt1: \\host\printer
umgeleitet wird, fragt das Programm prinit beim Server das Spool-
Verzeichnis ab, in das die Druckdateien gesetzt werden sollen.
In das so erhaltene Spool-Verzeichnis hängt DFS (MS-DOS) ein virtuel-
les NFS-Laufwerk ein. Das Spool-Verzeichnis wird server-weise über das
Argument bestimmt, mit dem pcnfsd aufgerufen wird. DFS (MS-DOS) legt
dann die Spool-Dateien in diesem Verzeichnis an. Hat DFS (MS-DOS)
festgestellt, daß eine Datei ausgedruckt werden soll, ruft es den
Spooler-Service über die folgenden Angaben auf:
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pcnfs(5) pcnfs(5)
- Name der auszudruckenden Datei
- ID des am PC angemeldeten Benutzers
- Name des zu benutzenden Druckers.
Der DFS (MS-DOS)-Dämon ruft dann den lokalen Spooler zum Ausdrucken
der Datei auf.
Hinweis
Da DFS (MS-DOS) einfach das Standard-Spooler-Subsystem aufruft, kann
es für Remote-Drucker benutzt werden.
FEHLERSUCHE
DFS (MS-DOS)-Benutzer führen Schwierigkeiten mit DFS (MS-DOS)-Funk-
tionen in manchen Fällen auf Netzwerk- oder Server-Probleme zurück.
Die Kommandos netstat(1M) und ping(1M) (auf dem PC) sowie netstat(1M)
und nfsstat(1M) (auf dem Server) können bei der Ermittlung und Besei-
tigung der Fehlerursache behilflich sein.
Stellen Sie sicher, daß das betreffende Netzwerk auf dem Server-System
aktiviert ist. Wenn andere Benutzer gleichzeitig mit DFS (MS-DOS) auf
denselben Server zugreifen, so ist das Netzwerk aktiv. Rufen Sie auf
einem anderen Rechner innerhalb des Netzwerks das Kommando ping(1M)
auf, um zu überprüfen, ob das Netzwerk auf dem Server aktiviert ist.
Geben Sie auf dem betreffenden Server folgendes ein:
ping rechnername
rechnername steht dabei für einen anderen, an das Netzwerk angeschlos-
senen Rechner. Wenn die Meldung "Network down" zurückgegeben wird, ist
das Netzwerk möglicherweise auf diesem System ausgeschaltet.
Das Kommando ping wird von LAN1 V3 unterstützt. LAN1 V3 reagiert auf
ICMP-Anforderungen zur Ausgabe von Daten auf dem Bildschirm. Daher
kann ein Benutzer mit ping von einem Reliant UNIX-Server aus überprü-
fen, ob das Netzwerk angeschlossen ist. Wenn der PC nicht auf ping
reagiert, sollte der Benutzer netstat während der Ausführung von ping
auf dem PC starten. Dadurch wird die Anzahl der ICMP-Anforderungen
angezeigt, die vom PC empfangen wurden. Wenn die Zahl nicht hochge-
zählt wird, liegt möglicherweise eine Störung in der PC-Schnittstelle
oder im Netzwerk vor.
Ist kein Gateway angegeben worden (siehe LAN1 DFS (MS-DOS) V3.0
Administrator's Guide), werden nur solche Internet-Datengramme über-
mittelt, die für das lokale Netzwerk bestimmt waren. Die Anzahl der
fehlgeschlagenen Datengramm-Übertragungen wird beim Kommando
netstat(1M) angezeigt.
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pcnfs(5) pcnfs(5)
SIEHE AUCH
mountd(1M), netstat(1M), nfsd(1M), nfsstat(1M), ping(1M), icmp(7).
LAN1 DFS (MS-DOS) V3.0 Administrator's Guide.
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