ping(1M) ping(1M)
NAME
ping - Sendet ICMP ECHOREQUEST-Pakete an andere Rechner
SYNTAX
/usr/sbin/ping rechner [wartezeit]
/usr/sbin/ping [-n] [-s] [-lrRvL] [-t ttl] [-i adresse] rechner
[paketgröße] [zähler] [zähler]
BESCHREIBUNG
ping verwendet das Datagramm ECHOREQUEST des ICMP-Protokolls, um von
dem angegebenen rechner oder Gateway eine ICMP ECHORESPONSE zu erhal-
ten. Antwortet rechner, gibt ping auf der Standardausgabe die folgende
Meldung aus und endet dann: "rechner is alive" (rechner ist aktiv).
Anderenfalls wartet das Kommando wartezeit Sekunden und gibt dann fol-
gende Meldung aus: "no answer from rechner" (rechner antwortet nicht).
Der Standardwert für wartezeit beträgt 20 Sekunden.
Wird ping zur Fehlereingrenzung verwendet, muß zuerst der lokale Rech-
ner mit diesem Kommando überprüft werden, um sicherzugehen, daß die
lokale Netzschnittstelle aktiv ist.
OPTIONEN
-n Zeigt die Netzwerkadressen als Zahlen. Normalerweise gibt ping
die Adressen als Symbole aus. Mit der Option -n vermeiden Sie
aufwendige Übertragungen der Adressen in symbolische Namen.
-s Wird die Option -s angegeben, sendet ping ein Datagramm pro
Sekunde und gibt eine Ausgabezeile pro empfangener
ECHORESPONSE-Antwort aus. Geht keine Antwort ein, wird keine
Ausgabe erzeugt. In dieser zweiten Form berechnet ping die
Umlaufzeiten und Paketverluststatistiken; am Ende oder bei einer
Wartezeitüberschreitung wird eine Zusammenfassung dieser Daten
ausgegeben. Die Standardgröße des Datagrammpakets beträgt 64
Byte; mit dem Kommandozeilenargument paketgröße kann jedoch auch
ein anderer Wert definiert werden. Wird ein optionaler zähler
angegeben, sendet ping nur die entsprechende Anzahl von Paketen.
-l Loose Source Route. Diese Option wird im IP-Header gesetzt und
anschließend wird das Paket zu dem angegebenen Rechner gesendet
und zurückgesendet. Wird normalerweise zusammen mit der Option -R
verwendet.
-r Umgeht die normalen Routing-Tabellen und sendet direkt an einen
Rechner in einem angeschlossenen Netz. Wenn der Rechner sich
nicht in einem direkt angeschlossenen Netz befindet, wird ein
Fehler zurückgegeben. Mit dieser Option kann ein lokaler Rechner
über eine Schnittstelle, die vom Routing-Dämon aufgegeben wurde,
mit dem Kommando ping überprüft werden [siehe routed(1M)].
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ping(1M) ping(1M)
-R Aufzeichnen der Paket-Route. Setzt die IP-Option zum Aufzeichnen
der Route, wodurch die Route des Pakets im IP-Header gespeichert
wird. Der Inhalt der aufgezeichneten Route wird nur ausgegeben,
wenn die Option -v angegeben wird, und nur dann für zurückgesen-
dete Pakete angegeben, wenn der Ziel-Rechner die Option zum Auf-
zeichnen der Route über Echos hinweg beibehält, oder wenn die
Option -l angegeben wird.
-v Ausführliche Ausgabe. Listet alle empfangenen ICMP-Pakete auf,
die nicht ECHORESPONSE sind.
MULTICAST-OPTIONEN
-L Schaltet Multicast-Loopback aus, nachfolgende Datenpakete werden
nicht über die Loopback-Schnittstelle zurückgesendet.
-t ttl
Setzt das time-to-live-Feld (TTL) gesendeter Multicast-Pakete auf
den Wert ttl. Datenpakete mit einem TTL-Wert von 1 werden nicht
über das lokale Netz hinaus weitergeleitet. Multicast-Pakete mit
einem TTL-Wert 0 werden nicht gesendet, können aber lokal empfan-
gen werden (wenn die Multicast-Loopback-Option nicht verwendet
wurde). Multicast-Pakete mit einem TTL-Wert größer als 1 können
an andere Netze weitergeleitet werden, wenn sich im lokalen Netz
ein Multicast-Router befindet. Das TTL-Feld kann Werte zwischen 0
und 255 annehmen.
-i adresse
Mit dieser Option legen Sie die Schnittstelle fest, über die
ICMP-Pakete versendet werden. Die Schnittstelle wird angegeben
mit Hilfe der lokalen IP-Adresse der Schnittstelle oder
INADDRANY für die standardmäßige Schnittstelle. Die Option -i
ist nur sinnvoll, wenn für rechner eine Multicast-Gruppe mit ping
angesprochen werden soll.
SIEHE AUCH
ifconfig(1M), netstat(1M), rpcinfo(1M), icmp(7).
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