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⇒ ufsrestore(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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ufsrestore(1M)                                               ufsrestore(1M)

NAME
     ufsrestore - Teilweise Wiederherstellung eines Dateisystems

SYNTAX
     /sbin/ufsrestore options [filename ...]

BESCHREIBUNG
     ufsrestore stellt Dateien von Sicherungsbändern wieder her, die mit
     dem Kommando ufsdump(1M) erstellt wurden. options ist eine Zeichen-
     kette mit mindestens einer der unten aufgeführten Optionen sowie Argu-
     menten, die Sie angegeben. Weitere Argumente von ufsrestore sind die
     Namen von Dateien (oder Dateiverzeichnissen), die auf Platte wieder-
     hergestellt werden sollen. Ein Verzeichnisname bezieht sich immer auf
     die darin enthaltenen Dateien und (rekursiv) die darin enthaltenen
     Unterverzeichnisse sowie die in diesen enthaltenen Dateien. Dies gilt
     jedoch nicht, wenn die Option h angegeben ist.

OPTIONEN
     i    Interaktiv. Nach dem Einlesen der Verzeichnisinformationen vom
          Band ruft ufsrestore eine interaktive Schnittstelle auf, mit der
          Sie das Verzeichnis des Speicherabzugsbandes durchgehen können
          und einzelne Dateien zur Wiederherstellung auswählen können. Sie
          finden die hierzu verfügbaren Kommandos unter INTERAKTIVE KOMMAN-
          DOS weiter unten.

     r    Stellt vom kompletten Band wieder her. Lädt den gesamten Inhalt
          des Bands in das aktuelle Verzeichnis. Diese Option sollte nur
          dann benutzt werden, wenn Sie ein vollständiges Speicherabzugs-
          band in ein leeres Dateisystem wiederherstellen wollen oder ein
          Speicherabzugsband mit einer Teilsicherung nach einer vollständi-
          gen Wiederherstellung der "Stufe 0" einspielen wollen.

     R    Nimmt die Wiederherstellung wieder auf. ufsrestore fordert ein
          spezielles Band aus einer Reihe von Datenträgern an, von dem aus
          eine vollständige Wiederherstellung weiter durchgeführt werden
          soll (siehe die Option r weiter oben). Damit hat ufsrestore die
          Möglichkeit, an einem Checkpoint wieder einzusetzen, wenn es im
          Laufe einer kompletten Wiederherstellung unterbrochen worden ist.

     t    Inhaltsverzeichnis. Listet jeden Dateinamen (filename) auf, der
          auf dem Band erscheint. Ist unter filename kein Argument angege-
          ben, wird das root-Verzeichnis aufgelistet. Dies führt zu einer
          Liste aller Dateien auf dem Band, es sein denn, die Option h
          wurde angegeben.











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ufsrestore(1M)                                               ufsrestore(1M)

     x    Spielt die angegebenen Dateien vom Band ein. Wenn eine angegebene
          Datei einem Verzeichnis entspricht, dessen Inhalt auf das Band
          geschrieben wurde und wenn die Option h nicht angegeben wurde,
          wird das Verzeichnis rekursiv eingespielt. Der Eigentümer, das
          Datum der letzten Änderung und der Modus werden (sofern möglich)
          wiederhergestellt. Ist unter filename kein Argument angegeben,
          wird das root-Verzeichnis aufgelistet. Dies führt dazu, daß das
          Band komplett eingespielt wird, es sein denn, die Option h wurde
          angegeben.

     c    Wandelt den Inhalt des Speicherabzugsbandes in das neue
          Dateisystem-Format um.

     d    Fehlersuche. Schaltet die Ausgabe für die Fehlersuche ein.

     h    Spielt nur das Verzeichnis ein, nicht aber die Dateien aus Unter-
          verzeichnissen davon. Dies verhindert eine hierarchische Wiede-
          rherstellung eines kompletten Unterbaums vom Band.

     m    Um zu vermeiden, daß vollständige Pfadnamen neu generiert werden
          müssen, spielt dies Dateien nach ihrer I-Node-Nummer und nicht
          nach ihrem Dateinamen ein. Diese Option ist nützlich, wenn nur
          wenige Dateien eingespielt werden.

     v    Ausführliche Anzeige. ufsrestore zeigt den Typ und Namen jeder
          Datei an, die es wiederherstellt.

     y    Es geschieht keine Nachfrage, ob bei Bandfehlern die Wiederher-
          stellung abgebrochen werden soll. ufsrestore versucht, den (die)
          fehlerhaften Bandblock (-blöcke) zu überspringen und so gut wie
          möglich weiterzumachen.

     b factor
          Blockungsfaktor. Gibt den Blockungsfaktor für Leseoperationen von
          Bändern an.

          Hinweis: ein Bandblock umfaßt 512 Byte.

     f dump-file
          Stellt von der Datei dump-file anstelle von /dev/rmt8 wieder her.
          Wenn unter dump-file ein - angegeben ist, liest ufsrestore von
          der Standardeingabe. Hierdurch können ufsdump(1M) und ufsrestore
          in einer Pipeline zum Sichern und Wiederherstellen eines Dateisy-
          stems benutzt werden:

          ufsdump 0f - /dev/ios0/rsdisk000s3 | (cd /mnt; ufsrestore xf -)








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ufsrestore(1M)                                               ufsrestore(1M)

     s n  Springt zur n-ten Datei, wenn ein und dasselbe Band mehrere Spei-
          cherabzugsdateien enthält. Beispielsweise gelangen Sie mit dem
          Kommando:

          ufsrestore xfs /dev/ios0/rstape000h 5

          zur fünften Datei auf dem Band.

INTERAKTIVE KOMMANDOS
     ufsrestore geht in den interaktiven Modus über, wenn es mit der Option
     i aufgerufen wird. Interaktive Kommandos erinnern an die Shell. Für
     Kommandos, die ein Argument haben können, gilt als Standardwert das
     aktuelle Verzeichnis.

     ls [directory]     Listet Dateien im Verzeichnis directory oder dem
                        aktuellen Verzeichnis auf, das durch einen Punkt
                        "." dargestellt wird. Weitere Verzeichnisse werden
                        mit einem Schrägstrich "/" angehängt. Einträge, die
                        zum Wiedereinspielen vorgesehen sind, werden mit
                        einem Stern "*" gekennzeichnet. Wenn die Option v
                        angegeben ist, werden auch die I-Node-Nummern auf-
                        gelistet.

     cd directory       Wechselt in das Verzeichnis directory (auf dem
                        Speicherabzugsband).

     pwd                Gibt den vollständigen Pfadnamen des aktuellen Ver-
                        zeichnisses aus.

     add [filename]     Fügt das aktuelle Verzeichnis oder die angegebene
                        Datei bzw. das angegebene Dateiverzeichnis
                        directory zu der Liste von Dateien hinzu, die wie-
                        der eingespielt werden sollen. Ist ein Verzeichnis
                        angegeben, soll dieses Verzeichnis zusammen mit
                        allen Dateien, die es in allen Unterverzeichnissen
                        enthält, zu der Liste der Dateien hinzugefügt wer-
                        den, die wieder eingespielt werden sollen. (Dies
                        gilt jedoch nicht, wenn die Option h angegeben
                        ist.)

     delete [filename]  Löscht das aktuelle Verzeichnis oder die angegebene
                        Datei bzw. das angegebene Dateiverzeichnis aus der
                        Liste der Dateien, die wieder eingespielt werden
                        sollen. Ist ein Verzeichnis angegeben, soll dieses
                        Verzeichnis zusammen mit allen Dateien, die es in
                        allen Unterverzeichnissen enthält, aus der Liste
                        der Dateien gelöscht werden, die wieder eingespielt
                        werden sollen. (Dies gilt jedoch nicht, wenn die
                        Option h angegeben ist.) Wenn Sie eine Vielzahl von
                        Dateien aus einem Verzeichnis wieder einspielen
                        wollen, fügen Sie dieses Verzeichnis zuerst zu der
                        Liste der Dateien hinzu, die wieder eingespielt


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ufsrestore(1M)                                               ufsrestore(1M)

                        werden sollen, löschen dann die wenigen Dateien,
                        die sie nicht wieder einspielen wollen, und spielen
                        dann den Rest wie gewünscht ein.

     extract            Spielt alle Dateien in der Liste der Dateien, die
                        wieder eingespielt werden sollen, tatsächlich vom
                        Speicherabzugsband wieder ein. ufsrestore fragt,
                        welchen Datenträger der Benutzer einlegen will.
                        Wenn Sie nur wenige Dateien wieder einspielen wol-
                        len, so besteht die schnellste Möglichkeit darin,
                        mit dem letzten Band zu beginnen und sich zum
                        ersten Band vorzuarbeiten. Der Eigentümer, das
                        Datum der letzten Änderung und der Modus werden
                        (sofern möglich) wiederhergestellt.

     verbose            Ein-/Ausschalter für die Option v. Wenn v einge-
                        schaltet ist, listet das Kommando ls die I-Node-
                        Nummern aller Einträge auf, und ufsrestore zeigt
                        Informationen über jede Datei an, die wieder einge-
                        spielt wird.

     help               Zeigt eine Zusammenfassung der verfügbaren Komman-
                        dos an.

     quit               ufsrestore wird sofort beendet, selbst wenn die
                        Liste der wieder einzuspielenden Dateien nicht leer
                        ist.

SICHERHEITSHINWEISE
     Nur ein Superuser kann einen Speicherabzug eines Dateisystems erstel-
     len. Dadurch wird verhindert, daß Benutzer Zugriff auf Dateien mit
     selektiven Leseberechtigungen erhalten.

     Für die Angabe des Namens des fernen Benutzers im Argument dump-file
     der Option f gelten besondere Regeln. Soll nicht der Benutzer angege-
     ben werden, der das Programm zur fernen Erstellung eines Speicherab-
     zugs oder zur fernen Wiederherstellung aufrief, so muß der ferne
     Benutzer dem Benutzer, der das Programm aufrief, die entsprechende
     Berechtigung erteilen. Dazu muß in der Datei .rhosts, die sich im
     Home-Verzeichnis des fernen Benutzers befindet, der entsprechende Ein-
     trag vorgenommen werden. Dieser Eintrag muß den Namen des Hosts und
     Benutzers enthalten, der das Programm aufgerufen hat (d. h. er muß
     immer "root" lauten, da nur ein Superuser einen Speicherabzug eines
     Dateisystems erstellen kann).

     Zusätzlich zu den normalen Sicherheitsüberprüfungen können die Sicher-
     heitsparameter sich auch auf die Verwendung der Programme zur Erstel-
     lung eines fernen Speicherabzugs oder für die ferne Wiederherstellung
     auswirken.





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ufsrestore(1M)                                               ufsrestore(1M)

     Ist der Parameter AUTOLOGINMINUID auf dem fernen Hostsystem auf
     einen positiven Wert gesetzt, ist Benutzern mit Benutzer-IDs, die
     kleiner als dieser Wert sind, der automatische ferne Zugriff nicht
     möglich.

     Ist der Parameter DISABLERHOSTS auf dem fernen Hostsystem auf "yes"
     gesetzt, werden die Dateien .rhosts auf dem fernen Hostsystem igno-
     riert. Wurde für diesen Parameter "no" angegeben, darf nur der Eigen-
     tümer der Dateien .rhosts Schreibberechtigung für diese Dateien haben.

HINWEISE
     Es können bei ufsrestore Fehler auftreten, wenn Dateisysteme, die bei
     ihrer Sicherung aktiv waren, von Speicherabzugsbändern teilweise wie-
     derhergestellt werden.

     Nach einer kompletten Wiederherstellung muß ein Speicherabzug der
     "Stufe 0" durchgeführt werden. Da ufsrestore im Modus für normale
     Benutzer läuft, kann es die Zuweisung von I-Nodes nicht steuern; dies
     bedeutet, daß ufsrestore die Dateien neu positioniert, ohne ihren
     Inhalt zu ändern. Daher muß ein vollständiger Speicherabzug durchge-
     führt werden, der zu einer neuen Menge von Dateiverzeichnissen führt,
     in denen sich die neuen Dateipositionen widerspiegeln, damit spätere
     Teilwiederherstellungen korrekt sind.

DIAGNOSE
     ufsrestore gibt eine Meldung aus, wenn falsche Optionen eingegeben
     wurden.

     Es gibt ebenfalls bei Lesefehlern eine Meldung aus. Wurde y angegeben
     oder reagiert der Benutzer mit y, so versucht ufsrestore weiterzuar-
     beiten.

     Erstreckt sich der Speicherabzug über mehr als ein Band, fordert
     ufsrestore den Benutzer zum Auswechseln der Bänder auf. Wurden die
     Optionen x oder i angegeben, fragt ufsrestore den Benutzer auch, wel-
     chen Datenträger er einlegen will.

     Eine ganze Reihe von Konsistenzprüfungen kann von ufsrestore aufgeli-
     stet werden. Die meisten Prüfungen erklären sich selbst. Im folgenden
     sind Fehler aufgeführt, die öfters auftreten können.

     Converting to new file system format.
          Ein Speicherabzugsband, das eine Sicherung des alten Dateisystems
          enthält, wurde geladen. Es wird automatisch in das Format des
          neuen Dateisystems umgewandelt.









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ufsrestore(1M)                                               ufsrestore(1M)

     filename: not found on tape
          Die angegebene Datei ist im Bandverzeichnis aufgeführt, war aber
          auf dem Band nicht zu finden. Der Grund hierfür liegt entweder an
          Bandlesefehlern beim Suchen nach dieser Datei oder an der Verwen-
          dung eines Speicherabzugsbandes, bei dem die Sicherung an einem
          aktiven Dateisystem vorgenommen wurde.

     expected next file inumber, got inumber
          Es wurde eine Datei gefunden, die nicht im Verzeichnis aufgeli-
          stet ist. Dies kann geschehen, wenn Sie ein Speicherabzugsband
          verwenden, bei dem die Sicherung an einem aktiven Dateisystem
          vorgenommen wurde.

     Incremental tape too low
          Bei einer Teilwiederherstellung wurde ein Band eingelegt, auf das
          zeitlich gesehen vor dem vorangehenden Teilband geschrieben wurde
          oder dessen Sicherungsstufe zu niedrig ist.

     Incremental tape too high
          Bei einer Teilwiederherstellung wurde ein Band geladen, das nicht
          an der Stelle weitermacht, an der das vorangehende Band aufhörte,
          oder dessen Sicherungsstufe zu hoch ist.

     Tape read error while restoring filename
     Tape read error while skipping over inode inumber
     Tape read error while trying to resynchronize
     A tape read error has occurred.
          Ist ein Dateiname angegeben, so ist wahrscheinlich der Inhalt
          dieser Datei teilweise zerstört. Wird ein I-Node übersprungen
          oder wird versucht, das Band neu zu synchronisieren, wurden keine
          wieder eingespielten Dateien zerstört. Es kann jedoch sein, daß
          manche Dateien nicht auf dem Band gefunden wurden.

     resync ufsrestore, skipped num
          Nach einem Bandlesefehler muß ufsrestore möglicherweise neu syn-
          chronisiert werden. Diese Meldung listet die Anzahl der Blöcke
          auf, die übersprungen wurden.

DATEIEN
     /dev/rmt8
          Standard-Bandlaufwerk

     /tmp/rstdir*
          Datei mit den Verzeichnissen auf dem Band

     /tmp/rstmode*
          Eigentümer, Modus und Zeitstempel für Verzeichnisse

     ./restoresymtable
          Informationen, die zwischen Teilwiederherstellungen ausgetauscht
          werden



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ufsrestore(1M)                                               ufsrestore(1M)

SIEHE AUCH
     mkfs(1M), mount(1M), ufsdump(1M).




















































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