mount(1M) mount(1M)
NAME
mount, umount (generisch) - Dateisysteme und Remote-Ressourcen ein-
bzw. aushängen
SYNTAX
mount [-F FSType] [-v | -p | -a]
mount [-F FSType] [-Vr] [-o specificoptions] {special | mountpoint}
mount [-F FSType] [-Vr] [-o specificoptions] special mountpoint
umount [-F FSType] [-V] [-o specificoptions] {special | mountpoint}
umount [-F FSType] -a
BESCHREIBUNG
Alle Dateisysteme außer root (/) gelten als temporär in dem Sinne, daß
sie für Benutzer verfügbar oder nicht verfügbar sein können. mount
benachrichtigt das System darüber, daß special, ein blockorientiertes
Gerät oder eine Remote-Ressource, über den Einhängepunkt mountpoint
(der bereits existieren muß) für Benutzer zur Verfügung steht. Der
Einhängepunkt wird also zum Namen der Root des neu eingehängten Geräts
special oder der betreffenden Ressource.
Wird mount mit Argumenten eingegeben, überprüft es alle diese Argu-
mente außer dem Gerätenamen und ruft ein dateisystemtyp-spezifisches
mount-Modul auf. Wird mount ohne Argumente aufgerufen, listet es alle
eingehängten Dateisysteme aus der Mount-Tabelle auf. Wird als Argument
z. B. nur special und/oder mountpoint angegeben, dann durchsucht
mount die Datei /etc/vfstab und erhält so die notwendigen Argumente:
FSType, special, mountpoint und specificoptions. Dann ruft es das
dateisystemtyp-spezifische mount-Modul auf. Nur wenn alle vier Argu-
mente: FSType, special, mountpoint und specificoptions angegeben
sind, durchsucht mount die Datei /etc/vfstab nicht.
Die meisten Dateisystemtypen (FSTypes) besitzen kein umount-
spezifisches Modul. Ist dieses vorhanden, wird es ausgeführt. Andern-
falls hängt das generische Modul die Dateisysteme aus. Wurde die
Option -o angegeben, wird das umount-spezifische Modul immer ausge-
führt.
OPTIONEN
Es gibt drei verschiedene Typen von Optionen: genericoptions,
otheroptions und specificoptions.
genericoptions Optionen, die sowohl vom generischen als auch vom
dateisystemtyp-spezifischen Modul des Kommandos
(sofern dieses Kommando existiert) unterstützt wer-
den.
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mount(1M) mount(1M)
otheroptions Optionen, die nur vom generischen Kommando unter-
stützt werden.
specificoptions Unteroptionen, die nur vom dateisystemtyp-
spezifischen Modul des Kommandos [siehe
mount(1M-ufs), mount(1M-nfs) oder mount(1M-vxfs)]
unterstützt werden. Sie können in einer durch Kom-
mata getrennten Liste angegeben werden und/oder als
Paare von Schlüsselwörtern und Attributen, die von
dem dateisystemtyp-spezifischen Modul des Kommandos
interpretiert werden. Diese Unteroptionen werden
über die Option -o angegeben.
Es gibt folgende genericoptions:
-F Gibt den Dateisystemtyp an, mit dem gearbeitet werden soll, oder
schränkt die Operation auf diesen Dateisystemtyp (über die Optio-
nen -pva) ein. Der Dateisystemtyp muß hier unter FSType angegeben
werden, oder er muß sich beim Einhängen eines Dateisystems aus
/etc/vfstab bestimmen lassen können.
-V Gibt ein Echo der gesamten Kommandozeile aus, ohne jedoch das
Kommando auszuführen. Die Kommandozeile wird erstellt unter Ver-
wendung der vom Benutzer angegebenen Optionen und Argumente und
durch Hinzufügen dieser Daten zu Informationen, die aus
/etc/vfstab gewonnen wurden. Sie sollten diese Option angeben,
wenn Sie die Kommandozeile überprüfen wollen. Wird zusätzlich die
Option FSType angegeben, wird die Option an das dateisystemtyp-
spezifische Modul zur Interpretation übergeben.
-r Setzt /etc/vfstab außer Kraft und hängt das Dateisystem im Nur-
Lese-Modus ein.
-o Gibt dateisystemtyp-spezifische Optionen an.
Es gibt folgende otheroptions:
-v Erzeugt die Ausgabe in einem neuen Format. Die neue Ausgabe zeigt
zusätzlich zur alten Ausgabe den Dateisystemtyp und die Flags an.
Die Felder mountpoint und special erscheinen vertauscht.
-p Gibt die Liste der eingehängten Dateisyteme in /etc/vfstab-Format
aus.
-a Hängt alle in /etc/vfstab (bzw. /etc/mnttab) aufgeführten Datei-
systeme ein (bzw. aus). Ist unter FSType ein Dateisystemtyp ange-
geben, werden nur Dateisysteme dieses Typs ein- bzw. ausgehängt.
Beim Einhängen muß das Feld automnt in vfstab auf yes stehen,
damit das Dateisystem tatsächlich eingehängt wird.
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mount(1M) mount(1M)
Jeder Benutzer kann sich mit mount die eingehängten Dateisysteme und
Ressourcen auflisten lassen. Nur ein Benutzer mit Systemverwalterzu-
griffsrecht darf Dateisysteme ein- bzw. aushängen.
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
texte.
Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert ist, wird
der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch LANG nicht
oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das System so, als
wäre es nicht internationalisiert.
Hat eine der Variablen für die internationale Umgebung einen ungülti-
gen Wert, verhält sich das System so, als wäre keine Variable gesetzt.
Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
Bereich der Internationalisierung.
HINWEISE
Das alte Ausgabeformat wird in einer zukünftigen Release ungültig wer-
den. Ab dann werden alle Ausgaben im neuen -v-Format vorliegen. Die
wichtigsten Änderungen betreffen zwei neue Felder, die den Dateisy-
stemtyp und die Flags anzeigen. Außerdem ist zu beachten, daß
mountpoint und special vertauscht wurden.
mount fügt einen Eintrag zur Mount-Tabelle /etc/mnttab hinzu; umount
entfernt einen Eintrag aus der Tabelle.
mount verweigert das Einhängen eines beschädigten Dateisystems. Norma-
lerweise sollte man diesen Zustand mit Hilfe von fsck beseitigen.
Allerdings kann erzwungen werden, daß ein Dateisystem mit Nur-Lese-
Zugriff eingehängt wird. Weitere Informationen hierüber finden Sie in
der Beschreibung des entsprechenden dateisystemtyp-spezifischen Kom-
mandos.
mount verweigert das Einhängen von zwei Dateisystemen auf demselben
Einhängepunkt.
DATEIEN
/etc/mnttab
Liste der momentan eingehängten Dateisysteme
/etc/vfstab
Liste der Standardparameter für jedes Dateisystem
SIEHE AUCH
setmnt(1M), mnttab(4), vfstab(4).
Beschreibung für die dateisystemtyp-spezifischen Module von mount.
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