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⇒ mount(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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mount(1M)                                                         mount(1M)

NAME
     mount, umount (generisch) - Dateisysteme und Remote-Ressourcen ein-
     bzw. aushängen

SYNTAX
     mount [-F FSType] [-v | -p | -a]

     mount [-F FSType] [-Vr] [-o specificoptions] {special | mountpoint}

     mount [-F FSType] [-Vr] [-o specificoptions] special mountpoint

     umount [-F FSType] [-V] [-o specificoptions] {special | mountpoint}

     umount [-F FSType] -a

BESCHREIBUNG
     Alle Dateisysteme außer root (/) gelten als temporär in dem Sinne, daß
     sie für Benutzer verfügbar oder nicht verfügbar sein können. mount
     benachrichtigt das System darüber, daß special, ein blockorientiertes
     Gerät oder eine Remote-Ressource, über den Einhängepunkt mountpoint
     (der bereits existieren muß) für Benutzer zur Verfügung steht. Der
     Einhängepunkt wird also zum Namen der Root des neu eingehängten Geräts
     special oder der betreffenden Ressource.

     Wird mount mit Argumenten eingegeben, überprüft es alle diese Argu-
     mente außer dem Gerätenamen und ruft ein dateisystemtyp-spezifisches
     mount-Modul auf. Wird mount ohne Argumente aufgerufen, listet es alle
     eingehängten Dateisysteme aus der Mount-Tabelle auf. Wird als Argument
     z. B. nur special und/oder mountpoint angegeben, dann durchsucht
     mount die Datei /etc/vfstab und erhält so die notwendigen Argumente:
     FSType, special, mountpoint und specificoptions. Dann ruft es das
     dateisystemtyp-spezifische mount-Modul auf. Nur wenn alle vier Argu-
     mente: FSType, special, mountpoint und specificoptions angegeben
     sind, durchsucht mount die Datei /etc/vfstab nicht.

     Die meisten Dateisystemtypen (FSTypes) besitzen kein umount-
     spezifisches Modul. Ist dieses vorhanden, wird es ausgeführt. Andern-
     falls hängt das generische Modul die Dateisysteme aus. Wurde die
     Option -o angegeben, wird das umount-spezifische Modul immer ausge-
     führt.

OPTIONEN
     Es gibt drei verschiedene Typen von Optionen: genericoptions,
     otheroptions und specificoptions.

     genericoptions   Optionen, die sowohl vom generischen als auch vom
                       dateisystemtyp-spezifischen Modul des Kommandos
                       (sofern dieses Kommando existiert) unterstützt wer-
                       den.






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mount(1M)                                                         mount(1M)

     otheroptions     Optionen, die nur vom generischen Kommando unter-
                       stützt werden.

     specificoptions  Unteroptionen, die nur vom dateisystemtyp-
                       spezifischen Modul des Kommandos [siehe
                       mount(1M-ufs), mount(1M-nfs) oder mount(1M-vxfs)]
                       unterstützt werden. Sie können in einer durch Kom-
                       mata getrennten Liste angegeben werden und/oder als
                       Paare von Schlüsselwörtern und Attributen, die von
                       dem dateisystemtyp-spezifischen Modul des Kommandos
                       interpretiert werden. Diese Unteroptionen werden
                       über die Option -o angegeben.

     Es gibt folgende genericoptions:

     -F   Gibt den Dateisystemtyp an, mit dem gearbeitet werden soll, oder
          schränkt die Operation auf diesen Dateisystemtyp (über die Optio-
          nen -pva) ein. Der Dateisystemtyp muß hier unter FSType angegeben
          werden, oder er muß sich beim Einhängen eines Dateisystems aus
          /etc/vfstab bestimmen lassen können.

     -V   Gibt ein Echo der gesamten Kommandozeile aus, ohne jedoch das
          Kommando auszuführen. Die Kommandozeile wird erstellt unter Ver-
          wendung der vom Benutzer angegebenen Optionen und Argumente und
          durch Hinzufügen dieser Daten zu Informationen, die aus
          /etc/vfstab gewonnen wurden. Sie sollten diese Option angeben,
          wenn Sie die Kommandozeile überprüfen wollen. Wird zusätzlich die
          Option FSType angegeben, wird die Option an das dateisystemtyp-
          spezifische Modul zur Interpretation übergeben.

     -r   Setzt /etc/vfstab außer Kraft und hängt das Dateisystem im Nur-
          Lese-Modus ein.

     -o   Gibt dateisystemtyp-spezifische Optionen an.

     Es gibt folgende otheroptions:

     -v   Erzeugt die Ausgabe in einem neuen Format. Die neue Ausgabe zeigt
          zusätzlich zur alten Ausgabe den Dateisystemtyp und die Flags an.
          Die Felder mountpoint und special erscheinen vertauscht.

     -p   Gibt die Liste der eingehängten Dateisyteme in /etc/vfstab-Format
          aus.

     -a   Hängt alle in /etc/vfstab (bzw. /etc/mnttab) aufgeführten Datei-
          systeme ein (bzw. aus). Ist unter FSType ein Dateisystemtyp ange-
          geben, werden nur Dateisysteme dieses Typs ein- bzw. ausgehängt.
          Beim Einhängen muß das Feld automnt in vfstab auf yes stehen,
          damit das Dateisystem tatsächlich eingehängt wird.





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mount(1M)                                                         mount(1M)

     Jeder Benutzer kann sich mit mount die eingehängten Dateisysteme und
     Ressourcen auflisten lassen. Nur ein Benutzer mit Systemverwalterzu-
     griffsrecht darf Dateisysteme ein- bzw. aushängen.

INTERNATIONALE UMGEBUNG
     Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
     texte.

     Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert ist, wird
     der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch LANG nicht
     oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das System so, als
     wäre es nicht internationalisiert.

     Hat eine der Variablen für die internationale Umgebung einen ungülti-
     gen Wert, verhält sich das System so, als wäre keine Variable gesetzt.

     Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
     bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
     Bereich der Internationalisierung.

HINWEISE
     Das alte Ausgabeformat wird in einer zukünftigen Release ungültig wer-
     den. Ab dann werden alle Ausgaben im neuen -v-Format vorliegen. Die
     wichtigsten Änderungen betreffen zwei neue Felder, die den Dateisy-
     stemtyp und die Flags anzeigen. Außerdem ist zu beachten, daß
     mountpoint und special vertauscht wurden.

     mount fügt einen Eintrag zur Mount-Tabelle /etc/mnttab hinzu; umount
     entfernt einen Eintrag aus der Tabelle.

     mount verweigert das Einhängen eines beschädigten Dateisystems. Norma-
     lerweise sollte man diesen Zustand mit Hilfe von fsck beseitigen.
     Allerdings kann erzwungen werden, daß ein Dateisystem mit Nur-Lese-
     Zugriff eingehängt wird. Weitere Informationen hierüber finden Sie in
     der Beschreibung des entsprechenden dateisystemtyp-spezifischen Kom-
     mandos.

     mount verweigert das Einhängen von zwei Dateisystemen auf demselben
     Einhängepunkt.

DATEIEN
     /etc/mnttab
          Liste der momentan eingehängten Dateisysteme

     /etc/vfstab
          Liste der Standardparameter für jedes Dateisystem

SIEHE AUCH
     setmnt(1M), mnttab(4), vfstab(4).

     Beschreibung für die dateisystemtyp-spezifischen Module von mount.



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