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⇒ ufsdump(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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ufsdump(1M)                                                     ufsdump(1M)

NAME
     ufsdump - Teilspeicherabzug eines Dateisystems anlegen

SYNTAX
     /sbin/ufsdump [options] filesystem

BESCHREIBUNG
     Mit ufsdump werden alle Dateien, die unter filesystem angegeben wer-
     den, oder Dateien, die nach einem bestimmten Datum geändert wurden,
     auf einem Ausgabegerät oder in einer Datei gesichert; options ist eine
     Zeichenkette, die Optionen von ufsdump wie unten aufgeführt angibt;
     filesystem ist eine zeichenorientierte Gerätedatei (z. B.
     /dev/ios0/rsdisk000s4) oder ein Einhängepunkt für ein Dateisystem
     (z. B. /usr).

     Ist unter options nichts angegeben, wird der Standardwert 9u verwendet
     und als Ausgabegerät ein Band mit 9 Spuren, 2400 Fuß (ca. 731,52 m)
     und 6250 BPI vorausgesetzt.

     Ist die Option c angegeben, wird vorausgesetzt, daß es sich beim Aus-
     gabegerät um ein QIC-320-Magnetbandgerät handelt.

     Ist die Option D angegeben, wird davon ausgegangen, daß es sich beim
     Ausgabegerät um ein DAT-Gerät (Digital Audio Tape) handelt.

     Mit den Optionen c, d, D und s werden nur die Bandgrößen berechnet.
     Mit der Option M werden die Megabytes pro Band angegeben; diese Option
     kann bei jeder Bandart benutzt werden. Die Option M ist wesentlich
     einfacher als die oben genannten Optionen, vorausgesetzt die Bandkapa-
     zität ist bekannt.

     ufsdump kann ein EOT-Zeichen (end of tape, Bandende) nicht richtig
     behandeln. Im Gegensatz zu anderen Sicherungsdienstprogrammen (wie
     z. B. cpio), die EOT-Zeichen erkennen und den Benutzer dazu auffor-
     dern, ein neues Band einzulegen, bevor mit der Sicherung fortgesetzt
     wird, gibt ufsdump bei Erreichen des EOT einen Schreibfehler aus und
     versucht, die Sicherung erneut zu starten. Aus diesem Grund ist es von
     Bedeutung, ufsdump mit genauen Informationen über die Bandkapazität
     mit Hilfe der Option M zu versorgen sowie Angaben über Bandart, Dichte
     und Länge zu machen. Mit Hilfe dieser Daten kann ufsdump bestimmen,
     wieviele Daten auf jedes Band geschrieben werden können, bevor zum
     Einlegen des nächsten Bandes aufgefordert wird. (Siehe unter BEISPIELE
     weiter unten.) Da ufsdump keine EOT-Zeichen interpretieren kann, ist
     es sehr wichtig, den Datenumfang, der auf ein Band paßt, nicht zu
     überschätzen, da sonst das Ende der Speicherabzüge auf dem Band
     unvollständig ist. Sie können mehrere Speicherabzüge auf einem Band
     speichern, indem Sie auf ein Gerät schreiben, das nicht zurückspult.
     Allerdings ist es u. U. erforderlich, den letzten Speicherabzug neu zu
     starten, wenn die Bandmarke EOT erreicht wird.






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ufsdump(1M)                                                     ufsdump(1M)

     Beispiel:

          ufsdump 0uf /dev/ios0/rstape000hn /usr
          ufsdump 0uf /dev/ios0/rstape000h /

     Mit den obigen Kommandos werden ein Speicherabzug von /usr der Stufe 0
     und ein Speicherabzug von / (Root) der Stufe 0 auf dasselbe Band
     geschrieben. Beachten Sie, daß beim Speicherabzug von /usr ein Gerät
     benutzt wird, das nicht zurückspult ("no-rewind"). Mehrfache Speiche-
     rabzüge können mit Hilfe der Option s von ufsrestore(1M) wiederherge-
     stellt werden.

     Bitte arbeiten Sie nach den folgenden Richtlinien, wobei zu beachten
     ist, daß Dateisysteme mit mehreren kleinen Dateien (<2 KB) mehr Platz
     auf dem Band benötigen werden und daß die Option M jeder anderen
     Option zur Bestimmung der Bandgröße (c, d, D und s) vorzuziehen ist:

               Bandart     Modus      Typ     Länge    Kapazität
               _________________________________________________
               9-track         -      2400    6250ft    ~140 MB
               9-track        -       2400    1600ft     ~25 MB

               Streamer:
               QIC-320        -        600      -       ~120 MB
               QIC-120        -        120M    620ft    ~105 MB
               QIC-150        -        150M    620ft    ~135 MB
               QIC-525        -        525M    620ft    ~475 MB

               DAT/DDS-1      -         -       60m    ~1200 MB
               DAT/DDS-1      -         -       90m    ~1800 MB
               DAT/DDS-2      -         -      120m    ~3600 MB

               8mm Tape    EXB-8200     -       15m     ~265 MB
               (Exabyte)   EXB-8500     -       15m     ~530 MB

     Anmerkungen:

     -  EXB-8200 und EXB-8500 sind unterschiedliche Schreibdichten für die
        Arbeit mit 8 mm Tapes (low- und high-density).

     -  Wird ein "device with compression" benutzt (z. B.
        /dev/ios0/rstape004c), so erhöht sich die Kapazität maximal um den
        Faktor 1.6 - 2.0.

     -  Die Kapazität aller Bänder liegt ca. 10% unter den aufgedruckten
        Größen (z. B. ein 150 MB Streamer nimmt ca. 135 MB Daten auf). Die
        Verringerung des aufgedruckten Wertes ist wegen auftretender Band-
        fehler und automatischen Bandvorlaufs bei geringer Transferrate
        einkalkuliert worden.





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ufsdump(1M)                                                     ufsdump(1M)

     -  Besonderheiten zu allen Bandtypen (z. B. wie sich ein 150 MB Strea-
        mer in einem 525 MB Streamerlaufwerk verhält) erfährt man in den
        HINWEISEN von stape(7).

OPTIONEN
     0-9  Sicherungsstufe des Speicherabzugs. Alle Dateien im Dateisystem
          filesystem, die seit dem letzten Aufruf von ufsdump auf einer
          niedrigeren Stufe geändert wurden, werden auf den Datenträger
          kopiert. Wenn Sie beispielsweise am Montag einen Speicherabzug
          der Stufe 2 durchgeführt haben und am Dienstag einen Speicherab-
          zug der Stufe 4, enthält ein darauf folgender Speicherabzug der
          Stufe 3 am Mittwoch alle Dateien, die seit der Sicherung der
          Stufe 2 (Montag) geändert oder hinzugefügt wurden. Ein Speiche-
          rabzug der Stufe 0 kopiert das gesamte Dateisystem filesystem auf
          den Datenträger des Speicherabzugs.

     b factor
          Blockungsfaktor. Gibt den Blockungsfaktor für Schreiboperationen
          auf Band an. Standardmäßig eingestellt sind 64 Blöcke pro Schrei-
          boperation. Ein Bandblock besteht aus 512 Byte. Der Blockungsfak-
          tor muß ein Vielfaches von 4 sein.

     c    Magnetbandkassette. Es soll ein QIC-320-Band anstelle des norma-
          len Halbzollbandes verwendet werden. Die Länge wird auf 560 Fuß
          gesetzt. Diese Option ist nicht kompatibel zu den Optionen d und
          s. Wenn die Bandkapazität bekannt ist, wird empfohlen, die Option
          M anstelle der Option c zu benutzen.

     d bpi
          Banddichte. Diese Option ist nur für Bänder mit 9 Spuren sinn-
          voll. Die Banddichte (mit der Einheit BPI) wird aus der Angabe
          bpi entnommen. Damit wird laufend Buch darüber geführt, wieviel
          Platz pro Band zur Verfügung steht. Die Standarddichte ist 6250.

     D mins
          DAT. Das DAT-Band (Digital Audio Tape) soll anstelle des normalen
          Halbzollbandes verwendet werden. mins gibt die Anzahl Minuten auf
          dem DAT-Band an. Diese Option ist mit den Optionen d und s nicht
          kompatibel.















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ufsdump(1M)                                                     ufsdump(1M)

     f dump-file
          Speicherabzugsdatei. Die Datei dump-file soll als Ausgabegerät
          oder Datei benutzt werden, auf bzw. in die der Speicherabzug
          geschrieben wird. Standardmäßig wird hierfür (/dev/rmt8) benutzt.
          Wenn bei dump-file ein - angegeben wird, wird der Speicherabzug
          in die Standardausgabe geschrieben. Bitte beachten Sie, daß
          dump-file der Name einer Plattendatei sein kann (z. B.
          /tmp/dump.output). Dadurch wird ein Speicherabbild auf Platte
          erzeugt, das dann wiederhergestellt (z. B. durch
          ufsrestore xuf /tmp/dump.output), übertragen oder auf Band
          geschrieben werden kann, wobei ein anderes Dienstprogramm wie
          z. B. cpio eingesetzt werden kann.

     M megabytes
          Maximale Datenkapazität, die auf jedes Band geschrieben werden
          kann; die Angabe erfolgt in Megabyte (10E6). Mit dieser Option
          wird festgelegt, wieviele Daten auf jedes Band geschrieben werden
          sollen, bevor ufsdump ein neues Band anfordert. Diese Option kann
          bei QIC-Bändern, DAT-Bändern, 9-Spur-Bändern oder jeder anderen
          Bandart benutzt werden. Der Maximalwert von megabytes sollte
          etwas unter der Kapazität des Bandes liegen, damit genügend
          Spielraum für Wiederholungsversuche bei schlechten Bandabschnit-
          ten vorhanden ist. Diese Option übersteuert die Optionen c, d, D
          und s.

     n    Benachrichtigt alle Bediener in der Bedienergruppe, daß bei ufs-
          dump Bedienereingriffe erforderlich sind. Dabei werden ähnlich
          wie beim Kommando wall Meldungen an die Terminals der Bediener
          geschickt.

     s size
          size gibt die Länge (in Fuß) des Datenträgers an, auf den der
          Speicherabzug geschrieben wird. Wenn die in size angegebene Länge
          erreicht ist, wartet ufsdump darauf, daß Sie den Datenträger aus-
          wechseln. Der Standardwert für size für ein 9-Spur-Band ist 2300
          (Fuß), wobei dieser Wert etwas unter der tatsächlichen physischen
          Länge des Bandes liegt. Damit wird ein Spielraum für mögliche
          schlechte Sektoren eingeräumt und Datenverlusten vorgebeugt.

     u    Aktualisiert den Speicherabzugsdatensatz. Für jedes Dateisystem,
          für das erfolgreich ein Speicherabzug erstellt wurde, wird ein
          Eintrag in der Datei /etc/dumpdates hinzugefügt, der den Namen
          des Dateisystems, das Datum und die Stufe des Speicherabzugs ent-
          hält. Diese Datei kann vom Superuser bearbeitet werden.

     W    Mit der Option W werden alle Dateisysteme, die in /etc/dumpdates
          und /etc/fstab erscheinen, aufgelistet zusammen mit Informationen
          über die aktuellsten Speicherabzüge und Stufen. Wenn die Option W
          gesetzt ist, werden alle anderen Optionen ignoriert, und ufsdump
          wird sofort verlassen.




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ufsdump(1M)                                                     ufsdump(1M)

BEISPIELE
     In den folgenden Beispielen werden mögliche Kommandozeilen mit Optio-
     nen von ufsdump beschrieben:

     ufsdump 0Muf 320 /dev/ios0/rstape004 /usr
          Schreibt einen Speicherabzug von /usr der Stufe 0 in
          /dev/ios0/rstape004; dabei werden maximal 320 MB auf jedes Band
          geschrieben, bevor ein neues Band angefordert wird. Welche Art
          von Band eingesetzt wird, ist unerheblich, jedoch muß die Kapazi-
          tät des Bandes bekannt sein.

     ufsdump 0udf 1600 /dev/ios0/rstape004  /usr
          Schreibt einen Speicherabzug von /usr der Stufe 0 in
          /dev/ios0/rstape004, ein Bandlaufwerk mit 9 Spuren und 1600 BPI,
          in das ein Band mit 2400 Fuß eingelegt ist; aktualisiert
          /etc/dumpdates.

     ufsdump 0usf 1200 /dev/ios0/rstape001h /usr
          Schreibt einen Speicherabzug von /usr der Stufe 0 in
          /dev/ios0/rstape001h, ein Bandlaufwerk mit 9 Spuren und 6250 BPI,
          in das ein Band mit 1200 Fuß eingelegt ist; aktualisiert
          /etc/dumpdates.

     ufsdump 2ucf /dev/ios0/rstape000 /home
          Schreibt einen Speicherabzug von /home der Stufe 2 in
          /dev/ios0/rstape000, eine QIC-320-Magnetbandkassette; aktuali-
          siert /etc/dumpdates.

     ufsdump 0Df 120 /dev/ios0/rstape000 /usr
          Schreibt einen Speicherabzug von /usr der Stufe 0 in
          /dev/ios0/rstape000, ein DAT-Band von 60 Metern (120 Minuten)
          Länge; /etc/dumpdates wird nicht aktualisiert.

HINWEISE
     Wenn beim Lesen des Dateisystems weniger als 32 Lesefehler auftreten,
     werden sie ignoriert.

     Für jedes Band ist ein neuer Prozess erforderlich. Das hat zur Folge,
     daß Vaterprozesse von bereits beschriebenen Bändern so lange weiter
     bestehen, bis die gesamte Sicherung beendet ist.

     Es ist ratsam, das System in den Einbenutzer-Betrieb zu bringen, wenn
     Teilsicherungen durchgeführt werden.

     Bei Speicherabzügen über mehrere Bänder sollten immer Bänder mit iden-
     tischer Länge verwendet werden, damit nicht das EOT eines kürzeren
     Bandes getroffen wird.

     Falls die Bandgröße in MB bekannt ist, sollte der Einfachheit halber
     die Option M anstelle der Optionen c, d, D oder s benutzt werden.




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ufsdump(1M)                                                     ufsdump(1M)

     Wenn Sie mehrfache Speicherabzüge auf ein Band sichern, das sich nicht
     zurückspulen läßt, ist es trotz Angabe der Maximalkapazität nicht zu
     vermeiden, daß ufsdump letztlich auf ein EOT trifft. Deshalb muß u. U.
     der letzte (nicht erfolgreiche) Speicherabzug auf einem neuen Band
     nochmals gestartet werden.

SICHERHEITSHINWEIS
     Nur der Superuser kann einen Speicherabzug eines Dateisystems veran-
     lassen. Dadurch wird verhindert, daß Benutzer Zugriff auf Dateien
     erhalten, für die es nur selektive Leseerlaubnis gibt.

WARNUNG
     Die Option s sollte nicht zusammen mit der Option c benutzt werden.
     Wenn diese Optionen zusammen benutzt werden, wird die Angabe für Fuß
     mit 4 multipliziert, was zu fehlerhaften Kapazitätsangaben für das
     Band führt.

     ufsdump behandelt EOT nicht ordnungsgemäß.

DATEIEN
     /etc/dumpdates
          Datumsdatensatz des Speicherabzugs

     /etc/group
          Datei für die Bedienergruppen

SIEHE AUCH
     tar(1), shutdown(1M), ufsrestore(1M), wall(1M).


























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