idconfig(1M) idconfig(1M)
NAME
idconfig - Neue Kernkonfiguration erzeugen
SYNTAX
/etc/conf/bin/idconfig
BESCHREIBUNG
Das Kommando idconfig verwendet als Eingabe eine Menge von Dateien,
die die Konfiguration des nächsten Reliant UNIX Systems, das aufgebaut
werden soll, enthalten. Es wird eine Menge von Ausgabedateien erzeugt,
die von idmkunix(1M) verwendet werden.
Das Kommando idconfig erwartet die folgenden Eingabedateien:
mdevice - Angaben für Master-Geräte
sdevice - Angaben für System-Geräte
mtune - Angaben für Master-Parameter
stune - Angaben für System-Parameter
mfsys - Master-Daten zum Dateisystemtyp
sfsys - System-Daten zum Dateisystemtyp
sassign - Gerätezuweisungsdatei
sema - STREAMS-Multiprozessor-Konfigurationsdatei
Das Kommando idconfig erzeugt folgende Ausgabedateien:
conf.c - Kerndatenstrukturen und Funktionsdefinitionen
config.h - Kernparameter und Gerätedefinitionen
direct - Liste aller am Aufbau beteiligten Treiberkomponenten
fsconf.c - Konfigurationsdaten zum Dateisystemtyp
OPTIONEN
-o directory Die Ausgabedateien werden in das unter directory ange-
gebene Verzeichnis und nicht in /etc/conf/cf.d
geschrieben.
-i directory Eingabedateien, die sich normalerweise in
/etc/conf/cf.d befinden, stehen im angegebenen Ver-
zeichnis.
-r directory Das unter directory angegebene Dateiverzeichnis wird
anstelle von /etc/conf als root-Verzeichnis genommen.
-d file Zur Eingabe wird anstelle von sdevice die Datei file
verwendet.
-t file Zur Eingabe wird anstelle von stune die Datei file ver-
wendet.
-T file Zur Eingabe wird anstelle von mtune die Datei file ver-
wendet.
Seite 1 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98
idconfig(1M) idconfig(1M)
-a file Zur Eingabe wird anstelle von sassign die Datei file
verwendet.
-c file Die Ausgabe von conf.c wird in die Datei file umgelei-
tet.
-h file Die Ausgabe von config.h wird in die Datei file umge-
leitet.
-p file Die Ausgabe von direct wird in die Datei file umgelei-
tet.
-s Die Durchsuchung von Treiber-Paketen wird unterdrückt.
-M Ein Multiprozessor-Kern wird konfiguriert; standardmä-
ßig wird ein Einprozessor-Kern konfiguriert.
-# Fehlerinformationen werden ausgegeben.
Diese Reliant UNIX Version unterstützt keine Geräteklassennummern für
Treiber. idconfig erzeugt (über Definitionen mit "define") zusätzliche
Konstanten in der Datei config.h. Der Treiber kann dann mit diesen
Konstanten, auf die in der Datei space.c verwiesen wird, entsprechende
Datenstrukturen erzeugen. Die Informationen, die in diesen Konstanten
zur Verfügung gestellt werden, bestehen aus den Angaben, wieviele
Geräteklassennummern zugewiesen wurden und welche Werte diese haben.
Die Konstanten tragen die folgenden Namen:
prfxCMAJORx
prfxBMAJORx
Hierbei steht prfx für das Gerätepräfix, x für den Listenindex, begin-
nend mit 0.
Außerdem fügt die Konfigurationsdatei conf.c, welche die Tabellen
bdevsw[] und cdevsw[] initialisiert, Einträge für jede Geräteklassen-
nummer hinzu, und so werden dieselben Treibereinsprungspunkte für
jeden dieser Einträge wiederholt.
DIAGNOSE
Der Rückkehrcode null steht für erfolgreiche Ausführung. Ist ein Feh-
ler aufgetreten, schließt idconfig mit einem Rückkehrcode ungleich
null ab und gibt eine Fehlermeldung aus. Alle Fehlermeldungen sind
ohne weitere Erläuterung verständlich.
SIEHE AUCH
idbuild(1M), idinstall(1M), idmkunix(1M), mdevice(4), mtune(4),
sdevice(4), stune(4).
Seite 2 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98