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⇒ idbuild(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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idbuild(1M)                                                     idbuild(1M)

NAME
     idbuild - Neuen Systemkern aufbauen

SYNTAX
     /etc/conf/bin/idbuild [-M | -S | -L | -MK | -KM | -SK | -KS | -LK |
     -KL]

BESCHREIBUNG
     Dieses Skript baut mit Hilfe der aktuellen Systemkonfiguration aus
     etc/conf/ einen neuen Reliant UNIX Systemkern auf. Das Skript verwen-
     det die Shell-Variable $ROOT aus der Benutzerumgebung als Startpfad.
     $ROOT sollte immer auf null stehen. Eine Ausnahme hierzu bildet der
     Fall, daß der Kern in einem anderen Quellbaum als root erstellt wird.

     Beim Aufbau eines neuen Reliant UNIX Systemabbilds werden neue System-
     konfigurationsdateien erstellt, und die Objektmodule für den Kern und
     Gerätetreiber in dem Objektbaum etc/conf/pack.d gebunden. Hierzu ruft
     idbuild das Kommando idconfig(1M) auf, das Kernkonfigurationsdateien
     aufbaut, sowie das Kommando idmkunix(1M), das die Konfigurationsda-
     teien verarbeitet und ein neues Reliant UNIX Systemabbild bindet.

     Die Systemkonfigurationsdateien werden durch Verarbeitung der Master-
     und Systemdateien erstellt, welche die Angaben für Gerätetreiber und
     einstellbare Parameter enthalten. Für das  System stellen die Dateien
     etc/conf/cf.d/mdevice und etc/conf/cf.d/mtune die Master-Informationen
     dar. In den Dateien etc/conf/cf.d/stune und den in
     etc/conf/sdevice.d/* angegebenen Dateien sind die Systeminformationen
     enthalten. Für den Kern sind in den durch etc/conf/sfsys.d/* und
     etc/conf/mfsys.d/* angegebenen Dateien auch Informationen angegeben,
     die für den Dateisystemtyp spezifisch sind.

     Sobald ein neuer Systemkern konfiguriert ist, wird in etc/.newunix
     eine Sperrdatei angelegt, die bewirkt, daß der neue Kern beim nächsten
     Systemabschluß (d. h. beim nächsten Übergang in den Status init 0)
     /unix ersetzt. Wenn dann das System das nächste Mal neu geladen wird,
     so wird der neue Kern ausgeführt.

OPTIONEN
     -M        idbuild erstellt einen Mehrprozessor-Kern (multiprocessor
               kernel).

     -S        idbuild erstellt einen Einprozessor-Kern (single processor
               kernel).

               Achtung: Auf einer RM600 können nur Multiprozessor-Kerne
               erstellt werden.

     -L        idbuild erstellt einen Mehrprozessor-Testkern (multiproces-
               sor debug kernel).

     -MK oder -KM
               idbuild erhält die Konfigurationsdateien conf.c, config.h,



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idbuild(1M)                                                     idbuild(1M)

               vector.c und fsconf.c, sowie die Dateien direct und ifile
               nach der Erstellung eines Mehrprozessor-Kerns bei.

     -SK oder -KS
               idbuild erhält die Konfigurationsdateien conf.c, config.h,
               vector.c und fsconf.c, sowie die Dateien direct und ifile
               nach der Erstellung eines Einprozessor-Kerns.

     -LK oder -KL
               idbuild erhält die Konfigurationsdateien conf.c, config.h,
               vector.c und fsconf.c sowie die Dateien direct und ifile
               nach der Erstellung eines Testkerns.

     Es darf nur jeweils eine dieser Optionen angegeben werden.

DIAGNOSE
     Da idbuild andere Systemkommandos aufruft, um das System neu zu konfi-
     gurieren und zu binden, meldet es auch alle von diesen Kommandos fest-
     gestellten Fehler. Dann bereinigt es die temporären Dateien, die im
     Zuge der Operationen erstellt wurden. Im allgemeinen zeigt der Rück-
     kehrcode 1 an, daß idbuild einen Fehler festgestellt hat.

     Es können Fehler aus folgenden Kategorien auftreten:

     -  Fehler in Master-Dateien

     -  Fehler in Systemdateien

     -  Fehler in Dateien mit einstellbaren Parametern

     -  Compiler- und Binderfehler.

     Alle Fehlermeldungen sind ohne weitere Erklärungen verständlich.

HINWEIS
     Auf einer RM600 darf das Kommando idbuild nur im Multi-User-Modus auf-
     gerufen werden.

SIEHE AUCH
     uname(1), idinstall(1M), idtune(1M), mdevice(4), mfsys(4), mtune(4),
     sdevice(4), sfsys(4), stune(4).













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