idinstall(1M) idinstall(1M)
NAME
idinstall - Daten der Gerätetreiberkonfiguration hinzufügen, löschen,
aktualisieren und abrufen
SYNTAX
/etc/conf/bin/idinstall [-adug] [-e] [-k] [-msoptnirhcl] devname
BESCHREIBUNG
Das Kommando idinstall wird von einem Install- oder Remove-Skript aus
dem Driver Software Package (DSP) aufgerufen und verarbeitet die Daten
für die Gerätetreiberkonfiguration. Dabei gibt es folgende Möglichkei-
ten: Hinzufügen (-a), Löschen (-d), Aktualisieren (-u) oder Abrufen
(-g) der Daten. idinstall erwartet Komponentendateien von Gerätetrei-
bern im aktuellen Verzeichnis. Werden Komponenten installiert oder
aktualisiert, werden Sie in Dateien im Verzeichnis /etc/conf geschrie-
ben oder an diese angehängt und dann aus dem aktuellen Verzeichnis
gelöscht, es sei denn, die Option -k wird benutzt.
OPTIONEN
Zur Angabe von Aktionen:
-a DSP-Komponenten hinzufügen
-d DSP-Komponenten löschen
-u DSP-Komponenten aktualisieren
-g DSP-Komponenten abrufen (Ausgabe in die Standardausgabe, außer
Master)
Zur Angabe von Komponenten: (*)
-m Master-Komponente
-s System-Komponente
-o Komponenten für Treiberobjektdateien und optionale Unterstüt-
zungsbibliotheken
-p Komponente Space.c
-t Komponente Stubs.c
-n Komponente Node (Gerätedatei)
-i Komponente Inittab
-r Komponente Device Initialization (rc)
-h Komponente Device shutdown (sd)
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idinstall(1M) idinstall(1M)
-c Komponente Mfsys: Dateisystemtyp-Konfigurationsdaten (Master)
-l Komponente Sfsys: Lokale Daten für Dateisystemtyp (System)
(*) Wird keine Komponente angegeben, gilt der Standardwert alle; eine
Ausnahme ist die Option -g, bei der eine einzelne Komponente ausdrück-
lich angegeben werden muß.
Optionen mit verschiedenen Funktionen:
-e Prüfung auf freien Plattenplatz ausschalten
-k Dateien beim Hinzufügen oder Aktualisiern nicht aus dem aktuellen
Verzeichnis löschen
Treiberobjektdateien (Driver.o, SPDriver.o, MPDriver.o) und Unter-
stützungsbibliotheken (devname.a, SPdevname.a, MPdevname.a)
besitzen ein optionales Präfix, mit dem angezeigt wird, ob ein
Einprozessor-Kern oder ein Mulitprozessor-Kern unterstützt wird. Das
Präfix SP zeigt an, daß das Objekt oder die Bibliothek zur Konfigura-
tion eines Einprozessor-Kerns verwendet wird. Das Präfix MP wird
dagegen bei einem Multiprozessor-Kern verwendet. Ein Treiber oder eine
Bibliothek ohne Präfix kann zur Konfigurierung eines Kerns mit belie-
bigem Typ benutzt werden.
Bei der einfachen Installation eines neuen DSP sollte das Install-
Skript des DSP das Kommando idinstall -a devname verwenden. In diesem
Fall benötigt das Kommando die Treiberobjekte, Master-Einträge und
System-Einträge und installiert diese. Optional installiert es auch
die Unterstützungsbibliotheken und die Komponenten Space.c, Stubs.c,
Node, Init, Rc, Shutdown, Mfsys und Sfsys, falls diese Module im aktu-
ellen Verzeichnis vorhanden sind.
Die Treiberobjekte, Unterstützungsbibliotheken sowie die Dateien
Space.c und Stubs.c werden in ein Verzeichnis in /etc/conf/pack.d
geschrieben. Der Gerätename devname wird als Argument übergeben, das
als Verzeichnisname verwendet wird. Die übrigen Komponenten werden in
den entsprechenden Dateiverzeichnissen unter /etc/conf in einer Datei
mit dem Namen devname gespeichert. So würde beispielsweise die Datei
Node in die Datei /etc/conf/node.d/devname geschrieben.
Mit idinstall -m wird eine Schnittstelle zum Kommando idmaster herge-
stellt, mit der man unter Verwendung einer Master-Datei aus dem loka-
len Verzeichnis Einträge zu der Datei mdevice hinzufügen, aus dieser
löschen oder in ihr aktualisieren kann. Damit steht für die Program-
mierung von Treibern eine konsistente Schnittstelle zum Installieren
beliebiger DSP-Komponenten zur Verfügung.
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idinstall(1M) idinstall(1M)
Wie oben erwähnt, wird bei der Programmierung von Treibern in der
Regel die folgende Form des Kommandos verwendet: idinstall -a
devname. Andere Optionen von idinstall ermöglichen die Installation
einer DSP-Aktualisierung (d. h. eine bereits vorhandene Gerätetreiber-
komponente wird durch eine andere ersetzt) und unterstützen die
Installation von mehreren Controller-Karten gleichen Typs.
Wird beim Aufruf von idinstall die Option -u (update, aktualisieren)
angegeben, so geschieht folgendes:
- Die Dateien des alten DSP werden durch die des neuen DSP überla-
gert.
- Das Kommando idmaster wird mit der Aktualisierungs-Option aufgeru-
fen, sofern ein Master-Modul Teil des neuen DSP ist.
idinstall überprüft auch, ob genügend Plattenplatz frei ist, um die
Neukonfiguration zu starten. Dazu wird das Kommando idspace aufgeru-
fen. Bei idinstall tritt ein Fehler auf, wenn nicht genügend Platten-
platz vorhanden ist. Dann wird es mit einem Rückkehrcode ungleich null
abgebrochen. Mit der Option -e können Sie diese Überprüfung unterdrük-
ken.
idinstall legt einen Datensatz für das zuletzt installierte Gerät in
der Datei /etc/.lastdevadd an und speichert alle bei der letzten
Löschoperation entfernten Dateien im Dateiverzeichnis
/etc/.lastdevdel.
DIAGNOSE
Der Rückkehrcode null bedeutet erfolgreiche Ausführung. Ist ein Fehler
aufgetreten, so schließt idinstall mit einem Rückkehrcode ungleich
null ab und gibt eine Fehlermeldung aus. Alle Fehlermeldungen sind
ohne weitere Erläuterung verständlich. Im folgenden sind einige typi-
sche Fehlermeldungen aufgeführt, die von idinstall ausgegeben werden
können:
Device package already exists.
(Gerätepaket existiert bereits.)
Cannot make the driver package directory.
(Verzeichnis für Treiberpaket kann nicht erzeugt werden.)
Cannot remove driver package directory.
(Verzeichnis für Treiberpaket kann nicht gelöscht werden.)
Local directory does not contain a Driver object (Driver.o) file.
(Lokales Verzeichnis enthält keine Treiberobjektdatei (Driver.o).)
Local directory does not contain a Master file.
(Lokales Verzeichnis enthält keine Master-Datei.)
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idinstall(1M) idinstall(1M)
Local directory does not contain a System file.
(Lokales Verzeichnis enthält keine System-Datei.)
Cannot remove driver entry.
(Treibereintrag kann nicht gelöscht werden.)
SIEHE AUCH
idspace(1M), idcheck(1M), mdevice(4), sdevice(4).
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