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⇒ uname(1) — Reliant UNIX 5.44c4

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uname(1)                                                           uname(1)

NAME
     uname - Namen des aktuellen Systems ausgeben oder setzen

SYNTAX
     uname [option ...]                                            Format 1

     uname -S nodename                                             Format 2

BESCHREIBUNG
     uname schreibt Informationen über das aktuelle Betriebssystem auf die
     Standardausgabe.

OPTIONEN
   Format 1: Den Systemnamen ausgeben

     uname [option ...]

     Keine Option angegeben:
          Der Name des Betriebssystems wird ausgegeben, z. B. SINIX-Y.

     -a   (a - all) Es werden Informationen ausgegeben über den Namen des
          Betriebssystems, den Knotennamen der Anlage, die Versionsnummer
          des Betriebssystems, den Nachtragsstand der Betriebssystemsver-
          sion, den Maschinentyp, die Anzahl der Zentraleinheiten, die
          Megabytes des Hauptspeichers und über die Prozessor-Bezeichnung,
          z. B. SINIX-Y utmost 5.43 B0032 RM600 6/256 R4000.

     -M   Die Anzahl der Zentraleinheiten wird ausgegeben sowie die Mega-
          bytes des Hauptspeichers, z. B. 6/256.

     -m   (m - machine type) Der Name des Maschinentyps wird ausgegeben,
          z. B. RM600.

     -n   (n - node) Der Knotenname des Betriebssystems wird ausgegeben.
          Unter diesem Namen kann das System innerhalb eines Netzes ange-
          sprochen werden, z. B. utmost.

     -p   (p - processor type) Die Prozessor-Familie des Rechners, mit dem
          der Benutzer aktuell arbeitet, wird ausgegeben, z. B. R4000 für
          RISC-Prozessoren.

     -r   (r - release) Die Versionsnummer des Betriebssystems wird ausge-
          geben, z. B. 5.43.

     -s   (s - system) Der Name des Betriebssystems wird ausgegeben. Unter
          diesem Namen ist das Betriebssystem auf der lokalen Installation
          bekannt, z. B. SINIX-Y.

     -v   (v - version) Der Nachtragsstand der Version des Betriebssystems
          wird ausgegeben, z. B. B0032.





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uname(1)                                                           uname(1)

   Format 2: Den Knotennamen festlegen bzw. ändern

     uname -S nodename

     Format 2 ist nur für den Systemverwalter bestimmt.

     -S nodename
          Knotennname, den das System erhalten soll.

          Das Kommando uname -S gibt folgende Meldung aus:

          uname kann nicht in allen Softwarekomponenten den Knotennamen ändern.
          Siehe uname Manual Seiten.

          Dies bedeutet:

          Falls der Knotenname des Systems zugleich der Name von einer oder
          mehrerer Schnittstellen ist, müssen Sie die Netzkonfiguration
          aktualisieren und alle Netzdienste neu starten.

          Hinweis:

          Der Knotenname eines Systems kann auch mit Hilfe von sysadm(1M),
          Menüpunkt "Systemkonfiguration" geändert werden.

INTERNATIONALE UMGEBUNG
     Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
     texte. Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert
     ist, wird der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch
     LANG nicht oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das
     System so, als wäre es nicht internationalisiert.

     Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
     bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
     Bereich der Internationalisierung.

HINWEISE
     Ein Benutzer, der Abwärtskompatibilität mit älteren Releases aufrech-
     terhalten möchte, muß durch geeignetes Setzen von Umgebungsvariablen
     dafür sorgen, daß uname den alten Namen liefert. Hierfür stehen ver-
     schiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

     1) Die Datei /etc/default/uname existiert.
          In diesem Fall wird die Umgebungsvariable $SNINAME entsprechend
          der Datei /etc/default/uname ausgewertet und kann lokal von jedem
          Benutzer gesetzt werden.

          a) Wenn diese Variable auf SNINAME=comp (Standard) oder einen
             Wert ungleich "std" gesetzt ist, dann liefert uname -s
             "SINIX-Y" bzw. "SINIX-N".




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uname(1)                                                           uname(1)

          b) Wenn diese Variable auf SNINAME=std gesetzt ist, dann lie-
             fert uname -s "ReliantUNIX-Y" bzw. "ReliantUNIX-N".

     2) Die Datei /etc/default/uname existiert nicht.
          In diesem Fall können die vier Umgebungsvariablen OLDSYSNAME,
          OLDRELEASE, OLDMACHINE, OLDVERSION gesetzt werden, um die
          Standardwerte, die für den System-, Release-, Maschinen- und Ver-
          sionsnamen angezeigt werden, zu ändern (z. B. über /etc/profile).
          Auch diese Variablen können lokal von jedem Benutzer gesetzt wer-
          den (z. B. über die .profile-Datei).

          Die Standardausgabe entspricht der Ausgabe bei SNINAME=comp.

BEISPIELE
   Format 1: Beispiel zur Benutzung der Kompatibilitätsvariablen

     1. Sie möchten, daß uname auf jeden Fall immer den alten Namen lie-
        fert: Setzen Sie SNINAME=comp in der Datei /etc/default/uname.

     2. Sie möchten, daß uname auf jeden Fall immer den neuen Namen lie-
        fert: Setzen Sie SNINAME=std in der Datei /etc/default/uname.

     3. Sie möchten, daß uname die Ausgaben in bestimmten Fällen (Benutzer,
        Anwendungen) abweichend von der Einstellung in /etc/default/uname
        liefert: Setzen Sie z. B. für den alten Wert

        SNINAME=comp
        export SNINAME

        in der Umgebung der Anwendung bzw. des Benutzers.

     4. Sie wollen alle uname-Ausgaben durch selbstgesteuerte Werte erset-
        zen: Löschen Sie die Datei /etc/default/uname und benutzen Sie die
        Umgebungsvariablen OLD... für die Steuerung Ihrer uname-Ausgaben.

   Format 2: Beispiel zur Abfrage des Knotennamens

     Sie möchten sich über den Knotennamen des Betriebssystems und über die
     Versionsnummer des Betriebssystems informieren lassen:

     $ uname -nr
     utmost 5.43

DATEIEN
     /etc/default/uname

SIEHE AUCH
     sysinfo(2), uname(2).






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