uname(1) uname(1)
NAME
uname - Namen des aktuellen Systems ausgeben oder setzen
SYNTAX
uname [option ...] Format 1
uname -S nodename Format 2
BESCHREIBUNG
uname schreibt Informationen über das aktuelle Betriebssystem auf die
Standardausgabe.
OPTIONEN
Format 1: Den Systemnamen ausgeben
uname [option ...]
Keine Option angegeben:
Der Name des Betriebssystems wird ausgegeben, z. B. SINIX-Y.
-a (a - all) Es werden Informationen ausgegeben über den Namen des
Betriebssystems, den Knotennamen der Anlage, die Versionsnummer
des Betriebssystems, den Nachtragsstand der Betriebssystemsver-
sion, den Maschinentyp, die Anzahl der Zentraleinheiten, die
Megabytes des Hauptspeichers und über die Prozessor-Bezeichnung,
z. B. SINIX-Y utmost 5.43 B0032 RM600 6/256 R4000.
-M Die Anzahl der Zentraleinheiten wird ausgegeben sowie die Mega-
bytes des Hauptspeichers, z. B. 6/256.
-m (m - machine type) Der Name des Maschinentyps wird ausgegeben,
z. B. RM600.
-n (n - node) Der Knotenname des Betriebssystems wird ausgegeben.
Unter diesem Namen kann das System innerhalb eines Netzes ange-
sprochen werden, z. B. utmost.
-p (p - processor type) Die Prozessor-Familie des Rechners, mit dem
der Benutzer aktuell arbeitet, wird ausgegeben, z. B. R4000 für
RISC-Prozessoren.
-r (r - release) Die Versionsnummer des Betriebssystems wird ausge-
geben, z. B. 5.43.
-s (s - system) Der Name des Betriebssystems wird ausgegeben. Unter
diesem Namen ist das Betriebssystem auf der lokalen Installation
bekannt, z. B. SINIX-Y.
-v (v - version) Der Nachtragsstand der Version des Betriebssystems
wird ausgegeben, z. B. B0032.
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uname(1) uname(1)
Format 2: Den Knotennamen festlegen bzw. ändern
uname -S nodename
Format 2 ist nur für den Systemverwalter bestimmt.
-S nodename
Knotennname, den das System erhalten soll.
Das Kommando uname -S gibt folgende Meldung aus:
uname kann nicht in allen Softwarekomponenten den Knotennamen ändern.
Siehe uname Manual Seiten.
Dies bedeutet:
Falls der Knotenname des Systems zugleich der Name von einer oder
mehrerer Schnittstellen ist, müssen Sie die Netzkonfiguration
aktualisieren und alle Netzdienste neu starten.
Hinweis:
Der Knotenname eines Systems kann auch mit Hilfe von sysadm(1M),
Menüpunkt "Systemkonfiguration" geändert werden.
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
texte. Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert
ist, wird der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch
LANG nicht oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das
System so, als wäre es nicht internationalisiert.
Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
Bereich der Internationalisierung.
HINWEISE
Ein Benutzer, der Abwärtskompatibilität mit älteren Releases aufrech-
terhalten möchte, muß durch geeignetes Setzen von Umgebungsvariablen
dafür sorgen, daß uname den alten Namen liefert. Hierfür stehen ver-
schiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
1) Die Datei /etc/default/uname existiert.
In diesem Fall wird die Umgebungsvariable $SNINAME entsprechend
der Datei /etc/default/uname ausgewertet und kann lokal von jedem
Benutzer gesetzt werden.
a) Wenn diese Variable auf SNINAME=comp (Standard) oder einen
Wert ungleich "std" gesetzt ist, dann liefert uname -s
"SINIX-Y" bzw. "SINIX-N".
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uname(1) uname(1)
b) Wenn diese Variable auf SNINAME=std gesetzt ist, dann lie-
fert uname -s "ReliantUNIX-Y" bzw. "ReliantUNIX-N".
2) Die Datei /etc/default/uname existiert nicht.
In diesem Fall können die vier Umgebungsvariablen OLDSYSNAME,
OLDRELEASE, OLDMACHINE, OLDVERSION gesetzt werden, um die
Standardwerte, die für den System-, Release-, Maschinen- und Ver-
sionsnamen angezeigt werden, zu ändern (z. B. über /etc/profile).
Auch diese Variablen können lokal von jedem Benutzer gesetzt wer-
den (z. B. über die .profile-Datei).
Die Standardausgabe entspricht der Ausgabe bei SNINAME=comp.
BEISPIELE
Format 1: Beispiel zur Benutzung der Kompatibilitätsvariablen
1. Sie möchten, daß uname auf jeden Fall immer den alten Namen lie-
fert: Setzen Sie SNINAME=comp in der Datei /etc/default/uname.
2. Sie möchten, daß uname auf jeden Fall immer den neuen Namen lie-
fert: Setzen Sie SNINAME=std in der Datei /etc/default/uname.
3. Sie möchten, daß uname die Ausgaben in bestimmten Fällen (Benutzer,
Anwendungen) abweichend von der Einstellung in /etc/default/uname
liefert: Setzen Sie z. B. für den alten Wert
SNINAME=comp
export SNINAME
in der Umgebung der Anwendung bzw. des Benutzers.
4. Sie wollen alle uname-Ausgaben durch selbstgesteuerte Werte erset-
zen: Löschen Sie die Datei /etc/default/uname und benutzen Sie die
Umgebungsvariablen OLD... für die Steuerung Ihrer uname-Ausgaben.
Format 2: Beispiel zur Abfrage des Knotennamens
Sie möchten sich über den Knotennamen des Betriebssystems und über die
Versionsnummer des Betriebssystems informieren lassen:
$ uname -nr
utmost 5.43
DATEIEN
/etc/default/uname
SIEHE AUCH
sysinfo(2), uname(2).
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