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⇒ host(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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host(1M)                                                           host(1M)

NAME
     host - Hostnamen über den Domänenserver suchen

SYNTAX
     host [-v] [-w] [-r] [-d] [-t querytype] [-a] [-l] host [server]

BESCHREIBUNG
     host sucht nach Informationen zu Internet-Hosts. Diese Informationen
     werden aus einer Anzahl untereinander verbundener Server abgerufen,
     die weit verstreut sein können. Standardmäßig werden hierbei lediglich
     Hostnamen in Internet-Adressen umgesetzt. Mit den Optionen -t oder -a
     kann dieses Kommando allerdings auch für die Suche nach allen über
     einen Host verfügbaren Informationen verwendet werden, die vom Domä-
     nenserver verwaltet werden.

     Bei den Argumenten kann es sich entweder um Hostnamen oder Hostnummern
     handeln. Das Programm versucht zunächst die Argumente als Hostnummern
     zu interpretieren. Schlägt dies fehl, werden sie als Hostnamen behan-
     delt. Eine Hostnummer besteht aus Dezimalzahlen, die durch Punkte
     getrennt sind, zum Beispiel 128.6.4.194.

     Ein Hostname besteht aus durch Punkte voneinander getrennte Namen, wie
     beispielsweise topaz.rutgers.edu. Sofern der Name nicht mit einem
     Punkt endet, wird der lokale Domänenname automatisch an das Ende ange-
     hängt. Wenn ein Rutgers-Benutzer also "host topaz" angibt, wird nach
     "topaz.rutgers.edu" gesucht. Schlägt dies fehl, wird nach dem unverän-
     derten Namen gesucht (in diesem Fall also nach "topaz"). Die gleiche
     Konvention wird auch für Mail und andere Netzwerkdienstprogramme ver-
     wendet. Das an das Ende anzuhängende Suffix stammt aus den Ergebnissen
     eines "hostname"-Aufrufs, wobei alle Angaben nach dem ersten Punkt
     verwendet werden. (Eine Beschreibung zur Hostnamenssuche finden Sie
     weiter unten.)

     Das erste Argument ist der Hostname, nach dem Sie suchen. Handelt es
     sich hierbei um eine Nummer, wird eine "inverse Anfrage" durchgeführt,
     daß heißt, das Domänensystem sucht in einer gesonderten Menge von
     Datenbanken, die zum Umsetzen von Nummern in Namen verwendet werden.

     Das zweite Argument ist optional. Hiermit können Sie einen bestimmten
     Server für die Anfrage angeben. Wenn dieses Argument nicht angegeben
     wird, wird der voreingestellte Server verwendet.

     Wird hier ein Name angegeben, sind drei verschiedene Ausgaben möglich.
     Das folgende Beispiel zeigt alle drei Ausgabemöglichkeiten:

          % host sni4
          sni4.rutgers.edu is a nickname for ATHOS.RUTGERS.EDU
          ATHOS.RUTGERS.EDU has address 128.6.5.46
          ATHOS.RUTGERS.EDU has address 128.6.4.4
          ATHOS.RUTGERS.EDU mail is handled by ARAMIS.RUTGERS.EDU





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host(1M)                                                           host(1M)

     Der Benutzer hat das Kommando "host sni4" eingegeben. Die erste Zeile
     gibt an, daß der Name "sni4.rutgers.edu" eigentlich ein Kurzname
     (nickname) ist. Der offizielle Hostname lautet "ATHOS.RUTGERS.EDU".
     Die nächsten beiden Zeilen zeigen die Adresse. Wenn ein System über
     mehr als eine Netzwerkschnittstelle verfügt, wird für jede Schnitt-
     stelle die Adresse separat ausgegeben. Die letzte Zeile gibt an, daß
     die Mail für "ATHOS.RUTGERS.EDU" nicht von ihm selber verwaltetet
     wird. Die Mail für diesen Rechner wird von "ARAMIS.RUTGERS.EDU" ange-
     nommen. Es können mehrere derartige Zeilen ausgegeben werden, da man-
     che Systeme mehrere andere Systeme haben, die für sie Mail weiterlei-
     ten. Eigentlich sollte für jedes System, das Mail empfangen kann, ein
     derartiger Eintrag vorhanden sein. Wenn das System seine eigene Mail
     verwaltet, sollte in einem Eintrag das System selbst genannt sein, zum
     Beispiel "XXX mail is handled by XXX". Für viele Systeme, die ihre
     eigene Mail bearbeiten, liegt ein entsprechender Eintrag jedoch nicht
     vor. Wenn für ein System "mail is handled by" ausgegeben wird, ohne
     daß eine Adresse angegeben ist, bedeutet dies, daß das System nicht
     zum Internet gehört, sondern die Mail über ein System im Netzwerk wei-
     tergeleitet wird. Systeme im Usenet, Bitnet und andere Netzwerke haben
     solche Einträge.

OPTIONEN
     Vor dem Hostnamen können verschiedene Optionen angegeben werden. Die
     meisten dieser Optionen sind nur für diejenigen von Bedeutung, die die
     Datenbank der Domäne verwalten.

     -v   Ausgabe im "ausführlichen" (verbose) Format. Damit ist das offi-
          zielle Masterdateiformat der Domäne gemeint, wie es in named(1M)
          dokumentiert ist. Auch ohne diese Option erfolgt die Ausgabe im
          allgemeinen in diesem Format, es wird jedoch versucht, die Aus-
          gabe für den normalen Benutzer lesbarer zu machen. Ohne -v werden
          die Einträge a, mx und cname als "has address", "mail is handled
          by" und "is a nickname for" ausgeschrieben; TTL- und Klassenfel-
          der werden hierbei nicht angezeigt.

     -w   Host wartet unbegrenzte Zeit auf Antwort. Normalerweise ist das
          Zeitlimit nach ungefähr einer Minute erreicht.

     -r   Rekursion in der Anfrage wird deaktiviert. Dies bedeutet, daß der
          Nameserver nur Daten aus der eigenen Datenbank zurückliefert. Es
          werden keine anderen Server nach weiteren Informationen befragt.

     -d   Aktiviert die Testhilfe. Netzwerktransaktionen werden im Detail
          angezeigt.










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host(1M)                                                           host(1M)

     -t   Ermöglicht die Angabe eines bestimmten Typs von Informationen,
          nach dem gesucht werden soll. Die Argumente sind in named(1M)
          definiert. Derzeit unterstützte Typen sind: a, ns, md, mf, cname,
          soa, mb, mg, mr, null, wks, ptr, hinfo, minfo, mx, uinfo, uid,
          gid, unspec und der Platzhalter (Wildcard), der entweder mit
          "any" oder "*" angegeben werden kann. Typen müssen in Klein-
          schreibung angegeben werden. Standardmäßig wird zuerst nach a und
          dann nach mx gesucht, außer bei Angabe der Option für die Ausgabe
          im ausführlichen Format; in diesem Fall wird standardmäßig nur
          nach a gesucht.

     -a   Die Option -a (für "alle") entspricht -v -t any.

     -l   Mit der Option -l wird eine Auflistung der gesamten Domäne ausge-
          geben. Zum Beispiel wird mit

          host -l rutgers.edu

          eine Liste aller Hosts in der Domäne rutgers.edu ausgegeben. Die
          Option -t wird verwendet, um die Informationen so zu filtern, wie
          man es als üblich erwarten würde; d. h., Adreßinformationen,
          inklusive PTR- und NS-Datensätze, werden ausgegeben. Das Kommando

          host -l -v -t any rutgers.edu

          gibt die vollständigen Zonendaten für rutgers.edu aus, und zwar
          im offiziellen Masterdateiformat. (Der SOA-Datensatz wird aller-
          dings zweimal aufgeführt.) Hinweis: -l ist über eine vollständige
          Zonenübertragung mit anschließendem Filtern der gewünschten
          Informationen implementiert. Dieses Kommando sollte nur verwendet
          werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

ANPASSUNG DER HOSTNAMENSUCHE
     Wenn der vom Benutzer angegebene Name keine Punkte enthält, wird im
     allgemeinen eine Standarddomäne an das Ende angehängt. Diese Domäne
     kann in /etc/resolv.conf definiert werden, wird normalerweise jedoch
     aus dem Namen des lokalen Hosts nach dem ersten Punkt abgeleitet. Der
     Benutzer kann dies mit Hilfe der Umgebungsvariablen LOCALDOMAIN über-
     schreiben und eine andere Standarddomäne angeben. Außerdem kann der
     Benutzer seine eigenen Abkürzungen für die Hostnamen angeben. Diese
     sollten in einer Datei aufgeführt sein, die pro Zeile eine Abkürzung
     enthält. Dabei sollte in jeder Zeile eine Abkürzung gefolgt von einem
     Leerzeichen und dem vollständigen Hostnamen stehen. Auf diese Datei
     muß eine Umgebungsvariable HOSTALIASES zeigen, die dem Namen der Datei
     entspricht.









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host(1M)                                                           host(1M)

HINWEISE
     Unerwartete Ergebnisse können auftreten, wenn Sie einen Namen einge-
     ben, der nicht zur lokalen Domäne gehört. Bitte denken Sie stets
     daran, daß der Name der lokalen Domäne an das Ende jedes Namens ange-
     hängt wird, sofern der Name nicht mit einem Punkt endet. Nur wenn das
     Anhängen des Namens fehlschlägt, wird der angegebene Name unverändert
     verwendet.

     Mit der Option -l wird nur der erste Nameserver abgefragt, der für die
     angeforderte Domäne aufgelistet ist. Wenn dieser Server nicht aktiv
     ist, müssen Sie möglicherweise einen Server manuell angeben. Bei
     foo.edu können Sie beispielsweise das Kommando "host -t ns foo.edu"
     angeben, um eine Liste aller Nameserver für foo.edu zu erhalten und
     anschließend "host -l foo.edu xxx", um alle xxx in der Liste der Name-
     server anzuzeigen, bis Sie einen finden, der aktiv ist.

DATEIEN
     /usr/lib/named/bog.ascii
     /usr/lib/named/bog.ps
          BIND Name Server Operations Guide for BIND ("BOG"); ASCII- und
          MailScript-Format

SIEHE AUCH
     named(1M), resolv.conf(4).






























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