fuser(1M) fuser(1M)
NAME
fuser - Prozesse, die eine Datei oder Dateistruktur verwenden, identi-
fizieren
SYNTAX
/usr/sbin/fuser [-[c|f]ku] files | resources [[-] [[c|f]ku]
files | resources] ...
BESCHREIBUNG
fuser gibt die Prozeßnummern von Prozessen aus, die die als Argumente
angegebenen Dateien files oder die Remote-Ressourcen resources verwen-
den. Auf jede Prozeßnummer folgt ein Buchstabencode, der folgenderma-
ßen interpretiert werden kann: Verwendet der Prozeß die Datei
1) als das aktuelle Verzeichnis, wird der Buchstabe c benutzt,
2) als das root-Verzeichnis, wird der Buchstabe r benutzt,
3) als offene Datei, ist der Code o oder
4) als Textdatei, lautet der Code t.
Bei zeichenorientierten Geräten mit eingehängten Dateisystemen werden
alle Prozesse aufgelistet, die eine Datei auf diesem Gerät benutzen.
Bei den Namen von Remote-Ressourcen werden alle Prozesse gemeldet, die
eine Datei verwenden, welche mit dieser Remote-Ressource zusammenhängt
(Remote File Sharing). Bei allen anderen Dateitypen (Textdateien, aus-
führbare Dateien, Verzeichnisse, Geräte usw.) werden nur diejenigen
Prozesse gemeldet, die diese Datei verwenden.
OPTIONEN
-c Kann mit Dateien benutzt werden, die Einhängepunkte für Dateisy-
steme sind. Wird diese Option angegeben, so bezieht sich der
Bericht auf den Einhängepunkt und alle Dateien im eingehängten
Dateisystem.
-f Wird diese Option benutzt, so bezieht sich der Bericht nur auf
die angegebene Datei, nicht auf Dateien innerhalb eines einge-
hängten Dateisystems.
-u Nach der Prozeßnummer wird auch die Benutzerkennung, und zwar in
Klammern, angegeben.
-k Das Signal SIGKILL wird an jeden Prozeß gesendet. Da diese Option
bei jedem Prozeß zum Abbruch führt, erscheinen die Abbruchmeldun-
gen möglicherweise nicht sofort [siehe kill(2)].
Werden mehrere Dateigruppen angegeben, können die Optionen für jede
weitere Dateigruppe neu angegeben werden. Mit einem einzeln stehenden
Bindestrich werden die aktuellen Optionen außer Kraft gesetzt.
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fuser(1M) fuser(1M)
Die Prozeßnummern werden auf der Standardausgabe, durch Leerzeichen
getrennt, in einer einzigen Zeile ausgegeben, die mit einem Zeilenen-
dezeichen abgeschlossen wird. Alle anderen Ausgaben werden auf die
Standard-Fehlerausgabe geschrieben.
Alle Benutzer, die zum Lesen von /dev/kmem und /dev/mem berechtigt
sind, können das Kommando fuser benutzen. Nur der Systemverwalter kann
Prozesse eines anderen Benutzers beenden.
HINWEISE
Wenn eine RFS-Ressource von einem Server einer Vorversion von Release
4 eingehängt ist, kann das Kommando fuser nur Berichte über die Benut-
zung des gesamten Dateisystems erstellen, und nicht über die Benutzung
einzelner Dateien in diesem System.
Der Systemspeicherabzug, mit dem fuser arbeitet, bezieht sich auf
einen bestimmten Zeitpunkt. Daher werden Prozesse, die erst dann auf
eine Datei zugreifen, wenn fuser bereits läuft, möglicherweise nicht
berücksichtigt. Außerdem haben Prozesse, die als Benutzer einer Datei
erfaßt werden, möglicherweise ihre Arbeit mit der Datei bereits been-
det, während fuser noch läuft. Aufgrund dieser Faktoren ist von der
Verwendung der Option -k abzuraten.
DATEIEN
/stand/unix für die System-Namensliste
/dev/kmem für das Systemabbild
/dev/mem auch für das Systemabbild
SIEHE AUCH
ps(1), mount(1M), kill(2), signal(2).
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