fping(1M) fping(1M)
NAME
fping - Sendet ICMP ECHO-REQUEST-Pakete an Rechner im Netz
SYNTAX
fping [-a] [-d] [-e] [-in] [-q] [-rn] [-s] [-tn] [-u]
[rechner ... | -f liste]
BESCHREIBUNG
fping ist ein Programm, ähnlich dem ping-Programm, das das Internet
Control Message Protokoll (ICMP) Echo-Request benutzt, um zu entschei-
den, ob ein Rechner betriebsbereit ist. fping unterscheidet sich
dadurch von ping, daß Sie eine beliebige Anzahl von Rechnern auf der
Kommando-Ebene angeben können; oder Sie geben eine Datei an, die eine
Liste von Rechnern enthält.
Bei einem Aufruf ohne Argumente erwartet fping Argumente von stdin.
Statt einen einzigen Rechner anzusprechen und zu warten, bis das Zeit-
limit erreicht ist oder der Rechner antwortet, sendet fping ein ping-
Paket aus und geht dann zum nächsten Rechner über. Antwortet ein Rech-
ner, wird das vermerkt und er wird aus der Liste der noch zu prüfenden
Rechner entfernt. Sollte ein Rechner sich nicht im angegebenen Zeitli-
mit melden, so wird er als unerreichbar betrachtet.
fping macht keine detaillierten Angaben darüber, wie lange ein Rechner
braucht, um zu antworten, da sein Ziel lediglich darin besteht zu zei-
gen, ob das System bereit ist.
OPTIONEN
-a Zeigt die aktiven Systeme an.
-d Ermittelt die Adressen aus zurückgesendeten ping-Paketen.
-e Zeigt die vergangene Zeit seit dem letzten Paketdurchgang an.
-in Die minimale Zeit (in Millisekunden), die bis zum Senden eines
ping-Pakets zum nächsten Rechner verstreichen muß. Voreingestellt
sind 10 Millisekunden.
-q Gibt nicht die Statistikwerte der einzelnen Rechner aus, sondern
setzt nur den endgültigen Ende-Status.
-rn Maximale Anzahl der Fehlversuche (Voreinstellung 3). fping ver-
sucht n-mal, einen Rechner anzusprechen. Dabei wird das erste Mal
nicht mitgezählt.
-s Faßt die Statistikwerte für alle Rechner zusammen.
-tn Zeitlimit pro Rechner in Millisekunden (Voreinstellung: 2500).
Dies ist die Zeitspanne bis zum Senden eines ICMP-Paketes an den
nächsten Rechner aus der Rechnerliste.
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fping(1M) fping(1M)
-u Zeigt die Rechner an, die nicht erreichbar sind.
rechner ...
Ein oder mehrere Rechner, die von ping angesprochen werden sol-
len.
-f liste
Liest eine Liste von Rechnern, an die ICMP-Pakete gesendet werden
sollen aus der Datei liste1.
BEISPIELE
Mit dem folgenden Kommando können Sie alle erreichbaren Rechner im
Netz auflisten:
fping -d -f /etc/inet/hosts
Mit dem folgenden Kommando können Sie prüfen, ob eine Liste von Rech-
nern gegenwärtig im Netz erreichbar ist:
fping -a Rechner1 Rechner2 Rechner3 ...
DIAGNOSE
0 Alle Rechner können erreicht werden.
1 Einige Rechner können nicht erreicht werden.
2 Internet-Adressen können nicht gefunden werden.
3 Kommando wurde mit falschen Optionen aufgerufen.
4 Ein Systemaufruf funktioniert nicht.
HINWEISE
Gewisse Kombinationen von Optionen können zu Schwierigkeiten führen.
Ein Beispiel dafür sind niedrige Werte für -i und -t und gleichzeitig
ein hoher Wert für -r.
Dieses Programm muß unter der Benutzerkennung root installiert werden,
um einen raw socket zu öffnen, oder es muß unter root ablaufen. Damit
das Netzwerk nicht überlastet wird, sollten Sie folgende Werte nicht
unter- bzw. überschreiten.
-in wobei n < 10 msec
-rn wobei n > 20
-tn wobei n < 250 msec
SIEHE AUCH
ifconfig(1M), netstat(1M), ping(1M).
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