Museum

Home

Lab Overview

Retrotechnology Articles

Online Manuals

⇒ mkfs_ufs(1M-ufs) — Reliant UNIX 5.44c4

Media Vault

Software Library

Restoration Projects

Artifacts Sought

Related Articles

fsck(1M)

mkfs(1M)

newfs(1M)

dir(4)

fs(4-ufs)

mkfs(1M-ufs)                                                   mkfs(1M-ufs)

NAME
     mkfs (ufs) - ufs-Dateisystem erstellen

SYNTAX
     mkfs [-F ufs] [genericoptions] [-o specificoptions] special size

BESCHREIBUNG
     HINWEIS:  Da das Kommando mkfs umständlich in der Anwendung ist, soll-
               ten Sie ufs-Dateisysteme eher mit dem Kommando newfs(1M)
               erstellen. Das Kommando newfs bestimmt die mkfs-Parameter
               direkt über das Laufwerk, das durch special angegeben wird.
               In der Beschreibung von newfs(1M) finden Sie weitere Infor-
               mationen.

     mkfs erstellt ein Dateisystem in der Gerätedatei special, es sei denn,
     die Option -o N wurde angegeben. special muß ein "raw device" (zei-
     chenorientiertes Gerät, z. B. /dev/ios0/rsdisk000s1) sein. Die numeri-
     sche Größe size (Maximum <= Partitiongröße) gibt an, wie viele Sekto-
     ren das Dateisystem umfaßt. mkfs erstellt ein Dateisystem mit einem
     root-Verzeichnis und einem Verzeichnis lost+found [siehe fsck(1M)].
     Die Anzahl der I-Nodes wird als Funktion der Dateisystemgröße errech-
     net.

     Sind zusätzliche Argumente angegeben, so stimmen diese mit den Werten
     überein, die über die Option -o angegeben werden. Diese Option ist
     weiter unten beschrieben. Sind keine weiteren Argumente angegeben,
     benutzt mkfs eine Reihe von internen Standardwerten zum Erstellen des
     Dateisystems. Diese Vorgehensweise ist aber nicht sehr empfehlenswert,
     da die internen Standardwerte für die gelieferten Platten höchstwahr-
     scheinlich falsch sind.

OPTIONEN
     -F ufs    Gibt den Typ des ufs-Dateisystems an.

     genericoptions
               Optionen, die vom generischen mkfs-Kommando unterstützt wer-
               den.

     -o        Gibt die ufs-spezifischen Unteroptionen an. Die folgenden
               Unteroptionen stehen zur Verfügung:

               N           Das Dateisystem wird nicht in die Datei special
                           geschrieben. Diese Unteroption liefert alle
                           Informationen, als ob das Dateisystem erstellt
                           worden wäre, erstellt es aber nicht.

               nsect=n     Die Anzahl der Sektoren pro Spur auf der Platte.
                           Der Standardwert ist 18.

               ntrack=n    Die Anzahl der Spuren pro Zylinder auf der
                           Platte. Der Standardwert ist 9.




Seite 1                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

mkfs(1M-ufs)                                                   mkfs(1M-ufs)

               bsize=n     Die primäre Blockgröße für Dateien im Dateisy-
                           stem. Dies muß eine Potenz von zwei sein; momen-
                           tan sind die Werte 4096, 8192 oder 16384 mög-
                           lich. Der Standardwert ist 16384.

               fragsize=n  Die Fragmentgröße für Dateien im Dateisystem.
                           Der Wert fragsize stellt die kleinstmögliche
                           Menge an Plattenplatz dar, die einer Datei zuge-
                           wiesen wird. Es muß eine Potenz von zwei sein,
                           die im Moment aus dem Bereich zwischen 512 und
                           16384 ausgewählt wird. Der Standardwert ist
                           2048.

                           Es muß für jedes Fragment eine Blocknummer
                           erzeugt werden können. Die maximale Blocknummer
                           ist 2147483647. Pro Block (in bsize) können
                           maximal 8 Fragmente (in fragsize) angelegt wer-
                           den.

               cgsize=n    Die Anzahl der Plattenzylinder pro Zylinder-
                           gruppe. Diese Zahl muß im Bereich zwischen 1 und
                           32 liegen. Der Standardwert ist 16. Weitere
                           Anforderungen ergeben sich aufgrund der konkre-
                           ten, physischen Platte.

               minfree=n   Der minimal erlaubte Prozentsatz an freiem Plat-
                           tenplatz. Sobald die Kapazität des Dateisystems
                           diesen Schwellenwert erreicht, darf nur ein dazu
                           berechtigter Benutzer Plattenblöcke zuweisen.
                           Der Standardwert ist 10%.

                           HINWEIS:

                           Eine Zylindergruppe muß eine ganzzahlige Anzahl
                           Dateisystemblöcke enthalten. Dies steht in
                           direktem Zusammenhang mit dem Rotationslayout
                           der physischen Platte.

               rps=n       Die Rotationsgeschwindigkeit der Platte in
                           Umdrehungen pro Sekunde. Der Standardwert ist
                           60.

               nbpi=n      Die Anzahl Byte, für die ein I-Node-Block zuge-
                           wiesen ist. Dieser Parameter ist im Moment auf
                           einen I-Node-Block für jeweils 2048 Byte
                           gesetzt.








Seite 2                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

mkfs(1M-ufs)                                                   mkfs(1M-ufs)

                           HINWEIS:

                           Bei einer Erhöhung der Anzahl der I-Nodes im
                           Dateisystem müssen gegebenenfalls auch die Para-
                           meter cgsize und/oder bsize angepaßt werden, da
                           mkfs max. nur 2048 I-Nodes pro Zylindergruppe
                           verwaltet. mkfs gibt in diesen Fällen einen ent-
                           sprechenden Hinweis.

               opt=c       Hiermit kann der Benutzer angeben, ob der Spei-
                           cherplatz oder die Zugriffszeit optimiert werden
                           soll; s bedeutet, daß der Speicherplatz, t
                           bedeutet, daß die Zugriffszeit optimiert werden
                           soll. Der Standardwert ist t.

               apc=n       Die Anzahl der Ersatzsektoren pro Zylinder. Der
                           Standardwert ist 0.

               gap=n       Die Zeit (in Millisekunden), die erwartungsgemäß
                           für die Abarbeitung eines Übertragungsabschluß-
                           Interrupts und die Initialisierung einer neuen
                           Übertragung auf derselben Platte benötigt wird.
                           Hiermit wird bestimmt, wie groß die Rotations-
                           zwischenräume zwischen den aufeinanderfolgenden
                           Blöcken einer Datei sein müssen. (Dies wird auch
                           als "Verzögerung durch Plattenumdrehung"
                           bezeichnet.) Standardmäßig berechnet mkfs die
                           günstigste Wartezeit aufgrund des Plattentyps.
                           Kann der Plattentyp nicht bestimmt werden, ist
                           der absolute Standardwert 8.

HINWEISE
     Der Wert des Operanden nbpi in der Ausgabe von mkfs -m ist immer 2048,
     selbst dann, wenn das Dateisystem mit einem anderen Wert erstellt
     wurde.

     Manche Platten unterstützen möglicherweise keine nsect-Werte kleiner
     als 2048 Byte.

     Manche Platten unterstützen möglicherweise den Parameter apc nicht.

SIEHE AUCH
     fsck(1M), mkfs(1M), newfs(1M), dir(4), fs(4-ufs).











Seite 3                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

Typewritten Software • bear@typewritten.org • Edmonds, WA 98026