mkfs(1M-ufs) mkfs(1M-ufs)
NAME
mkfs (ufs) - ufs-Dateisystem erstellen
SYNTAX
mkfs [-F ufs] [genericoptions] [-o specificoptions] special size
BESCHREIBUNG
HINWEIS: Da das Kommando mkfs umständlich in der Anwendung ist, soll-
ten Sie ufs-Dateisysteme eher mit dem Kommando newfs(1M)
erstellen. Das Kommando newfs bestimmt die mkfs-Parameter
direkt über das Laufwerk, das durch special angegeben wird.
In der Beschreibung von newfs(1M) finden Sie weitere Infor-
mationen.
mkfs erstellt ein Dateisystem in der Gerätedatei special, es sei denn,
die Option -o N wurde angegeben. special muß ein "raw device" (zei-
chenorientiertes Gerät, z. B. /dev/ios0/rsdisk000s1) sein. Die numeri-
sche Größe size (Maximum <= Partitiongröße) gibt an, wie viele Sekto-
ren das Dateisystem umfaßt. mkfs erstellt ein Dateisystem mit einem
root-Verzeichnis und einem Verzeichnis lost+found [siehe fsck(1M)].
Die Anzahl der I-Nodes wird als Funktion der Dateisystemgröße errech-
net.
Sind zusätzliche Argumente angegeben, so stimmen diese mit den Werten
überein, die über die Option -o angegeben werden. Diese Option ist
weiter unten beschrieben. Sind keine weiteren Argumente angegeben,
benutzt mkfs eine Reihe von internen Standardwerten zum Erstellen des
Dateisystems. Diese Vorgehensweise ist aber nicht sehr empfehlenswert,
da die internen Standardwerte für die gelieferten Platten höchstwahr-
scheinlich falsch sind.
OPTIONEN
-F ufs Gibt den Typ des ufs-Dateisystems an.
genericoptions
Optionen, die vom generischen mkfs-Kommando unterstützt wer-
den.
-o Gibt die ufs-spezifischen Unteroptionen an. Die folgenden
Unteroptionen stehen zur Verfügung:
N Das Dateisystem wird nicht in die Datei special
geschrieben. Diese Unteroption liefert alle
Informationen, als ob das Dateisystem erstellt
worden wäre, erstellt es aber nicht.
nsect=n Die Anzahl der Sektoren pro Spur auf der Platte.
Der Standardwert ist 18.
ntrack=n Die Anzahl der Spuren pro Zylinder auf der
Platte. Der Standardwert ist 9.
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mkfs(1M-ufs) mkfs(1M-ufs)
bsize=n Die primäre Blockgröße für Dateien im Dateisy-
stem. Dies muß eine Potenz von zwei sein; momen-
tan sind die Werte 4096, 8192 oder 16384 mög-
lich. Der Standardwert ist 16384.
fragsize=n Die Fragmentgröße für Dateien im Dateisystem.
Der Wert fragsize stellt die kleinstmögliche
Menge an Plattenplatz dar, die einer Datei zuge-
wiesen wird. Es muß eine Potenz von zwei sein,
die im Moment aus dem Bereich zwischen 512 und
16384 ausgewählt wird. Der Standardwert ist
2048.
Es muß für jedes Fragment eine Blocknummer
erzeugt werden können. Die maximale Blocknummer
ist 2147483647. Pro Block (in bsize) können
maximal 8 Fragmente (in fragsize) angelegt wer-
den.
cgsize=n Die Anzahl der Plattenzylinder pro Zylinder-
gruppe. Diese Zahl muß im Bereich zwischen 1 und
32 liegen. Der Standardwert ist 16. Weitere
Anforderungen ergeben sich aufgrund der konkre-
ten, physischen Platte.
minfree=n Der minimal erlaubte Prozentsatz an freiem Plat-
tenplatz. Sobald die Kapazität des Dateisystems
diesen Schwellenwert erreicht, darf nur ein dazu
berechtigter Benutzer Plattenblöcke zuweisen.
Der Standardwert ist 10%.
HINWEIS:
Eine Zylindergruppe muß eine ganzzahlige Anzahl
Dateisystemblöcke enthalten. Dies steht in
direktem Zusammenhang mit dem Rotationslayout
der physischen Platte.
rps=n Die Rotationsgeschwindigkeit der Platte in
Umdrehungen pro Sekunde. Der Standardwert ist
60.
nbpi=n Die Anzahl Byte, für die ein I-Node-Block zuge-
wiesen ist. Dieser Parameter ist im Moment auf
einen I-Node-Block für jeweils 2048 Byte
gesetzt.
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mkfs(1M-ufs) mkfs(1M-ufs)
HINWEIS:
Bei einer Erhöhung der Anzahl der I-Nodes im
Dateisystem müssen gegebenenfalls auch die Para-
meter cgsize und/oder bsize angepaßt werden, da
mkfs max. nur 2048 I-Nodes pro Zylindergruppe
verwaltet. mkfs gibt in diesen Fällen einen ent-
sprechenden Hinweis.
opt=c Hiermit kann der Benutzer angeben, ob der Spei-
cherplatz oder die Zugriffszeit optimiert werden
soll; s bedeutet, daß der Speicherplatz, t
bedeutet, daß die Zugriffszeit optimiert werden
soll. Der Standardwert ist t.
apc=n Die Anzahl der Ersatzsektoren pro Zylinder. Der
Standardwert ist 0.
gap=n Die Zeit (in Millisekunden), die erwartungsgemäß
für die Abarbeitung eines Übertragungsabschluß-
Interrupts und die Initialisierung einer neuen
Übertragung auf derselben Platte benötigt wird.
Hiermit wird bestimmt, wie groß die Rotations-
zwischenräume zwischen den aufeinanderfolgenden
Blöcken einer Datei sein müssen. (Dies wird auch
als "Verzögerung durch Plattenumdrehung"
bezeichnet.) Standardmäßig berechnet mkfs die
günstigste Wartezeit aufgrund des Plattentyps.
Kann der Plattentyp nicht bestimmt werden, ist
der absolute Standardwert 8.
HINWEISE
Der Wert des Operanden nbpi in der Ausgabe von mkfs -m ist immer 2048,
selbst dann, wenn das Dateisystem mit einem anderen Wert erstellt
wurde.
Manche Platten unterstützen möglicherweise keine nsect-Werte kleiner
als 2048 Byte.
Manche Platten unterstützen möglicherweise den Parameter apc nicht.
SIEHE AUCH
fsck(1M), mkfs(1M), newfs(1M), dir(4), fs(4-ufs).
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