fsck(1M) fsck(1M)
NAME
fsck (generisch) - Dateisysteme überprüfen und korrigieren
SYNTAX
fsck [-F FSType] [-V] [-m] [special ...]
fsck [-F FSType] [genericoptions] [-o specificoptions] [special ...]
BESCHREIBUNG
fsck protokolliert Inkonsistenzen in Dateisystemen und korrigiert
diese im Dialogbetrieb. Treten im Dateisystem Inkonsistenzen auf, wird
der Benutzer jeweils um Zustimmung gebeten, bevor eine Korrektur vor-
genommen wird. Sie sollten beachten, daß bei manchen Korrekturmaßnah-
men Daten verloren gehen können. Umfang und Bedeutung des Datenverlu-
stes können anhand der Diagnoseausgabe bestimmt werden. Standardmäßig
wartet das System bei jeder Korrektur, bis der Benutzer "yes" oder
"no" eingibt. Hat der Benutzer keine Schreibberechtigung, gilt die
Antwort "no" als Standard.
Das Dateisystem sollte ausgehängt werden, wenn fsck verwendet wird.
Ist dies nicht möglich, sollte sich das System unbedingt im Ruhezu-
stand befinden und unmittelbar nach der Korrektur neu geladen werden,
sofern es sich um ein für den Boot-Prozeß wichtiges Dateisystem han-
delt.
special steht für ein block- oder zeichenorientiertes Gerät (z. B.
/dev/ios0/rsdisk000s8). Vorzugsweise ist ein zeichenorientiertes Gerät
zu verwenden. fsck kann bei einer eingehängten blockorientierten Gerä-
tedatei nicht ausgeführt werden. Ist keine Gerätedatei special angege-
ben, durchsucht fsck die Tabelle /etc/vfstab und führt die Überprüfung
für alle im Feld "fsckdev" von /etc/vfstab aufgeführten zeichenorien-
tierten Geräte aus, für die das Feld "fsckpass" einen numerischen Ein-
trag enthält [siehe vfstab(4)].
Ist die Option -p angegeben und sind keine Gerätedateien vorhanden, so
nimmt fsck kleinere Reparaturen am Dateisystem vor. In diesem Fall
benutzt fsck die Informationen aus /etc/vfstab, um Gruppen von Platten
parallel zu untersuchen, damit die Überlappung von Eingabe und Ausgabe
beim Überprüfen von Dateisystemen möglichst gut ausgenutzt wird. Dies
führt dazu, daß fsck so schnell wie möglich abläuft. Ist die Option -s
in Verbindung mit der Option -p angegeben, untersucht fsck die angege-
bene Anzahl von Dateisystemen pro Plattenlaufwerk. Ist die Option -s
nicht angegeben, untersucht fsck standardmäßig bis zu 2 Dateisysteme
pro Plattenlaufwerk.
Hinweis: Wenn Platten parallel geprüft werden sollen, muß der Eintrag
im Feld "fsckpass" in /etc/vfstab für diejenigen Platten, die
parallel geprüft werden sollen, auf denselben Wert >=1
gesetzt werden.
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fsck(1M) fsck(1M)
Wird dem Kommando fsck ein QUIT-Signal geschickt, so beendet es die
Dateisystemüberprüfung und wird dann selbst mit einem nicht-normalen
Rückkehrcode beendet. Dies soll dazu führen, daß ein Fehler entsteht,
wenn das System automatisch wieder gestartet wird, denn dadurch erhält
der Benutzer wieder die Steuerung.
OPTIONEN
Es gibt drei verschiedene Typen von Optionen: genericoptions,
otheroptions und specificoptions.
genericoptions Optionen, die sowohl vom generischen als auch vom
dateisystemtyp-spezifischen Modul des Kommandos
(sofern dieses Kommando existiert) unterstützt wer-
den.
otheroptions Optionen, die nur vom generischen Kommando unter-
stützt werden.
specificoptions Unteroptionen, die nur vom dateisystemtyp-
spezifischen Modul des Kommandos [siehe fsck(1M-ufs)
oder fsck(1M-vxfs)] unterstützt werden. Sie können
in einer durch Kommata getrennten Liste angegeben
werden und/oder als Paare von Schlüsselwörtern und
Attributen, die von dem dateisystemtyp-spezifischen
Modul des Kommandos interpretiert werden. Diese
Unteroptionen werden über die Option -o angegeben.
Es gibt folgende genericoptions:
-F FSType
Gibt den Dateisystemtyp an, mit dem auf dem angegebenen Gerät
(special) gearbeitet werden soll. Sind keine Geräte (special)
angegeben, beschränkt fsck seine Überprüfungen auf Dateisysteme
dieses Typs.
Der Dateisystemtyp muß hier unter FSType angegeben werden, oder
er muß sich durch Vergleich von special mit einem Eintrag in der
Tabelle /etc/vfstab bestimmen lassen können. Zulässige Angaben
für FSType finden Sie unter df(1).
-V Gibt ein Echo der gesamten Kommandozeile aus, ohne jedoch das
Kommando auszuführen. Die Kommandozeile wird erstellt, indem die
vom Benutzer eingegebenen Optionen und Argumente verwendet wer-
den, denen aus /etc/vfstab gewonnene Informationen hinzugefügt
wurden. Sie sollten diese Option verwenden, wenn Sie die Komman-
dozeile überprüfen wollen. Wird zusätzlich die Option FSType ver-
wendet, wird das -V an das dateisystemtyp-spezifischen Modul zur
Interpretation übergeben.
-I Besteht darauf, daß das Dateisystem überprüft wird. Hierdurch
wird erzwungen, daß fsck den Zustand des Dateisystems ignoriert
und die Konsistenzprüfungen durchführt.
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-y Alle von fsck gestellten Fragen werden mit "yes" beantwortet.
-n Alle von fsck gestellten Fragen werden mit "no" beantwortet.
-p Überprüft das Dateisystem im Modus zum "Ausführen kleinerer Repa-
raturen". Inkonsistenzen, die sich automatisch korrigieren las-
sen, werden beseitigt. Dabei handelt es sich um Inkonsistenzen,
die als harmlos angesehen werden und die ohne Zustimmung des
Systemverwalters korrigiert werden dürfen. Beispiele dafür sind
etwa I-Nodes, auf die nicht verwiesen wird, unrichtige Zähler in
Superblöcken und fehlende Blöcke in der Liste der freien Blöcke.
Wird diese Option ohne Argumente angegeben, so werden alle Datei-
systeme, die überprüft werden sollen, zuerst sortiert, damit der
Durchsatz effizienter wird.
-s Gibt die Anzahl von Dateisystemen an, die gleichzeitig pro Plat-
tenlaufwerk untersucht werden sollen. Diese Option kann nur in
Verbindung mit der Option -p angegeben werden. Standardmäßig
untersucht fsck bei der Option -p bis zu 2 Dateisysteme pro Plat-
tenlaufwerk gleichzeitig. Wenn jedoch die Dateisysteme auf der
Platte physisch getrennt sind, kann dies infolge der Positionie-
rung des Schreib-Lesekopfs die Leistungsfähigkeit vermindern.
Gültige Angaben für die Anzahl der zu untersuchenden Dateisysteme
sind 1 bis 4.
-l level
Überprüft nur Dateisysteme, die mit level spezifiert wurden.
Zulässige Angaben für level sind 0 bis 9 und u:
Level 0: Dateisysteme, die für den Boot-Prozeß entscheidend
sind (z. B. /usr, /var)
Level 1-9: Andere Dateisysteme.
Level u: Überprüfung aller Levels außer Level 0.
-o Gibt dateisystemtyp-spezifische Optionen an.
Es gibt folgende otheroptions:
-m Überprüfen, aber nicht korrigieren. Diese Option stellt sicher,
daß sich das Dateisystem zum Einhängen eignet.
HINWEISE
Dieses Kommando wird unter Umständen nicht von allen Dateisystemtypen
unterstützt.
Bei bestimmten Dienstprogrammen kann ein Dateisystem als konsistent
gelten, das aber in Wirklichkeit gar nicht konsistent ist. Beispiels-
weise wurden die Programme unlink, clri, mvdir und fsdb mit dem Ziel
entwickelt, die Komponenten eines Dateisystems auf niedriger Ebene
strukturell zu verändern. Daher aktualisieren diese Programme keine
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Abbildungen zur Ressourcenzuweisung des Dateisystems oder andere ver-
wandte Informationen. Deshalb kann ein Dateisystem nach Verwendung
dieser Kommandos inkonsistent sein, selbst wenn es nicht als inkonsi-
stent gekennzeichnet ist. Wird ein Dateisystem mit einem dieser Kom-
mandos geändert, so sollte es immer mit der Option -I überprüft wer-
den.
DATEIEN
/etc/vfstab
Liste der Standardparameter für jedes Dateisystem
SIEHE AUCH
df(1), mkfs(1M), vfstab(4).
Dateisystemtyp-spezifische Module: fsck(1M-ufs), fsck(1M-vxfs).
Online-Aufruf z. B.: "man 1M-ufs fsck".
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