fsck(1M-ufs) fsck(1M-ufs)
NAME
fsck (ufs) - Konsistenz von Dateisystemen prüfen und diese im Dialog-
modus korrigieren
SYNTAX
fsck [-F ufs] [genericoptions] [special ...]
fsck [-F ufs] [genericoptions] [-o b=#,w,r] [special ...]
BESCHREIBUNG
fsck protokolliert Inkonsistenzen von Dateisystemen und korrigiert
diese im Dialogbetrieb. Der Benutzer wird jeweils um Zustimmung gebe-
ten, bevor eine Korrektur vorgenommen wird. Sie sollten beachten, daß
bei Inkonsistenzen, die unten nicht erwähnt werden, Daten verloren
gehen können. Umfang und Bedeutung des Datenverlustes können anhand
der Diagnoseausgabe bestimmt werden.
fsck korrigiert automatisch harmlose Inkonsistenzen wie etwa: I-Nodes,
auf die nicht verwiesen wird, I-Nodes mit zu großem Verweiszähler,
fehlende Blöcke in der Liste der freien Blöcke, Blöcke, die sowohl in
der Liste der freien Blöcke als auch in Dateien erscheinen oder
unrichtige Zähler in Superblöcken. Für jede korrigierte Inkonsistenz
erscheint eine Meldung, die genau bezeichnet, auf welchem Dateisystem
die Korrektur durchgeführt werden soll und welcher Art die Korrektur
ist. Wurde das Dateisystem erfolgreich korrigiert, gibt fsck die
Anzahl der Dateien in diesem Dateisystem, die Anzahl der belegten und
freien Blöcke und die entsprechenden Angaben in Prozent aus.
Standardmäßig wartet das Kommando vor jeder Korrektur auf die Antwort
des Bedieners, also yes oder no. Hat der Bediener keine Schreibberech-
tigung für das Dateisystem, geht fsck standardmäßig von -n (keine Kor-
rekturen) aus.
Folgende Inkonsistenzen werden überprüft:
- Blöcke, die von mehreren I-Nodes oder der Liste der freien Blöcke
beansprucht werden.
- Blöcke, die von einem I-Node oder der Liste der freien Blöcke bean-
sprucht werden und außerhalb des Dateisystems liegen.
- Falsche Verweiszähler.
- Falsche Verzeichnisgrößen.
- Fehlerhaftes I-Node-Format.
- Blöcke, die nirgends aufgeführt sind.
- Verzeichnisprüfungen, Datei, die auf nicht zugewiesenen I-Node
zeigt, I-Node-Nummer außerhalb des möglichen Bereichs, Fehlen der
Einträge "." und ".." an der ersten und zweiten Stelle in jedem
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fsck(1M-ufs) fsck(1M-ufs)
Dateiverzeichnis.
- Prüfungen des Superblocks: Mehr Blöcke für I-Nodes als das Dateisy-
stem enthält.
- Fehlerhaftes Format der Liste der freien Blöcke.
- Summe der freien Blöcke und/oder der freien I-Nodes fehlerhaft.
Verwaiste Dateien und Dateiverzeichnisse (d. h. die zugewiesen sind,
auf die aber nicht verwiesen wird) werden mit Einverständnis des
Bedieners in das Verzeichnis lost+found geschrieben. Der zugewiesene
Name besteht aus der I-Node-Nummer, der die folgenden Zeichen vorange-
hen: "i-". Existiert das Verzeichnis lost+found noch nicht, so wird es
erzeugt. Reicht der Platz nicht aus, wird er vergrößert.
Zur Angabe eines Dateisystems kann der Name des block- oder zeicheno-
rientierten Geräts, auf dem es sich befindet, oder der Name des Ein-
hängepunktes verwendet werden.
OPTIONEN
-F ufs Gibt den Typ des ufs-Dateisystems an.
genericoptions Optionen, die von dem generischen fsck-Kommando
unterstützt werden.
-o Gibt Unteroptionen an, die für das ufs-Dateisystem
spezifisch sind. Werden ungültige Optionen angege-
ben, so wird eine Warnung ausgegeben und diese
Optionen werden ignoriert. Es gibt die folgenden
Optionen:
b=# Benutzt den angegebenen Block als Superblock
für das Dateisystem. Block 32 gilt immer als
Alternative für den Superblock.
r Bedeutet, daß das Dateisystem im Nur-Lese-
Modus überprüft wird. fsck versucht aber
nicht, Inkonsistenzen zu beseitigen.
w Es werden nur diejenigen Dateisysteme
geprüft, die mit read-write-Berechtigung in
/etc/vfstab erscheinen.
SIEHE AUCH
crash(1M), das generische Kommando fsck(1M), mkfs(1M), vfstab(4),
fs(4).
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