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⇒ rcp(1) — Reliant UNIX 5.44c4

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rcp(1)                                                               rcp(1)

NAME
     rcp - Datei von oder zu einem fernen Rechner kopieren (remote file
     copy)

SYNTAX
     rcp[ -xp] datei1 datei2                                       Format 1

     rcp[ -xpr] datei ... vz                                       Format 2

BESCHREIBUNG
     Mit rcp können Sie Dateien und Verzeichnisse

     -  vom lokalen zu einem fernen Rechner

     -  von einem fernen zum lokalen Rechner

     -  zwischen zwei fernen Rechnern

     kopieren.

     Das Kommando wird z. B. angewendet, wenn ein Benutzer mit Dateien, die
     sich auf einem fernen Rechner befinden, weiterarbeiten möchte.

     Format 1 des Kommandos kopiert eine Datei von einem Rechner in eine
     Datei eines anderen Rechners.

     Format 2 des rcp-Kommandos kopiert mehrere Dateien oder ein Verzeich-
     nis von einem Rechner in das Verzeichnis eines anderen Rechners.

     Das Kommando rcp kann nur von Benutzern angewendet werden, die auf dem
     fernen Rechner zugriffsberechtigt sind. Ein Benutzer ist dann auf dem
     fernen Rechner zugriffsberechtigt, wenn

     -  entweder der Name des lokalen Rechners oder ein Pluszeichen + sowie
        die Benutzerkennung in der Datei .rhosts eingetragen sind, die sich
        im HOME-Verzeichnis der Kennung am fernen Rechner befindet, oder

     -  der lokale Rechner in der Datei /etc/hosts.equiv des fernen Rech-
        ners eingetragen ist und der Benutzer am fernen Rechner mit der
        gleichen Benutzerkennung arbeitet wie am lokalen Rechner.















Seite 1                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

rcp(1)                                                               rcp(1)

FORMAT 1: EINZELNE DATEIEN KOPIEREN

     rcp[ -xp] datei1 datei2

OPTIONEN
     Keine Option angegeben:
          Jede Kopie erhält als Änderungs- und Zugriffszeit die aktuelle
          Zeit. Die Zugriffsrechte richten sich nach umask.

     -x   Ist nur von Bedeutung, wenn die Datei, die kopiert werden soll,
          auf einem fernen Rechner liegt. rcp reicht dann die Option -x an
          einen lokalen rsh-Aufruf weiter, d. h. rcp liefert den Ende-
          Status des fernen Kommandos als eigenen Ende-Status.

     -p   Jede Kopie erhält dieselbe Änderungszeit, Zugriffszeit und die-
          selben Zugriffsrechte wie die Originaldatei.

     datei1
          ist die Datei, die kopiert werden soll. Sie kann auf dem lokalen
          oder auf einem fernen Rechner gespeichert sein.

          Ist die Datei im lokalen Rechner gespeichert, kann sie mit pfad
          angegeben werden. pfad ist der Pfadname von datei1. Ist pfad kein
          absoluter Pfadname, wird er als relativer Pfad zum aktuellen Ver-
          zeichnis interpretiert.

          Ist die Datei in einem fernen Rechner gespeichert, muß datei1 in
          folgender Form angegeben werden.

               login@fernerrechner:pfad oder

               fernerrechner:pfad oder

               login@fernerrechner.domäne:pfad

          fernerrechner ist der Name des fernen Rechners.

          login ist die Benutzerkennung am fernen Rechner.

          pfad ist der Pfadname von datei1.

          domäne ist der Name der DNS-Domäne, der der ferne Rechner ange-
          hört.

          Pfadnamen können die üblichen Metazeichen (z. B. *, ?) zur Datei-
          namenerzeugung enthalten. Diese werden auf dem lokalen Rechner
          ausgewertet. Enthält pfad einen Doppelpunkt ":", muß diesem ein
          Schrägstrich "/" vorangestellt werden. Die Zeichenkette für
          login@fernerrechner darf keinen Schrägstrich "/" enthalten.





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rcp(1)                                                               rcp(1)

     datei2
          Ist die Datei, in die kopiert werden soll. Sie kann auf dem loka-
          len oder auf einem fernen Rechner liegen. Ist sie bereits vorhan-
          den, wird sie überschrieben.

          Das Format ist das gleiche wie bei datei1.

FORMAT 2: MEHRERE DATEIEN ODER VERZEICHNISSE KOPIEREN

     rcp [-xpr] datei ... vz

OPTIONEN
     Keine Option angegeben:
          Jede Kopie erhält als Änderungs- und Zugriffszeit die aktuelle
          Zeit. Die Zugriffsrechte richten sich nach umask.

     -x   Ist nur von Bedeutung, wenn die Dateien, die kopiert werden sol-
          len, auf einem fernen Rechner liegt. rcp reicht dann die Option
          -x an einen lokalen rsh-Aufruf weiter, d. h. rcp liefert den
          Ende-Status des fernen Kommandos als eigenen Ende-Status.

     -p   Jede Kopie erhält dieselbe Änderungszeit, Zugriffszeit und
          Zugriffsrechte wie die Originaldatei.

     -r   Es werden rekursiv alle Unterverzeichnisse von vz kopiert. In
          diesem Fall muß datei ein Verzeichnis sein.

     datei
          Kann sein

          -  eine Datei

          -  mehrere Dateien

          -  ein Verzeichnis (bei -r)

          auf dem lokalen oder einem fernen Rechner.

          Beim lokalen Rechner gilt folgende Form:

          dateiname ...

          oder

          verzeichnis.

          dateiname ist jeweils der Name oder der Pfadname einer oder meh-
          rerer Dateien.

          verzeichnis ist jeweils der Name oder der Pfadname des Verzeich-
          nisses.



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rcp(1)                                                               rcp(1)

          Liegt datei auf dem fernen Rechner, gilt

               login@fernerrechner:pfad oder

               fernerrechner:pfad oder

               login@fernerrechner.domäne:pfad

          fernerrechner ist der Name des fernen Rechners.

          login ist die Benutzerkennung am fernen Rechner.

          pfad ist der Pfadname von datei1.

          domäne ist der Name der DNS-Domäne, der der ferne Rechner ange-
          hört.

          Pfadnamen können die üblichen Metazeichen (z. B. *, ?) zur Datei-
          namenerzeugung enthalten. Diese werden auf dem lokalen Rechner
          ausgewertet. Enthält pfad einen Doppelpunkt ":", muß diesem ein
          Schrägstrich "/" vorangestellt werden. Die Zeichenkette für
          login@fernerrechner darf keinen Schrägstrich "/" enthalten.

          Beispiel:
               $ rcp fernerrechner:pfad1/* pfad2/vz

               kopiert alle Dateien, die zum ersten Pfadnamen passen, in
               das angegebene Verzeichnis.

     vz   Ist das Verzeichnis, in das kopiert werden soll. Es kann auf dem
          lokalen oder einem fernen Rechner liegen. Sind Dateien gleichen
          Namens bereits vorhanden, werden sie überschrieben.

          Das Format für vz auf dem lokalen Rechner ist:

          verzeichnis

          Das Format für vz auf dem fernen Rechner ist:

               login@fernerrechner:verzeichnis

               oder

               login@fernerrechner.domäne:verzeichnis

BEISPIELE
     Beispiel 1

     Der Benutzer hans möchte aus seinem aktuellen Verzeichnis die Datei
     test an den Benutzer franz am Rechner bremen kopieren. Die Datei soll
     auf dem Rechner bremen den Namen hanstest bekommen. Die Zugriffs-
     rechte erlauben den Kopiervorgang.


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rcp(1)                                                               rcp(1)

     $ rcp test franz@bremen:hanstest

     Beispiel 2

     Der Benutzer hans am Rechner grafing will die Verzeichnisse test und
     uebung vom Rechner bremen auf den Rechner athen in das Verzeichnis
     /usr/mecky kopieren. Die Benutzerkennung hans ist auf den Rechnern
     bremen und athen vorhanden und zugriffsberechtigt.

     $ rcp -r bremen:test bremen:uebung athen:/usr/mecky

DATEIEN
     /etc/hosts.equiv
          Liste von Rechnernamen; Benutzerkennungen eines fernen Rechners,
          dessen Name in dieser Liste steht, haben Zugang zum lokalen Rech-
          ner, wenn sie auch dort bekannt sind.

     $HOME/.rhosts
          Liste der Rechnernamen mit Benutzerkennungen, die sich unter
          ihrer Kennung anmelden dürfen.

SIEHE AUCH
     ftp(1), rlogin(1), rsh(1).































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