rlogin(1) rlogin(1)
NAME
rlogin - An einem fernen Rechner anmelden (remote login)
SYNTAX
rlogin[ -8][ -esymbol][ -l login] host
BESCHREIBUNG
Mit rlogin können Sie sich vom lokalen Rechner an einem fernen Rechner
anmelden. Nach dem Anmelden können Sie am fernen Rechner arbeiten, als
ob es der lokale Rechner wäre.
Das Kommando kann auch mehrfach verwendet werden. Nach dem Anmelden an
einem fernen Rechner ist ein Anmelden an einem weiteren fernen Rechner
möglich.
Das Kommando wird z. B. angewendet, wenn Sie
- mit Programmen arbeiten möchten, die nur an einem anderen Rechner
zur Verfügung stehen (z. B. Editoren, dann müssen Sie ggf. Ihre
Dateien mit rcp oder ftp zum fernen Rechner kopieren).
- an Dateien arbeiten, die aus organisatorischen Gründen auf einem
anderen Rechner gespeichert sind (z. B. Datenbanken),
- Kommunikationsfunktionen nutzen wollen, die an einem anderen Rech-
ner zur Verfügung stehen.
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rlogin kann nur angewendet werden, wenn Sie auf dem fernen Rechner
zugriffsberechtigt sind. Zugriffsberechtigt sind Sie dann, wenn Sie am
fernen Rechner
- eine Benutzerkennung mit dem dazugehörenden Kennwort kennen oder
- in der Datei .rhosts (die sich im HOME-Dateiverzeichnis der Kennung
am fernen Rechner befindet) entweder der Name Ihres lokalen Rech-
ners oder ein Pluszeichen + sowie die Benutzerkennung, unter der
Sie arbeiten, eingetragen sind oder
- mit der gleichen Benutzerkennung arbeiten wie am lokalen Rechner
und der lokale Rechner in der Datei /etc/hosts.equiv des fernen
Rechners eingetragen ist.
Aus Sicherheitsgründen muß der Eigentümer der Datei .rhosts entweder
der Benutzer auf dem fernem Rechner oder der Systemverwalter sein.
rlogin kann nur dann ausgeführt werden, wenn am fernen Rechner der
Dämon rlogind(1M) aktiv ist. rlogind wird vom Dämon inetd(1M) gestar-
tet.
rlogin baut eine Verbindung zum Dämon rlogind des fernen Rechners auf.
Der Dämon rlogind des fernen Rechners eröffnet ein Pseudo-TTY und
startet den Kommandointerpreter.
Der Kommandointerpreter, der zur Ausführung des Kommandos auf dem
Rechner aufgerufen wird, wird durch den Eintrag des Benutzers in der
Datei /etc/passwd bestimmt.
Wird die Shell beendet (z. B. mit CTRL-D), so ist damit auch die Sit-
zung am fernen Rechner beendet.
Die Umgebungsvariable TERM hat für die Arbeit am fernen Rechner den-
selben Wert wie auf dem lokalen Rechner. Die Größe der Terminal oder
des Fensters wird auch zum fernen Rechner übermittelt, falls der Ser-
ver dies unterstützt. Die Steuerung der Ausgabe mit CTRL-S und CTRL-Q
sowie das Leeren der Puffer bei Unterbrechungen werden korrekt durch-
geführt.
rlogin arbeitet nur mit dem Netzwerk-Protokoll TCP zusammen.
OPTIONEN
-8 Alle Zeichen zwischen dem fernen Rechner und dem lokalen Bild-
schirm werden mit 8 Bit übertragen.
Voreinstellung ist die Übertragung der Zeichen mit 7 Bit.
-esymbol
Sie definieren ein Fluchtsymbol symbol, mit dem Sie zum Ausgangs-
punkt des rlogin-Kommandos zurückkommen.
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Als Fluchtsymbol kann jedes druckbare Zeichen angegeben werden.
Zwischen -e und dem Symbol symbol darf kein Leerzeichen sein.
Wenn Sie das Fluchtsymbol gefolgt von einem Punkt (.) am Anfang
einer Zeile eingeben, wird die Sitzung am fernen Rechner sofort
abgebrochen und Sie kehren zum Ausgangspunkt Ihres rlogin zurück.
Die Tastenfolge
<RETURN> symbol .
bricht auf jeden Fall das Arbeiten am fernen Rechner ab und kehrt
zu dem Rechner zurück, von dem aus rlogin aufgerufen wurde.
Geöffnete Dateien werden nicht gesichert.
-esymbol nicht angegeben:
~ (Tilde) ist ein Fluchtsymbol, unabhängig davon, ob Sie ein
zusätzliches Symbol angeben oder nicht. Bei deutscher Tastaturbe-
legung ist auch ß als Fluchtsymbol voreingestellt.
-l login
ist die Benutzerkennung, mit der sich der Benutzer am fernen
Rechner anmelden kann. Sie muß angegeben werden, wenn die Benut-
zerkennung, unter der am lokalen Rechner gearbeitet wird, sich
von der am fernen Rechner unterscheiden soll.
-l login nicht angegeben:
rlogin verwendet am fernen Rechner die gleiche Benutzerkennung
wie am lokalen Rechner.
host ist der Name des fernen Rechners, an dem Sie sich anmelden wol-
len.
BEISPIELE
Beispiel 1
Ein Benutzer am lokalen Rechner athen möchte am fernen Rechner bremen
mit der gleichen Benutzerkennung arbeiten.
$ rlogin bremen
Kennwort:
Vom Benutzer wird ein Kennwort verlangt. Gibt er das Kennwort richtig
ein, kann er wie gewohnt arbeiten.
Beispiel 2
Der Benutzer hans möchte am fernen Rechner athen unter der Benutzer-
kennung franz arbeiten. Er ist zugriffsberechtigt und definiert sich
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als Fluchtsymbol &.
$ rlogin athen -e\& -l franz
Der Benutzer kann jederzeit seine Sitzung am Rechner athen mit der
Tastenfolge "<RETURN> & ." beenden.
UMGEBUNGSVARIABLE
TERM Typ des Terminals
DATEIEN
/etc/passwd
Paßwortdatei
/etc/hosts.equiv
Liste von Rechnernamen; Benutzerkennungen eines fernen Rechners,
dessen Name in dieser Liste steht, haben Zugang zum lokalen Rech-
ner, wenn sie auch dort bekannt sind
$HOME/.rhosts
Liste der Rechnernamen mit Benutzerkennungen, die sich unter
ihrer Kennung anmelden dürfen
SIEHE AUCH
login(1), rsh(1), stty(1), tty(1), named(1M), hosts(4),
hosts.equiv(4).
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