lpr(1) (BSD Compatibility Package) lpr(1)
NAME
lpr - Einen Job an den Drucker senden
SYNTAX
/usr/ucb/lpr [-P printer] [-# copies] [-C class] [-J job] [-T title]
[-i[indent]] [-w cols] [-B] [-r] [-m] [-h] [-s]
[-filteroption] [filename ...]
BESCHREIBUNG
lpr leitet Druckjobs an den Spool-Bereich weiter, damit sie gedruckt
werden, sobald hierfür Kapazitäten zur Verfügung stehen. Jeder Druck-
job besteht aus Kopien, oder bei Angabe von -s aus vollständigen Pfad-
namen, jeder von Ihnen angegebenen Datei filename. Der Spool-Bereich
wird durch den Zeilendrucker-Spooler, lpsched, verwaltet. lpr liest
aus der Standard-Eingabe, falls keine Dateien angegeben werden.
OPTIONEN
-P printer Die Ausgabe an den angegebenen Drucker printer senden.
Andernfalls die Ausgabe an den in der Umgebungsvaria-
blen PRINTER angegebenen Drucker oder an den Standard-
drucker, lp, senden.
-# copies Die Anzahl von Kopien copies erstellen, die für jede
angegebene Datei festgelegt wurde. Beispiel:
lpr -#3 index.c lookup.c
Dieses Kommando erstellt drei Kopien von index.c,
gefolgt von drei Kopien von lookup.c.
cat index.c lookup.c | lpr -#3
Dieses Kommando hingegen erstellt drei Kopien von der
Verkettung der Dateien.
-C class class als die Jobklassifikation auf der Trennseite
drucken. Beispiel:
lpr -C Operations new.index.c
Dieses Kommando ersetzt den Systemnamen (den Namen, der
von hostname zurückgegeben wird) durch Operations auf
der Trennseite und druckt die Datei new.index.c.
-J job job als den Jobnamen auf der Trennseite drucken. Norma-
lerweise verwendet lpr den Namen der ersten Datei.
-T title Den Titel title anstelle des Dateinamens für den von
pr(1) verwendeten Titel verwenden.
-i[indent] Ausgabe die unter indent angegebene Anzahl Leerzeichen
einrücken. Der Standard ist acht Leerzeichen.
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lpr(1) (BSD Compatibility Package) lpr(1)
-w cols cols Spalten als Seitenbreite für pr verwenden.
-r Die Datei beim Beenden des Spool-Vorgangs oder beim
Beenden des Druckvorgangs mit der Option -s entfernen.
Diese Option wird nicht im SunOS-Kompatibilitätspaket
unterstützt. Wenn der Job jedoch an ein fernes SunOS-
System übertragen wird, werden diese Optionen für die
Verarbeitung an das ferne System gesendet.
-m Bei Beendigung Post senden.
-h Drucken der Trennseite unterdrücken.
-s Vollständige Pfadnamen (keine symbolische Links) der zu
druckenden Dateien verwenden anstatt sie zu kopieren.
Das heißt, die Datendateien sollten nicht geändert oder
entfernt werden, bevor sie gedruckt sind. -s verhindert
lediglich die Erstellung von Kopien lokaler Dateien.
Jobs eines fernen Hosts werden auf jeden Fall kopiert.
-s funktioniert nur mit angegebenen Datendateien. Wenn
das Kommando lpr sich am Ende einer Pipeline befindet,
werden die Daten an den Spooler übergeben.
filteroption Die folgenden aus einem Buchstaben bestehenden Optionen
teilen dem Zeilendrucker-Spooler mit, daß die Dateien
keine Standardtextdateien sind. Der Spool-Dämon verwen-
det die jeweiligen Filter, um die Daten entsprechend zu
drucken.
-p pr zum Formatieren der Dateien verwenden (lpr -p
ist pr | lpr sehr ähnlich).
-l Steuerzeichen drucken und Seitenumbrüche unterdrük-
ken.
-t Die Dateien enthalten binäre Daten von troff(1M)
(cat-Fotosatzgerät).
-n Die Dateien enthalten Daten aus ditroff (geräteun-
abhängiges troff).
-d Die Dateien enthalten Daten aus tex (DVI-Format von
Stanford).
-g Die Dateien enthalten Standard-Plot-Daten, wie sie
von den plot-Routinen erstellt werden (siehe auch
plot(1) für Filter, die vom Drucker-Spooler verwen-
det werden).
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lpr(1) (BSD Compatibility Package) lpr(1)
-v Die Dateien enthalten eine Rasterabbildung. Der
Drucker muß zum Drucken der Abbildung ein entspre-
chendes Abbildungsmodell, z. B. PostScript, unter-
stützen.
-c Die Dateien enthalten Daten, die von cifplot
erstellt wurden.
-f Das erste Zeichen jeder Zeile als ein standardmäßi-
ges Steuerzeichen für CR der Programmiersprache
FORTRAN interpretieren.
Wenn keine Filteroption filteroption angegeben ist
(und der Drucker PostScript interpretieren kann), kenn-
zeichnet die Zeichenkette "%!" als die ersten beiden
Zeichen einer Datei, daß diese Datei PostScript-
Kommandos enthält.
Diese Filteroptionen bieten eine Standard-Benutzerschnittstelle, und
nicht alle Optionen sind für alle Drucker verfügbar oder verwendbar.
DIAGNOSE
lpr: printer: unknown printer
Der Drucker printer wurde in der LP-Datenbank nicht gefunden.
Normalerweise ist die Ursache hierfür ein Schreibfehler. Mögli-
cherweise existiert der Drucker jedoch auch nicht im System. Mit
lptstat -p können Sie die Ursache feststellen.
lpr: error on opening queue to spooler
Die Verbindung zu lpsched im lokalen System ist fehlgeschlagen.
Normalerweise bedeutet dies, daß die Verbindung zu dem beim Boo-
ten gestarteten Druckerserver unterbrochen wurde bzw. daß dieser
Druckerserver blockiert ist. Prüfen Sie, ob der Dämon des
Drucker-Spoolers /usr/lib/lpsched ausgeführt wird.
lpr: printer: printer queue is disabled
Diese Meldung bedeutet, daß die Warteschlange mit
/usr/etc/lpc disable printer
deaktiviert wurde, um zu verhindern, daß lpr Dateien in die War-
teschlange stellt. Normalerweise deaktiviert der Systemmanager
die Warteschlange, wenn ein Drucker für längere Zeit inaktiv sein
wird. Der Drucker kann von einem Benutzer, der über die entspre-
chende Berechtigung verfügt, mit lpc wieder aktiviert werden.
lpr: Can't send message to the LP print service
lpr: Can't receive message from the LP print service
Diese Meldungen zeigen, daß der LP-Druckservice gestoppt wurde.
Bitten Sie Ihren Systemadministrator um Hilfe.
lpr: Received unexpected message from LP print service
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Wahrscheinlich ist in dieser Software ein Fehler aufgetreten.
Bitten Sie Ihren Systemadministrator um Hilfe.
lpr: There is no filter to convert the file content
Verwenden Sie das Kommando lpstat -p -l, um festzustellen, wel-
cher Drucker den Dateityp direkt bearbeiten kann, oder bitten Sie
Ihren Systemadministrator um Rat.
lpr: cannot access the file
Stellen Sie sicher, daß die Dateinamen gültig sind.
HINWEISE
lp ist die bevorzugte Schnittstelle.
Optionen der Kommandozeile können nicht wie bei anderen Kommandos zu
einem einzelnen Argument kombiniert werden. Das Kommando
lpr -fs
entspricht nicht dem Kommando
lpr -f -s.
Die Verbindung kann wie erwartet hergestellt werden, wenn das Flag -s
an den Anfang gestellt oder jede Option als ein getrenntes Argument
geschrieben wird.
lpr -p entspricht nicht genau pr | lpr. lpr -p stellt nicht das Datum
der letzten Änderung oben auf jede Seite, sondern das aktuelle Datum.
Schriftarten für troff(1M) und TEX befinden sich auf dem Druckerhost.
Derzeit können lokale Schriftartbibliotheken nicht verwendet werden.
lpr kann binäre Dateien nicht drucken.
Die Option -s, die unter SunOS für die Verwendung symbolischer Links
konzipiert wurde, verwendet im Kompatibilitätspaket keine symbolischen
Links. Stattdessen werden die vollständigen Pfadnamen verwendet. Nur
Druckjobs, die vom Druckerhost ausgeführt werden, werden nicht
kopiert. Jobs, die der Warteschlange von einem fernen Host hinzugefügt
werden, werden immer in den Spool-Bereich kopiert. Wenn der Drucker
sich also nicht auf dem Host befindet, von dem lpr ausgeführt wird,
erstellt das Spool-System eine Kopie der zu druckenden Datei und
stellt sie in den Spool-Bereich des Druckerhosts, wobei -s keine Rolle
spielt.
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DATEIEN
/etc/passwd
Persönliche Identifikation
/usr/lib/lp/lpsched
Zeilendrucker-Spooler von System V
/var/spool/lp/tmp/*
Zum Spoolen verwendete Verzeichnisse
/var/spool/lp/tmp/system/*-0
Spooler-Steuerdateien
/var/spool/lp/tmp/system/*-N
In "*-0"-Dateien angegebene Datendateien (N ist eine Ganzzahl und
> 0)
SIEHE AUCH
lp(1), lpq(1), lprm(1), plot(1), pr(1), lpc(1M), lpsched(1M),
troff(1M).
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