lpc(1M) (BSD Compatibility Package) lpc(1M)
NAME
lpc - Steuerungsprogramm für Zeilendrucker
SYNTAX
/usr/ucb/lpc [command [parameter ...]]
BESCHREIBUNG
lpc steuert den Betrieb eines oder mehrerer Drucker. Die Kommandos lpc
können zum Starten oder Stoppen eines Druckers verwendet werden sowie
zum Aktivieren oder Deaktivieren der Spool-Warteschlange eines Druk-
kers, zum Ändern der Reihenfolge von Jobs in einer Warteschlange oder
zum Anzeigen des Status jeden Druckers - zusammen mit seiner Spool-
Warteschlange und seinem Durckerdämon.
Wenn keine Argumente gesetzt werden, wird lpc interaktiv ausgeführt,
wobei die Eingabeaufforderung lpc> angezeigt wird. Wenn Argumente
angegeben werden, interpretiert lpc das erste Argument als ein auszu-
führendes Kommando command. Alle nachfolgenden Argumente werden als
ein Parameter parameter für dieses Kommando angesehen. Die Standard-
Eingabe kann umgeleitet werden, so daß lpc die Kommandos aus einer
Datei liest.
Kommandos können auf eine eindeutige Zeichenkette gekürzt werden. Der
Parameter printer wird nur durch den Namen des Druckers (als lw) ange-
geben und nicht so, wie Sie ihn für lpr(1) oder lpq(1) angeben würden
(also nicht als -Plw).
? [command]...
help [command]...
Eine kurze Beschreibung jedes Kommandos anzeigen, das in der
Argumentliste angegeben ist oder, wenn keine Argumente angegeben
sind, eine Liste der erkannten Kommandos.
abort [all | [printer ...]]
Einen aktiven Spool-Dämon auf dem lokalen Host sofort beenden und
dann das Drucken für die angegebenen Drucker deaktivieren [wo-
durch keine neuen Dämone von lpr(1) gestartet werden]. Das Kom-
mando abort kann nur von einem Benutzer mit den entsprechenden
Berechtigungen verwendet werden.
clean [all | [printer ...]]
Alle im Spool-Verzeichnis vom Dämon erstellten Dateien aus der
(den) Warteschlange(n) des angegebenen Druckers im lokalen System
entfernen. Das Kommando clean kann nur von einem Benutzer mit den
entsprechenden Berechtigungen verwendet werden.
disable [all | [printer ...]]
Die angegebenen Druckerwarteschlangen deaktivieren. Hierdurch
wird verhindert, daß von lpr(1) neue Druckjobs in die Wartesch-
lange gestellt werden. Das Kommando disable kann nur von einem
Benutzer mit den entsprechenden Berechtigungen verwendet werden.
Seite 1 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98
lpc(1M) (BSD Compatibility Package) lpc(1M)
down [all | [printer ...]] [message]
Die angegebene Druckerwarteschlange und das Drucken deaktivieren
und message in die Druckerstatusdatei stellen. Die Meldung muß
nicht in Hochkommata gesetzt werden, die verbleibenden Argumente
werden wie echo(1) behandelt. Dieses Kommando wird normalerweise
dazu verwendet, um einen Drucker herunterzufahren und andere
Benutzer über die Gründe zu informieren [lpq(1) gibt an, daß der
Drucker heruntergefahren ist und führt das Kommando status aus].
enable [all | [printer ...]]
Das Spoolen in der lokalen Warteschlange für die aufgelisteten
Drucker aktivieren, so daß lpr(1) neue Jobs in die Spool-
Warteschlange stellen kann. Das Kommando enable kann nur von
einem Benutzer mit den entsprechenden Berechtigungen verwendet
werden.
exit
quit lpc verlassen.
restart [all | [printer ...]]
Versuchen, einen neuen Druckerdämon zu starten. Dies ist nütz-
lich, wenn außergewöhnliche Bedingungen dazu führen, daß der
Dämon unerwartet stirbt und seine Jobs in der Warteschlange blei-
ben. Dieses Kommando kann von jedem Benutzer ausgeführt werden.
start [all | [printer ...]]
Das Drucken aktivieren und einen Spool-Dämon für die aufgeliste-
ten Drucker starten. Das Kommando start kann nur von einem Benut-
zer mit den entsprechenden Berechtigungen verwendet werden.
status [all | [printer ...]]
Den Status von Dämonen und Warteschlangen im lokalen System
anzeigen. Dieses Kommando kann von jedem Benutzer ausgeführt wer-
den.
stop [all | [printer ...]]
Einen Spool-Dämon stoppen, nachdem der aktuelle Job beendet ist,
und das Drucken deaktivieren. Das Kommando stop kann nur von
einem Benutzer mit den entsprechenden Berechtigungen verwendet
werden.
topq printer [job# ...] [user ...]
Den/die durch job# angegebenen Druckjob(s) oder den/die zu user
gehörenden Job(s) an die erste Stelle der Druckerwarteschlange
stellen. Das Kommando topq kann nur von einem Benutzer mit den
entsprechenden Berechtigungen verwendet werden.
Seite 2 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98
lpc(1M) (BSD Compatibility Package) lpc(1M)
up [all | [printer ...]]
Alle Argumente aktivieren und einen neuen Druckerdämon starten.
Macht down rückgängig.
DIAGNOSE
?Ambiguous command
Die von Ihnen eingegebene Abkürzung entspricht mehreren Komman-
dos.
?Invalid command
Sie haben ein Kommando oder eine Abkürzung eingegeben, das bzw.
die nicht erkannt wurde.
?Privileged command
Sie haben ein Kommando verwendet, das nur von einem Benutzer mit
den entsprechenden Berechtigungen ausgeführt werden kann.
Seite 3 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98
lpc(1M) (BSD Compatibility Package) lpc(1M)
lpc: printer: unknown printer to the print service
Der Drucker printer wurde in der Datenbank von System V LP nicht
gefunden. Normalerweise ist die Ursache hierfür ein Schreibfeh-
ler. Möglicherweise befindet sich der Drucker jedoch auch nicht
im System. Mit lptstat -p können Sie die Ursache feststellen.
lpc: error on opening queue to spooler
Die Verbindung mit lpsched im lokalen System ist fehlgeschlagen.
Normalerweise bedeutet dies, daß die Verbindung zu dem beim Boo-
ten gestarteten Druckerserver unterbrochen wurde bzw. daß dieser
Druckerserver blockiert ist. Prüfen Sie, ob der Dämon des
Drucker-Spoolers /usr/lib/lp/lpsched aktiv ist.
lpc: Can't send message to LP print service
lpc: Can't receive message from LP print service
Diese Meldungen zeigen, daß der LP-Druckservice gestoppt wurde.
Bitten Sie Ihren Systemadministrator um Hilfe.
lpc: Received unexpected message from LP print service
Wahrscheinlich ist in dieser Software ein Fehler aufgetreten.
Bitten Sie Ihren Systemadministrator um Hilfe.
DATEIEN
/var/spool/lp/*
/var/spool/lp/system/pstatus
SIEHE AUCH
echo(1), lpq(1), lpr(1), lprm(1), lpsched(1M).
Seite 4 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98