get(1) get(1)
NAME
get - Auf eine Version einer SCCS-Datei zugreifen
SYNTAX
get [Option...] Datei...
BESCHREIBUNG
get erstellt von jeder angegebenen SCCS-Datei eine ASCII-Textdatei
gemäß der durch die Optionsargumente spezifizierten Angaben. Die
Optionen können in beliebiger Reihenfolge vorgegeben werden, wobei sie
für alle angegebenen SCCS-Dateien gültig sind. Wird ein Dateiverzeich-
nis angegeben, verhält sich get so, als ob jede Datei in dem Dateiver-
zeichnis angegeben wurde. Hiervon ausgenommen sind die Dateien, die
keine SCCS-Dateien sind (Dateiname ohne Pfadangabe beginnt nicht mit
s.) und unlesbare Dateien, die kommentarlos ignoriert werden. Bei
Angabe von - wird von Standardeingabe gelesen; jede Zeile der Stan-
dardeingabe wird als Name einer zu verarbeitenden SCCS-Datei angese-
hen.
Der erstellte Text wird normalerweise in eine Datei geschrieben, die
als g-Datei bezeichnet wird und deren Name einfach durch Entfernen des
vorgestellten s. vom Namen der SCCS-Datei abgeleitet wird (siehe
Abschnitt DATEIEN).
OPTIONEN
Jede Option wird nachstehend so erläutert, als ob nur eine SCCS-Datei
verarbeitet werden soll. Die Auswirkungen einer Option treffen jedoch
auf jede angegebene Datei zu.
-r SID
SCCS-Identifikator (SID) der Version (Delta) einer bereitzustel-
lenden SCCS-Datei
Die Tabelle weiter unten zeigt, welche Version einer SCCS-Datei
als Funktion der angegebenen SID bereitgestellt wird.
-c cutoff
Zeitpunkt (Datum/Uhrzeit), von dem ab Änderungen nicht berück-
sichtigt werden, in folgendem Format:
JJ[MM[TT[HH[MM[SS]]]]]
In der erstellten ASCII-Textdatei sind also keine Änderungen
(Deltas) der SCCS-Datei enthalten, die nach dem vorgegebenen Wert
für cutoff erstellt wurden. In cutoff nicht angegebene Teile wer-
den standardmäßig auf die jeweils möglichen Höchstwerte einge-
stellt. Das heißt: -c 7502 ist gleichwertig mit -c 750228235959.
Die zweistelligen Teile von cutoff Datum/Uhrzeit können durch
eine beliebige Anzahl nichtnumerischer Zeichen getrennt sein.
Aufgrund dieses Merkmals kann man ein cutoff-Datum in folgendem
Format angeben: -c "77/2/2 9:22:25".
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get(1) get(1)
-i Liste
ist eine Liste von Deltas, die bei der Erstellung der generierten
Datei eingeschlossen werden. Liste hat folgende Syntax:
<Liste> ::= <Bereich> | <Liste> , <Bereich>
<Bereich> ::= SID | SID - SID
SID, die SCCS-Identifikation eines Deltas, kann jedes der in
Spalte "angegebene SID" in der Tabelle angeführten Formate haben.
-x Liste
ist eine Liste von Deltas, die bei der Erstellung der generierten
Datei ausgeschlossen werden sollen. Das Format von Liste ist wie
bei -i.
-e zeigt an, daß get zum Editieren oder Ausführen einer Änderung in
der SCCS-Datei mit anschließendem delta(1) dient. Die in einem
get für eine bestimmte Version (SID) der SCCS-Datei verwendete
Option -e verhindert weitere get-Aufrufe zum Editieren derselben
SID, bis delta ausgeführt wird oder die Option j (mehrfach Edi-
tieren) in der SCCS-Datei gesetzt wird [siehe admin(1)]. Die
gleichzeitige Benutzung von get -e für verschiedene SIDs ist
stets zulässig.
Bei Verwendung der Option -e wird der Schutz der SCCS-Datei
geprüft, der durch den in der SCCS-Datei gespeicherten größten
und kleinsten ganzzahligen Wert und die Liste berechtigter Benut-
zer vorgegeben wird [siehe admin(1)].
-b wird zusammen mit der Option -e verwendet, wenn das neue Delta
eine SID in einer neuen Verzweigung haben sollte, wie in der
Tabelle unten angegeben. Diese Option wird ignoriert, wenn die
Datei nicht das b-Flag gesetzt hat [siehe admin(1)] oder wenn das
wiedergewonnene Delta kein Blatt-Delta ist (ein Blatt-Delta hat
keine Nachfolger im SCCS-Dateibaum). Ein Verzweigungsdelta kann
immer von einem Nicht-Blatt-Delta erstellt werden. Teil-SIDs wer-
den entsprechend der Angabe in der Spalte "erhaltene SID" in der
Tabelle weiter unten verstanden.
-k unterdrückt Ersatz der Schlüsselwörter im wiederhergestellten
Text durch ihren jeweiligen Wert. Die Option -k wird durch die
Option -e impliziert.
-l Delta-Zusammenfassung wird in eine l-Datei geschrieben. Das For-
mat der l-Datei ist aus dem Abschnitt "Schlüsselwörter" ersicht-
lich.
-L Die Delta-Zusammenfassung wird auf die Standardausgabe geschrie-
ben. Sonstige Informationen, die normalerweise auf die Standard-
ausgabe ausgegeben werden, werden in diesem Fall auf die
Standard-Fehlerausgabe geschrieben.
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get(1) get(1)
Dies entspricht der alten Option -lp, die weiterhin unterstützt
wird.
-p der von der SCCS-Datei zurückgewonnene Text wird auf Standardaus-
gabe geschrieben. Eine g-Datei wird nicht erstellt. Alle Ausga-
ben, die normalerweise an die Standardausgabe gehen, werden statt
dessen an die Standard-Fehlerausgabe gegeben, es sei denn, die
Option -s wird verwendet. In diesem Falle verschwinden diese Aus-
gaben.
-s unterdrückt alle Ausgaben, die normalerweise auf die Standardaus-
gabe geschrieben werden. Meldungen von schwerwiegenden Fehlern,
die immer auf die Standard-Fehlerausgabe gehen, bleiben jedoch
unangetastet.
-m jeder von der SCCS-Datei zurückgewonnenen Textzeile wird die SID
des Deltas vorangestellt, mit der die Textzeile in die SCCS-Datei
eingefügt wurde. Das Format ist: SID mit nachgestelltem horizon-
talen Tabulator und nachfolgender Textzeile.
-n jeder generierten Textzeile wird der Wert des Schlüsselworts %M%
vorangestellt. Das Format ist: %M%-Wert mit anschließendem hori-
zontalen Tabulator und nachfolgender Textzeile. Bei Verwendung
der beiden Optionen -m und -n lautet das Format: %M%-Wert mit
anschließendem horizontalen Tabulator und nachfolgendem, von der
Option -m generiertem Format.
-g unterdrückt die tatsächliche Wiedergewinnung von Text aus der
SCCS-Datei. Diese Option wird hauptsächlich zur Erstellung einer
l-Datei oder zur Überprüfung des Vorhandenseins einer bestimmten
SID verwendet.
-t wird für den Zugriff auf das letzte erstellte Delta in einer
bestimmten Version (z. B. -r 1) oder Version und Level (z. B. -r
1.2) verwendet.
-w Zeichenkette
ersetzt beim Holen der Datei jedes Auftreten von %W% durch Zei-
chenkette. Die Ersetzung findet vor der Schlüsselwort-Erweiterung
statt.
-a Folgenr.
die Delta-Folgenummer des Deltas (Version) der SCCS-Datei, das
zurückgewonnen werden soll. Diese Option wird vom Kommando comb
verwendet. Bei Vorgabe der beiden Optionen -r und -a wird nur die
Option -a verwendet. Bei der Verwendung der Option -a in Verbin-
dung mit der Option -e sollten Sie vorsichtig sein, weil die SID
des zu erstellenden Deltas möglicherweise nicht die ist, die Sie
erwartet haben. Die Option -r kann mit den Optionen -a und -e
verwendet werden, um die Benennung der SID des zu erstellenden
Deltas zu steuern.
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get(1) get(1)
-- Ende der Optionenliste. Die Angabe ist nötig, wenn der erste
Dateiname mit - beginnt.
Für jede verarbeitete Datei protokolliert get (auf der Standardaus-
gabe) die SID, auf die zugegriffen wird, und die Zahl der von der
SCCS-Datei zurückgewonnenen Zeilen.
Bei Verwendung der Option -e erscheint die SID des zu erstellenden
Deltas nach der SID, auf die zugegriffen wird, und vor der Zahl der
generierten Zeilen. Ist mehr als eine angegebene Datei vorhanden oder
wird ein Dateiverzeichnis bzw. die Standardeingabe angegeben, wird
jeder Dateiname bei Voranstellung eines Neue-Zeile-Zeichens vor der
Verarbeitung ausgegeben. Wenn die Option -i verwendet wird, werden
eingebundene Deltas im Anschluß an die Notation Included aufgelistet;
bei Verwendung der Option -x werden ausgeschlossene Deltas im Anschluß
an die Notation Excluded aufgelistet.
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______________________________________________________________________
| angegebene|Option -b |andere |erhaltene|SID des |
| SID 1) |benutzt 5)|Bedingungen |SID |neuen Deltas |
|___________|__________|_____________________|_________|______________|
| keine 6) |nein |R standardm. auf mR |mF.mL |mR.(mL+l) |
| | | | | |
| keine 6) |ja |R standardm. auf mR |mF.mL |mR.mL.(mB+1).1|
| | | | | |
| R |nein |R > mR |mR.mL |R.1 3) |
| | | | | |
| R |nein |R = mR |mR.mL |mR.(mL+1) |
| | | | | |
| R |ja |R > mR |mR.mL |mR.mL.(mB+1).1|
| | | | | |
| R |ja |R = mR |mR.mL |mR.mL.(mB+1).1|
| | | | | |
| R |- |R < mR und R |hR.mL 2) |hR.mL.(mB+1).1|
| | |existiert nicht | | |
| | | | | |
| R |- |Stamm-Nachfolger 4) |R.mL |R.mL.(mB+1).1 |
| | |in Version > R und | | |
| | |R existiert nicht | | |
| | | | | |
| R.L |nein |kein Stamm-Nachfolger|R.L |R.(L+1) |
| | | | | |
| R.L |ja |kein Stamm-Nachfolger|R.L |R.L.(mB+1).1 |
| | | | | |
| R.L |- |Stamm-Nachfolger |R.L |R.L(mB+1).1 |
| | |in Version R | | |
| | | | | |
| R.L.B |nein |kein |R.L.B.mS |R.L.B.(mS+1) |
| | |Verzw.-Nachfolger | | |
|___________|__________|_____________________|_________|______________|
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get(1) get(1)
______________________________________________________________________
| R.L.B |ja |kein |R.L.B.mS |R.L.(mB+1).1 |
| | |Verzw.-Nachfolger | | |
| | | | | |
| R.L.B.S |nein |kein |R.L.B.S |R.L.B.(S+1) |
| | |Verzw.-Nachfolger | | |
| | | | | |
| R.L.B.S |ja |kein |R.L.B.S |R.L.(mB+1).1 |
| | |Verzw.-Nachfolger | | |
| | | | | |
| R.L.B.S |- |Verzw.-Nachfolger |R.L.B.S |R.L.(mB+1).1 |
|___________|__________|_____________________|_________|______________|
1) R, L, B bzw. S sind die Release-, Level-, Verzweigungs- bzw.
Folge-Komponenten von SID; m bedeutet Maximum. So bedeutet bei-
spielsweise R.mL die maximale Level-Nummer innerhalb Version R;
R.L.(mB+1).1 bedeutet die erste Folgezahl in der neuen Verzweigung
(d. h. maximale Verzweigungsanzahl plus eins) von Level L inner-
halb Version R. Es ist zu beachten, daß bei Angabe von SID im For-
mat R.L, R.L.B oder R.L.B.S jede der angegebenen Komponenten vor-
handen sein muß.
2) hR ist die höchste bestehende Version, die niedriger als die ange-
gebene nicht bestehende Version R ist.
3) Damit muß das erste Delta in einer neuen Version erstellt werden.
4) Nachfolger.
5) Die Option -b ist nur dann wirksam, wenn das Flag b [siehe
admin(1)] in der Datei gesetzt ist. Der Eintrag - bedeutet "nicht
relevant".
6) Dieser Fall trifft zu, wenn das Flag d (Standard-SID) nicht in der
Datei vorhanden ist. Wenn d in der Datei vorhanden ist, wird die
durch das Flag d spezifizierte SID so verstanden, als ob sie in
der Kommandozeile angegeben wurde. Daher trifft einer der anderen
Fälle in dieser Tabelle zu.
Schlüsselwörter
Identifikationsinformationen werden in den Text eingefügt, der von der
SCCS-Datei gewonnen wurde, indem Schlüsselwörter bei jedem Auftreten
durch ihren aktuellen Wert ersetzt werden. Bei Verwendung der Optionen
-b oder -k werden die Schlüsselwörter in dem gewonnenen Text nicht
expandiert. Die nachstehenden Schlüsselwörter können im Text einer
SCCS-Datei verwendet werden:
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get(1) get(1)
%M% Modulbezeichnung: entweder der Wert der Option m in der Datei
[siehe admin(1)] oder, wenn nicht vorhanden, der Name der SCCS-
Datei ohne führendes s.
%I% SCCS-Identifikation (SID) (%R%.%L%.%B%.%S%) des wiedergewonnenen
Textes
%R% Release (Version)
%L% Level
%B% Verzweigung
%S% Folge
%D% aktuelles Datum (JJ/MM/TT)
%H% aktuelles Datum (MM/TT/JJ)
%T% aktuelle Uhrzeit (HH:MM:SS)
%E% Erstellungsdatum des neuesten Deltas (JJ/MM/TT)
%G% Erstellungsdatum des neuesten Deltas (MM/TT/JJ)
%U% Erstellungszeit des neuesten Deltas (HH:MM:SS)
%Y% Modultyp: Wert der Option t in der SCCS-Datei [siehe admin(1)]
%F% SCCS-Dateiname
%P% vollständiger Pfadname der SCCS-Datei
%Q% der Wert des Flags q in der Datei [siehe admin(1)]
%C% aktuelle Zeilennummer
%Z% die Vier-Zeichen-Folge @(#), die what erkennt
%W% eine kurzgefaßte Notation für den Aufbau von what-Zeichenketten
für Programmdateien des Reliant UNIX Systems:
%W% = %Z%%M%<Horizontal-Tab>%I%
%A% eine weitere kurzgefaßte Notation für den Aufbau von what-
Zeichenketten für Programmdateien außerhalb des Reliant UNIX
Systems: %A% = %Z%%Y% %M% %I%%Z%
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get(1) get(1)
Mit get können mehrere Hilfsdateien erstellt werden. Diese Dateien
werden als g-Datei, l-Datei, p-Datei und z-Datei bezeichnet. Der Buch-
stabe vor dem Bindestrich ist die Typkennung. Ein Hilfsdateiname wird
aus dem SCCS-Dateinamen gebildet: Der Name jeder SCCS-Datei muß das
Format s.Modulname haben; die Hilfsdateien werden durch Ersetzen des
führenden s durch die Typkennung angegeben.
Die g-Datei bildet eine Ausnahme von diesem Schema: Der Name der g-
Datei wird durch Entfernen des Vorsatzes s. gebildet. Zum Beispiel
lauten bei s.xyz.c die Namen der Hilfsdateien xyz.c, l.xyz.c, p.xyz.c
bzw. z.xyz.c.
Die g-Datei, die den generierten Text enthält, wird im aktuellen
Dateiverzeichnis erstellt, sofern nicht die Option -p verwendet wird.
Eine g-Datei wird in allen Fällen erstellt, wobei es keine Rolle
spielt, ob Textzeilen durch das get erstellt wurden oder nicht. Sie
gehört dem realen Benutzer. Wenn die Option -k verwendet oder impli-
ziert wird, ist ihr Modus 644; andernfalls handelt es sich um den
Modus 444 (sofern die Zugriffsrechte nicht durch umask eingeschränkt
sind). Nur der reale Benutzer muß über eine Schreiberlaubnis im aktu-
ellen Dateiverzeichnis verfügen.
Die l-Datei enthält eine Liste der Deltas, die für die Generierung des
wiedergewonnenen Textes verwendet wird. Die l-Datei wird im aktuellen
Dateiverzeichnis erstellt, wenn die Option -l verwendet wird; ihr
Modus lautet 444 (sofern die Zugriffsrechte nicht durch umask einge-
schränkt sind), und sie gehört dem realen Benutzer. Nur der reale
Benutzer braucht Schreiberlaubnis im aktuellen Dateiverzeichnis.
Die Zeilen in der l-Datei haben folgendes Format:
<a><b><c> <SID><TAB><Datum Uhrzeit> <login>
Dabei ist:
a ein Leerzeichen, wenn das Delta angewendet wurde; andernfalls
*
b ein Leerzeichen, wenn das Delta angewendet wurde oder nicht
angewendet und ignoriert wurde; *, wenn das Delta nicht ange-
wendet und nicht ignoriert wurde
c ein Code, mit dem ein "besonderer" Grund für die Anwendung
oder Nichtanwendung des Deltas angezeigt wird: "I" : einge-
schlossen (Included), "X": ausgeschlossen (Excluded), "C":
abgeschnitten (durch eine Option -c).
SID SCCS-Identifikation (SID)
Datum Uhrzeit
Datum und Uhrzeit (im Format JJ/MM/TT HH:MM:SS) der jeweiligen
Erstellung
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get(1) get(1)
login Login-Name der Person, die delta erstellt hat
Die Kommentare und MR-Daten stehen in aufeinanderfolgenden Zeilen und
sind jeweils um ein horizontales Tabulatorzeichen eingerückt. Jede
Eingabe wird mit einer Leerzeile abgeschlossen.
Die p-Datei wird zur Weitergabe von Informationen an delta verwendet,
die sich aus einem get mit der Option -e ergeben. Der Inhalt der Datei
wird auch zur Verhinderung einer anschließenden Ausführung von get mit
der Option -e für dieselbe SID bis zur Ausführung von delta oder zum
Setzen des gemeinsamen Editieranzeigers j [siehe admin(1)] in der
SCCS-Datei verwendet. Die p-Datei wird in dem Dateiverzeichnis
erstellt, das die SCCS-Datei enthält, und der effektive Benutzer muß
eine Schreiberlaubnis in diesem Dateiverzeichnis haben. Ihr Modus ist
644 und sie ist im Besitz des effektiven Benutzers. Eine Zeile in der
p-Datei hat folgendes Format:
SID neueSID login Datum/Uhrzeitvonget [argumentzu-i] [argumentzu-x]\n
In der p-Datei kann zu jedem Zeitpunkt eine beliebige Anzahl von Zei-
len vorhanden sein; dieselbe neue Delta-SID darf nicht in zwei Zeilen
gleichzeitig auftreten.
Die z-Datei dient als Sperrmechanismus gegen gleichzeitige Aktualisie-
rungen. Ihr Inhalt besteht aus der binären (2-Byte-) Prozeß-Nummer des
Kommandos (d. h. get), mit dem sie erstellt wurde. Die z-Datei wird in
dem Dateiverzeichnis erstellt, das die SCCS-Datei für die Dauer von
get enthält. Für die z-Datei gelten dieselben Einschränkungen wie für
die p-Datei. Die z-Datei wird im Modus 444 angelegt.
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Die Sprache der Meldungstexte wird durch die Umgebungsvariablen
LCALL, LCMESSAGES oder LANG bestimmt.
In der Standardeinstellung verhält sich das System so, als wäre es
nicht internationalisiert, d. h. die Meldungstexte erscheinen in eng-
lischer Sprache. Wenn Sie die Sprache der Meldungstexte ändern wollen,
müssen Sie eine dieser Variablen entsprechend setzen.
Ausführliche Informationen zu den Abhängigkeiten der Umgebungsvaria-
blen und zur Internationalisierung im allgemeinen finden Sie im Hand-
buch "Leitfaden für Programmierer: Internationalisierung - Lokalisie-
rung". Zur Einstellung der Benutzerumgebung siehe auch environ(5).
HINWEISE
Wenn der effektive Benutzer Schreiberlaubnis für das Dateiverzeichnis
hat, das die SCCS-Dateien enthält, der reale Benutzer jedoch nicht,
darf bei Verwendung der Option -e nur eine Datei angegeben werden.
DATEIEN
s-Datei: Präfix: s. (z. B. s.xyz.c)
Enthält die eigentliche im SCCS abgespeicherte Information über
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get(1) get(1)
Inhalt und Historie eines Moduls.
Wird erstmalig von admin -n angelegt, nie mehr gelöscht. Das
Dateiverzeichnis, in dem die s-Datei liegt, wird im folgenden als
Verwaltungs-Dateiverzeichnis bezeichnet.
g-Datei: Präfix: keins (z. B. xyz.c)
Enthält eine Ausprägung des in der s-Datei gespeicherten Moduls.
Also z. B. den aktuellen Stand einer Quell-Datei.
Wird von get im lokalen Dateiverzeichnis erzeugt und von unget
oder delta gelöscht (Ausnahme: falls bei unget oder delta der
Schalter -n verwendet wird, bleibt die g-Datei erhalten).
p-Datei: Präfix: p. (z. B. p.xyz.c)
Enthält Informationen über aktuelle Bearbeitungen des Moduls (wer
bearbeitet gerade welche SID). Verhindert parallelen Zugriff auf
die gleiche SID des gleichen Moduls.
Wird von get -e im Verwaltungs-Dateiverzeichnis erzeugt und von
unget oder delta gelöscht.
l-Datei: Präfix: l. (z. B. l.xyz.c)
Enthält in Tabellenform Informationen, welche Deltas zur Erstel-
lung einer g-Datei verwendet wurden.
Wird von get -l (zusätzlich zur g-Datei) im lokalen Dateiver-
zeichnis erzeugt.
z-Datei: Präfix: z. (z. B. z.xyz.c)
Temporäre Lock-Datei, verhindert gleichzeitigen schreibenden
Zugriff auf die Dateien im Verwaltungs-Dateiverzeichnis.
Wird von allen schreibenden SCCS-Kommandos (get -e, unget, delta,
admin) angelegt und nach Beendigung des Zugriffs gelöscht, liegt
im Verwaltungs-Dateiverzeichnis.
x-Datei: Präfix: x. (z. B. x.xyz.c)
Tempörere Datei, wird als Kopie der s-Datei im Verwaltungs-
Dateiverzeichnis angelegt. Veränderungen der s-Datei werden in
dieser temporären Kopie vorgenommen. Diese wird nach erfolgrei-
cher Aktion in die s-Datei umbenannt. Damit wird eine Zerstörung
der s-Datei bei einem Fehler während des schreibenden Zugriffs
verhindert.
Wird von admin oder delta verwendet.
SIEHE AUCH
admin(1), bdiff(1), delta(1), help(1), prs(1), what(1).
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