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⇒ ln(1-ucb) — Reliant UNIX 5.44c4

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ln(1-ucb)               (BSD Compatibility Package)               ln(1-ucb)

NAME
     ln - Hard Links oder symbolische Links auf Dateien erstellen

SYNTAX
     /usr/ucb/ln [-fs] filename [linkname]

     /usr/ucb/ln [-fs] pathname ... directory

BESCHREIBUNG
     /usr/ucb/ln erstellt einen zusätzlichen Verzeichniseintrag zu einer
     Datei oder einem Verzeichnis. Dieser Eintrag wird "Link" genannt.
     Einer Datei kann eine beliebige Anzahl von Links zugeordnet werden.
     Die Anzahl der Links hat keine Auswirkungen auf andere Dateiattribute
     wie beispielsweise Größe, Schutzmaßnahmen, Daten usw.

     filename ist der Name der Originaldatei oder des Originalverzeichnis-
     ses. linkname ist der neue Name, der der Datei oder dem Dateinamen
     zugeordnet werden soll. Wenn linkname übergangen wird, wird die letzte
     Komponente von filename als Name des Links verwendet.

     Wenn das letzte Argument der Name eines Verzeichnisses ist, werden
     symbolische Links in diesem Verzeichnis für jedes Argument pathname
     erstellt. /usr/ucb/ln verwendet die letzte Komponente jedes Pfadnamens
     pathname als Namen für die einzelnen Links im angegebenen directory.

     Ein Hard Link (Standard) ist ein Standardverzeichniseintrag genau wie
     der bei der Dateierstellung hergestellte Eintrag. Hard Links können
     nur für bereits vorhandene Dateien erstellt werden. Hard Links können
     nicht dateisystem-übergreifend (Plattenpartitionen, eingehängte Datei-
     systeme) erstellt werden. Beim Löschen einer Datei müssen alle Hard
     Links auf diese Datei ebenfalls gelöscht werden, einschließlich dem
     Namen, unter dem sie zuerst erstellt wurde. Beim Löschen des letzten
     Hard Links wird der der Datei zugeordnete I-Node freigegeben.

     Ein symbolischer Link, der mit der Option -s erstellt wird, ist ein
     spezieller Verzeichniseintrag, der auf eine andere angegebene Datei
     zeigt. Symbolische Links können komplette Dateisysteme umfassen und
     auf Verzeichnisse zeigen. Sie können sogar einen symbolischen Link
     erstellen, der auf eine Datei verweist, die sich momentan nicht im
     Dateisystem befindet. Das Löschen der Datei, auf die er verweist, hat
     keine Auswirkung auf den symbolischen Link selbst und ändert ihn
     nicht.

     Ein symbolischer Link auf ein Verzeichnis hat andere Auswirkungen, als
     Sie möglicherweise in bestimmten Fällen vermuten. Während ein ls(1)
     auf einen solchen Link die Dateien im Verzeichnis anzeigt, auf das
     gezeigt wird, zeigt ein Kommando ls -l Informationen zu dem Link
     selbst an:







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ln(1-ucb)               (BSD Compatibility Package)               ln(1-ucb)

          example% /usr/ucb/ln -s dir link
          example% ls link
          file1 file2 file3 file4
          example% ls -l link
          lrwxrwxrwx  1 user            7 Jan 11 23:27 link -> dir

     Wenn Sie mit Hilfe eines symbolischen Links in ein anderes Verzeichnis
     wechseln [siehe cd(1)], gelangen Sie zu der Position im Dateisystem,
     auf die der Link zeigt. Dies bedeutet, daß der Vater des neuen
     Arbeitsverzeichnisses nicht der Vater des symbolischen Links ist, son-
     dern der Vater des Verzeichnisses, auf das gezeigt wird. Im folgenden
     Beispiel ist das endgültige Arbeitsverzeichnis /usr und nicht
     /home/user/linktest.

          example% pwd
          /home/user/linktest
          example% /usr/ucb/ln -s /var/tmp symlink
          example% cd symlink
          example% cd ..
          example% pwd
          /usr

     Benutzer der C-Shell können alle auftretenden Ansteuerungsprobleme
     verhindern, wenn sie die Kommandos pushd und popd anstelle von cd ver-
     wenden.

OPTIONEN
     -f   Einen Hard Link auf ein Verzeichnis erzwingen - diese Option
          steht nur dem Superuser zur Verfügung.

     -s   Einen oder mehrere symbolische Links erstellen.























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ln(1-ucb)               (BSD Compatibility Package)               ln(1-ucb)

BEISPIEL
     Die unten aufgeführten Kommandos verdeutlichen die Auswirkungen der
     verschiedenden Formen des Befehls /usr/ucb/ln:

     example% /usr/ucb/ln file link
     example% ls -F file link
     file   link
     example% /usr/ucb/ln -s file symlink
     example% ls -F file symlink
     file   symlink@
     example% ls -li file link symlink
      10606 -rw-r--r--  2 user            0 Jan 12 00:06 file
      10606 -rw-r--r--  2 user            0 Jan 12 00:06 link
      10607 lrwxrwxrwx  1 user            4 Jan 12 00:06 symlink -> file
     example% /usr/ucb/ln -s nonesuch devoid
     example% ls -F devoid
     devoid@
     example% cat devoid
     devoid: No such file or directory
     example% /usr/ucb/ln -s /proto/bin/* /tmp/bin
     example% ls -F /proto/bin /tmp/bin
     /proto/bin:
     x*      y*      z*

     /tmp/bin:
     x@      y@      z@

HINWEISE
     Wenn das letzte Argument ein Verzeichnis ist, sollten keine einfachen
     Basisnamen als Argument pathname verwendet werden. Wenn ein Basisname
     verwendet wird, zeigt der resultierende symbolische Link auf sich
     selbst:

     example% /usr/ucb/ln -s file /tmp
     example% ls -l /tmp/file
     lrwxrwxrwx  1 user            4 Jan 12 00:16 /tmp/file -> file
     example% cat /tmp/file
     /tmp/file: Too many levels of symbolic links

     Verwenden Sie vollständige Pfadnamen oder geben Sie vor dem Verzeich-
     nis die Variable PWD an, die auf die Dateien im Arbeitsverzeichnis
     verweist, um dieses Problem zu verhindern:

     example% rm /tmp/file
     example% /usr/ucb/ln -s $PWD/file /tmp
     lrwxrwxrwx  1 user
          4 Jan 12 00:16 /tmp/file -> /home/user/subdir/file

SIEHE AUCH
     cp(1), ls(1), mv(1), rm(1), link(2), readlink(2), stat(2), symlink(2).




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