rm(1) rm(1)
NAME
rm - Dateien löschen (remove files)
SYNTAX
rm [option ...] datei ...
BESCHREIBUNG
rm löscht den Eintrag einer oder mehrerer Dateien im Verzeichnis. Sie
können Einträge aber nur löschen, wenn Sie für das Verzeichnis, in dem
die Datei steht, das Schreibrecht haben.
OPTIONEN
Keine Option angegeben:
Wenn Sie für datei das Schreibrecht haben, löscht rm den Eintrag
ohne Warnung!
Wenn Sie für datei kein Schreibrecht haben und die Standardein-
gabe ein Terminal ist, werden die Zugriffsrechte ausgegeben und
rm fragt, ob datei gelöscht werden soll. Nur wenn Sie bestätigen,
wird der Eintrag gelöscht; anderenfalls bleibt er erhalten. Wenn
die Standardeingabe kein Terminal ist, wird der Eintrag ohne
Rückfrage gelöscht.
-f Die Einträge werden ohne Rückfrage gelöscht. Wenn Sie kein
Schreibrecht für das Verzeichnis haben, werden Dateien nicht
gelöscht.
-r oder -R
Sie können für datei ein Verzeichnis angeben. rm gibt dann nicht,
wie normalerweise, eine Fehlermeldung aus. rm löscht rekursiv den
gesamten Inhalt des angegebenen Verzeichnisses ebenso wie das
Verzeichnis selbst.
Das übergeordnete Verzeichnis (..) kann nicht gelöscht werden.
Symbolische Verweise werden bei dieser Option nicht weiter ver-
folgt.
Löschen eines nicht leeren und schreibgeschützten Verzeichnisses
ist nicht möglich (auch nicht mit der Option -f). In diesem Fall
wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
-i rm fragt für jede Datei und, wenn die Option -r bzw. -R gesetzt
ist, für jedes Verzeichnis, ob sie bzw. es gelöscht werden soll.
Die Abfrage erfolgt auch, wenn die Option -f gesetzt ist oder
wenn die Standardeingabe kein Terminal ist.
-- Ende der Optionenliste. Die Angabe ist nötig, wenn datei mit -
beginnt.
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rm(1) rm(1)
datei
Name der Datei, die gelöscht werden soll. Wenn Sie die Option -r
bzw. -R angegeben haben, kann datei auch ein Verzeichnis sein.
Sie können mehrere Dateien bzw. Verzeichnisse angeben.
Wenn Sie eine Datei angeben, auf die es mehrere Verweise gibt,
wird lediglich ein Verweis gelöscht, die Datei selbst bleibt vor-
handen (der Verweiszähler wird um 1 herabgesetzt). Nur wenn ein
Eintrag der letzte Verweis auf eine Datei war, wird die Datei
gelöscht.
Für das Verzeichnis, in dem die Datei steht, brauchen Sie das
Schreibrecht. Für die Datei selbst brauchen Sie jedoch weder das
Lese- noch das Schreibrecht, um sie zu löschen.
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
texte. Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert
ist, wird der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch
LANG nicht oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das
System so, als wäre es nicht internationalisiert.
Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
Bereich der Internationalisierung.
Die Antwort auf Ja/Nein-Abfragen muß in der jeweils definierten Spra-
chumgebung erfolgen.
BEISPIELE
Beispiel 1
Löschen aller Dateien, die auf .prog enden, mit Abfrage:
$ rm -i *.prog
ablauf.prog:? (y/n) y
code.prog:? (y/n) yuppie
eingabe.prog:? (y/n) n
zufall.prog:? (y/n) no
a.prog:? (y/n) morgen
$
Die Verweise auf die Dateien ablauf.prog und code.prog werden
gelöscht, die übrigen bleiben bestehen.
Beispiel 2
Löschen des Verzeichnisses norm mit allen Dateien und Unterverzeich-
nissen.
$ rm -r norm
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rm(1) rm(1)
SIEHE AUCH
rmdir(1), unlink(2), remove(3C).
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