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⇒ rdup(8) — Reliant UNIX 5.44c4

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rdup(8)                                                             rdup(8)

NAME
     rdup - Einhängefähigkeit von RAID-Systemen (PXRC, PXRE, EMC-SYMMETRIX)
     beim Booten ermitteln

SYNTAX
     rdup [init | start | stop]

BESCHREIBUNG
     rdup ist ein Startup-Skript, um beim Booten des Systems die Betriebs-
     bereitschaft (Einhängefähigkeit) von RAID-Systemen (PXRC, PXRE, EMC-
     SYMMETRIX) zu ermitteln.

     Da das Hochlaufen von RAID-Systemen (insbesondere EMC-SYMMETRIX) meist
     länger dauert als das Booten des Hostes, muß zwecks Synchronisation
     der Einhängeaktivitäten die Betriebsbereitschaft dieser RAID-Systeme
     abgewartet werden (Definition: ein RAID-System ist betriebsbereit,
     wenn es im autoconf-Baum eingetragen ist).

     Um diese Synchronisation sicherzustellen, vergleicht der RAID-
     Startup-Check (rdup start) als RC2-Skript S01rdup zyklisch die im
     autoconf-Baum vorhandenen RAID-Controller mit der in einer RAID-Konfi-
     gurationsdatei (/etc/rdstartup) vorgegebenen und erwarteten Zielkonfi-
     guration.

     Für ausstehende RAID-Controller wird jeweils ein Reprobe [siehe
     reinitdev(8)] auf dem betreffenden SCSI-Port (sport) durchgeführt. Der
     RAID-Startup-Check ist beendet, wenn alle RAID-Controller im
     autoconf-Baum gefunden wurden; der DRAID-Dämon draidd(1M), sofern
     aktiv, wird erneut gestartet, um die aktuelle Konfiguration zu berück-
     sichtigen.

     Werden nicht alle Controller im autoconf-Baum gefunden, endet der
     RAID-Startup-Check nach 60 Minuten mit Timeout; außerdem kann der
     Systemverwalter den RAID-Startup-Check jederzeit per <CR> plus Bestä-
     tigung abbrechen. In beiden Fällen wird in den Single-user-mode
     geschaltet, um dem Systemverwalter Gelegenheit zur Korrektur zu geben.
     Die noch ausstehenden RAID-Controller werden in /dev/osm protokol-
     liert.

     Das RAID-Konfigurationsdatei /etc/rdstartup muß vom Systemverwalter
     mittels des Kommandos rdup init aus einem aktuellen autoconf-Baum
     erstellt werden. Ist keine Konfigurationsdatei vorhanden, wird beim
     RAID-Startup-Check angenommen, daß an diesem System keine RAIDs konfi-
     guriert sind.

     Hinweise:

     -  Da S01rdup nach S01MOUNT0FSYS gestartet wird, dürfen Level-0-Datei-
        systeme nicht auf RAID-Systeme eingehängt werden!

     -  Die Benutzung von rdup erfordert die Rootberechtigung.




Seite 1                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

rdup(8)                                                             rdup(8)

OPTIONEN
     init    Mit dem Kommando rdup init kann/muß der Systemverwalter die
             RAID-Konfigurationsdatei /etc/rdstartup erstellen. Hierzu wird
             der vorhandene autoconf-Baum benutzt. Beim Booten (rdup start)
             wird diese Konfigurationsdatei zyklisch mit dem jeweiligen
             autoconf-Zustand verglichen.

             Die Konfigurationsdatei enthält die RAID-Ports (sports) mit
             den zugehörigen Controllern, z. B.:

             # cat /etc/rdstartup
             sport06 sraid060        # EMC-SYMMETRIX
             sport06 sraid061        # PXRE-F
             sport07 sraid070        # PXRC
             .....

             Werden keine RAID-Systeme im autoconf-Baum gefunden, wird
             keine Konfigurationsdatei angelegt.

             init endet immer mit dem Endestatus 0.

             Wichtig:

             -  rdup init muß vom Systemverwalter sowohl nach der Erstin-
                stallation als auch nach jeder Konfigurationsänderung von
                RAID-Systemen manuell aufgerufen werden.

             -  Der Systemverwalter muß sicherstellen, daß zu diesem Zeit-
                punkt alle RAID-Systeme im autoconf-Baum eingetragen sind.

             -  Der Systemverwalter kann die Konfigurationsdatei zwecks
                Auswahl der relevanten (zu überwachenden) RAID-Systeme edi-
                tieren.

     start   rdup start wird beim Booten des Systems als RC2-Skript S01rdup
             (RAID-Startup-Check) ausgeführt.

             rdup start vergleicht zyklisch (30 Sek.) die im aktuellen
             autoconf-Baum vorhandenen (= betriebsbereiten) RAID-Controller
             mit den in der Konfigurationsdatei eingetragenen RAID-Control-
             lern. Ist kein Konfigurationsdatei vorhanden, erfolgt sofort
             Endestatus 0.

             Solange noch RAID-Controller im autoconf-Baum fehlen, wird auf
             den zugehörigen Ports (sports) ein Reprobe [siehe
             reinitdev(8)] durchgeführt.

             Sobald die autoconf-Konfiguration der Konfigurationsdatei ent-
             spricht, endet der RAID-Startup-Check mit Endestatus 0, außer-
             dem wird der DRAID-Dämon draidd(1M), falls aktiv, erneut
             gestartet, um den aktuellen RAID-Zustand zu berücksichtigen.



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rdup(8)                                                             rdup(8)

             Beendigung bei Timeout:

             Falls ein Controller nicht gefunden wird, erfolgt nach 60
             Minuten ein Timeout. Der Benutzer hat außerdem die Möglich-
             keit, den RAID-Startup-Check jederzeit per <CR> (plus positi-
             ver Quittung) abzubrechen. In beiden Fällen wird mit Endesta-
             tus 100 in den Single-user-mode geschaltet, um dem Systemver-
             walter Gelegenheit zur Korrektur zu geben; die ausstehenden
             RAID-Systeme werden in /dev/osm protokolliert.

     stop    Dummy-Option mit Endestatus 0, um den RC-Skript-Konventionen
             zu genügen.

DATEIEN
     /dev/autoconf
          Dieser Geräteknoten enthält (u. a.) die momentan betriebsbereiten
          RAID-Systeme.

     /etc/rdstartup
          RAID-Konfigurationsdatei, wird mit rdup init erstellt; sie ent-
          hält die RAID-Konfiguration, die beim Booten (rdup start) mit dem
          aktuellen autoconf-Zustand verglichen wird. Die Konfigurationsda-
          tei enthält die RAID-Ports (sports) mit den zugehörigen Control-
          lern, z. B.:

          # cat /etc/rdstartup
          sport06 sraid060        # EMC-SYMMETRIX
          sport06 sraid061        # PXRE-F
          sport07 sraid070        # PXRC
          ....

          Hinweise:

          -  An einem Port sport könnten theoretisch verschiedene RAID-
             Systeme angeschlossen sein; dies ist beim Aufbau der Konfigu-
             rationsdatei berücksichtigt.

          -  Der Benutzer kann mittels Editor eine Auswahl der für ihn
             relevanten (zu überwachenden) RAID-Systeme vornehmen.

     /dev/osm
          Bei Abbruch des RAID-Startup-Checks durch Timeout oder durch den
          Benutzer werden die überfälligen RAID-Systeme für die Nachwelt in
          /dev/osm protokolliert.

          Ebenso wird in /dev/osm protokolliert, wenn im autoconf-Baum mehr
          RAID-Systeme vorhanden sind als in der Konfigurationsdatei einge-
          tragen sind; dies kann auftreten, wenn die Konfigurationsdatei
          nicht aktuell ist oder modifiziert wurde.





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rdup(8)                                                             rdup(8)

ENDESTATUS
     0    Normales Ende:

          -  Alle RAID-Systeme sind laut Konfigurationsdatei hochgefahren,
             oder

          -  Keine Konfigurationsdatei /etc/rdstartup vorhanden, d. h.,
             keine RAID-Systeme angeschlossen.

          -  Bei rdup init erfolgt immer Endestatus 0; ist keine Konfigura-
             tionsdatei angelegt worden, sind keine RAID-Systeme konfigu-
             riert bzw. im autoconf-Baum vorhanden.

     100  Abnormales Ende (Endestatus 100 erzwingt Single-user-mode) bei

          -  Timeout nach 60 Minuten oder

          -  Abbruch des Startup-Checks durch Benutzeranforderung.

          Die zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden RAID-Systeme werden in
          /dev/osm protokolliert.

SIEHE AUCH
     draidd(1M), autoconf(8), reinitdev(8).






























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