rdup(8) rdup(8)
NAME
rdup - Einhängefähigkeit von RAID-Systemen (PXRC, PXRE, EMC-SYMMETRIX)
beim Booten ermitteln
SYNTAX
rdup [init | start | stop]
BESCHREIBUNG
rdup ist ein Startup-Skript, um beim Booten des Systems die Betriebs-
bereitschaft (Einhängefähigkeit) von RAID-Systemen (PXRC, PXRE, EMC-
SYMMETRIX) zu ermitteln.
Da das Hochlaufen von RAID-Systemen (insbesondere EMC-SYMMETRIX) meist
länger dauert als das Booten des Hostes, muß zwecks Synchronisation
der Einhängeaktivitäten die Betriebsbereitschaft dieser RAID-Systeme
abgewartet werden (Definition: ein RAID-System ist betriebsbereit,
wenn es im autoconf-Baum eingetragen ist).
Um diese Synchronisation sicherzustellen, vergleicht der RAID-
Startup-Check (rdup start) als RC2-Skript S01rdup zyklisch die im
autoconf-Baum vorhandenen RAID-Controller mit der in einer RAID-Konfi-
gurationsdatei (/etc/rdstartup) vorgegebenen und erwarteten Zielkonfi-
guration.
Für ausstehende RAID-Controller wird jeweils ein Reprobe [siehe
reinitdev(8)] auf dem betreffenden SCSI-Port (sport) durchgeführt. Der
RAID-Startup-Check ist beendet, wenn alle RAID-Controller im
autoconf-Baum gefunden wurden; der DRAID-Dämon draidd(1M), sofern
aktiv, wird erneut gestartet, um die aktuelle Konfiguration zu berück-
sichtigen.
Werden nicht alle Controller im autoconf-Baum gefunden, endet der
RAID-Startup-Check nach 60 Minuten mit Timeout; außerdem kann der
Systemverwalter den RAID-Startup-Check jederzeit per <CR> plus Bestä-
tigung abbrechen. In beiden Fällen wird in den Single-user-mode
geschaltet, um dem Systemverwalter Gelegenheit zur Korrektur zu geben.
Die noch ausstehenden RAID-Controller werden in /dev/osm protokol-
liert.
Das RAID-Konfigurationsdatei /etc/rdstartup muß vom Systemverwalter
mittels des Kommandos rdup init aus einem aktuellen autoconf-Baum
erstellt werden. Ist keine Konfigurationsdatei vorhanden, wird beim
RAID-Startup-Check angenommen, daß an diesem System keine RAIDs konfi-
guriert sind.
Hinweise:
- Da S01rdup nach S01MOUNT0FSYS gestartet wird, dürfen Level-0-Datei-
systeme nicht auf RAID-Systeme eingehängt werden!
- Die Benutzung von rdup erfordert die Rootberechtigung.
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rdup(8) rdup(8)
OPTIONEN
init Mit dem Kommando rdup init kann/muß der Systemverwalter die
RAID-Konfigurationsdatei /etc/rdstartup erstellen. Hierzu wird
der vorhandene autoconf-Baum benutzt. Beim Booten (rdup start)
wird diese Konfigurationsdatei zyklisch mit dem jeweiligen
autoconf-Zustand verglichen.
Die Konfigurationsdatei enthält die RAID-Ports (sports) mit
den zugehörigen Controllern, z. B.:
# cat /etc/rdstartup
sport06 sraid060 # EMC-SYMMETRIX
sport06 sraid061 # PXRE-F
sport07 sraid070 # PXRC
.....
Werden keine RAID-Systeme im autoconf-Baum gefunden, wird
keine Konfigurationsdatei angelegt.
init endet immer mit dem Endestatus 0.
Wichtig:
- rdup init muß vom Systemverwalter sowohl nach der Erstin-
stallation als auch nach jeder Konfigurationsänderung von
RAID-Systemen manuell aufgerufen werden.
- Der Systemverwalter muß sicherstellen, daß zu diesem Zeit-
punkt alle RAID-Systeme im autoconf-Baum eingetragen sind.
- Der Systemverwalter kann die Konfigurationsdatei zwecks
Auswahl der relevanten (zu überwachenden) RAID-Systeme edi-
tieren.
start rdup start wird beim Booten des Systems als RC2-Skript S01rdup
(RAID-Startup-Check) ausgeführt.
rdup start vergleicht zyklisch (30 Sek.) die im aktuellen
autoconf-Baum vorhandenen (= betriebsbereiten) RAID-Controller
mit den in der Konfigurationsdatei eingetragenen RAID-Control-
lern. Ist kein Konfigurationsdatei vorhanden, erfolgt sofort
Endestatus 0.
Solange noch RAID-Controller im autoconf-Baum fehlen, wird auf
den zugehörigen Ports (sports) ein Reprobe [siehe
reinitdev(8)] durchgeführt.
Sobald die autoconf-Konfiguration der Konfigurationsdatei ent-
spricht, endet der RAID-Startup-Check mit Endestatus 0, außer-
dem wird der DRAID-Dämon draidd(1M), falls aktiv, erneut
gestartet, um den aktuellen RAID-Zustand zu berücksichtigen.
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rdup(8) rdup(8)
Beendigung bei Timeout:
Falls ein Controller nicht gefunden wird, erfolgt nach 60
Minuten ein Timeout. Der Benutzer hat außerdem die Möglich-
keit, den RAID-Startup-Check jederzeit per <CR> (plus positi-
ver Quittung) abzubrechen. In beiden Fällen wird mit Endesta-
tus 100 in den Single-user-mode geschaltet, um dem Systemver-
walter Gelegenheit zur Korrektur zu geben; die ausstehenden
RAID-Systeme werden in /dev/osm protokolliert.
stop Dummy-Option mit Endestatus 0, um den RC-Skript-Konventionen
zu genügen.
DATEIEN
/dev/autoconf
Dieser Geräteknoten enthält (u. a.) die momentan betriebsbereiten
RAID-Systeme.
/etc/rdstartup
RAID-Konfigurationsdatei, wird mit rdup init erstellt; sie ent-
hält die RAID-Konfiguration, die beim Booten (rdup start) mit dem
aktuellen autoconf-Zustand verglichen wird. Die Konfigurationsda-
tei enthält die RAID-Ports (sports) mit den zugehörigen Control-
lern, z. B.:
# cat /etc/rdstartup
sport06 sraid060 # EMC-SYMMETRIX
sport06 sraid061 # PXRE-F
sport07 sraid070 # PXRC
....
Hinweise:
- An einem Port sport könnten theoretisch verschiedene RAID-
Systeme angeschlossen sein; dies ist beim Aufbau der Konfigu-
rationsdatei berücksichtigt.
- Der Benutzer kann mittels Editor eine Auswahl der für ihn
relevanten (zu überwachenden) RAID-Systeme vornehmen.
/dev/osm
Bei Abbruch des RAID-Startup-Checks durch Timeout oder durch den
Benutzer werden die überfälligen RAID-Systeme für die Nachwelt in
/dev/osm protokolliert.
Ebenso wird in /dev/osm protokolliert, wenn im autoconf-Baum mehr
RAID-Systeme vorhanden sind als in der Konfigurationsdatei einge-
tragen sind; dies kann auftreten, wenn die Konfigurationsdatei
nicht aktuell ist oder modifiziert wurde.
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rdup(8) rdup(8)
ENDESTATUS
0 Normales Ende:
- Alle RAID-Systeme sind laut Konfigurationsdatei hochgefahren,
oder
- Keine Konfigurationsdatei /etc/rdstartup vorhanden, d. h.,
keine RAID-Systeme angeschlossen.
- Bei rdup init erfolgt immer Endestatus 0; ist keine Konfigura-
tionsdatei angelegt worden, sind keine RAID-Systeme konfigu-
riert bzw. im autoconf-Baum vorhanden.
100 Abnormales Ende (Endestatus 100 erzwingt Single-user-mode) bei
- Timeout nach 60 Minuten oder
- Abbruch des Startup-Checks durch Benutzeranforderung.
Die zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden RAID-Systeme werden in
/dev/osm protokolliert.
SIEHE AUCH
draidd(1M), autoconf(8), reinitdev(8).
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