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⇒ draidd(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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draidd(1M)                                                       draidd(1M)

NAME
     draidd - Dämon, der die beiden Kanäle einer RAID-Box überwacht

SYNTAX
     draidd [[-D [-cCru] [-M number]]

     draidd [-gGHsS]] [-lLv] [-x number] [-t file] [-f configuration-file]
            [config-device]

     draidd [-a] [{-e|-d|-h}] draid-device

BESCHREIBUNG
     draidd (Dual RAID Channel Daemon) wird normalerweise beim Systemhoch-
     lauf durch init(1M) gestartet. Beim Start liest draidd seine Konfigu-
     rationsinformationen aus der Datei configuration-file, der voreinge-
     stellte Name ist /etc/draid. Siehe auch draid(4) zum Format dieser
     Datei.

     draidd stellt einen redundanten Zugriff auf eine RAID-Box mit zwei
     Controllern her, die an zwei Host-Controller angeschlossen sind. Der
     Dämon benutzt einen Systemtreiber, der den Zugriff auf die RAID-Box
     über einen oder beide Controller ermöglicht.

     Ist der Zugriff zu einem Controller nicht möglich, rekonfiguriert
     draidd die Routing-Tabelle des Systemtreibers, so daß alle weiteren
     Zugriffe auf die RAID-Box über den anderen Controller laufen.

     draidd liest seine Konfigurationsdatei erneut, sobald er ein Hangup-
     Signal (SIGHUP) empfängt. Neue RAID-Box-Konfigurationen können dadurch
     aktiviert und bestehende RAID-Box-Konfigurationen können gelöscht oder
     modifiziert werden. Die neue Konfiguration ist nutzbar, sobald die
     RAID-Box erfolgreich konfiguriert worden ist.

OPTIONEN
     draidd kann als Dämon (Option -D) oder zur Ausgabe von Konfigurations-
     daten gestartet werden.

     Optionen, die nur für den Dämon gelten:

     -C   Benutze und konfiguriere die RAID-Box, wie in configuration-file
          beschrieben.

     -c   Benutze die aktuelle Konfiguration der angeschlossenen RAID-Box
          (Standard), bis ein SIGHUP-Signal empfangen wird. Dies ist die
          Standardeinstellung.

     -D   Werde zu einem Dämon. Dieses Flag darf nur für den draidd-Prozeß
          angegeben werden, der die RAID-Boxen kontrollieren soll. Es darf
          einen und nur einen Prozeß pro System geben, der mit diesem Flag
          gestartet wird.





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draidd(1M)                                                       draidd(1M)

     -M number
          Setze die Anzahl der maximalen Rekonfigurationsversuche (Stan-
          dard: 1). Nach der maximalen Anzahl Rekonfigurationsversuche wird
          der Zugriff auf die komplette RAID-Box ausgeschaltet.

     -r   Erzeuge einen "SCSI-Bus reset" vor der Rekonfiguration einer
          RAID-Box, wenn ein Controller ausfällt.

          Es wird empfohlen, keinen "Bus reset" zu veranlassen. Dieses Flag
          sollte nur benutzt werden, wenn klar ist, was ein "Bus reset"
          bedeutet. Es ist möglich, daß Daten für andere SCSI-Geräte an
          diesem Bus verloren gehen!

     -u   Update des autoconf-Baumes. Die Standardeinstellung ist, den
          autoconf-Baum nicht zu aktualisieren, da eine Rekonfiguration mit
          Update länger dauern kann.

     Optionen, die nicht für den Dämon gelten:

     -G   Ausführliche Anzeige der aktuellen RAID-Box-Konfiguration.

     -g   Anzeige der aktuellen RAID-Box-Konfiguration.

     -H   Es wird ein Hangup-Signal (SIGHUP) an den laufenden Dämon gesen-
          det.

     -S   Zeige Statistikdaten an, auch für asynchrone Aufträge.

     -s   Zeige Statistikdaten an.

     Optionen für Hochverfügbarkeitskonfigurationen:

     Bei diesen Optionen muß immer ein spezielles draid-Gerät draid-device
     (z. B. draid0) angegeben werden.

     -a   Loginformationen werden nach Abschluß aller Aktivitäten in eine
          Datei geschrieben. Der Dateiname besteht aus dem Namen des
          draid-Gerätes und der Prozeß-ID.

     -h   Das angegebene draid-Gerät wird rekonfiguriert.

     Folgende Optionen werden nur von EMC RAID-Systemen unterstützt.

     -e   Es werden SCSI-Kommandos an die Ports des RAID-Systems gesendet,
          die die betreffenden LUNs der Ports gegen Zugriffe von anderen
          als den an diesem Host angeschlossenen Ports auf schreibgeschützt
          setzen.

     -d   Der Zugriff auf die LUNs des draid-Gerätes wird gesperrt.





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draidd(1M)                                                       draidd(1M)

     Optionen, die immer gültig sind:

     -f configuration-file
          Benutze die Datei configuration-file als Konfigurationsbeschrei-
          bung (Standard: /etc/draid) [siehe draid(4)].

     -L   Ausgaben von draidd werden nicht mit syslogd(1M) protokolliert,
          sondern erscheinen nur auf der Systemkonsole. Dies ist die Stan-
          dardeinstellung.

     -l   Ausgaben von draidd werden mit Hilfe von syslogd(1M) protokol-
          liert. Diese Option kann auf hochbelasteten System zu einem
          Stillstand des Systems im Fehlerfalle führen, da nicht mehr auf
          ein Dateisystem zugegriffen werden kann.

     -t file
          Es wird anstelle syslogd(1M) die Datei file benutzt, um Ausgaben
          mitzuschreiben. Die Datei file zu benutzen ist sinnvoll, wenn
          Ausgaben des Dämons zu einem Zeitpunkt aufgezeichnet werden sol-
          len, zu dem syslogd(1M) noch nicht zur Verfügung steht.

     -v   Es werden Ausgaben gemacht, in welchem Programmteil sich draidd
          befindet. Jedes Auftreten von -v erhöht die Anzahl der Ausgaben.
          Zur Ausgabe der Informationen wird syslogd(1M) benutzt. Diese
          Option sollte für den Normalbetrieb nicht benutzt werden.

     -x 1|2|3
          Setze Debug-Level für den Systemtreiber. Sollte nur für Test oder
          Debugging genutzt werden.

     config-device
          Um die gewüschte Konfiguration in den Systemtreiber [siehe
          draid(4)] laden zu können, kann ein Geräteknoten als
          config-device angegeben werden. Wird bei der Konfiguration kein
          config-device angegeben, so wird /dev/draid/draid0l0s0 benutzt.
          Dieser Geräteknoten wird nur benutzt, um den Systemtreiber
          ansprechen zu können, konfiguriert werden die Knoten, wie in
          draid(4) beschrieben.

          Um die Statistikdaten eines Geräteknoten auslesen zu können, muß
          dieser Geräteknoten als config-device angegeben werden.

SIGNALE
     Während der Laufzeit kann draidd durch das Zustellen von Signalen
     beeinflußt werden. Bis auf das Signal HUP sind alle anderen Signale
     nur für Debug oder Test sinnvoll zu benutzen. Die Signale können nur
     dem Dämon zugestellt werden.

     SIGHUP    draidd führt eine Rekonfiguration der RAID-Box durch. Option
               -H.




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draidd(1M)                                                       draidd(1M)

     SIGUSR1   Es werden Ausgaben gemacht, in welchem Programmteil sich
               draidd befindet. Jedes Senden von SIGUSR1 erhöht die Anzahl
               der Ausgaben. Option -v.

     SIGUSR2   Jedes Senden von SIGUSR2 erniedrigt die Anzahl der Ausgaben.
               Option -v.

     SIGPWR    Schaltet das Benutzen von syslog(3C) für die Ausgaben an
               oder aus. Option -l bzw. -L.

     SIGPROF   draidd protokolliert Informationen in einem internen Puffer
               mit. Durch das Zustellen des Signals SIGPROF wird dieser
               Puffer auf der Systemkonsole ausgegeben und in die Datei
               /tmp/draidd.dump geschrieben.

DATEIEN
     /etc/draid
          Konfigurationsbeschreibung.

     /dev/draid/draid0
          Kommunikations-Geräteknoten zwischen Dämon und Treiber. Dieser
          Geräteknoten muß vorhanden sein.

     /tmp/draidd.dump
          Interne Loginformationen des draidd-Dämons.

     ./draidX.PID
          Interne Loginformationen eines draidd-Prozesses; X steht für die
          Zahl des betroffenen draid-Gerätes.

     /dev/autoconf
          Dieser Geräteknoten wird benutzt um Geräteadressen der zu überwa-
          chenden RAID-Kontroller feststellen zu können. Dieser Gerätekno-
          ten muß vorhanden sein.

     /dev/draid
          Geräteknotenverzeichnis.

     /tmp/.draiddlock
          draidd erzeugt niemals diese Datei, löscht sie jedoch nach einer
          Rekonfiguration. Diese Datei kann durch einen externen Konfigura-
          tionprozeß erzeugt und getestet werden.

SIEHE AUCH
     draid(4), draid(7).









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