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⇒ pcnfsd(8) — Reliant UNIX 5.44c4

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pcnfsd(8)                                                         pcnfsd(8)

NAME
     pcnfsd, rpc.pcnfsd - PC-NFS-Berechtigungsprüfung und Druckserver

SYNTAX
     /usr/sbin/rpc.pcnfsd

BESCHREIBUNG
     pcnfsd ist ein RPC-Server, der ONC (Open Network Computing) Clients
     auf PC (DOS, OS/2, Macintosh und anderen Systemen) unterstützt. Hier
     wird die Version 2 des pcnfsd-Servers beschrieben.

     rpc.pcnfsd kann von /etc/rcX.d/SYYnfs aus gestartet werden. Er liest
     die Konfigurationsdatei /etc/pcnfsd.conf und bedient dann RPC (Remote
     Procedure Call)-Aufrufe. Diese Freigabeversion des pcnfsd-Dämon unter-
     stützt Version 1 und Version 2 des pcnfsd-Protokolls.

BERECHTIGUNGPRUEFUNG
     Wenn pcnfsd eine PCNFSDAUTH- oder PCNFSD2AUTH-Anfrage erhält, meldet
     es den Benutzer an, indem es den Benutzernamen und das Kennwort bestä-
     tigt und Benutzerkennung (uid), Gruppennummer (gid), Homeverzeichnis
     und Schutzbit-Maske (umask) zurückliefert.

     Die Voreinstellung erlaubt pcnfsd nur Identifikations-Aufrufe durch
     Benutzer, deren Benutzerkennung zwischen 101 und 60002 liegt. (In SVR4
     entspricht dies dem Bereich für Nicht-Verwaltungs-Logins.) Um diese
     Einstellung zu ändern, muß in der /etc/pcnfsd.conf-Datei folgende
     Zeile eingegeben werden:

          uidrange range[,range] ...

     Dabei hat jeder range-Bereich das Format:

          uid

     oder:

          uid-uid

     bei Anzeige eines inklusiven Bereichs.
















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pcnfsd(8)                                                         pcnfsd(8)

AUSWAHL DES SPOOLSYSTEMS
     In der Datei /etc/pcnfsd.conf kann der Spooler definiert werden. Fol-
     gende Einträge sind möglich:

     spooler ATT
          für ATT-lp

     spooler sispl3
          für Spool V3

     spooler sispl4
          für Spool V4

DRUCKEN
     pcnfsd unterstützt ein Druckmodell, das auf der Verwendung von NFS
     beruht, um die tatsächlichen Druckdaten vom Client an den Server zu
     übertragen. Das Client-System gibt eine PCNFSDPRINIT- oder
     PCNFSD2PRINIT-Anfrage aus, und der Server gibt den Pfad an das
     Spool-Verzeichnis, das der Client benutzen darf und das von NFS expor-
     tiert wird. pcnfsd legt für jeden seiner Clients ein Unterverzeichnis
     an: Das Vaterverzeichnis ist normalerweise /var/spool/pcnfs, und das
     Unterverzeichnis ist der Rechnername des Client-Systems.

     Wenn Sie ein anderes Elternverzeichnis benutzen möchten, fügen Sie
     folgende Zeile in die /etc/pcnfsd.conf-Datei ein:

          spooldir path

     Wenn der Client auf das Spool-Verzeichnis mit NFS zugegriffen und
     Druckdaten in eine Datei in diesem Verzeichnis übertragen hat, gibt er
     eine PCNFSDPRSTART- oder PCNFSD2PRSTART-Anfrage aus. pcnfsd bear-
     beitet sie (und die meisten anderen druckbezogenen Anfragen) dadurch,
     daß ein Kommando, das auf den Druckdiensten des Server-Betriebssystems
     basiert, konstruiert und durch die Benutzer-ID des PC-Benutzers ausge-
     führt wird. Da dies Rechte zum Setzen von Benutzer-IDs beinhaltet, muß
     pcnfsd im Root-Verzeichnis laufen.

     Jede Druckanfrage des Client enthält den Namen des Druckers, der zu
     benutzen ist. Wenn Sie eine Bearbeitung der Druckdaten wünschen, die
     nicht dem Standard entspricht, sollte Sie einen neuen Drucker definie-
     ren und den Client anweisen, diesen Drucker zu benutzen. Aber das
     sprengt den Rahmen dieser Diskussion. Zusätzlich enthält pcnfsd einen
     Mechanismus, mit dem Sie virtuelle Drucker definieren können, die nur
     pcnfsd-Clients bekannt sind. Jeder Drucker wird durch die Eingabe fol-
     gender Zeile in der /etc/pcnfsd.conf-Datei definiert:

          printer name alias-for command







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pcnfsd(8)                                                         pcnfsd(8)

     name ist der Name des Druckers, den Sie definieren möchten. alias-for
     ist der Name des "real" (echten) Druckers, der diesem Drucker ent-
     spricht. Z. B. wird die Anfrage, die Warteschlange von name anzuzei-
     gen, in die entsprechende Anfrage für den Drucker alias-for übersetzt.
     Wenn Sie einen Drucker so definiert haben, daß er keinem "echten"
     Drucker entspricht, benutzen Sie ein einfaches "-" für dieses Feld.
     (Siehe Beispieldefinition des Druckers "test" unten.) command ist ein
     Kommando, das ausgeführt wird, wenn eine Datei auf name gedruckt wird.
     Dieses Kommando wird immer von der Bourne-Shell ausgeführt, wobei
     /bin/sh die -c-Option benutzt. Bei schwierigen Operationen sollten Sie
     ein ausführbares Shell-Programm schreiben, das im command ausgeführt
     wird.

     Im command werden folgende Tokens ersetzt:

     $FILE     wird durch den vollen Pfadnamen der Druckdatendatei ersetzt.
               Wenn das Kommando ausgeführt wurde, wird die Verbindung zur
               Datei wieder unterbrochen.

     $USER     wird durch den Namen des Benutzers ersetzt, der im Client-
               System angemeldet ist.

     $HOST     wird durch den Rechnernamen des Client-Systems ersetzt.

     $OPT      wird durch die Optionen ersetzt, die vom Client-System ange-
               geben werden.

     Beachten Sie folgende /etc/pcnfsd.conf-Beispieldatei:

          printer rotated lw /usr/local/bin/enscript -2r $FILE

          printer test - /usr/bin/cp $FILE /usr/tmp/$HOST-$USER

     Wenn ein Client-System einen Auftrag auf dem "rotated"-Drucker aus-
     gibt, wird das enscript-Dienstprogramm dazu aufgerufen, die Datei
     $FILE vorzubearbeiten. In diesem Fall bewirkt die Option -2r, daß die
     Datei im zweispaltigen Rotationsformat auf dem voreingestellten
     PostScript-Drucker ausgegeben wird. Wenn der Client eine Liste der
     Druckerwarteschlangen für den "rotated"-Drucker anfordert, übersetzt
     der Dämon pcnfsd dies in eine Anfrage für eine Liste des "lw"-
     Druckers.

     Der Drucker "test" wird nur zum Testen benutzt. Alle an diesen Drucker
     geschickten Dateien werden nach /usr/tmp kopiert. Alle den Drucker
     "test" betreffende Anfragen, die Warteschlange aufzulisten, den Status
     zu überprüfen usw., werden zurückgewiesen, da alias-for als "-" ange-
     geben wurde. Um dem PC diesen Drucker bekannt zu machen, ist es not-
     wendig, in dem Verzeichnis /etc/lp/printers ein Verzeichnis anzulegen,
     das den Namen des Druckers trägt; das Verzeichnis heißt deshalb in
     unserem Fall /etc/lp/printers/test.




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pcnfsd(8)                                                         pcnfsd(8)

NEUKONFIGURATION
     pcnfsd erkennt, daß Drucker hinzugefügt oder gelöscht worden sind und
     baut eine neue Liste der gültigen Drucker auf. Um dies zu tun, wird
     die Änderungszeit von /etc/lp/printers überprüft. Die Datei
     /etc/pcnfsd.conf wird jedoch nicht auf Aktualisierungen überwacht;
     wenn Sie diese Datei ändern, muß pcnfsd abgebrochen und neu gestartet
     werden, damit die Änderungen aufgenommen werden.

DATEIEN
     /etc/pcnfsd.conf

SIEHE AUCH
     lp(1), lpstat(1).









































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