ptem(7) ptem(7)
NAME
ptem - Modul zur Emulation einer Pseudo-Datensichtstation unter
STREAMS
BESCHREIBUNG
ptem ist ein STREAMS-Modul, das, wird es zusammen mit einer Leitungs-
prozedur und einem Pseudo-Datensichtstations-Treiber verwendet, eine
Datensichtstation emuliert.
Das Modul ptem muß auf der Slave-Seite einer Pseudo-Datensichtstation
vor dem Modul ldterm eingeklinkt werden [siehe IPUSH, in
streamio(7)].
Auf der Schreibseite werden die folgenden ioctl(2)-Nachrichten für
termio verarbeitet und bestätigt: TCSETA, TCSETAF, TCSETAW, TCGETA,
TCSETS, TCSETSW, TCSETSF, TCGETS, TCSBRK, JWINSIZE, TIOCGWINSZ und
TIOCSWINSZ. Ein Verbindungsabbruch (Hangup, stty 0) wird in eine
MDATA-Nachricht der Länge 0 umgewandelt und strom-abwärts gesendet.
cflags, sowie die Zeilen- und Spalten-Informationen für Fenster werden
lokal, einmal je Stream, gespeichert. MDELAY-Nachrichten werden ver-
worfen. Alle anderen Nachrichten werden unverändert strom-abwärts wei-
tergeleitet.
Auf der Leseseite werden alle Nachrichten unverändert strom-aufwärts
weitergeleitet, mit den folgenden Ausnahmen: Alle MREAD- und
MDELAY-Nachrichten in beiden Richtungen werden freigegeben. Das
ioctl-Kommando TCSBRK wird in eine MBREAK-Nachricht umgewandelt,
strom-aufwärts weitergeleitet und eine Bestätigung wird strom-abwärts
zurückgegeben. Das ioctl-Kommando TIOCSIGNAL wird in eine MPCSIG-
Nachricht umgewandelt, strom-aufwärts weitergeleitet und eine Bestäti-
gung wird strom-abwärts zurückgegeben. Ein ioctl-Kommando TIOCREMOTE
wird schließlich in eine MCTL-Nachricht umgewandelt, bestätigt und
strom-aufwärts weitergeleitet.
DATEIEN
<sys/ptem.h>
SIEHE AUCH
stty(1), crash(1M), ioctl(2), ldterm(7), pckt(7), streamio(7),
termio(7).
Leitfaden für Programmierer: STREAMS
Seite 1 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98