osm(7) osm(7)
NAME
osm - Operating System Messages (OSM)
BESCHREIBUNG
Der Kernel und die Treiber stellen ihre Meldungen in den Konsol-
Ringpuffer /dev/osm ab. Es kann sich dabei um unstrukturierte Texte
handeln, wie sie auch auf der Konsole erscheinen, oder um struktu-
rierte CMN-Kernel- und DRV-Treiber-Meldungen. Ab Reliant UNIX V5.44
findet keine Duplizierung von Kernel- und Treibermeldungen nach
/dev/log mehr statt. Der Konsol-Ringpuffer ist 10000 Byte groß und
soll vor allem die Meldungen aufnehmen, die vor dem Start von Logging
V3.0 bzw. des syslogd-Dämons auftreten. Nur wenn vor dem Start des
Loggings - in Abhängigkeit von der Hardware-Konfiguration - mehr als
10000 Bytes Meldungen auftreten sollten, können Meldungen durch zykli-
sches Überschreiben des Konsol-Ringpuffers verloren gehen.
Durch das Skript /etc/rc2.d/S06log3 wird der syslogd-Dämon beim Start
des Multi-User-Modes gestartet und beginnt sofort damit, /dev/osm2 zu
lesen und zu loggen, d. h. es werden alle Meldungen vom syslogd-Dämo-
nen geloggt, die ab diesem Zeitpunkt nach /dev/osm geschrieben werden.
Alle zuvor nach /dev/osm geschriebenen Meldungen sind vom Kernel im
Hauptspeicher gesammelt worden und wurden bereits beim Start des
syslogd-Dämon über /dev/log an diesen abgeschickt. Für das Speichern
von Meldungen im Hauptspeicher steht nahezu der gesamte Hauptspeicher
zur Verfügung, so daß dabei keine Meldungen verloren gehen können.
Durch das Skript /etc/rc2.d/S09osm [siehe S09osm(1M)] wird beim Start
des Multi-User-Modes der osmd-Dämon [siehe osmd(1M)] gestartet, wel-
cher /dev/osm liest und in Dateien protokolliert. Es wird der Konsol-
Ringpuffer von Anbeginn gelesen und auf das Eintreffen weiterer Mel-
dungen gewartet.
Der osmd-Dämon legt standardmäßig einen Zyklus von 3 Dateien unter
/etc/.osm[.MM-DD-hh:mm] an mit der Maximalgröße von 5 MB je Datei. Die
Meldungen werden stets in die Datei ohne Suffix geschrieben. Sobald
diese Datei durch den nächsten Eintrag ihre Maximalgröße überschreiten
würde, wird die Datei mit einem Suffix aus Datum und Uhrzeit versehen
und eine neue Datei ohne Suffix angelegt. In diese neue Datei werden
die Meldungen geschrieben. Würde dadurch die Anzahl der zu einem Zyk-
lus gehörenden Dateien überschritten, so werden die ältesten Dateien
gelöscht (in der Regel genau eine Datei, es sei denn, die Anzahl der
zum Zyklus gehörenden Dateien ist gesenkt worden). Die Voreinstellun-
gen des osmd-Dämons können durch Werte aus der Konfigurationsdatei
/etc/default/osm.conf [siehe osm.conf(4)] übersteuert werden. Dem
osmd-Dämon muß das Signal 1 (SIGHUP) geschickt werden, damit er sich
den geänderten Inhalt der Konfigurationsdatei /etc/default/osm.conf
einliest.
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osm(7) osm(7)
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| | osmd-Vorein-| Konfigurationsdatei | |
| | stellungen | /etc/default/osm.conf | Bereich |
|_____________|______________|___________________________|_____________________|
| Dateinamen | /etc/.osm | PROTOCOL=/var/adm/log/osm| beliebig |
| Zykluszahl | 3 | MAX=3 | 2 - 100 |
| Maximalgröße| 5 MB | SIZE=5120000 | 10 KB - ulimit-Wert|
|_____________|______________|___________________________|_____________________|
Die ausgelieferte Konfigurationsdatei sorgt dafür, daß das Root-Datei-
system nicht mehr überlaufen kann. Die Einstellungen in der Konfigura-
tionsdatei werden bei einer Update-Installation nicht überschrieben.
Eine chronologische Auflistung des Protokolls über alle Dateien des
Zyklus erhält man durch folgenden Kommandoaufruf:
cat `ls -tr /var/adm/log/osm*` | pg
DATEIEN
/dev/osm
Konsol-Ringpuffer für Kernel- und Treibermeldungen
/etc/default/osm.conf
Konfigurationsdatei für den osmd-Dämon
/etc/default/osm.filter
Filterdatei
/etc/.osm[.MM-DD-hh:mm]
Protokolldateien
/var/adm/log/osm[.MM-DD-hh:mm]
Protokolldateien
SIEHE AUCH
osm(1M), osmd(1M), syslogd(1M), osm.conf(4), log(7).
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