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osmd(1M)                                                           osmd(1M)

NAME
     osmd - OSM-Daten protokollieren

SYNTAX
     osmd [-d] [-I] [-T] [-O] [-h] [-o name] [-c name] [-s size] [-m max]
          [-f name] [-p name]

BESCHREIBUNG
     Der osmd-Dämon (OSM - Operating System Messages) protokolliert einen
     Strom von Meldungen von einem Gerät (z. B. /dev/osm), von einer
     Datei/Pipe oder von Standardeingabe und kontrolliert dabei den Umfang
     der Protokolldateien, damit es zu keinem Überlauf des Dateisystems
     kommt, in dem die Protokolldateien liegen.

     Der osmd-Dämon legt standardmäßig einen Zyklus von 3 Dateien unter
     /etc/.osm[.MM-DD-hh:mm] an mit der Maximalgröße von 5 MB je Datei. Die
     Meldungen werden stets in die Datei ohne Suffix geschrieben. Sobald
     diese Datei durch den nächsten Eintrag ihre Maximalgröße überschreiten
     würde, wird die Datei mit einem Suffix aus Datum und Uhrzeit versehen
     und eine neue Datei ohne Suffix angelegt. In diese neue Datei werden
     die Meldungen geschrieben. Würde dadurch die Anzahl der zu einem Zyk-
     lus gehörenden Dateien überschritten, so werden die ältesten Dateien
     gelöscht (in der Regel genau eine Datei, es sei denn, die Anzahl der
     zum Zyklus gehörenden Dateien ist gesenkt worden). Die Voreinstellun-
     gen des osmd-Dämons können durch Werte aus der Konfigurationsdatei
     /etc/default/osm.conf [siehe osm.conf(4)] übersteuert werden. Dem
     osmd-Dämon muß das Signal 1 (SIGHUP) geschickt werden, damit er sich
     den geänderten Inhalt der Konfigurationsdatei /etc/default/osm.conf
     einliest. Höchste Priorität genießen die per Option vorgegebenen
     Werte.

     Zum Protokollieren der OSM-Daten wird der osmd-Dämon durch das Skript
     /etc/rc2.d/S09osm beim Start des Multi-User-Modes gestartet. Es wird
     der Konsol-Ringpuffer von Beginn an gelesen und auf das Eintreffen
     weiterer Meldungen gewartet.

     Der osmd-Dämon berücksichtigt beim Lesen der Meldungen den Filter
     /etc/default/osm.filter - sofern er existiert. Der Filter kann pro
     Zeile einen regulären Ausdruck enthalten, gegen den die gelesenen Mel-
     dungen verglichen werden. Jeder reguläre Ausdruck muß von Terminator-
     zeichen eingeschlossen sein (Beispiel: /^$/ bedeutet Leerzeile). "-"
     als einziges Zeichen einer Zeile bedeutet: alle Meldungen, die einen
     der regulären Ausdrücke enthalten, werden ignoriert. Dies ist auch die
     Voreinstellung! "+" als einziges Zeichen einer Zeile bedeutet: nur
     Zeilen, die wenigstens einen der regulären Ausdrücke aus dem Filter
     enthalten, werden protokolliert. Standardmäßig wird kein Filter ausge-
     liefert, d. h. die von /dev/osm gelesenen Meldungen nicht gefiltert.








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osmd(1M)                                                           osmd(1M)

OPTIONEN
     -d   Testhilfen aktivieren.

     -I   Anstelle von /dev/osm wird die Standardeingabe gelesen (über-
          schreibt die Option -o).

     -T   Protokollieren (nicht auf die Standardausgabe) mit führenden
          Zeitstempeln der Form "MMM DD hh:mm:ss" (Beispiel: May 22
          16:57:51).

     -O   Zusätzliche Ausgabe auf die Standardausgabe.

     -h   Ausgabe der Gebrauchsanweisung.

     -o   Eine alternative Quelle für zu protokollierende Meldungen angeben
          (Voreinstellung: /dev/osm).

     -c   Eine alternative Konfigurationsdatei angeben (Voreinstellung:
          /etc/default/osm.conf).

     -s   Eine alternative Maximalgröße für die Protokolldateien in Bytes
          angeben (Bereich: 10000 Bytes - ulimit-Wert; Voreinstellung: 5 MB
          = 5120000 Bytes).

     -m   Eine alternative Anzahl von Dateien angeben, die einen Zyklus
          bilden sollen (Bereich: 2 - 100; Voreinstellung: 3).

     -f   Einen alternativen Filter angeben (Voreinstellung:
          /etc/default/osm.filter).

     -p   Alternative Protokolldateien angeben (Voreinstellung:
          /etc/.osm[.MM-DD-hh:mm]).

DATEIEN
     /dev/osm
          Konsol-Ringpuffer für Kernel- und Treibermeldungen

     /etc/default/osm.conf
          Konfigurationsdatei für den osmd-Dämon

     /etc/default/osm.filter
          Filterdatei

     /etc/.osm[.MM-DD-hh:mm]
          Protokolldateien

     /var/adm/log/osm[.MM-DD-hh:mm]

SIEHE AUCH
     osm(1M), osm.conf(4), osm(7).




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