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strcf(4)                                                           strcf(4)

NAME
     strcf - STREAMS-Konfigurationsdatei für STREAMS TCP/IP

BESCHREIBUNG
     /etc/strcf enthält Prozeduren, die slink(1M) ausführt, um STREAMS-
     Module und -Treiber miteinander zu verbinden, die für STREAMS TCP/IP
     benötigt werden.

     Eine dieser Prozeduren ist boot. Die boot-Funktion enthält die
     Standard-Konfiguration und wird durch slink unmittelbar nach seinem
     Start ausgeführt. Normalerweise muß lediglich diese Prozedur ausge-
     führt werden, um die Konfiguration für ein System anzupassen. In eini-
     gen Fällen kann es jedoch auch notwendig sein, die übrigen in
     /etc/inet/strfc definierten Prozeduren zu modifizieren oder gar neue
     Prozeduren hinzuzufügen.

     Die folgenden Funktionen führen grundlegende Verknüpfungsoperationen
     durch.

     Die Funktion tp wird verwendet, um die Verbindung zwischen einem Tran-
     sport, wie TCP und IP, einzurichten.

          #
          # tp - konfiguriere Transport (z. B. tcp, udp, icmp)
          # Verwendung: tp devname
          #
          tp {
                  p = open $1
                  ip = open /dev/ip
                  link p ip
          }

     Die Funktion linkint verbindet die angegebenen STREAMS und führt eine
     sifname-Operation mit dem vorgegebenen Namen aus.

          #
          # linkint - link Schnittstelle zu ip oder arp
          # Verwendung: linkint top bottom ifname
          #
          linkint {
                  x = link $1 $2
                  sifname $1 x $3
          }












Seite 1                      Reliant UNIX 5.44               Gedruckt 11/98

strcf(4)                                                           strcf(4)

     Die Funktion aplinkint führt für eine Schnittstelle, die das Modul app
     benutzt, dieselbe Funktion aus wie linkint.

          #
          # aplinkint - ähnlich linkint, aber app wurde in den Stapel
          #             gestellt auf dev
          # Verwendung: aplinkint top bottom ifname
          #
          aplinkint {
                  push $2 app
                  linkint $1 $2 $3
          }

     Die folgenden Funktionen werden verwendet, um verschiedene Arten von
     Ethernet-Schnittstellen zu konfigurieren.

     Die Funktion uenet wird verwendet, um eine Ethernet-Schnittstelle für
     einen klonenden Gerätetreiber zu konfigurieren, der den ioctl-Aufruf
     unit select benutzt, um die gewünschte Schnittstelle auszuwählen. Der
     Schnittstellenname wird durch Verketten des angegebenen Präfix und der
     Gerätenummer gebildet.

          #
          # uenet - konfiguriere Ethernet-Schnittstelle für klonende
          #         Treiber, der unit select verwendet
          # Verwendung: uenet ip-fd devname ifprefix unit
          #
          uenet {
                  ifname = strcat $3 $4
                  dev = open $2
                  unitsel dev $4
                  aplinkint $1 dev ifname
                  dev = open $2
                  unitsel dev $4
                  arp = open /dev/arp
                  linkint arp dev ifname
          }

















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strcf(4)                                                           strcf(4)

     Die Funktion denet führt dieselbe Funktion wie uenet aus, mit der Aus-
     nahme, daß DLATTACH verwendet wird anstelle von unit select.

          #
          # denet - konfiguriere Ethernet-Schnittstelle für klonende
          #         Treiber, der DLATTACH verwendet
          # Verwendung: denet ip-fd devname ifprefix unit
          #
          denet {
                  ifname = strcat $3 $4
                  dev = open $2
                  dlattach dev $4
                  aplinkint $1 dev ifname
                  dev = open $2
                  dlattach dev $4
                  arp = open /dev/arp
                  linkint arp dev ifname
          }

     Die Funktion cenet wird verwendet, um eine Ethernet-Schnittstelle für
     einen klonenden Gerätetreiber, der verschiedene Geräteklassennummern
     für jede Schnittstelle verwendet, zu konfigurieren. Der Gerätename
     wird durch Verketten des Gerätenamen-Präfix und der Gerätenummer
     gebildet. Der Schnittstellen-Name wird in einer ähnlichen Weise unter
     Verwendung des Schnittstellen-Namen-Präfix gebildet.

          #
          # cenet - konfiguriere Ethernet-Schnittstelle für klonende
          #         Treiber mit einer Geräteklasse je Schnittstelle
          # Verwendung: cenet ip-fd devprefix ifprefix unit
          #
          cenet {
                  devname = strcat $2 $4
                  ifname = strcat $3 $4
                  dev = open devname
                  aplinkint $1 dev ifname
                  dev = open devname
                  arp = open /dev/arp
                  linkint arp dev ifname
          }














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strcf(4)                                                           strcf(4)

     Die Funktion senet wird verwendet, um eine Ethernet-Schnittstelle für
     einen nicht klonenden Gerätetreiber zu konfigurieren. Für IP und ARP
     müssen zwei verschiedene Geräteknoten angegeben sein.

          #
          # senet - konfiguriere Ethernet-Schnittstelle für nicht
          #         klonenden Treiber
          # Verwendung: senet ip-fd ipdevname arpdevname ifname
          #
          senet {
                  dev = open $2
                  aplinkint $1 dev $4
                  dev = open $3
                  arp = open /dev/arp
                  linkint arp dev $4
          }

     Die Funktion senetc ist ähnlich wie senet, mit der Ausnahme, daß sie
     die Spezifikation eines Konvergenz-Moduls erlaubt, das mit dem
     Ethernet-Treiber benutzt wird (wie z. B. für den 3B2 emd Treiber).

          #
          # senetc - konfiguriere Ethernet-Schnittstelle für nicht
          #          klonenden Treiber, der ein Konvergenz-Modul verwendet
          # Verwendung: senetc ip-fd convergence ipdevname arpdevname
          #             ifname
          #
          senetc {
                  dev = open $3
                  push dev $2
                  aplinkint $1 dev $5
                  dev = open $4
                  push dev $2
                  arp = open /dev/arp
                  linkint arp dev $5
          }

     Die Funktion loopback wird verwendet, um die Loopback-Schnittstelle zu
     konfigurieren.

          #
          # loopback - konfiguriere Loopback-Schnittstelle
          # Verwendung: loopback ip-fd
          #
          loopback {
                  dev = open /dev/loop
                  linkint $1 dev lo0
          }






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strcf(4)                                                           strcf(4)

     Die Funktion slip wird verwendet, um eine SLIP-Schnittstelle zu konfi-
     gurieren. Diese Funktion wird normalerweise beim Hochfahren nicht aus-
     geführt. Statt dessen führt der Befehl slattach(1M) slink aus und spe-
     zifiziert slip in der Befehlszeile.

          #
          # slip - konfiguriere slip Schnittstelle
          # Verwendung: slip unit
          #
          slip {
                  ip = open /dev/ip
                  s = open /dev/slip
                  ifname = strcat sl $1
                  unitsel s $1
                  linkint ip s ifname
          }

     Die Funktion boot wird standardmäßig aufgerufen, wenn slink ausgeführt
     wird. Normalerweise muß ausschließlich der Abschnitt interfaces und
     eventuell der Abschnitt queue params für ein System angepaßt werden.
     Für die verschiedenen Ethernet-Treiberarten gibt es Beispiele.

          #
          # boot - Konfiguration beim Systemstart
          #
          boot {
                  #
                  # Warteschlangen Parameter
                  #
                  initqp /dev/udp rq 8192 40960
                  initqp /dev/ip muxrq 8192 40960 rq 8192 40960
                  #
                  # Transport
                  #
                  tp /dev/tcp
                  tp /dev/udp
                  tp /dev/icmp
                  tp /dev/rawip
          }

DATEIEN
     /etc/strcf

SIEHE AUCH
     slattach(1M), slink(1M).









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