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⇒ slink(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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strcf(4)

slink(1M)                                                         slink(1M)

NAME
     slink - Binder für STREAMS

SYNTAX
     slink [-v] [-p] [-u] [-f] [-c Datei] [Funktion [Arg1 Arg2 ...]]

BESCHREIBUNG
     slink dient zum Konfigurieren von STREAMS-Modulen und -Treibern für
     eine Anwendung mit dem STREAMS TCP/IP-Protokoll. Gesteuert wird die
     Eingabe für slink durch ein Skript, das die einzelnen STREAMS-
     Operationen definiert. Dieses Skript wird normalerweise aus der Datei
     /etc/strcf.conf (STREAMS-Konfigurationsdatei) gelesen.

OPTIONEN
     -c Datei
          Skript steht in Datei anstelle von /etc/strcf.

     -v   Jede Operation wird nach stderr protokolliert.

     -p   Es werden keine ständigen Verbindungen aufgebaut (slink läuft im
          Hintergrund).

     -f   Es werden keine ständigen Verbindungen aufgebaut und auch kein
          eigener Sohnprozess erzeugt (slink läuft im Vordergrund).

     -u   Abbau aller ständigen Verbindungen (d. h. Netzwerk herunterfah-
          ren).

     Die Konfigurationsdatei enthält eine oder mehrere Funktionsaufrufe,
     die wiederum aus einem oder mehreren Kommandos bestehen. Jedes Kom-
     mando repräsentiert den Aufruf einer Benutzerfunktion oder einer Stan-
     dardfunktion. Zu diesen Standardfunktionen gehören die STREAMS-
     Basisfunktionen open, link und push sowie einige TCP/IP-spezifische
     Funktionen.

     Bei der Ausführung von slink wird zunächst das Konfigurations-Skript
     gelesen und dann die Benutzerfunktion boot ausgeführt, die üblicher-
     weise dazu dient, die Standardkonfiguration beim Booten (Laden) herzu-
     stellen. Falls beim Aufruf von slink eine Funktion angegeben wurde,
     wird diese anstelle von boot ausgeführt.

     Normalerweise arbeitet slink mit ständigen Verbindungen (IPLINK) und
     beendet sich nach Ausführung der angegebenen Funktion. Wurde die
     Option -p angegeben, baut slink eine STREAMS-Konfiguration mit regulä-
     ren Verbindungen (ILINK) auf, um anschließend passiv im Hintergrund
     zu bleiben. Dabei werden alle während der Konfiguration geöffneten
     Datei-Deskriptoren offen gehalten. Wurde die Option -f angegeben, baut
     slink eine STREAMS-Konfiguration mit regulären Verbindungen (ILINK)
     auf, um dann im Vordergrund zu bleiben. Dabei werden alle während der
     Konfiguration geöffneten Datei-Deskriptoren offen gehalten.





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slink(1M)                                                         slink(1M)

     Eine Benutzerfunktion wird wie folgt definiert:

          Funktions-Name {
                  Kommando1
                  Kommando2
                  ...
          }

     Ein Kommando hat folgende Syntax:

          Funktion Arg1 Arg2 Arg3 ...

     oder:

          Variable = Funktion Arg1 Arg2 Arg3 ...

     Die Position des Zeilenvorschubs ist zu beachten: Ein Zeilenvorschub
     muß jeweils auf die linke und rechte geschweifte Klammer sowie auf
     jedes Kommando folgen. Es können mehrere Zeilenvorschübe hintereinan-
     der folgen (Lesbarkeit). Ein Gegenschrägstrich (\) am Ende einer Zeile
     entspricht einem Leerzeichen, d. h. ein Kommando kann in der nächsten
     Zeile fortgesetzt werden. Andere Trennzeichen (Leerzeichen und Tabula-
     toren) können beliebig gesetzt werden; es muß jedoch mindestens ein
     Trennzeichen zwischen dem Funktionsnamen und den Argumenten eines Kom-
     mandos stehen.

     Kommentare werden durch # und Zeilenvorschub begrenzt und sind gleich-
     bedeutend mit einem einfachen Zeilenvorschub.

     Funktions- und Variablenname können aus beliebig vielen Zeichen A-Z,
     a-z, 0-9 und  bestehen; das erste Zeichen darf jedoch keine Zahl
     sein. Funktions- und Variablennamen werden in getrennten Werteberei-
     chen verwaltet (d. h. gleiche Namen sind zulässig). Alle Funktionen
     sind global definiert und können vorwärts referenziert werden. Alle
     Variablen sind innerhalb der definierenden Funktion lokal.

     Variablen werden immer dann definiert, wenn sie auf der linken Seite
     eines Gleichheitszeichens (=) innerhalb eines Kommandos stehen, so wie
     im folgenden Beispiel:

          tcp = open /dev/tcp

     Die Variable nimmt den Wert an, der vom aufgerufenen Kommando zurück-
     geliefert wird. Im obigen Beispiel enthält die Variable tcp den
     Datei-Deskriptor, der vom Kommando open zurückgeliefert wird.

     Als Argumente für ein Kommando können Variablen, Parameter oder Zei-
     chenketten übergeben werden.






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slink(1M)                                                         slink(1M)

     Eine Variable kann nur dann als Argument übergeben werden, wenn ihr
     vorher innerhalb derselben Funktion ein Wert zugewiesen wurde.

     Parameter beginnen mit einem Dollarzeichen ($), gefolgt von einer
     maximal zweistelligen Dezimalzahl, und werden durch die zugehörigen
     Argumente aus dem Funktionsaufruf aktualisiert. Die Angabe eines Para-
     meters ohne entsprechendes Argument im Funktionsaufruf führt zu einem
     Laufzeitfehler (z. B. wenn in einem Kommando ein Parameter $3 verwen-
     det wird, im Funktionsaufruf aber nur 2 Argumente übergeben werden).

     Zeichenketten werden als Folge von Buchstaben definiert, die zusätz-
     lich noch durch Anführungsstriche (") begrenzt sein können. Anfüh-
     rungsstriche verhindern darüberhinaus, daß eine Zeichenkette als
     Variablenname oder Parameter interpretiert wird, beziehungsweise sie
     gestatten die Verwendung von Leerzeichen, Tabulatoren und Sonderzei-
     chen {, }, = und # in der Zeichenkette. Der Gegenschrägstrich (\) kann
     dazu benutzt werden, die Sonderzeichen mit besonderer Bedeutung ({, },
     =, #, " und \) einzeln zu entwerten.

     Die folgenden Standardfunktionen werden durch slink unterstützt:

     open Pfadname
          Öffnet das Gerät mit dem angegebenen Pfadnamen Pfadname. Liefert
          einen Datei-Deskriptor auf die geöffnete STREAMS-Verbindung.

     link D1 D2
          Hängt die durch D2 bezeichnete STREAMS-Verbindung unterhalb der
          durch D1 bezeichneten STREAMS-Verbindung ein. Liefert einen Iden-
          tifikator für die neue Verbindung. Falls weder die Option -f noch
          die Option -p in der Befehlszeile angegeben wurde, werden alle
          STREAMS-Konfigurationen mit ständigen Verbindungen aufgebaut.

          Hinweis: D2 kann nach dieser Funktion nicht mehr verwendet wer-
          den.

     push D Modul
          Packe das Modul Modul auf den durch D bezeichneten STREAMS-
          Stapel.

     sifname D Verbindung Name
          Sende eine ioctl-Nachricht SIOCSIFNAME (set interface name) über
          die durch D bezeichnete STREAMS-Verbindung an die Verbindung mit
          dem Identifikator Verbindung und weise dem Interface den Namen
          Name zu.

     unitsel D Gerät
          Sende eine ioctl-Nachricht IFUNITSEL (unit select) über die
          durch D bezeichnete STREAMS-Verbindung und wähle das Gerät Gerät
          aus.





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slink(1M)                                                         slink(1M)

     dlattach D Gerät
          Sende eine DLATTACHREQ-Meldung über die durch D bezeichnete
          STREAMS-Verbindung für das Gerät Gerät.

     initqp Pfadname Queuename Minimum Maximum ...
          Sende eine ioctl-Nachricht INITQPARMS (initialize queue parame-
          ters) an das Gerät mit dem Pfadnamen Pfadname. Queuename bezeich-
          net die Warteschlange, für die Minimum- und Maximum-Grenzwerte
          gesetzt werden:

          hd       Kopf der STREAMS-Verbindung

          rq       Lese-Warteschlange

          wq       Schreib-Warteschlange

          muxrq    Multiplexer Lese-Warteschlange

          muxwq    Multiplexer Schreib-Warteschlange

          Mimimum und Maximum bestimmen die neuen Grenzwerte für die Warte-
          schlange. Sowohl Minimum als auch Maximum müssen angegeben wer-
          den; wenn nur einer der beiden Parameter geändert werden soll,
          kann der andere durch (-) ersetzt werden. Bis zu fünf Tupel der
          Form Queuename Minimum Maximum können im Funktionsaufruf abge-
          setzt werden.

     strcat Zeichenkette1 Zeichenkette2
          Konkateniert die Zeichenkette Zeichenkette1 mit der Zeichenkette
          Zeichenkette2 und liefert die resultierende Zeichenkette zurück.

     return Wert
          Setzt den Rückgabewert der aktuellen Funktion auf den Wert Wert.

          Hinweis: return beendet nicht die Abarbeitung der aktuellen Funk-
          tion.

DATEIEN
     /etc/strcf

SIEHE AUCH
     strcf(4).












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