vxrestore(1M) (VxFS) vxrestore(1M)
NAME
vxrestore - Inkrementelle Dateisystem-Wiederherstellung (VxFS)
SYNTAX
vxrestore [-irRtxdhmvy] [-b factor] [-f dump-file] [-s n]
[filename ...]
BESCHREIBUNG
vxrestore dient dem Wiedereinlesen von Dateien aus Archivierungen, die
mit dem Kommando vxdump erzeugt worden sind. Dabei ist mindestens eine
der unten angegebenen Optionen anzugeben. Es können aber auch weitere
Schalter samt deren Parameter spezifiziert werden. Die übrigen Parame-
ter für vxrestore sind die Namen der Dateien (oder der Verzeichnisse,
deren Dateien) auf Platte zurückzuspielen sind. Wenn der Schalter h
nicht angegeben wurde, verweist ein Verzeichnisname auf alle darin
enthaltenen Dateien sowie (auf rekursive Weise) auf alle Unterver-
zeichnisse und die darin enthaltenen Dateien.
OPTIONEN
-i Interaktiv. Nachdem die Verzeichnisstruktur vom Band eingelesen
wurde, wechselt vxrestore in einen interaktiven Modus, der es dem
Benutzer erlaubt, sich quer durch den Dateibaum auf Band zu bewe-
gen und einzelne Dateien für das Rückspielen auf Platte auszuwäh-
len. Die dafür zur Verfügung stehenden Kommandos sind weiter
unten im Abschnitt Interaktive Kommandos aufgeführt.
-r Rückspielen des gesamten Bandes. Der Bandinhalt wird komplett in
das aktuelle Verzeichnis eingespielt. Diese Option sollte nur
verwendet werden, um entweder eine komplette Sicherung in ein
neues Dateisystem wiedereinzuspielen oder um nach einer vollstän-
digen Wiederherstellung auf "level 0" eine inkrementelle Siche-
rung durchzuführen.
-R Neuaufsetzen bei der Wiederherstellung. vxrestore fordert ein
bestimmtes Band einer aus mehreren Bändern bestehenden Sicherung
an, mit dem bei einer vollständigen Wiederherstellung neu aufge-
setzt werden soll (vgl. die Option -r weiter oben). Damit hat
vxrestore die Möglichkeit, an einem Kontrollpunkt neu aufzuset-
zen, falls während einer vollständigen Wiederherstellung eine
Unterbrechung erfolgte.
-t Inhaltsverzeichnis. Führt alle Dateien mit dem Namen filename
auf, die auch auf Band vorkommen. Falls filename nicht spezifi-
ziert ist, wird das Root-Verzeichnis aufgelistet. Sofern der
Schalter -h nicht gesetzt ist, hat das zur Folge, daß eine Liste
aller Dateien des Bands erstellt wird.
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vxrestore(1M) (VxFS) vxrestore(1M)
-x Einspielen der angegebenen Dateien vom Band. Falls einer der spe-
zifizierten Dateinamen ein auf dem Band enthaltenes Verzeichnis
bezeichnet und der Schalter -h nicht gesetzt ist, wird das Ver-
zeichnis rekursiv wiedereingespielt. Eigentümer, Datum der letz-
ten Änderung und Zugriffsrechte werden übernommen (sofern das
möglich ist). Falls filename nicht spezifiziert ist, wird das
Root-Verzeichnis, d. h. das gesamte Band, eingespielt, sofern der
Schalter -h nicht gesetzt ist.
-d Debug. Einschalten der Ausgabe von Informationen für die Fehler-
suche.
-h Es werden lediglich die Dateien des aktuellen Verzeichnisses und
keine darin enthaltenen Unterverzeichnisse eingespielt. Damit
wird die Übernahme kompletter Teilbäume vom Band verhindert.
-m Um die Neugenerierung kompletter Pfadnamen zu vermeiden, soll der
Zugriff auf die einzuspielenden Dateien über die I-Node-Nummern
erfolgen. Dies ist nützlich, wenn nur wenige Dateien eingespielt
werden sollen.
-v Anzeige. vxrestore gibt den Namen jeder Datei, die wiedereinge-
spielt wird, mit ihrem voranstehenden Dateityp an.
-y Kein Nachfragen, ob bei auftretenden Fehlern während des Einle-
sens des Bandes abgebrochen werden soll. vxrestore versucht,
nicht lesbare Blöcke auf dem Band zu überspringen und so gut wie
möglich neu aufzusetzen.
-b factor
Blockungsfaktor. Legt den Blockungsfaktor für das Lesen vom Band
fest.
Hinweis: Auf Bändern hat ein Block 512 Bytes.
-e extentop
Bestimmt den Umgang mit den erweiterten Speicherbereichsattribu-
ten. Diese Option legt den erforderlichen Fortbestand der erwei-
terten Speicherbereichsattribute beim Wiederherstellen von
Dateien fest, die vorher zugewiesene Speicherbereiche oder feste
Speicherbereichsgrößen hatten. Gültige Werte für extentop sind:
warn Ausgabe einer Warnung, wenn die Speicherbereichsattri-
bute nicht beibehalten werden können (Standardeinstel-
lung).
force Abbrechen, wenn beim Einlagern der Datei die Speicher-
bereichsattribute nicht beibehalten werden können.
ignore Ignorieren der Speicherbereichsattribute.
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vxrestore(1M) (VxFS) vxrestore(1M)
-f dump-file
Die Datei dump-file soll statt der Datei /dev/rmt? als Quelle für
die Wiederherstellung benutzt werden. Falls für dump-file "-"
angegeben ist, liest vxrestore von der Standard-Eingabe. Damit
ist es möglich, vxdump(1M) und vxrestore in einer Pipe zur Siche-
rung und Wiederherstellung eines Dateisystems zu verwenden:
vxdump 0f - /dev/ios0/rsdisk000s3 | (cd /mnt; vxrestore xf -)
-s n Vorlauf zu der n'ten Sicherung bei Bändern, die mehrere Sicherun-
gen enthalten. Beispielsweise würde das Kommando:
vxrestore xfs /dev/ios0/rstape000h 5
zur fünften Sicherung auf dem Band positionieren.
Interaktive Kommandos
Wenn vxrestore mit der Option -i aufgerufen wird, wechselt es in den
interaktiven Modus. Interaktive Kommandos erinnern an Shell-Kommandos.
Als Voreinstellung für alle Kommandos, die ein Argument haben können,
gilt das aktuelle Verzeichnis.
ls [directory]
Erstellen einer Liste der Dateien im Verzeichnis directory
oder im aktuellen Verzeichnis, das durch "." dargestellt
wird. Weitere Verzeichnisse werden mit einem führenden "/"
(Schrägstrich) angehängt. Für ein Wiedereinspielen vorgese-
hene Einträge sind mit einem führenden "*" (Stern) gekenn-
zeichnet. Falls die Option für Anzeige (-v) gesetzt ist,
werden auch die I-Node-Nummern aufgelistet.
cd directory
Wechsel in das Verzeichnis directory (auf dem Sicherungs-
band).
pwd Gibt den vollen Pfadnamen des aktuellen Verzeichnisses aus.
add [filename]
Die Liste der wiedereinzuspielenden Dateien wird erweitert
um das aktuelle Verzeichnis, um den Dateinamen oder das Ver-
zeichnis directory. Handelt es sich bei dem angegebenen
Dateinamen um ein Verzeichnis, wird dieses mit allen Unter-
verzeichnissen (in rekursiver Weise) der oben genannten
Liste hinzugefügt (sofern die Option -h nicht gesetzt ist).
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delete [filename]
Löscht das aktuelle Verzeichnis, die spezifizierte Datei und
das spezifizierte Verzeichnis aus der Liste der wiedereinzu-
spielenden Dateien. Handelt es sich bei der Angabe um ein
Verzeichnis, so wird dieses samt aller Unterverzeichnisse
(auf rekursive Weise) aus der Liste gelöscht (sofern die
Option -h nicht gesetzt wird). Der zweckmäßigste Weg, eine
große Anzahl von Dateien in einem Verzeichnis zur Wiederein-
spielung auszuwählen, besteht darin, dieses Verzeichnis der
Liste hinzuzufügen und daraus dann die nicht gewünschten
Dateien zu streichen.
extract Einspielen aller Dateien, die in der Liste der wiedereinzu-
spielenden Dateien enthalten sind, vom Sicherungsband.
vxrestore erfragt vom Benutzer das einzulegende Band. Der
schnellste Weg, eine kleine Anzahl von Dateien wiedereinzu-
spielen, besteht darin, mit dem letzten Band zu beginnen und
sich zum ersten vorzuarbeiten. Eigentümer, Datum der letzten
Änderung und Zugriffsrechte werden übernommen (sofern das
möglich ist).
verbose Ein-/Ausschalter für die Option -v. Wenn die Option -v ein-
geschaltet ist, gibt das ls-Kommando die I-Node-Nummern
aller Einträge aus und vxrestore listet alle eingespielten
Dateien auf.
help Ausgabe aller verfügbaren Kommandos.
quit Sofortige Beendigung von vxrestore, auch wenn die Liste der
einzuspielenden Dateien nicht leer ist.
HINWEISE
Der Einsatz von vxrestore kann zu Problemen führen, wenn eine inkre-
mentelle Wiederherstellung von Sicherungsbändern durchgeführt wird,
die bei in Betrieb befindlichen Dateisystemen erzeugt wurden. Siche-
rungen sollten mit Hilfe der Möglichkeiten einer Momentaufnahme eines
Veritas-Dateisystems erzeugt werden.
Nach einer vollständigen Wiederherstellung muß eine Sicherung auf
"level 0" durchgeführt werden. Da vxrestore im Benutzermodus abläuft,
hat es keinerlei Kontrolle über die Zuteilung von I-Nodes. Deshalb
ordnet vxrestore die Dateien neu an, obwohl ihre Inhalte nicht verän-
dert werden. Um eine neue Verzeichnisstruktur zu erhalten, die die
Neuanordnung der Dateien widerspiegelt, muß eine vollständige Siche-
rung durchgeführt werden, damit spätere inkrementelle Sicherungen kor-
rekt ablaufen können.
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DIAGNOSE
vxrestore moniert falsche Optionen.
Lesefehler werden ebenfalls moniert. Falls die Option -y spezifiziert
wurde oder der Benutzer mit y geantwortet hat, versucht vxrestore
fortzufahren.
Falls die Sicherung mehr als ein Band belegt, fordert vxrestore den
Benutzer auf, die Bänder zu wechseln. Sind die Optionen -x oder -i
gesetzt, erfragt vxrestore zusätzlich, welches Band der Benutzer ein-
legen möchte.
vxrestore kann eine Vielzahl von Meldungen zu Konsistenzprüfungen aus-
geben. Die meisten Meldungen sind selbsterklärend. Häufig auftretende
Fehler werden im folgenden erläutert.
Converting to new file system format.
Es ist ein Band eingelegt worden, das eine Sicherung in einem
alten Dateisystemformat enthält. Es wird automatisch auf das For-
mat des neuen Dateisystems konvertiert.
filename: not found on tape
Der Dateiname war im Verzeichnis aufgeführt, konnte aber auf dem
Band nicht gefunden werden. Das kann verursacht werden durch
Bandlesefehler, die während der Suche nach der Datei auftraten,
und auf die Benutzung eines Sicherungsbandes zurückzuführen sind,
das von einem in Betrieb befindlichen Dateisystem erzeugt wurde.
expected next file inumber, got inumber
Es wurde eine Datei gefunden, die nicht im Verzeichnis stand. Das
kann auftreten, wenn ein Sicherungsband benutzt wurde, das von
einem in Betrieb befindlichen Dateisystem erzeugt wurde.
Incremental tape too low
Tritt während einer inkrementellen Wiederherstellung auf und
bedeutet, daß das aktuelle Band zeitlich vor dem zuletzt einge-
legten beschrieben wurde oder eine zu niedrige Sicherungsstufe
hat.
Incremental tape too high
Tritt während einer inkrementellen Wiederherstellung auf und
bedeutet, daß das aktuelle Band nicht an die Sicherungsüberdek-
kung des vorhergehenden Bandes anschließt oder eine zu hohe
Sicherungsstufe hat.
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Tape read error while restoring filename
Tape read error while skipping over inode inumber
Tape read error while trying to resynchronize
A tape read error has occurred.
Ist ein Dateiname angegeben, so ist der Inhalt dieser Datei mög-
licherweise zum Teil zerstört. Falls eine I-Node übersprungen
oder versucht wird, das Band neu zu synchronisieren, kann es zwar
sein, daß manche Dateien auf dem Band nicht gefunden werden, die
eingespielten Dateien sind aber in Ordnung.
resync vxrestore, skipped num
Nach einem Lesefehler muß vxrestore möglicherweise neu aufsetzen.
Diese Meldung gibt Auskunft über die Anzahl der übersprungenen
Blöcke.
DATEIEN
/dev/rmt8
Die Voreinstellung der Bandgerätedatei
/tmp/rstdir*
Datei, die die Verzeichnisse auf Band enthält
/tmp/rstmode*
Eigentümer, Zugriffsrechte und Zeitstempel für Verzeichnisse
./restoresymtable
Information, die zwischen inkrementellen Wiederherstellungen aus-
getauscht wird
SIEHE AUCH
mkfs(1M), mount(1M), vxdump(1M).
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