tunefs(1M) tunefs(1M)
NAME
tunefs - Vorhandenes UFS-Dateisystem optimieren
SYNTAX
tunefs [-a maxcontig] [-d rotdelay] [-e maxbpg] [-m minfree] [-o
{space | time}] special | filesystem
BESCHREIBUNG
tunefs kann die dynamischen Parameter eines Dateisystems verändern,
die festlegen, wie ein Dateisystem organisiert wird. Vor der Verwen-
dung von tunefs muß das Dateisystem ausgehängt werden. Die zu ändern-
den Parameter werden im Zusammenhang mit den unten aufgeführten Optio-
nen erläutert.
Bei der Erstellung eines ufs-Dateisystems mit newfs werden diese Para-
meter den Anforderungen entsprechend eingestellt. Diese Parameter
sollten nur für spezielle Anwendungen und nur von Systemverwaltern
geändert werden, die sehr gute Kenntnisse der Organisation von ufs-
Dateisystemen haben.
OPTIONEN
-a maxcontig Gibt die maximale Anzahl an zusammenhängenden Blöcken
aus, die übertragen werden können, bevor der Plattenzu-
griff unterbrochen wird. Der Standardwert ist eins, da
die meisten Gerätetreiber eine Unterbrechung pro Über-
tragung benötigen. Bei Gerätetreibern, die bei einer
einzigen Übertragung mehrere Blöcke verketten können,
sollten Sie hier die maximale Länge einer derartigen
Verkettung eintragen. Bei Rechnern vom Typ RM400 und
RM600 ist dieser Wert immer 1.
-d rotdelay Gibt die erwartete Zeitdauer zwischen Beendigung einer
Übertragung und Start einer neuen Übertragung auf der-
selben Platte an. Die Angabe erfolgt in Millisekunden.
Dieser Wert legt fest, wie groß die Lücken zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Blöcken in einer Datei sein sollen.
-e maxbpg Gibt die maximale Anzahl der Blöcke an, die einer ein-
zelnen Datei in einer Zylindergruppe zugewiesen werden
können, bevor weitere Blöcke in einer anderen Zylinder-
gruppe zugewiesen werden müssen. Der typische Wert für
maxbpg entspricht ungefähr 25% der Blöcke in einer
Zylindergruppe.
Diese Option verhindert, daß eine einzelne Datei zu
viele Blöcke in einer einzigen Zylindergruppe belegt und
damit die Zugriffszeiten für alle anderen Dateien in
dieser Zylindergruppe vergrößert.
Diese Beschränkung bewirkt, daß große Dateien länger auf
die Platte zugreifen, als wenn sie alle Blöcke in einer
Zylindergruppe vor einem erneuten Zugriff auf andere
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tunefs(1M) tunefs(1M)
Blöcke zuordneten. Bei Dateisystemen, die nur große
Dateien enthalten, sollte dieser Parameter höher einge-
stellt werden.
-m minfree Gibt den Prozentsatz an Speicherplatz an, der für nor-
male Benutzer reserviert ist. Sobald die Kapazität des
Dateisystems diesen Schwellenwert erreicht, darf nur ein
dazu berechtigter Benutzer Speicherplatz für Dateien
zuweisen. Der Standardwert ist 10%.
Wenn der angegebene Wert den aktuellen Auslastungsgrad
übersteigt, können normale Benutzer solange keinen Spei-
cherplatz für Dateien zuweisen, bis genügend Dateien
gelöscht wurden, um den höheren Schwellenwert zu unter-
schreiten.
Der Schwellenwert kann auch auf null gesetzt werden,
aber gegenüber der Leistung, die bei einem Schwellenwert
von 10% erreicht wird, geht beim Durchsatz ein bis zu
dreifacher Wert verloren.
-o {space | time}
Ändert die Optimierungsstrategie für das Dateisystem.
(Die Optimierungsstrategie kann beim Anlegen des Datei-
systems festgelegt werden. Geschieht dies nicht, gilt
als Standardwert time.)
space Optimierung des Speicherplatzes
time Optimierung der Zugriffszeit
Im allgemeinen sollte man im Hinblick auf kürzere Zugriffszeiten opti-
mieren, es sei denn, das Dateisystem ist zu über 90% belegt.
SIEHE AUCH
mkfs(1M), newfs(1M), fork(2), terminfo(4).
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