trxsetbuf(1M) trxsetbuf(1M)
NAME
trxsetbuf - Festlegen der systeminternen Puffergröße von tracex ohne
Reboot
SYNTAX
/opt/SItracex/bin/trxsetbuf buffersize
BESCHREIBUNG
Für eine tracex-Messung wird ein Datenpuffer im Betriebssystemkern
benötigt. Mit Hilfe des Kommandos trxsetbuf läßt sich die Puffergröße
des laufenden Betriebssystems in buffersize KB verändern. Ein Reboot
ist dabei nicht nötig. Die geänderte Puffergröße geht beim Shutdown
verloren.
Der tracex-Puffer ist theoretisch auf maximal 32 GB pro CPU begrenzt.
Falls eine Puffergröße angegeben wird, die 1 Prozent der Hauptspei-
chergröße übersteigt, wird eine Warnung ausgegeben.
Achtung: Ein zu großer Meßpuffer verringert die Leistungsfähigkeit des
gesamten Systems.
HINWEISE
Standardmäßig werden die Betriebssysteme mit 5 Seiten Puffergröße aus-
geliefert, was aber in der Regel nicht ausreichen wird.
Wieviel Hauptspeicher für die tracex-Messungen benötigt wird, richtet
sich nach der Anzahl und der Taktrate der Prozessoren, der Belastung
der Maschine und danach, welche Meßpunkte (Ereignisse) protokolliert
werden sollen.
Es wird empfohlen, zunächst 128 KB pro CPU freizuhalten. Falls bei den
Messungen Überläufe auftreten, kann dann die Puffergröße schrittweise
erhöht werden.
Der Einsatz von trxsetbuf empfiehlt sich dann, wenn innerhalb einer
Meßreihe keine oder wenige Reboots stattfinden. Ist dies nicht der
Fall, kann trxpatch(1M) benutzt werden, was jedoch einen Reboot erfor-
derlich macht. Beide Kommandos schließen sich nicht gegenseitig aus.
Bei Multiprozessor-Anlagen funktioniert der von tracex benutzte
Mikrosekunden-Timer erst nach etwa 3 Minuten nach dem Hochfahren des
Systems.
Eine ausführliche Anleitung, insbesondere eine Beschreibung sämtlicher
tracex bekannter Meßpunkte (Ereignisse) sowie das Format der Dateien,
ist der Datei /home/tracex/doc/trxman00 zu entnehmen.
SIEHE AUCH
do.lev2(1M), trxchk(1M), trxeval(1M), trxout(1M), trxpatch(1M),
trxproc(1M), entab(4), tracex(5).
Seite 1 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98