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tftpd(1M)                                                         tftpd(1M)

NAME
     tftpd, in.tftpd - DARPA-Server für "Trivial File Transfer"-Protokoll

SYNTAX
     in.tftpd [-s] [-rrval] [-mmval] [-w windowsize] ["home-dir"]

BESCHREIBUNG
     tftpd ist ein Server, der das DARPA-"Trivial File Transfer"-Protokoll
     (TFTP) für die Übertragung von Dateien unterstützt. Üblicherweise wird
     dieser Server vom inetd(1M)-Internet-Dämon für den Port gestartet, der
     in der Datei /etc/services angegeben ist. Der zugehörige Eintrag für
     tftpd in der Datei etc/inetd.conf ist normalerweise auskommentiert. Um
     den tftpd-Server einsatzbereit zu machen, müssen daher die Kommentar-
     zeichen entfernt und das Signal SIGHUP an inetd geschickt werden.
     Siehe inetd.conf(4) für weitere Erläuterungen.

     Bevor ein Auftrag beantwortet wird, versucht der Server vom aktuellen
     Verzeichnis in das angegebene home-dir zu wechseln; als Standardver-
     zeichnis wird /tftpboot angenommen.

OPTIONEN
     -s   Sicherheitsmodus (secure). Mit dieser Option wird das angegebene
          home-dir für den Dämon zum neuen Root-Verzeichnis [siehe
          chroot(2)].

          Die Benutzung von tftp setzt keinen eigenen Benutzereintrag oder
          Paßwort auf dem fernen System voraus. Da die Überprüfung von
          Zugriffsrechten vom tftpd nicht unterstützt wird, kann nur auf
          allgemein lesbare Dateien zugegriffen werden. Genauso können nur
          solche Dateien geschrieben werden, die bereits existieren und
          allgemein schreibbar sind. Bitte beachten Sie, daß dieses Verhal-
          ten den allgemeinen (public) Zugriff auf alle Benutzer ausweitet,
          die über das Netz erreicht werden können.

     -rrval
          Angabe des Zeitlimits pro Paket für nochmalige Übertragung in
          Sekunden.

     -mmval
          Angabe des gesamten Zeitlimits für die Übertragung in Sekunden.















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tftpd(1M)                                                         tftpd(1M)

     -d   Mit dieser Option wird SODEBUG für den Socket, der von ftpd
          erzeugt wird, eingestellt [siehe SODEBUG in socket(3N)].

     -w windowsize
          Bestimmt die Anzahl von Datenpaketen, die gesendet werden, ohne
          vorher ein ACK ("Acknowledgement Packet") erhalten zu haben.
          windowsize ist eine Zahl zwischen 1 und 10.

     Für den laufenden tftpd-Server wird die Benutzernummer (UID) und Grup-
     pennummer (GID) auf den Wert [GU]IDNOBODY gesetzt, unter der Annahme,
     daß für diesen Benutzer bzw. Gruppe keine Dateien existieren. Es wird
     jedoch weder diese Annahme überprüft, noch wird diese Einschränkung
     erzwungen.

SIEHE AUCH
     tftp(1), inetd(1M), netconfig(4).

     Sollins, K.R., The TFTP Protocol (2. Auflage), RFC 783, Network Infor-
     mation Center, SRI International, Menlo Park, Calif., June 1981.



































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