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⇒ sihmon(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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sihmon(1M)                      (Nur RM400)                      sihmon(1M)

NAME
     sihmon - SIH-Monitor

SYNTAX
     /usr/lib/saf/sihmon [-d level] [-f file] [-t timeout] [-r retry]
                         [-s size]

     /usr/lib/saf/sihmon -v

     /usr/lib/saf/sihmon -h|-?

BESCHREIBUNG
     Der SIH-Monitor sihmon verwaltet HDLC-Geräte, die über einen SIH-
     Treiber und ein SIH-Board angeschlossen sind. Er übernimmt die Vorein-
     stellung von HDLC-Parametern und sorgt dafür, daß ein ausgeschaltetes,
     ladbares HDLC-Gerät nach dem Einschalten mit einem Platzprogramm gela-
     den wird.

     Der SIH-Monitor ist ein Port-Monitor im Sinne der Service Access Faci-
     lity (SAF) und nutzt dessen Möglichkeiten zur Konfiguration und Kon-
     trolle des Monitors. Er ist dazu ausgelegt, unter der Kontrolle des
     Service Access Controllers (SAC) abzulaufen. Mit dem Kommando
     sacadm(1M) kann dem SAC eine SIH-Monitor-Ausprägung bekanntgemacht
     werden. Mit den Kommandos pmadm(1M) und sihadm(1M) werden Einträge und
     Änderungen in der Administrationstabelle des SIH-Monitors (pmtab)
     vorgenommen. Zusätzliche SIH-Monitor-spezifische Kommandos sind mit
     dem Kommando sihadm(1M) verfügbar.

     Unter einem Port im Sinne von SAF soll im folgenden ein Link des SIH-
     Treibers verstanden werden. Die Konfiguration eines Links wird durch
     einen Eintrag in der Datei pmtab festgelegt. Ein solcher Eintrag wird
     durch einen eindeutigen Namen (SIH-Monitor-Service-Kennung) identifi-
     ziert.

     Im Normalfall werden Meldungen in die Log-Datei /var/saf/pmtag/log der
     jeweiligen SIH-Monitor-Ausprägung geschrieben. Die Ausgabe des
     Gebrauchs sowie Fehlermeldungen durch falsche Verwendung der Optionen
     werden auf stderr ausgegeben. Sonstige Fehlermeldungen, die vor der
     erfolgreichen Eröffnung der Log-Datei auftreten, werden sowohl auf
     stderr als auch auf dem Konsolterminal ausgegeben.

     Der erfolgreiche Start des SIH-Monitors ist nur mit root-Berechtigung
     möglich.

OPTIONEN
     Wird muxmon ohne Option aufgerufen, gelten die im Folgenden angegebe-
     nen Standardwerte.

     -d level
          Mit dieser Option wird der Trace-Level des SIH-Monitors voreinge-
          stellt. Das Argument level gibt den Trace-Level an:




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sihmon(1M)                      (Nur RM400)                      sihmon(1M)

          0  keine Ausgaben (Trace ausgeschaltet, Standardwert)

          1  Ausgabe von Fehlermeldungen und wichtigen Ablaufmeldungen

          2  zusätzliche Ausgabe von detaillierten Ablaufmeldungen

          Der Trace-Level kann im laufenden Betrieb durch das Kommando
          sihadm(1M) verändert werden. Wenn die Option -f nicht verwendet
          wird, werden alle Trace-Ausgaben an das Ende der Datei
          /var/saf/pmtag/trace angefügt.

     -f file
          Mit dieser Option wird die Datei file anstelle der Standard-Datei
          /var/saf/pmtag/trace als Trace-Datei verwendet. Es wird ein abso-
          luter Pfadname erwartet. Trace-Ausgaben werden nur dann vorgenom-
          men, wenn der aktuelle Trace-Level 0 ist (siehe die Option -d).

     -t timeout
          Diese Option legt ein Zeitintervall in Sekunden fest, nach dessen
          Ablauf ein fehlgeschlagener Vorgang (z. B. Fehler beim Laden)
          wiederholt wird. Wird ein Wert kleiner als 10 angegeben, so wird
          10 verwendet. Der Standardwert beträgt 90 Sekunden.

     -r retry
          Diese Option legt fest, wie oft ein Vorgang nacheinander fehl-
          schlagen darf (z. B. Fehler beim Laden), bevor der zugehörige
          Link intern DISABLED wird. Ein Link, der intern DISABLED ist,
          kann durch den Aufruf sacadm -x -ppmtag erneut aktiviert werden.
          Der interne Zustand eines Links läßt sich mit dem Aufruf sihadm
          -S ermitteln.

          Das Argument retry darf den Wert 0 annehmen. Ein Wert 0 erlaubt
          eine unbegrenzte Wiederholung (Standardwert).

     -s size
          Diese Option legt die maximale Größe der Log-Datei
          /var/saf/pmtag/log in Bytes fest. Wird diese Größe überschritten,
          so wird die Datei in die Datei /var/saf/pmtag/log.alt kopiert.
          Die ursprüngliche Datei wird auf die Länge Null verkürzt.

          Für das Argument size ist der Wert 0 erlaubt, solange er die
          maximal erlaubte Dateigröße im System nicht überschreitet. Wird
          der Wert 0 gewählt, so werden keine Daten in die Log-Datei
          geschrieben. Werte zwischen 1 und 1023 werden auf 1024 erhöht.
          Der Standardwert beträgt 1048576 Bytes (1 MB).

     -v   Gibt die Versionskennung des SIH-Monitors auf stdout ohne Zeilen-
          vorschub aus. Sie ist mit der Versionskennung des Pakets SIsih
          identisch.

     -h | -?
          Es wird die Kommandosyntax auf stderr angezeigt.


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sihmon(1M)                      (Nur RM400)                      sihmon(1M)

HINWEISE
     Der SIH-Monitor kann nur dann einen Link-spezifischen Kontakt mit dem
     SIH-Treiber aufnehmen, wenn der SIH-Treiber für diesen Link vor dem
     ersten Eröffnen eines entsprechenden Multi-Devices in den Lade-Modus
     geschaltet wurde. Das kann entweder durch das rechtzeitige Starten der
     SIH-Monitor-Ausprägung oder durch rechtzeitigen Aufruf des Kommandos
     sihadm -I erreicht werden (z. B. beim Hochfahren).

     Es wird davon ausgegangen, daß alle Links, die in der Datei pmtab der
     entsprechenden SIH-Monitor-Ausprägung eingetragen sind, vom Monitor
     überwacht werden sollen. Deshalb wird auch für Einträge, die in der
     Datei pmtab auf disabled gesetzt sind, das entsprechende Admin-Device
     des SIH-Treibers eröffnet und der Lade-Modus gesetzt. Weitere Aktionen
     werden jedoch erst dann gestartet, wenn der Eintrag auf enabled
     gesetzt wird.

     Der Lade-Modus wird für ein Admin-Device erst dann zurückgesetzt, wenn
     ein Eintrag aus der Datei pmtab entfernt wird oder sich der SIH-Moni-
     tor beendet.

     Eine SIH-Monitor-Ausprägung kann maximal 200 Links überwachen. Die
     Datei pmtab sollte dementsprechend maximal 200 Einträge, die gleich-
     zeitig enabled sind, enthalten.

     Für interne Zwecke beansprucht der SIH-Monitor maximal 15 Datei-
     Deskriptoren und für jeden zu überwachenden Link zusätzlich einen
     Datei-Deskriptor.

     Alle Log- und Trace-Dateien sind vor dem Überlaufen geschützt. Über-
     schreitet die Dateigröße einen Maximalwert, so wird die Datei in eine
     Datei mit dem gleichen Anfangsnamen und der Endung .alt kopiert. Die
     ursprüngliche Datei wird auf die Länge Null verkürzt. Folgende Maxi-
     malwerte sind vorgesehen:

     /var/saf/pmtag/log       siehe die Option -s

     /var/saf/pmtag/trace     2097152 Bytes (2 MB)

     /var/saf/pmtag/state     2097152 Bytes (2 MB)

     Ladeprogramme, die vom SIH-Monitor aufgerufen werden [siehe sihadm(1M)
     und xbload(1M)], sollten folgende Konventionen einhalten:

     1. Das Ladeprogramm sollte den Rückgabewert 0 liefern, wenn das ent-
        sprechende HDLC-Gerät erfolgreich geladen werden konnte bzw. schon
        geladen war. Anderenfalls sollte es einen Rückgabewert 0 liefern;
        der Ladeversuch wird dann nach Ablauf eines Zeitintervalls wieder-
        holt (siehe die Optionen -t und -r).

     2. Fehlermeldungen sollten in eine eigene Datei bzw. nach stderr
        geschrieben werden.



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sihmon(1M)                      (Nur RM400)                      sihmon(1M)

     Werden Änderungen in den Dateien /var/sadm/terms/hdlclabs,
     /etc/hdlcdefs oder /etc/ttydefs vorgenommen, die die SIH-Monitor-
     Ausprägung pmtag betreffen, so müssen sie dem SIH-Monitor durch das
     Kommando sacadm -x -ppmtag bekanntgemacht werden. Die Änderungen wer-
     den dann bei der nächsten Einstellung der HDLC-Parameter (siehe die
     Option -a des sihadm(1M)-Kommandos) berücksichtigt.

DIAGNOSE
     Zu Diagnosezwecken verwaltet der SIH-Monitor die private Log-Datei
     /var/saf/pmtag/log (siehe die Option -s), in die außergewöhnliche
     Ereignisse und Fehlermeldungen geschrieben werden. Eine Zeile der
     Log-Datei hat folgendes Format:

          type dd.mm HH:MM:SS pid text

     Das Feld type kann folgende Einträge enthalten:

     INFO   Die Zeile enthält eine wichtige Information (z. B. Start und
            Beendigung des SIH-Monitors). Es liegt kein Fehler vor.

     WARN   Es ist ein Fehler aufgetreten, der dazu führen kann, daß ein
            oder mehrere Links nicht mehr überwacht werden können. Ein sol-
            che Meldung sollte im Normalbetrieb nicht erscheinen.

     FATAL  Es ist ein gravierender Fehler aufgetreten, der zu einem unmit-
            telbaren Abbruch des SIH-Monitors führt.

     dd, mm, HH, MM und SS geben den Tag, den Monat, die Stunde, die Minute
     und die Sekunde des Zeitpunktes der Fehlermeldung an.

     Das Feld pid gibt die Prozeßnummer der zugehörigen SIH-Monitor-Ausprä-
     gung an.

     Das Feld text beschreibt den aufgetretenen Fehler.

     Das Format der Trace-Dateieinträge ist mit dem Format der Log-Datei-
     einträge identisch. Wenn der aktuelle Trace-Level 0 ist, werden alle
     Log-Meldungen auch in die Trace-Datei geschrieben. Das gilt auch dann,
     wenn die SIH-Monitor-Ausprägung mit der Option -s0 gestartet wurde.

     Alle Log-Meldungen werden zusätzlich nach Logging 3.0 geschrieben
     (Komponentennummer 1080005). Der Fehler-Level kann die Werte 6 (INFO),
     4 (WARN) oder 3 (FATAL) annehmen. Allen unterschiedlichen Log-Meldun-
     gen ist eine eindeutige Fehlernummer zugeordnet. Der Logging-Text hat
     das Format:

          pid text







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sihmon(1M)                      (Nur RM400)                      sihmon(1M)

     Der SIH-Monitor wird im Normalfall durch den SAC mit dem Signal
     SIGTERM(15) beendet, kann aber auch manuell mittels kill -15 pid been-
     det werden. Der Rückgabewert ist in beiden Fällen 0. Eine Beendigung
     mittels SIGKILL(9) sollte vermieden werden, da dann keine Aufräumar-
     beiten vorgenommen werden können.

     Im Fehlerfall beendet sich der SIH-Monitor mit einer FATAL-Fehlermel-
     dung in der Log-Datei. Der Rückgabewert besitzt in diesem Fall einen
     der folgenden Werte:

      1 =  falsche Option benutzt (EILLOPT)

      2 =  falsches Argument zu einer Option (EWRARG)

      3 =  keine root-Berechtigung (ENOROOT)

      4 =  Monitor-Ausprägung läuft bereits (EPIDLOCK)

      5 =  pid kann nicht erzeugt werden (ECPID)

      6 =  Variable pmtag im Prozeß-Environment nicht vorhanden (EPMTAG)

      7 =  Log-Datei kann nicht eröffnet werden (ENOLOG)

      8 =  unbekannter Inhalt der ISTATE-Variablen (EISTATE)

      9 =  pmpipe kann nicht eröffnet werden (EPMPIPE)

     10 =  sacpipe kann nicht eröffnet werden (ESACPIPE)

     11 =  zu wenig Datei-Deskriptoren im System vorfügbar (ETOOFEWFDS)

     12 =  pmtab kann nicht eröffnet werden (ENOPMTAB)

     13 =  hdlclabs kann nicht eröffnet werden (ENOHDLCLABS)

     14 =  hdlcdefs kann nicht eröffnet werden (ENOHDLCDEFS)

     15 =  ttydefs kann nicht eröffnet werden (ENOTTYDEFS)

     16 =  falsche pmtab-Version (EWRPMTAB)

     17 =  falsche hdlclabs-Version (EWRHDLCLABS)

     18 =  falsche hdlcdefs-Version (EWRHDLCDEFS)

     19 =  falsche ttydefs-Version (EWRTTYDEFS)

     20 =  Fehler beim Polling der Datei pmpipe (EPOLLSAC)

     21 =  Fehler beim exec des Laders (ECLDEXEC)



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sihmon(1M)                      (Nur RM400)                      sihmon(1M)

     50 =  interner Programmfehler (EINTERNAL1)

     99 =  interner Programmfehler - core dump (EINTERNAL2)

DATEIEN
     /usr/sbin/sihadm

     /etc/saf/pmtag/pmtab

     /etc/ttydefs

     /etc/hdlcdefs

     /var/sadm/terms/hdlclabs

     /var/saf/pmtag/log[.alt]

     /var/saf/pmtag/trace[.alt]

     /var/saf/pmtag/state[.alt]

SIEHE AUCH
     pmadm(1M), sac(1M), sacadm(1M), sihadm(1M), xbload(1M).































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