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⇒ xbload(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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xbload(1M)                                                       xbload(1M)

NAME
     xbload, load - Platzprogramm in einen BA80 oder TC20-V105 Arbeitsplatz
     laden

SYNTAX
     xbload [-adl] [-u] [-p file] [-f file] terminalpath [ttydefslabel]

     xbload -?

BESCHREIBUNG
     xbload überprüft den Ladezustand des angegebenen Terminals. Das Termi-
     nal wird geladen, wenn es ungeladen ist oder wenn die Option -l
     benutzt wird. Bei ladbaren TC20-V105 werden Variante und Version der
     Platzsoftware (Firmware) überprüft, und bei Bedarf wird neu geladen.
     Es existieren verschiedene Varianten der TC20-V105 Firmware (das sind
     verschiedene funktionale Ausprägungen). Von jeder Variante gibt es
     verschiedene Versionen (Entwicklungsstände).

     xbload stellt zunächst die Leitungsparameter des zu ladenden Terminals
     ein. Grund- und Voreinstellung der physischen Leitungsparameter ist
     9600, cs8, cread. Mit dem Argument ttydefslabel kann eine Marke in
     der /etc/ttydefs angegeben werden, um diese Einstellung zu verändern.

     Folgende Angaben werden erkannt und unterstützt:

     -  Baudrate

     -  Zeichenlänge (CS8, CS7 usw.)

     -  Parität

     -  Stoppbits.

     Anschließend wird das Terminal aufgefordert, sich zu identifizieren.
     Diese Aufforderung wird notfalls 5mal wiederholt. Wenn nicht geladen
     werden muß, beendet sich das Programm mit dem Rückgabewert 0. Andern-
     falls wird das Platzprogramm geladen. Danach wird der Ladezustand des
     Terminals erneut überprüft, das Laden wird notfalls bis zu 5mal wie-
     derholt.
















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xbload(1M)                                                       xbload(1M)

OPTIONEN
     -a       Die Software wird als ASCII-Zeichen (INTELHEX) übertragen.

              Hinweis: In diesem Fall muß im Lademenü des BA80 DATA FORMAT
                       INTEL eingetragen sein. Ansonsten werden die Daten
                       binär übertragen, es muß dann DATA FORMAT HEX einge-
                       stellt sein. Bedeutungslos für TC20-V105.

     -d       Diese Option schaltet den Debug-Modus an zur Ausgabe von
              Trace-Informationen (gewöhnlich nach stderr). -d setzt den
              Debug-Level auf 1, -dd auf 2 und so fort.

     -l       Unbedingtes Laden. Vor dem Identifizieren/Laden des Terminals
              wird dieses mit einer ESC-Sequenz aufgefordert, in den Lade-
              Prom zu gehen. Mit dieser Option ist es möglich, auch gela-
              dene Terminals neu zu laden.

     -p file  Ein ungeladenes Terminal (oder wenn die Option -l benutzt
              wurde) wird mit der angegebenen Software geladen. Die Firm-
              ware eines TC20-V105 wird mit der Firmware unter diesen
              Dateinamen verglichen, bei Bedarf wird das TC20-V105 neu
              geladen (vgl. Option -u).

              Wenn die Option nicht angegegben ist:

              Bei einem ungeladenen BA80 wird aus dessen Ladewunsch ein
              Dateiname unter /opt/xb abgeleitet, mit dem geladen wird. Bei
              einem TC20 wird der Dateiname, unter dem hostseitig eine
              Firmware erwartet wird, aus der Variante VAR des Terminals
              bestimmt: /etc/tc20/VAR.default.

     -f file  Alle Ausgaben (Fehlermeldungen, Debug-Ausgaben) gehen norma-
              lerweise nach stderr. Mit dieser Option werden die Ausgaben
              in die angegebene Datei umgelenkt.

     -u       Schwaches Update: Bei geladenem TC20-V105 wird ein Vergleich
              der Version von geladener Firmware und hostseitiger Firmware
              durchgeführt. (Die hostseitige Firmware wird entweder mit -p
              file angegeben oder ergibt sich aus /etc/tc20/VAR.default,
              wobei VAR die Variante des geladenen TC20-V105 ist.) Wird bei
              diesem Vergleich festgestellt, daß bei gleicher Variante die
              hostseitige Firmware neuerer Version ist (Version ist grö-
              ßer), so wird das TC20-V105 mit der neueren Version überladen
              (sonst nicht). Wird festgestellt, daß sich geladene und host-
              seitige Firmware in der Variante unterscheiden, wird eine
              Fehlermeldung ausgegeben.








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     -uu      Starkes Update (vgl. Option -u): Das TC20-V105 wird neu gela-
              den, wenn sich geladene und hostseitige Firmware in Variante
              oder Version unterscheiden. Diese Option muß benutzt werden,
              wenn zusammen mit der Option -p file ein TC20-V105 mit einer
              anderen Variante überladen werden soll.

     terminalpath
              Der Gerätename des zu ladenden Terminals im Dateisystem. Es
              wird eine TTY-Schnittstelle erwartet.

     ttydefslabel
              Hiermit wird die Marke in der Datei /etc/ttydefs zum Bestim-
              men der TTY-Spezifikation angegeben. Die physischen Leitung-
              parameter werden entsprechend den Angaben zu dieser Marke
              eingestellt. Wenn die Option fehlt, wird mit 9600, cs8, cread
              gearbeitet. Wird statt einer Marke die Pseudomarke none ange-
              geben, so werden die physischen Parameter nicht verändert.

     -?       Es wird die Kommandosyntax auf stderr angezeigt.

HINWEISE
     Es werden zwei verschiedene Formate der xb-Platzprogramme unterstützt:
     Neben den herkömmlichen Platzprogrammen mit der Formatkennung 01, wel-
     che die gesamte Ladesoftware in einer Datei enthalten, gibt es Platz-
     programme mit der Formatkennung 02 (erweitertes Format). Diese enthal-
     ten die Namen der Dateien, die nacheinander zu laden sind, und haben
     folgendes Format:

          02;filename1[;filename2] ...   # Kommentar

     HDLC-BA80 können nur binär geladen werden, also ohne die Option -a.

DIAGNOSE
     Das Programm beendet sich mit dem Rückgabewert 0, wenn das Terminal
     geladen war bzw. erfolgreich geladen werden konnte. Im Falle von Feh-
     lern haben die Rückgabewerte die folgende Bedeutung:

      1 =  Syntax-Fehler. Es wird eine Kommandosyntax angezeigt.

      2 =  Signal (SIGTERM, SIGHUP, SIGINT) erhalten.

      3 =  Fehler bei Ein-/Ausgabe-Operationen wie open, read, write, ioctl
           und fcntl.

      4 =  Abbruch nach mehreren erfolglosen Ladeversuchen.

      5 =  Unbekannte oder keine Antwort des TTY beim Identifizieren. Ursa-
           chen können unstimmige Leitungsparameter sein, oder das Terminal
           ist kein BA80/9766 bzw. TC20.





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xbload(1M)                                                       xbload(1M)

      6 =  Gewünschtes Platzprogramm nicht gefunden. Dieser Fehlercode
           tritt auch auf, wenn das gewünschte Platzprogramm eine unbe-
           kannte Formatkennung hat oder (beim erweiterten Format) eine
           dort angegebene Datei nicht geöffnet werden konnte.

     10 =  Ein TC20 hat veraltete oder unstimmige Firmware geladen, die
           Optionen (-u/-uu) erlauben aber kein Überladen. Das TC20-V105
           ließ sich nicht in den Lademodus bringen. Das Laden wurde vom
           TC20 abgebrochen.

     Fehlermeldungen und Trace-Informationen (sofern mit Option -d einge-
     stellt) gehen nach stderr; mit der Option -f können sie umgeleitet
     werden. Das erfolgreiche Laden und Fehler beim Laden von TC20-V105
     werden in /var/tc20/loadlog sowie unter Logging 3.0 unter der Kompo-
     nentennummer 1080011 protokolliert.

DATEIEN
     /etc/ttydefs

     /opt/xb

     /etc/tc20

     /var/tc20/loadlog






























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