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⇒ postio(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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postio(1M)                 (PostScript-Werkzeuge)                postio(1M)

NAME
     postio - Serielle Schnittstelle für PostScript-Drucker

SYNTAX
     /usr/lib/lp/postscript/postio -lline [options] [files]

BESCHREIBUNG
     postio sendet die Dateien files an den PostScript-Drucker, der über
     line angeschlossen ist. Werden keine Dateien files angegeben, wird auf
     die Standardeingabe gesendet.

OPTIONEN
     Die erste Gruppe der Optionen options sollte für die meisten Anwendun-
     gen ausreichend sein:

     -bspeed
            Die Daten über line mit einer Baudrate speed übertragen. Die
            Baudraten 1200, 2400, 4800, 9600 und 19200 sind zulässig. Der
            Standardwert für speed ist 9600 Baud.

     -lline Den Anschluß zum Drucker herstellen, der an line angeschlossen
            ist. Es gibt in der Regel keinen Standardwert und postio muß
            für line Lese- und Schreibzugriff haben. Beginnt die Angabe für
            line nicht mit dem Zeichen /, wird sie möglicherweise als
            "Datakit"-Ziel interpretiert.

     -q     Statusabfragen unterdrücken, während die Dateien files an den
            Drucker gesendet werden. Werden Statusabfragen deaktiviert,
            wird vor der Übertragung der einzelnen Blöcke jeweils eine
            Leermeldung an die Protokolldatei angehängt.

     -Bnum  Die Größe des internen Puffers für den Lese-/Schreibzugriff auf
            die Dateien files auf num Byte setzen. Der Standardwert für num
            ist 2048 Byte.

     -D     Den Testhilfemodus aktivieren. Damit wird sichergestellt, daß
            alle auf line gelesenen Daten der Protokolldatei hinzugefügt
            werden (standardmäßig die Standardfehlerdatei).

     -Lfile Die über line empfangenen Daten in die Datei file stellen. Die
            Standardprotokolldatei ist die Standardfehlerdatei. Drucker-
            oder Statusmeldungen, die nicht auf eine Statusänderung hinwei-
            sen, werden in der Regel nicht in die Datei file geschrieben.
            Dies kann jedoch über die Option -D erzwungen werden.

     -Pstring
            Die Zeichenkette string vor den Eingabedateien an den Drucker
            schicken. Standardmäßig besteht string aus einfachem
            PostScript-Code, der Zeitüberschreitungsfehler deaktiviert.

     -Rnum  postio als einzelnen Prozeß ausführen, wenn für num 1 angegeben
            wurde. Bei der Angabe von 2 für num, wird postio in einen



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postio(1M)                 (PostScript-Werkzeuge)                postio(1M)

            Schreib- und einen Leseprozeß aufgespalten. Standardmäßig wird
            postio als ein Prozeß ausgeführt.

     Die nächsten zwei Optionen options gelten für Benutzer, die postio
     eigenständig ausführen wollen. Keine dieser Optionen kann in Spooler-
     Schnittstellenprogrammen verwendet werden:

     -i     Programm im interaktiven Modus ausführen. Die Dateien files
            (falls vorhanden) werden zuerst gesendet. Auf die Standardein-
            gabe wird anschließend gesendet. Diese Option erzwingt die
            getrennte Durchführung der Schreib- und Leseprozesse und macht
            zahlreiche andere Optionen wirkungslos. Wollen Sie den interak-
            tiven Modus beenden, verwenden Sie Ihr Interrupt-Zeichen oder
            Ihr Zeichen zum Verlassen des Modus. Wollen Sie eine interak-
            tive Verbindung zu Ihrem Drucker herstellen, geben Sie execu-
            tive ohne weitere Angaben in einer Zeile ein.

     -t     Daten, die über line empfangen und nicht als Drucker- oder Sta-
            tusinformationen erkannt wurden, werden in die Standardausgabe
            geschrieben. Diese Option erzwingt die getrennte Durchführung
            der Schreib- und Leseprozesse. Sie ist hilfreich, wenn ein
            PostScript-Programm verwendet wird, das nützliche Daten an den
            Host zurückgibt.

     Von der Verwendung der folgenden Option wird generell abgeraten. Sie
     sollte nur angegeben werden, wenn es keine andere Möglichkeit zur Her-
     stellung einer zuverlässigen Verbindung gibt:

     -S     Die Übertragung der Daten an den Drucker verlangsamen. Dies
            bewirkt eine erhebliche Verringerung des Durchsatzes, die Aus-
            führung von postio als einzelnen Prozeß, die Deaktivierung der
            Option -q und die Begrenzung der Größe des internen Puffers auf
            1024 Byte. Außerdem wird übermäßig viel CPU-Zeit in Anspruch
            genommen. Im interaktiven Modus bewirkt diese Option nichts.

     Den besten Durchsatz erzielen Sie in der Regel, indem Sie einen großen
     internen Puffer verwenden (Option -B) und das Programm in Schreib- und
     Leseprozesse aufspalten (Option -R 2). Ist diese Aufspaltung nicht
     möglich, wird postio als ein Schreib-/Leseprozeß weitergeführt. Wird
     lediglich ein Prozeß verwendet, erfolgt nur für die an den Drucker
     gesendeten Daten eine Flußsteuerung.

     Nicht alle Optionen schließen sich gegenseitig aus. Die Option -i hat
     Vorrang vor den übrigen Optionen. Wird sie angegeben, werden unabhän-
     gig von den übrigen Angaben in der Aufrufzeile die Einstellungen
     gewählt, die für die Ausführung des interaktiven Modus erforderlich
     sind. Im interaktiven Modus werden die Schreib- und Leseprozesse
     getrennt ausgeführt. Nur wenige Optionen sind in Verbindung mit -i
     wirksam. Für die Option -t ist eine zuverlässige bidirektionale Ver-
     bindung zum Drucker erforderlich. Daher wird versucht, die Aufspaltung
     in Schreib- und Leseprozesse zu erzwingen. Die Option -S ist vom
     Mechanismus für die Statusabfrage abhängig. Daher wird die Option -q


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postio(1M)                 (PostScript-Werkzeuge)                postio(1M)

     deaktiviert und die Aufspaltung des Programms unterbunden.

     In der Regel startet postio, indem die Verbindung zu line hergestellt
     und versucht wird, den Drucker durch Senden einer geeigneten Folge der
     Zeichen ^T (Statusabfrage), ^C (Interrupt) und ^D (Ende des Auftrags)
     in den Status IDLE zu versetzen. Geht der Drucker in diesen Status
     über, werden die Dateien files zusammen mit einem gelegentlichen Zei-
     chen ^T gesendet, es sei denn, die Option -q wurde verwendet. Nachdem
     alle Dateien gesendet wurden, wartet das Programm eine Weile, um
     sicherzugehen, daß der Auftrag vollständig durchgeführt wurde. Das
     Programm postio endet mit einem Status ungleich 0 (Null), wenn vom
     Drucker generierte Fehlermeldungen empfangen werden. Dies gilt nicht,
     wenn diese Meldungen beim Herstellen der Anfangsverbindung oder im
     interaktiven Modus empfangen werden. Meldungen zu Druckerfehler werden
     nicht nur der Protokolldatei hinzugefügt, sondern auch an der Stan-
     dardausgabe angezeigt.

BEISPIELE
     Mit folgendem Kommando führen Sie das Programm als einzelnen Prozeß
     mit einer Übertragungsrate von 9600 Baud aus und senden die Dateien
     file1 und file1 an den an /dev/tty01 angeschlossenen Drucker:

          postio -l /dev/tty01 file1 file2

     Mit folgendem Kommandos bewirken Sie dasselbe wie oben, allerdings
     werden zwei Prozesse verwendet, der interne Puffer wird auf 4096 Byte
     gesetzt und die vom Drucker zurückgegebenen Daten werden in die Proto-
     kolldatei gestellt:

          postio -R2 -B4096 -l/dev/tty01 -Llog file1 file2

     Mit folgendem Kommando stellen Sie eine interaktive Verbindung zum
     Drucker am "Datakit"-Ziel my/printer her:

          postio -i -l my/printer

     Mit folgendem Kommando senden Sie die Datei program an den an
     /dev/tty22 angeschlossenen Drucker, stellen die Daten in der Datei
     results wieder her und schreiben Fehlermeldungen in die Protokollda-
     tei:

          postio -t -l /dev/tty22 -L log program >results

WARNUNGEN
     Die Eingabedateien files werden als ein einziger PostScript-Auftrag
     interpretiert. Das Senden verschiedener Aufträge, wobei bei jedem Auf-
     trag das Zeichen ^D (Ende des Auftrags) angegeben ist, funktioniert
     nicht immer einwandfrei. postio wird möglicherweise vor der Durchfüh-
     rung aller Aufträge beendet oder vor der Durchführung des letzten Auf-
     trags neu gestartet.

     Die oben genannten Funktionen sind möglicherweise nicht auf allen


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postio(1M)                 (PostScript-Werkzeuge)                postio(1M)

     Rechnern oder in verschiedenen Versionen von UNIX verfügbar, die zur
     Zeit von postio unterstützt werden. Der für die Herstellung einer Ver-
     bindung zu einem "Datakit"-Ziel erforderliche Code beispielsweise
     funktioniert möglicherweise nur unter dem System V. Außerdem ist even-
     tuell während der Kompilierungszeit das Softwarepaket DKHOST erforder-
     lich.

     Da es möglicherweise keine Standardverbindung line gibt, wird die Ver-
     wendung der Option -l dringend empfohlen. Geben Sie diese Option nicht
     an, versucht postio eventuell, die Verbindung zum Drucker über die
     Standardausgabe herzustellen. Wird "Datakit" verwendet, ist die Option
     -b möglicherweise unwirksam, und Versuche von postio, den Datenfluß
     bidirektional zu steuern, schlagen eventuell fehl. Die Option -q ist
     hilfreich, wenn der Drucker an RADIAN angeschlossen ist. Die Verwen-
     dung der Option -S empfiehlt sich generell nicht. Geben Sie diese
     Option nur an, wenn es keine andere Methode zur Herstellung einer
     zuverlässigen Verbindung gibt.

DIAGNOSE
     Der Endestatus 0 wird nach der erfolgreichen Bearbeitung der Dateien
     zurückgegeben. Systemfehler (z. B. can't open the line) setzen den
     Endestatus auf das niederwertigste Bit, während PostScript-Fehler das
     Bit 1 setzen. Der Endestatus 2 bedeutet in der Regel, daß der Drucker
     in den Eingabedateien einen PostScript-Fehler gefunden hat.

SIEHE AUCH
     dpost(1M), postdaisy(1M), postdmd(1M), postmd(1M), postprint(1M),
     postreverse(1M), posttek(1M).


























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