dpost(1M) (PostScript-Werkzeuge) dpost(1M)
NAME
dpost - troff-Postprozessor für PostScript-Drucker
SYNTAX
/usr/lib/lp/postscript/dpost [options] [files]
BESCHREIBUNG
dpost übersetzt die von troff(1M) erstellten Dateien files in das
PostScript-Format und schreibt die Ergebnisse in die Standardausgabe.
Wird files nicht angegeben oder bezeichnet - eine der Eingabedateien,
wird die Standardeingabe gelesen.
OPTIONEN
Die folgenden Optionen options werden akzeptiert:
-cnum num Kopien jeder Seite drucken. Standardmäßig wird nur
jeweils eine Kopie einer Seite gedruckt.
-enum Die Ebene für die Textcodierung auf num setzen. Die Angaben
0, 1, 2 und 3 werden erkannt. Die Größe der Ausgabedatei und
die Druckzeit sollten mit zunehmender Größe von num kleiner
werden. Der Standardwert ist 2.
-mnum Jede logische Seite um den Faktor num vergrößern. Die Seiten
werden einheitlich vom Ursprung aus vergrößert. (Der Ursprung
befindet sich oben links auf der Seite.) Die Standardvergrö-
ßerung ist 1,0.
-nnum num logische Seiten auf einem Blatt Papier drucken. Dabei
kann für num eine beliebige positive, ganze Zahl angegeben
werden. Standardmäßig wird num auf 1 gesetzt.
-olist Die Seiten drucken, deren Seitennummern in der Liste list
(durch Kommas getrennt) angegeben sind. Diese Liste enthält
einzelne Zahlen N im Bereich zwischen N1 - N2. Die fehlende
Angabe N1 bezeichnet die Seite mit der niedrigsten Seitennum-
mer, die fehlende Angabe N2 die Seite mit der höchsten Sei-
tennummer.
-pmode files im landscape mode (Querformat) oder im portrait mode
(Hochformat) drucken. Nur das erste Zeichen von mode (d. h. p
oder l) ist wichtig. Der Standardwert für mode ist "portrait"
(Hochformat).
-wnum Die Linienstärke, die für die Implementierung von troff-
Grafikkommandos verwendet wird, auf num Punkte setzen. Ein
Punkt entspricht 1/72 Zoll (0,376 mm). Standardmäßig wird num
auf 0,3 Punkte gesetzt.
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dpost(1M) (PostScript-Werkzeuge) dpost(1M)
-xnum Den Ursprung um num Zoll auf der positiven X-Achse versetzen.
Im Standardkoordinatensystem befindet sich der Ursprung oben
links auf der Seite, wobei die positive X-Achse nach rechts
und die positive Y-Achse nach unten zeigt. Ein positiver Wert
für num bewegt alles nach rechts. Der Standardwert ist 0
Zoll.
-ynum Den Ursprung um num Zoll auf der positiven Y-Achse versetzen.
Ein positiver Wert für num bewegt den Text nach unten. Der
Standardwert ist 0 Zoll.
-Afile Nach der erfolgreichen Übersetzung aller Eingabedateien files
einen einfachen Abrechnungssatz an die Datei file anhängen.
Standardmäßig werden keine Abrechnungsdaten erzeugt.
-B BoundingBox-Kommentare in die Ausgabedatei einfügen. Diese
Option sollte nur verwendet werden, wenn diese Kommentare für
das Einfügen von Abbildungen benötigt werden. Die Ausgabe
erfolgt auf einer Seite mit der Größe 8,5 x 11,0 Zoll.
-Fdir dir als Schriftartverzeichnis verwenden. Standardmäßig wird
dir auf /usr/lib/font gesetzt, und dpost liest ASCII-
Schriftartdateien aus dem Geräteverzeichnis
/usr/lib/font/devpost.
-Hdir dir als Verzeichnis der hostresidenten Schriftarten verwen-
den. Die Dateien in diesem Verzeichnis müssen vollständige
Beschreibungen der PostScript-Schriftarten enthalten. Die
Dateinamen müssen mit den troff-Namen für Schriftarten übe-
reinstimmen. Es gibt kein Standardverzeichnis.
-Lfile file als PostScript-Prolog verwenden. Der Standardwert ist
/usr/lib/lp/postscript/dpost.ps.
-Tname Schriftartdateien für Gerät name als beste Beschreibung der
verfügbaren PostScript-Schriftarten verwenden. Standardmäßig
wird name auf post gesetzt, und dpost liest ASCII-Dateien aus
dem Verzeichnis /usr/lib/font/devpost.
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dpost(1M) (PostScript-Werkzeuge) dpost(1M)
Zusätzlich stehen drei Optionen zur Verfügung, die das Einfügen von
PostScript-Angaben an bestimmten Punkten des Übersetzungsprozesses
ermöglichen:
-Cfile Die Datei file in die Ausgabedatei kopieren. file wird nach
dem Prolog, aber vor den Kommandos zur Auftragsinitialisie-
rung eingefügt. file wird Bestandteil der globalen Umgebung
des Auftrags und muß gültige PostScript-Kommandos enthal-
ten.
-Pstring string zur Ausgabedatei hinzufügen. string wird nach dem
Prolog, aber vor den Kommandos zur Auftragsinitialisierung
eingefügt. string wird Bestandteil der globalen Umgebung
des Auftrags und muß für PostScript gültig sein.
-Raction Spezielle Aktion action (z. B. manuelle Papierzufuhr) für
eine Seite oder global anfordern. Die Zeichenkette action
kann in einer der Formen Request, Request:Seite oder
Request:Seite:Datei angegeben werden. Wird keine Seite oder
die Seite 0 angegeben, gilt der Request für alle Seiten.
Wird keine Datei angegeben, wird der Request in
/usr/lib/lp/postscript/ps.requests gesucht. Die Gruppe
erkannter Requests kann durch Ändern von
/usr/lib/lp/postscript/ps.requests modifiziert oder erwei-
tert werden. Die mehrfache Angabe der Option -R bewirkt die
erwarteten Aktionen.
Die Dateien files sollten von troff vorbereitet sein. Die beste und
effizienteste Ausgabe wird mit den Standardschriftartdateien im Ver-
zeichnis /usr/lib/font/devpost erzeugt. dpost geht von keiner bestimm-
ten Auflösung aus. Das erste Kommando x res legt die Auflösung für die
Übersetzung der Eingabedateien (files) fest. Die Datei DESC, in der
Regel /usr/lib/font/devpost/DESC, gibt die Auflösung der Schriftartta-
belle an und der PostScript-Prolog enthält die Angaben für die Ein-
stellung eines passenden Koordinatensystems für den Benutzer.
BEISPIELE
Beispiel für eine typische Aufrufzeile:
pic file | tbl | eqn | troff -mm | dpost
WARNUNGEN
Die Ausgabedateien entsprechen häufig nicht den Adobe-Konventionen für
die Dateistrukturierung. Durch das Umleiten der Ausgabe von dpost über
postreverse kann eine PostScript-Datei erzeugt werden, die die Minde-
stanforderungen erfüllt.
Das Kommando dpost kann zwar Dateien bearbeiten, die für ein beliebi-
ges Gerät formatiert wurden, eine Emulation kann jedoch sehr kostspie-
lig sein und leicht die Druckzeit und die Größe der Ausgabedatei ver-
doppeln. Es wurde nicht versucht, alle Zeichensätze und Schriftarten,
die auf den von troff unterstützten Geräten verfügbar sind, zu
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dpost(1M) (PostScript-Werkzeuge) dpost(1M)
implementieren. Fehlende Zeichen werden durch einen Zwischenraum
ersetzt, und nicht erkannte Schriftarten werden standardmäßig in eine
der Times-Schriftarten umgesetzt (d. h. R, I, B oder BI).
Dem ersten Kommando x init muß ein Kommando x res vorangehen. Alle
Eingabedateien files sollten für dieselbe Ausgabeeinheit vorbereitet
worden sein.
Die Verwendung der Option -T wird nicht empfohlen. Der einzige Zweck
dieser Option besteht darin, die Verwendung anderer PostScript-
Schriftarten und anderer Dateien zur Gerätebeschreibung zu ermögli-
chen, die eventuell andere Auflösungen, Zeichensätze oder Schriftarten
verwenden.
DIAGNOSE
Der Endestatus 0 wird nach der erfolgreichen Bearbeitung von files
zurückgegeben. Der Endestatus 2 hingegen bedeutet, daß in den Eingabe-
dateien files ein Syntaxfehler vorliegt.
DATEIEN
/usr/lib/font/devpost/*
/usr/lib/font/devpost/charlib/*
/usr/lib/lp/postscript/dpost.ps
/usr/lib/lp/postscript/color.ps
/usr/lib/lp/postscript/draw.ps
/usr/lib/lp/postscript/forms.ps
/usr/lib/lp/postscript/ps.requests
SIEHE AUCH
postdaisy(1M), postdmd(1M), postio(1M), postmd(1M), postprint(1M),
postreverse(1M), posttek(1M), troff(1M), font(5), troff(5).
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