pkgproto(1M) pkgproto(1M)
NAME
pkgproto - Erzeugung einer prototype-Datei
SYNTAX
pkgproto [-inx] [-c class] [path1[=path2] ...]
BESCHREIBUNG
pkgproto durchsucht die angegebenen Pfadnamen und erzeugt eine
prototype-Datei auf stdout, die als Eingabedatei für das Kommando
pkgmk verwendet werden kann.
Beim Aufruf des Kommandos pkgproto müssen Pfadnamen absolut angegeben
werden.
OPTIONEN
-i Bei symbolischen Verweisen wird statt des Verweises die
Zieldatei verwendet.
-c Weist alle Pfadnamen der Klasse class zu.
-n Bei Aufruf mit path1=path2 wird im prototype nur path2 ein-
getragen (außer bei Links).
-x Größe, Prüfsumme und Modifikationszeit wird an jeden Eintrag
angehängt, d. h. es wird eine pkgmap-ähnliche Ausgabe
erzeugt.
path1 Pfadname für die Position, wo die Objekte stehen.
path2 Pfadname, der bei der Ausgabe für path1 eingesetzt werden
soll.
Erfolgt in der Kommandozeile keine Angabe für Pfadnamen, wird davon
ausgegangen, daß die Standardeingabe eine Liste von Pfadnamen liefert.
Handelt es sich bei der Angabe eines Pfadnamens in der Kommandozeile
um ein Verzeichnis, wird dessen Inhalt durchsucht. Dies geschieht
allerdings nicht, wenn von der Standardeingabe stdin eingelesen wird
und darin ein Verzeichnis auftaucht.
Seite 1 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98
pkgproto(1M) pkgproto(1M)
BEISPIELE
Die beiden folgenden Beispiele zeigen den Gebrauch von pkgproto samt
einer teilweisen Auflistung der jeweils erzeugten Ausgabe.
Beispiel 1:
$ pkgproto /usr/bin=bin /usr/usr/bin=usrbin /etc=etc
f none bin/sed=/bin/sed 0775 bin bin
f none bin/sh=/bin/sh 0755 bin daemon
f none bin/sort=/bin/sort 0755 bin bin
f none usrbin/sdb=/usr/bin/sdb 0775 bin bin
f none usrbin/shl=/usr/bin/shl 4755 bin bin
d none etc/master.d 0755 root daemon
f none etc/master.d/kernel=/etc/master.d/kernel 0644 root daemon
f none etc/rc=/etc/rc 0744 root daemon
Beispiel 2:
$ find / -type d -print | pkgproto
d none / 755 root root
d none /usr 755 root root
d none /usr/bin 775 bin bin
d none /etc 755 root root
d none /tmp 777 root root
HINWEISE
Standardmäßig erzeugt pkgproto für jeden angetroffenen symbolischen
Verweis einen entsprechenden Eintrag (ftype=s). Ist die Option -i
angegeben, werden von pkgproto für symbolische Verweise Einträge mit
dem Dateityp "normale Datei" erzeugt (ftype=f).
Die prototype-Datei müßte dann editiert werden, um Dateitypen wie "v"
(flüchtig), "e" (editierbar) oder "x" (exklusives Verzeichnis) nachzu-
tragen. Eine Datei oder ein Verzeichnis mit den Zugriffsrechten 000
erhält als Modus ein ? eingetragen. Möchte man die Datei tatsächlich
mit dem Modus 000 installieren, muß das ? in 000 geändert werden.
pkgproto erkennt Dateiverweise. Bei mehrfachen Verweisen auf eine
Datei wird der erste Dateiverweis als Name der Datei verwendet.
SIEHE AUCH
pkgmk(1M), pkgparam(1M), pkgtrans(1M).
Seite 2 Reliant UNIX 5.44 Gedruckt 11/98