pkgmk(1M) pkgmk(1M)
NAME
pkgmk - Erzeugt ein installierbares Paket
SYNTAX
pkgmk [-ocO] [-d device] [-r rootpath] [-b basedir] [-l limit]
[-a arch] [-v version] [-p pstamp] [-f prototype]
[variable=value ...] [pkginst]
BESCHREIBUNG
Mit pkgmk wird ein installierbares Paket erzeugt. Das Paket wird im
Dateisystemformat abgelegt [siehe pkgtrans(1M)].
Das Kommando verwendet die prototype-Datei als Eingabe und erzeugt
eine pkgmap-Datei. Der Inhalt eines jeden Eintrags der prototype-Datei
wird an die entsprechende Stelle in der Ausgabedatei kopiert. Dabei
werden inhaltsbezogene Informationen (wie Prüfsumme, Dateigröße, Zeit-
punkt der letzten Änderung) berechnet und zusammen mit den in der
prototype-Datei spezifizierten Attributen in der pkgmap-Datei abge-
speichert.
Beim Aufruf des Kommandos pkgmk müssen Pfadnamen absolut angegeben
werden.
OPTIONEN
-o Überschreibmodus. Falls derselbe Paketableger bereits
existiert, wird er überschrieben.
-c Das Paket wird mit dem Kommando compress(1) kompri-
miert. Nur Informationsdateien werden nicht kompri-
miert.
-O Die Komprimierung mit -c optimieren: die Dateien werden
beim Kopieren zum Ausgabemedium komprimiert. Ansonsten
ist das Komprimieren ein separater Vorgang. -O kann für
aufgeteilte Pakete nicht verwendet werden.
-d Erzeugt das Paket auf device. Hierbei kann device der
Pfadname eines Verzeichnisses oder die Bezeichnung für
einen Datenträger (z. B. /var/tmp) sein. Voreinstellung
für device ist das Standard-Spoolverzeichnis. Auch die
Angabe des Aliasnamens für das Gerät ist zulässig.
-r Ignoriert Zielpfade in der prototype-Datei. Objekten
mit absoluten Dateinamen wird statt dessen der Pfadname
rootpath vorangestellt, um so ihre Position auf dem
Quellrechner zu bestimmen.
-b Frei positionierbaren Objekten wird der Pfadname
basedir vorangestellt, um so ihre Position auf dem
Quellrechner zu bestimmen.
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pkgmk(1M) pkgmk(1M)
-l Legt die maximale Größe des Ausgabegerätes gemäß limit
fest. Die Größenangabe erfolgt in Blöcken zu 512 Bytes.
Ist das Ausgabegerät ein Verzeichnis oder ein einhäng-
bares Gerät, ermittelt pkgmk mit dem Kommando df den
verfügbaren Speicherplatz auf dem Ausgabegerät automa-
tisch. Diese Option ist sinnvoll, wenn das Paket später
mit dem pkgtrans-Kommando auf mehrere (kleinere) Daten-
träger verteilt werden soll.
-a Überschreibt den Wert von ARCH aus der pkginfo-Datei
mit dem Wert von arch.
-v Überschreibt den Wert von VERSION aus der pkginfo-Datei
mit dem Wert version.
-p Überschreibt den Wert von PSTAMP aus der pkginfo-Datei
mit dem Wert pstamp.
-f Verwendet die Datei prototype als Eingabedatei. Stan-
dardmäßig ist [Pp]rototype der Name der Eingabedatei.
variable=value Die Variable variable erhält während der Paketerzeugung
den Wert value. (Siehe prototype(4) zur Definition von
Paket-Variablen.) Diese Variablenbelegung wird nicht in
das Paket übernommen.
pkginst Bezeichnet den Ableger eines Pakets. Ein Ableger kann
die Abkürzung des Pakets oder ein bestimmter Ableger
sein (z. B. abl.1).
HINWEISE
Information zur Architektur wird in der Kommandozeile mit der Option
-a oder über die pkginfo-Datei angegeben. Werden dazu überhaupt keine
Angaben gemacht, wird die Ausgabe des Kommandos uname -m verwendet.
Information zur Version wird in der Kommandozeile mit der Option -v
oder über die pkginfo-Datei angegeben. Werden dazu überhaupt keine
Angaben gemacht, wird standardmäßig eine Version verwendet, die auf
dem aktuellen Datum beruht.
Angaben zur Architektur und Version in der Kommandozeile setzen ent-
sprechende Einträge in der pkginfo-Datei außer Kraft.
SIEHE AUCH
pkgparam(1M), pkgproto(1M), pkgtrans(1M).
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