pkgadd(1M) pkgadd(1M)
NAME
pkgadd - Software-Pakete installieren
SYNTAX
/usr/sbin/pkgadd [-d device] [-r response] [-l|-q] [-n|-O|-c[h]]
[-a admin] [pkginst1 [pkginst2[ ...]]]
/usr/sbin/pkgadd -s spool [-d device] [pkginst1 [pkginst2[ ...]]]
BESCHREIBUNG
pkgadd installiert den Inhalt eines Software-Pakets von einem Daten-
träger oder Verzeichnis. Ohne die Option -d sucht pkgadd das Paket im
Standard-Spool-Verzeichnis (/var/spool/pkg). Wird die Option -s ange-
geben, überträgt das Kommando das Paket in das Standard-Spool-Ver-
zeichnis und installiert es nicht. Wird kein pkginst angegeben, werden
alle im Gerät device vorhandenen Pakete in einem Menü zur Auswahl
angeboten.
OPTIONEN
-d Installiert oder kopiert ein Paket von device. device kann ein
vollständiger Pfadname zu einem Verzeichnis (z. B. /var/tmp) oder
ein Gerätename für ein Magnetband oder eine Diskette sein. Auch
die Angabe des Aliasnamens für das Gerät ist zulässig.
-r Bezeichnet eine Datei oder ein Verzeichnis response, die die Aus-
gabe aus einer früheren pkgask-Sitzung enthält. Diese Datei ent-
hält die Dialogantworten, die das Paket im Dialogbetrieb benö-
tigt. response muß ein vollständiger Pfadname sein.
-l Log-Fehler-Meldungen in /var/sadm/install/logs.
-q Keine Meldungen (quiet mode).
-n Nicht-Dialogmodus. Ist Interaktion erforderlich, wird das Kom-
mando abgebrochen. Interaktive Eingaben sollten nur im request-
Skript auftreten. Ein request-Skript ohne response-Angabe führt
ebenfalls zum Abbruch. Interaktive Eingaben in Installations-
skripten kann pkgadd nicht erkennen, sie sollten jedoch auch
nicht auftreten.
-O Das Auswahlmenü für die Paketableger wird nur einmal angezeigt.
-c Check-Modus (virtuelles Installieren). Die Pakete werden nicht
tatsächlich hinzugefügt, sondern es wird nur geprüft, ob eine
Installation erfolgreich verlaufen könnte (Abhängigkeiten, Plat-
tenplatz usw.).
-ch Zeichnet die Information einer virtuellen Installation für wei-
tere virtuelle Installationen auf.
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pkgadd(1M) pkgadd(1M)
-a Definiert eine Installationsverwaltungsdatei admin, die anstelle
der Standardverwaltungsdatei verwendet werden soll. Mit dem Wert
none wird die Verwendung einer Datei admin unterbunden und so der
Dialog mit dem Benutzer erzwungen. Wird kein vollständiger Pfad-
name angegeben, sucht pkgadd die Datei im Verzeichnis
/var/sadm/install/admin.
-s Überträgt das Paket in das Verzeichnis spool und installiert es
nicht.
pkginst
Gibt das Paket oder die Liste der Pakete an, das/die installiert
werden soll(en). Mit dem Wert all können alle auf dem Datenträger
oder Verzeichnis vorhandenen Pakete angegeben werden. Die Format-
angabe pkginst.* kann dazu verwendet werden, die Ableger aller
Pakete anzugeben.
Wird das Kommando pkgadd ohne Optionen ausgeführt, verwendet es
/var/spool/pkg, das Standard-Spool-Verzeichnis.
DIAGNOSE
Es gibt folgende Returncodes:
Code Bedeutung
______________________________________________________________________
0 erfolgreiche Durchführung
1 Abbruch (in der Regel falscher Aufruf)
2 Warnung (z. B. nur teilweise installiert)
3 Interrupt durch Benutzer
4 Abbruch wegen admin-Eintrag
5 Abbruch, da Interaktion erforderlich
+10 Reboot nach Installation aller Pakete erforderlich
+20 Reboot sofort erforderlich
NOSET (77) Kein Paket selektiert (nur bei Set Installation Packages)
>=79 Abbruch durch pkg-internen Fehler:
Geräte-Fehler:
79 Gerät nicht vorhanden
80 Gerät nicht in der Gerätetabelle
Datastream-Fehler:
81 Kein Archiv im Datastream
82 Initialisierung Datastream-Gerät nicht möglich
83 Fehler beim dsnext()
84 Datastream erwartet
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pkgadd(1M) pkgadd(1M)
Paket-Fehler:
85 Paket-Liste leer
86 pkgmap oder pkginfo fehlen
87 Response-Datei kann nicht angelegt/gelöscht werden
88 Fehler beim Öffnen der Datei pkgmap|pkginfo|depend|admin
89 Fehler beim Öffnen der Response-Datei
90 Paketteile <1
91 Verarbeitung von pkgmap fehlerhaft
92 Datei im Paket korrupt
93 Verzeichnis-Struktur korrupt
94 EXISTINGVERSION des Paket nicht installiert
95 EXISTINGLOAD des Paket nicht installiert
96 pkgmap-Einträge und contents-Einträge nicht konsistent
97 CLASSES-Parameter undefiniert
Systemfehler:
99 Kein Speicher mehr
100 ulimit-Fehler
101 Arbeitsverzeichnis kann nicht identifiziert werden
102 Pipe-Fehler
103 System-run-state kann nicht ermittelt werden
104 pkginfo-Fehler
105 uncompress-Fehler
106 Sperr-Fehler
107 umount nicht möglich
108 fseek()-Fehler
contents-Datei-Fehler:
110 Fehler beim Öffnen der contents-Datei
111 Eintrag in der contents-Datei fehlerhaft
112 Status eines Eintrags in der contents-Datei fehlerhaft
113 Fehler beim Schreiben in die contents-Datei
Verzeichnis-Fehler:
116 Anlegen Verzeichnis nicht möglich
117 Wechsel in Verzeichnis nicht möglich
118 Kopieren in Verzeichnis nicht möglich
119 Löschen Verzeichnis nicht möglich
120 Anlegen Temporärdatei nicht möglich
Fehler in Pyramid-Funktionen:
121 Fehler in pyrsavecp
122 Fehler in pyrcopyfiles
123 Fehler in pyrarm
Wird mehr als ein Paket installiert, gilt der Returncode für das
letzte installierte Paket.
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pkgadd(1M) pkgadd(1M)
HINWEISE
Bei der Übertragung eines Pakets auf ein Spool-Verzeichnis dürfen die
Optionen -r, -n und -a nicht verwendet werden.
Die Option -r kann zum Angeben eines Verzeichnis- oder eines Dateina-
mens benutzt werden. Das Verzeichnis kann zahlreiche response-Dateien
enthalten, die jeweils den Namen des Pakets tragen, dem sie zugeordnet
sind. Diese Möglichkeit ließe sich beispielsweise nutzen, wenn mehrere
Pakete im Dialogbetrieb mit einem Aufruf von pkgadd in das System auf-
genommen werden sollen. Jedes Paket benötigt eine response-Datei. Sol-
len die erstellten Antwortdateien denselben Namen haben wie das jewei-
lige Paket, (d. h. paket1 und paket2), dann ist das Verzeichnis, in
dem diese Dateien stehen, nach der Option -r anzugeben.
Die Option -n bewirkt, daß die Installation unterbrochen wird, wenn
während der Installation Benutzereingaben erforderlich sind.
Mit pkgmk -c erzeugte komprimierte Pakete werden automatisch dekompri-
miert.
SIEHE AUCH
pkginfo(1M), pkgmk(1M), pkgrm(1M).
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