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⇒ passmgmt(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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passmgmt(1M)                                                   passmgmt(1M)

NAME
     passmgmt - Kennwortdateien verwalten

SYNTAX
     passmgmt -a options name

     passmgmt -m options name

     passmgmt -d name

BESCHREIBUNG
     Das Kommando passmgmt aktualisiert Informationen in den Kennwortda-
     teien. Dieses Kommando arbeitet in den Dateien /etc/passwd und
     /etc/shadow.

     passmgmt -a fügt einen Eintrag für den Benutzer name in die Kennwort-
     dateien ein. Dieses Kommando erzeugt aber kein Verzeichnis für den
     neuen Benutzer. Die neue Benutzerkennung bleibt solange gesperrt
     (wobei die Zeichenkette *LK* im Kennwortfeld steht), bis das Kennwort
     mit dem Kommando passwd(1) definiert wurde.

     passmgmt -m ändert den Eintrag für den Benutzer name in den Kennwort-
     dateien. Das Namensfeld des Eintrags in der Datei /etc/shadow und alle
     Felder des Eintrags in /etc/passwd (außer dem Kennwortfeld) können mit
     diesem Kommando geändert werden. Es werden nur Felder, die in der Kom-
     mandozeile eingegeben wurden, geändert.

     passmgmt -d löscht den Eintrag für den Benutzer name aus den Kennwort-
     dateien. Es werden keine Dateien aus dem System gelöscht, deren Eigen-
     tümer der Benutzer ist. Derartige Dateien müssen manuell gelöscht wer-
     den.

OPTIONEN
     -c comment     Kurze Beschreibung der Benutzerkennung. Die Beschrei-
                    bung ist auf 128 Zeichen begrenzt. Standardmäßig ist
                    ein leeres Feld vorgegeben.

     -h homedir     HOME-Verzeichnis des Benutzers name. Der Verzeichnis-
                    name ist auf 256 Zeichen begrenzt. Standardmäßig ist
                    /usr/name vorgegeben.

     -u uid         Benutzernummer des Benutzers name. Diese Nummer muß
                    zwischen 0 und dem maximalen nichtnegativen Wert für
                    das System (einschließlich) liegen. Standardmäßig wird
                    es auf die nächste verfügbare Benutzernummer größer als
                    99 gesetzt. Ist die Option -o nicht angegeben, so muß
                    die Benutzernummer eindeutig sein.

     -o             Durch diese Option entfällt der Zwang, daß eine Benut-
                    zernummer eindeutig sein muß. Sie wird nur zusammen mit
                    der Option -u benutzt.




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passmgmt(1M)                                                   passmgmt(1M)

     -g gid         Gruppennummer des Benutzers name. Diese Nummer muß zwi-
                    schen 0 und dem maximalen nichtnegativen Wert für das
                    System (einschließlich) liegen. Der Standardwert ist 1.

     -s shell       Login-Shell für den Benutzer name. Es sollte sich dabei
                    um den vollständigen Pfadnamen des Programms handeln,
                    das ausgeführt wird, wenn sich der Benutzer anmeldet.
                    shell darf maximal 256 Zeichen lang sein. Standardmäßig
                    ist dieses Feld leer und wird dann als /usr/bin/sh
                    interpretiert.

     -l logname     Sie ändert name in logname. Diese Option wird zusammen
                    mit der Option -m benutzt.

     -A [operator][event][,...]
                    Eine durch Kommata getrennte Liste der Ereignistypen
                    oder -klassen. Die Maske des Benutzers für die Ereigni-
                    süberwachung (audit event mask) wird gesetzt (Option
                    -a) oder geändert (Option -m). Die folgenden Operatoren
                    stehen zur Verfügung: - zum Löschen der Ereignisse aus
                    der Überwachungsmaske des Benutzers, + zum Hinzufügen
                    der Ereignisse zur Überwachungsmaske des Benutzers, !
                    zum Überwachen aller Ereignisse mit Ausnahme der aufge-
                    führten Ereignisse. Wird kein Operator angegeben, wer-
                    den die aufgeführten Ergebnisse in der Maske des Benut-
                    zers für die Ereignisüberwachung gesetzt. Diese Option
                    ist nur gültig, wenn das Überwachungssubsystem (audi-
                    ting subsystem) installiert ist.

     Die Gesamtlänge eines Login-Eintrags ist in jeder der Kennwortdateien
     auf 511 Byte begrenzt.

DIAGNOSE
     Beim Kommando passmgmt gibt es folgende Rückkehrcodes:

     0 =  Erfolgreiche Ausführung.

     1 =  Berechtigung verweigert.

     2 =  Falsche Kommandosyntax. Es wird eine Meldung über die richtige
          Syntax für das Kommando passmgmt angezeigt.

     3 =  Eine Option hat ein ungültiges Argument.

     4 =  Benutzernummer wird gerade benutzt.

     5 =  Inkonsistente Kennwortdateien (z. B. name befindet sich in der
          Datei /etc/passwd aber nicht in der Datei /etc/shadow oder umge-
          kehrt).

     6 =  Unerwarteter Fehler. Kennwortdateien unverändert.



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passmgmt(1M)                                                   passmgmt(1M)

     7 =  Unerwarteter Fehler. Kennwortdatei(en) fehlt (fehlen).

     8 =  Kennwortdatei(en) belegt. Später erneut versuchen.

     9 =  name existiert nicht (falls -m oder -d angegeben ist), existiert
          bereits (falls -a angegeben ist) oder logname existiert bereits
          (falls -m -l angegeben ist).

HINWEISE
     Sie können als Teil eines Arguments keinen Doppelpunkt und kein Car-
     riage Return verwenden, da diese Zeichen in einer Kennwortdatei als
     Trennzeichen für Felder interpretiert werden.

     Dieses Kommando wird in einem späteren Release entfernt werden. Seine
     Funktionen wurden durch die Kommandos useradd, userdel und usermod
     ersetzt und verbessert. Diese Kommandos sind bereits jetzt verfügbar.

DATEIEN
     /etc/passwd

     /etc/shadow

     /etc/opasswd

     /etc/oshadow

SIEHE AUCH
     passwd(1), useradd(1M), userdel(1M), usermod(1M), defaultpasswd(4),
     passwd(4), shadow(4).

























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