useradd(1M) useradd(1M)
NAME
useradd - Neue Benutzerkennung im System verwalten
SYNTAX
useradd [-u uid [-o]] [-g group] [-G group[,group ...]] [-d dir]
[-s shell] [-c comment] [-m [-k skeldir]] [-f inactive]
[-e expire] [-a event] login
useradd -D [-g group] [-b basedir] [-f inactive] [-e expire]
BESCHREIBUNG
Ein Aufruf von useradd ohne die Option -D fügt einen Eintrag für einen
neuen Benutzer in die Dateien /etc/passwd und /etc/shadow ein. Außer-
dem können Sie damit, falls gewünscht, für diesen Benutzer die zusätz-
liche Zugehörigkeit zu einer Gruppe festlegen (Option -G) und das
HOME-Verzeichnis erzeugen (Option -m). Die neue Benutzerkennung bleibt
bis zur Ausführung des Kommandos passwd(1) gesperrt.
Wird useradd -D ohne weitere Optionen aufgerufen, so werden die Stan-
dardwerte für group, basedir, sheldir, shell, inactive und expire
angezeigt. Die Werte für group, basedir, inactive, expire und shell
werden bei Aufrufen ohne die Option -D benutzt.
Bei einem Aufruf von useradd -D mit einer der Optionen -g, -b, -f oder
-e oder einer beliebigen Kombination hiervon werden die Standardwerte
für die entsprechenden Felder definiert. (Nach der Installation lautet
die Standardgruppe other [mit der Gruppennummer 1] und der Standard-
wert von basedir ist /home.) Bei allen späteren Aufrufen von useradd
ohne die Option -D werden diese Argumente benutzt.
Die Länge der Systemdateieinträge, die mit diesem Kommando erzeugt
werden, ist auf 512 Zeichen pro Zeile beschränkt. Wenn Sie für mehrere
Optionen lange Argumente angeben, so wird diese Grenze unter Umständen
überschritten.
OPTIONEN
-a event[,...]
Eine durch Kommata getrennte Liste der Ereignistypen oder -klas-
sen, aus denen sich die Überwachungsmaske des Benutzers zusammen-
setzt. Zum Zeitpunkt der Auslieferung enthält das System keine
Standardüberwachungsmaske für den Benutzer. Mit dem Kommando
defadm können Sie jedoch eine solche Maske in der Datei
/etc/default/useradd definieren. Diese Option ist nur gültig,
wenn das Überwachungssubsystem (auditing subsystem) installiert
ist.
-b basedir
Voreinstellung für das Basisverzeichnis des Systems. Ist -d dir
nicht angegeben, wird basedir mit der Benutzerkennung verkettet.
Dies ergibt dann das HOME-Verzeichnis des Benutzers. Ist die
Option -m nicht angegeben, muß basedir existieren.
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useradd(1M) useradd(1M)
-c comment
Beliebiger Text. Im allgemeinen handelt es sich hierbei um eine
kurze Beschreibung der Kennung. Dieser Text wird momentan als das
Feld für den vollständigen Namen des Benutzers verwendet. Diese
Informationen werden in dem Benutzereintrag in /etc/passwd
gespeichert.
-d dir
Das HOME-Verzeichnis des neuen Benutzers. Standardwert ist
basedir/login, wobei basedir das Basisverzeichnis für HOME-
Verzeichnisse neuer Benutzer und login die neue Benutzerkennung
ist.
-e expire
Verfallsdatum dieser Benutzerkennung. Nach diesem Datum ist es
nicht mehr möglich, mit dieser Kennung in das System zu gelangen.
(Diese Option ist beispielsweise dann nützlich, wenn temporäre
Kennungen erzeugt werden sollen.) Sie können den Wert für das
Verfallsdatum expire in einem beliebigen Format (außer dem Julia-
nischen) angeben. Es sind also z. B. die Eingaben 6/10/94,
6.10.94 oder 6. Oktober 1994 möglich. Der Wert "" hebt die Wir-
kung des Verfallsdatums auf.
-f inactive
Maximale Anzahl von Tagen zwischen zwei Verwendungen einer Benut-
zerkennung, bis diese Benutzerkennung als ungültig erklärt wird.
Normalerweise stehen hier positive Ganzzahlen. Der Wert 0 hebt
diese Wirkung auf.
-G group
Die ganzzahlige Gruppennummer einer bereits vorhandenen Gruppe
bzw. der entsprechende Gruppenname, der aus einer Zeichenkette
besteht. Hierdurch wird eine zusätzliche Gruppenzugehörigkeit für
den neuen Benutzer festgelegt. Duplikate von group bei den Optio-
nen -g und -G werden ignoriert. Es dürfen nicht mehr als
NGROUPSMAX Gruppen angegeben werden.
-g group
Die ganzzahlige Gruppennummer einer bereits vorhandenen Gruppe
bzw. der entsprechende Gruppenname, der aus einer Zeichenkette
besteht. Ist die Option -D nicht angegeben, so legt dies die Pri-
märgruppe für den neuen Benutzer fest. Standardwert dafür ist die
Standardgruppe. Sie können diesen Wert durch Aufruf von useradd
-D -g group ändern.
-k skeldir
Verzeichnis, das grundlegende Informationen (wie etwa die Datei
.profile) enthält, die in das HOME-Verzeichnis des neuen Benut-
zers kopiert werden können. Dieses Verzeichnis muß existieren.
Standardmäßig wird vom System ein Verzeichnis /etc/skel zu diesem
Zweck zur Verfügung gestellt.
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useradd(1M) useradd(1M)
-m Erzeugt das HOME-Verzeichnis des neuen Benutzers, sofern dies
noch nicht existiert. Ist das HOME-Verzeichnis bereits vorhanden,
muß es für group die Lese-, Schreib- und Durchlaufberechtigung
aufweisen, wobei group die Primärgruppe des Benutzers ist. Stim-
men die Zugriffsrechte nicht, so wird von useradd eine Warnung
ausgegeben. Das Kommando beendet sich aber nicht.
-o Bei dieser Option darf die Benutzernummer (uid) dupliziert werden
und braucht dann nicht mehr eindeutig zu sein.
-s shell
Vollständiger Pfadname des Programms, das nach dem Login als
Shell des Benutzers gestartet werden soll. Standardwert ist ein
leeres Feld, was dazu führt, daß das System /sbin/sh verwendet.
Der Wert von shell muß eine gültige ausführbare Datei sein.
-u uid
Die Benutzernummer (uid) des neuen Benutzers. Dies muß eine
nichtnegative dezimale Ganzzahl sein, die kleiner ist als der in
der Include-Datei <param.h> definierte Wert MAXUID. Wird kein
Wert angegeben, so wird standardmäßig die erste verfügbare freie
Benutzernummer eingesetzt. Sind beispielsweise 100, 105 und 200
als Benutzernummern zugewiesen, ist 101 die nächste Benutzernum-
mer, die standardmäßig vergeben wird. (Benutzernummern von 0 bis
99 sind reserviert.)
Hinweis:
Dieser Vergabemechanismus funktioniert nur bei uid < 3000. Ist
uid >= 3000, benötigen Sie das Paket SIfmllan.
login
Eine Zeichenkette mit druckbaren Zeichen, die die neue Benutzer-
kennung des Benutzers angibt. Sie darf weder einen Doppelpunkt
(:) noch ein Zeilenendezeichen (\n) enthalten.
DIAGNOSE
Beim Kommando useradd gibt es folgende Rückkehrcodes:
0 = Aufgabe erfolgreich beendet.
2 = Falsche Kommandosyntax; es wird eine Meldung ausgegeben, wie die
korrekte Syntax von useradd lautet.
3 = Es wurde zu einer Option ein ungültiges Argument angegeben.
4 = Die Benutzernummer uid, die bei der Option -u angegeben wurde,
wird bereits verwendet.
6 = Die Gruppe group, die bei der Option -g angegeben wurde, exi-
stiert nicht.
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useradd(1M) useradd(1M)
9 = Die angegebene Benutzerkennung login ist nicht eindeutig.
10 = Die Datei /etc/group kann nicht aktualisiert werden. Die Benut-
zerkennung wurde in die Datei /etc/passwd, aber nicht in die
Datei /etc/group eingetragen.
12 = Das HOME-Verzeichnis konnte (mit der Option -m) nicht angelegt
werden bzw. skeldir konnte nicht in das HOME-Verzeichnis
kopiert werden.
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
texte.
Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert ist, wird
der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch LANG nicht
oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das System so, als
wäre es nicht internationalisiert.
Hat eine der Variablen für die internationale Umgebung einen ungülti-
gen Wert, verhält sich das System so, als wäre keine Variable gesetzt.
Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
Bereich der Internationalisierung.
DATEIEN
/etc/passwd
/etc/shadow
/etc/group
/etc/skel
SIEHE AUCH
passwd(1), users(1), groupadd(1M), groupdel(1M), groupmod(1M),
logins(1M), userdel(1M), usermod(1M), group(4), passwd(4), shadow(4).
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