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⇒ useradd(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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useradd(1M)                                                     useradd(1M)

NAME
     useradd - Neue Benutzerkennung im System verwalten

SYNTAX
     useradd [-u uid [-o]] [-g group] [-G group[,group ...]] [-d dir]
             [-s shell] [-c comment] [-m [-k skeldir]] [-f inactive]
             [-e expire] [-a event] login

     useradd -D [-g group] [-b basedir] [-f inactive] [-e expire]

BESCHREIBUNG
     Ein Aufruf von useradd ohne die Option -D fügt einen Eintrag für einen
     neuen Benutzer in die Dateien /etc/passwd und /etc/shadow ein. Außer-
     dem können Sie damit, falls gewünscht, für diesen Benutzer die zusätz-
     liche Zugehörigkeit zu einer Gruppe festlegen (Option -G) und das
     HOME-Verzeichnis erzeugen (Option -m). Die neue Benutzerkennung bleibt
     bis zur Ausführung des Kommandos passwd(1) gesperrt.

     Wird useradd -D ohne weitere Optionen aufgerufen, so werden die Stan-
     dardwerte für group, basedir, sheldir, shell, inactive und expire
     angezeigt. Die Werte für group, basedir, inactive, expire und shell
     werden bei Aufrufen ohne die Option -D benutzt.

     Bei einem Aufruf von useradd -D mit einer der Optionen -g, -b, -f oder
     -e oder einer beliebigen Kombination hiervon werden die Standardwerte
     für die entsprechenden Felder definiert. (Nach der Installation lautet
     die Standardgruppe other [mit der Gruppennummer 1] und der Standard-
     wert von basedir ist /home.) Bei allen späteren Aufrufen von useradd
     ohne die Option -D werden diese Argumente benutzt.

     Die Länge der Systemdateieinträge, die mit diesem Kommando erzeugt
     werden, ist auf 512 Zeichen pro Zeile beschränkt. Wenn Sie für mehrere
     Optionen lange Argumente angeben, so wird diese Grenze unter Umständen
     überschritten.

OPTIONEN
     -a event[,...]
          Eine durch Kommata getrennte Liste der Ereignistypen oder -klas-
          sen, aus denen sich die Überwachungsmaske des Benutzers zusammen-
          setzt. Zum Zeitpunkt der Auslieferung enthält das System keine
          Standardüberwachungsmaske für den Benutzer. Mit dem Kommando
          defadm können Sie jedoch eine solche Maske in der Datei
          /etc/default/useradd definieren. Diese Option ist nur gültig,
          wenn das Überwachungssubsystem (auditing subsystem) installiert
          ist.

     -b basedir
          Voreinstellung für das Basisverzeichnis des Systems. Ist -d dir
          nicht angegeben, wird basedir mit der Benutzerkennung verkettet.
          Dies ergibt dann das HOME-Verzeichnis des Benutzers. Ist die
          Option -m nicht angegeben, muß basedir existieren.




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useradd(1M)                                                     useradd(1M)

     -c comment
          Beliebiger Text. Im allgemeinen handelt es sich hierbei um eine
          kurze Beschreibung der Kennung. Dieser Text wird momentan als das
          Feld für den vollständigen Namen des Benutzers verwendet. Diese
          Informationen werden in dem Benutzereintrag in /etc/passwd
          gespeichert.

     -d dir
          Das HOME-Verzeichnis des neuen Benutzers. Standardwert ist
          basedir/login, wobei basedir das Basisverzeichnis für HOME-
          Verzeichnisse neuer Benutzer und login die neue Benutzerkennung
          ist.

     -e expire
          Verfallsdatum dieser Benutzerkennung. Nach diesem Datum ist es
          nicht mehr möglich, mit dieser Kennung in das System zu gelangen.
          (Diese Option ist beispielsweise dann nützlich, wenn temporäre
          Kennungen erzeugt werden sollen.) Sie können den Wert für das
          Verfallsdatum expire in einem beliebigen Format (außer dem Julia-
          nischen) angeben. Es sind also z. B. die Eingaben 6/10/94,
          6.10.94 oder 6. Oktober 1994 möglich. Der Wert "" hebt die Wir-
          kung des Verfallsdatums auf.

     -f inactive
          Maximale Anzahl von Tagen zwischen zwei Verwendungen einer Benut-
          zerkennung, bis diese Benutzerkennung als ungültig erklärt wird.
          Normalerweise stehen hier positive Ganzzahlen. Der Wert 0 hebt
          diese Wirkung auf.

     -G group
          Die ganzzahlige Gruppennummer einer bereits vorhandenen Gruppe
          bzw. der entsprechende Gruppenname, der aus einer Zeichenkette
          besteht. Hierdurch wird eine zusätzliche Gruppenzugehörigkeit für
          den neuen Benutzer festgelegt. Duplikate von group bei den Optio-
          nen -g und -G werden ignoriert. Es dürfen nicht mehr als
          NGROUPSMAX Gruppen angegeben werden.

     -g group
          Die ganzzahlige Gruppennummer einer bereits vorhandenen Gruppe
          bzw. der entsprechende Gruppenname, der aus einer Zeichenkette
          besteht. Ist die Option -D nicht angegeben, so legt dies die Pri-
          märgruppe für den neuen Benutzer fest. Standardwert dafür ist die
          Standardgruppe. Sie können diesen Wert durch Aufruf von useradd
          -D -g group ändern.

     -k skeldir
          Verzeichnis, das grundlegende Informationen (wie etwa die Datei
          .profile) enthält, die in das HOME-Verzeichnis des neuen Benut-
          zers kopiert werden können. Dieses Verzeichnis muß existieren.
          Standardmäßig wird vom System ein Verzeichnis /etc/skel zu diesem
          Zweck zur Verfügung gestellt.



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useradd(1M)                                                     useradd(1M)

     -m   Erzeugt das HOME-Verzeichnis des neuen Benutzers, sofern dies
          noch nicht existiert. Ist das HOME-Verzeichnis bereits vorhanden,
          muß es für group die Lese-, Schreib- und Durchlaufberechtigung
          aufweisen, wobei group die Primärgruppe des Benutzers ist. Stim-
          men die Zugriffsrechte nicht, so wird von useradd eine Warnung
          ausgegeben. Das Kommando beendet sich aber nicht.

     -o   Bei dieser Option darf die Benutzernummer (uid) dupliziert werden
          und braucht dann nicht mehr eindeutig zu sein.

     -s shell
          Vollständiger Pfadname des Programms, das nach dem Login als
          Shell des Benutzers gestartet werden soll. Standardwert ist ein
          leeres Feld, was dazu führt, daß das System /sbin/sh verwendet.
          Der Wert von shell muß eine gültige ausführbare Datei sein.

     -u uid
          Die Benutzernummer (uid) des neuen Benutzers. Dies muß eine
          nichtnegative dezimale Ganzzahl sein, die kleiner ist als der in
          der Include-Datei <param.h> definierte Wert MAXUID. Wird kein
          Wert angegeben, so wird standardmäßig die erste verfügbare freie
          Benutzernummer eingesetzt. Sind beispielsweise 100, 105 und 200
          als Benutzernummern zugewiesen, ist 101 die nächste Benutzernum-
          mer, die standardmäßig vergeben wird. (Benutzernummern von 0 bis
          99 sind reserviert.)

          Hinweis:

          Dieser Vergabemechanismus funktioniert nur bei uid < 3000. Ist
          uid >= 3000, benötigen Sie das Paket SIfmllan.

     login
          Eine Zeichenkette mit druckbaren Zeichen, die die neue Benutzer-
          kennung des Benutzers angibt. Sie darf weder einen Doppelpunkt
          (:) noch ein Zeilenendezeichen (\n) enthalten.

DIAGNOSE
     Beim Kommando useradd gibt es folgende Rückkehrcodes:

      0 =  Aufgabe erfolgreich beendet.

      2 =  Falsche Kommandosyntax; es wird eine Meldung ausgegeben, wie die
           korrekte Syntax von useradd lautet.

      3 =  Es wurde zu einer Option ein ungültiges Argument angegeben.

      4 =  Die Benutzernummer uid, die bei der Option -u angegeben wurde,
           wird bereits verwendet.

      6 =  Die Gruppe group, die bei der Option -g angegeben wurde, exi-
           stiert nicht.



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useradd(1M)                                                     useradd(1M)

      9 =  Die angegebene Benutzerkennung login ist nicht eindeutig.

     10 =  Die Datei /etc/group kann nicht aktualisiert werden. Die Benut-
           zerkennung wurde in die Datei /etc/passwd, aber nicht in die
           Datei /etc/group eingetragen.

     12 =  Das HOME-Verzeichnis konnte (mit der Option -m) nicht angelegt
           werden bzw. skeldir konnte nicht in das HOME-Verzeichnis
           kopiert werden.

INTERNATIONALE UMGEBUNG
     Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
     texte.

     Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert ist, wird
     der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch LANG nicht
     oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das System so, als
     wäre es nicht internationalisiert.

     Hat eine der Variablen für die internationale Umgebung einen ungülti-
     gen Wert, verhält sich das System so, als wäre keine Variable gesetzt.

     Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
     bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
     Bereich der Internationalisierung.

DATEIEN
     /etc/passwd

     /etc/shadow

     /etc/group

     /etc/skel

SIEHE AUCH
     passwd(1), users(1), groupadd(1M), groupdel(1M), groupmod(1M),
     logins(1M), userdel(1M), usermod(1M), group(4), passwd(4), shadow(4).
















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