lpadmin(1M) lpadmin(1M)
NAME
lpadmin - LP-Druckdienst konfigurieren
SYNTAX
lpadmin -p printer options
lpadmin -x dest
lpadmin -d [dest]
lpadmin -S print-wheel -A alert-type [-W minutes] [-Q requests]
BESCHREIBUNG
lpadmin konfiguriert den LP-Druckdienst. Dazu werden Drucker und
Geräte definiert. Mit diesem Kommando werden Drucker hinzugefügt und
geändert sowie aus dem Dienst entfernt. Außerdem wird das Kommando
verwendet, um das Standardziel für das System zu definieren bzw. zu
ändern, um Alarmsignale bei Druckerfehlern zu definieren und Typenrä-
der einzulegen.
Drucker hinzufügen oder ändern
Mit der ersten Form des Kommandos lpadmin (lpadmin -p printer options)
wird ein neuer Drucker konfiguriert oder die Konfiguration eines
bereits vorhandenen Druckers geändert. Die unter options aufgeführten
Optionen können in beliebiger Reihenfolge angegeben werden.
-A alert-type [-W minutes]
Mit der Option -A wird ein Alarmsignal definiert, das den System-
verwalter bei einem Druckerfehler informiert, und das danach in
regelmäßigen Abständen wiederholt wird, bis der Systemverwalter
den Druckerfehler beseitigt hat. Die folgenden Signaltypen
(alert-types) sind möglich:
mail Sendet die Alarm-Meldung über elektronische Post [siehe
mail(1)] an den Systemverwalter.
write Gibt die Meldung an demjenigen Terminal aus, an dem der
Systemverwalter angemeldet ist. Ist der Systemverwalter
an mehreren Terminals angemeldet, wird eines davon
willkürlich ausgewählt.
quiet Gibt keine Meldungen über den aktuellen Zustand aus.
Der Systemverwalter kann mit dieser Option die Ausgabe
weiterer Meldungen über einen ihm bekannten Fehler
zeitweilig unterbrechen. Sobald der Fehler behoben ist
und die Druckoperation weiterläuft, werden wieder Mel-
dungen ausgegeben, falls im Drucker ein neuer Fehler
auftritt.
none Es werden keine Meldungen gesendet; alle vorhandenen
Definitionen für Alarmsignale werden gelöscht. Tritt
ein Fehler am Drucker auf, wird keine Alarmmeldung
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ausgegeben. Dies ist solange der Fall, bis ein anderer
Signaltyp (außer quiet) angegeben wird.
shell-command
Ruft das Shell-Kommando shell-command jedesmal dann
auf, wenn das Alarmsignal gesendet werden muß. Das
Shell-Kommando kann die Meldung aus der Standardeingabe
abrufen. Enthält das Kommando Leerzeichen, muß es in
Anführungszeichen gesetzt werden. Die mail- bzw.
write-Werte für diese Option entsprechen den Werten
mail user-name bzw. write user-name, wobei user-name
die aktuelle Benutzerkennung des Systemverwalters ist.
Dies ist die Benutzerkennung der Person, die dieses
Kommando eingibt, es sei denn, sie hat mit dem Kommando
su zu einer anderen Benutzernummer gewechselt. Wurde
das Kommando su in dieser Weise benutzt, wird als
user-name die Benutzerkennung für die neue Benutzernum-
mer benutzt.
list Zeigt den Typ des Alarmsignals an, das bei einem Druk-
kerfehler ausgegeben wird. Das Signal selbst wird dabei
nicht verändert.
Folgende Meldung erscheint:
The printer printer has stopped printing for the reason given
below. Fix the problem and bring the printer back on line.
Printing has stopped, but will be restarted in a few minutes;
issue an enable command if you want to restart sooner. Unless
someone issues a change request
lp -i request-id -P ...
to change the page list to print, the current request will be
reprinted from the beginning.
The reason(s) it stopped (multiple reasons indicate reprinted
attempts):
reason
[Der Drucker printer kann aus dem unten aufgeführten Grund
nicht weiterarbeiten. Beseitigen Sie den Fehler und aktivieren
Sie den Drucker neu. Der Druckvorgang ist unterbrochen, wird in
einigen Minuten jedoch wieder aufgenommen; wenn der Druckvor-
gang früher beginnen soll, geben Sie ein Aktivierungskommando
ein. Der aktuelle Druckvorgang wird nochmals von Anfang an
gedruckt, es sei denn, es wurde eine Änderungsanforderung der
Form
lp -i request-id -P ...
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eingegeben, um die Liste der zu druckenden Seite zu ändern.
Grund/Gründe für den Abbruch des Drucks (mehrere Gründe bedeu-
ten, daß bereits mehrere Druckversuche unternommen wurden):
reason]
Der LP-Druckdienst kann Druckerfehler nur dann finden, wenn ein
geeignetes schnelles Filterprogramm und ein Standard-
Schnittstellenprogramm bzw. ein geeignetes angepaßtes Schnitt-
stellenprogramm verwendet wird. Darüber hinaus hängt das Wiede-
rherstellungsvermögen nach einem Fehler von den Eigenschaften des
Filters ab.
Wird für den Drucker printer der Wert all definiert, gilt die mit
diesem Kommando definierte Alarmfunktion für alle vorhandenen
Drucker.
Wird die Ausgabe von Alarmsignalen für den Drucker printer nicht
mit der Option -W geregelt, wird standardmäßig eine Meldung pro
Fehler mit elektronischer Post an den Verwalter des Druckers
printer geschickt. Dies entspricht der Angabe -W once bzw. -W 0.
Ist unter minutes eine Zahl größer als Null angegeben, wird das
Alarmsignal in Abständen von dieser Anzahl an Minuten ausgegeben.
-c class
Fügt den Drucker printer in die unter class angegebene Klasse
ein. Falls die Klasse class noch nicht existiert, wird sie
erzeugt.
-D comment
Sichert den Kommentar comment und zeigt ihn an, wenn ein Benutzer
nach einer vollständigen Beschreibung des Druckers printer ver-
langt [siehe lpstat(1)]. Der LP-Druckdienst interpretiert diesen
Kommentar nicht.
-e printer1
Kopiert das Schnittstellenprogramm eines bereits vorhandenen
Druckers printer1 als Schnittstellenprogramm für den Drucker
printer. (Bei dieser Option dürfen die Optionen -i und -m nicht
angegeben werden.)
-F fault-recovery
Diese Option gibt an, wie ein Druckauftrag, der aufgrund eines
Druckerfehlers unterbrochen wurde, danach weiterbearbeitet wird.
Dies wird mit dem Wert von fault-recovery angegeben:
continue Der Druckauftrag wird oben auf derjenigen Seite wei-
tergeführt, auf der das Drucken unterbrochen wurde.
Hierfür wird ein Filter benötigt, der wartet, bis
der Fehler behoben ist, und dann das Drucken automa-
tisch weiterführt.
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beginning Der Druckauftrag wird ganz von Anfang an nochmals
ausgeführt.
wait Der Drucker printer wird deaktiviert, bis der Ver-
walter oder ein Benutzer ihn wieder aktiviert.
In der Wartezeit kann der Verwalter oder der Benut-
zer, der den unterbrochenen Druckauftrag abgesetzt
hat, eine Änderungsanforderung eingeben, die genau
angibt, an welcher Stelle der Druck weitergeführt
werden soll. (Siehe die Option -i des Kommandos lp.)
Wird keine Änderungsanforderung eingegeben und der
Drucker aktiviert, so wird auf derjenigen Seite wei-
tergedruckt, auf der der Druckvorgang unterbrochen
wurde, falls der Filter dies zuläßt; andernfalls
wird der Druckauftrag vom Anfang an ausgeführt.
-f allow:form-list
-f deny:form-list
Erlaubt oder verbietet das Drucken der Formulare in der Liste
form-list auf dem Drucker printer. Standardmäßig sind auf einem
neuen Drucker keine Formulare erlaubt.
Für jeden Drucker führt der LP-Druckdienst zwei Listen mit Formu-
laren: eine Liste mit den für diesen Drucker erlaubten Formularen
("allow-list") und eine Liste mit den für diesen Drucker unzuläs-
sigen Formularen ("deny-list"). Wird die Option -f allow angege-
ben, so werden die aufgelisteten Formulare zu der Liste der
erlaubten Formulare hinzugefügt und von der Liste der unzulässi-
gen Formulare gestrichen. Wird die Option -f deny angegeben, so
werden die aufgelisteten Formulare zu der Liste der unzulässigen
Formulare hinzugefügt und von der Liste der erlaubten Formulare
gestrichen.
Ist die Liste der erlaubten Formulare nicht leer, so dürfen nur
die Formulare aus der Liste auf dem Drucker verwendet werden,
unabhängig vom Inhalt der Liste der unzulässigen Formulare. Ist
die Liste der erlaubten Formulare leer, die der unzulässigen For-
mulare aber nicht leer, dürfen die unzulässigen Formulare nicht
auf dem Drucker verwendet werden. Es können pauschal alle Formu-
lare für einen Drucker gesperrt werden, und zwar mit der Option
-f deny:all. Mit -f allow:all können alle Formulare auf einem
Drucker ausgegeben werden (soweit der Drucker die Eigenschaften
dieser Formulare verarbeiten kann).
Diese Informationen dienen dem LP-Druckdienst als Richtlinien,
mit denen sich bestimmen läßt, auf welchem Drucker welche Formu-
lare definiert werden können. Für Verwalter gelten jedoch keine
Einschränkungen: sie können Formulare auf beliebigen Druckern
verwenden. Wird ein Formular für einen bestimmten Drucker defi-
niert und steht dies im Gegensatz zu den in der Liste der erlaub-
ten oder unzulässigen Formulare für diesen Drucker angegebenen
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Informationen, erhält der Verwalter zwar eine Warnung, aber das
Formular wird akzeptiert. Wenn ein Benutzer versucht, einen Druk-
kauftrag oder eine Änderungsanforderung für eine ungültige
Formular/Druckerkombination abzusetzen, wird dies nur dann akzep-
tiert, wenn das Formular momentan für den Drucker definiert ist.
Wird das Formular später für den Drucker deaktiviert, und zwar
bevor der Druckauftrag ausgeführt werden kann, wird der Auftrag
storniert und der Benutzer mit elektronischer Post benachrich-
tigt.
Wenn der Verwalter versucht, ein Formular für einen Drucker zu
definieren, der die dazu notwendigen Eigenschaften nicht besitzt,
wird das Kommando abgewiesen.
Beachten Sie, daß die Option -f in anderer Weise zusammen mit der
Option -M benutzt werden kann. Dies ist weiter unten beschrieben.
-h Gibt an, daß das mit dem Drucker verbundene Gerät festverdrahtet
ist. Die Optionen -h und -l schließen sich gegenseitig aus. Ist
keine von beiden angegeben, wird Angabe von -h vorausgesetzt.
-I content-type-list
Läßt Druckaufträge für den Drucker printer zu, deren Inhaltstyp
in der Liste content-type-list angegeben ist. Sind in der Liste
mehrere Typen angegeben, müssen die Namen durch Kommata oder
Leerzeichen getrennt sein. (Werden zur Trennung der Listenele-
mente Leerzeichen verwendet, muß die gesamte Liste in Anführungs-
zeichen eingeschlossen werden.)
Der Typ simple wird als Standardinhaltstyp für Dateien im Reliant
UNIX System erkannt. Eine Datei mit dem Typ simple ist ein Daten-
strom, der nur druckbare ASCII-Zeichen sowie die folgenden Steu-
erzeichen enthält:
Steuerzeichen Oktalwert Bedeutung
_________________________________________________________________________
Korrekturzeichen 108 ein Zeichen zurückge-
hen, jedoch nicht am
Tabulatorzeichen 118 Z
ze
ui
mle
nn
äa
ch
nf
sa
te
ng
n Tabula-
Zeilenvorschub- (Zeilenende)-Zeichen 128 t
zo
um
rsA
tn
of
pag
ne
ghd
ee
nr näch-
Formularvorschub-Zeichen 148 s
zt
ue
mnAZ
ne
fa
il
ne
g d
geh
renäch-
Carriage Return-Zeichen 158 s
zt
ue
mnAS
ne
fa
in
te
g d
geh
rea
nktuel-
Wenn Sie erreichen wollen, daß der Druckdienst d
len T
Ze
yi
plsimplenals
für den Drucker gültig einstuft, geben Sie entweder einen expli-
ziten Wert in der Liste content-type-list (z. B. den Druckertyp)
oder eine leere Liste an. Wollen Sie dagegen erreichen, daß der
Typ simple neben anderen Typen zulässig ist, so müssen Sie simple
in die Liste content-type-list aufnehmen.
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Abgesehen von simple kann jeder beliebige Inhaltstyp vom Verwal-
ter festgelegt werden. Wird der Druckertyp mit der Option -T
definiert, so wird er implizit auch als gültiger Inhaltstyp ange-
sehen.
-i interface
Definiert ein neues Schnittstellenprogramm für den Drucker prin-
ter. interface ist der Pfadname des neuen Programms. (Die Optio-
nen -e und -m können bei dieser Option nicht angegeben werden.)
-l Gibt an, daß das mit dem Drucker printer verbundene Gerät ein
Anmelde-Terminal ist. Bei jedem Start des LP-Schedulers (lpsched)
werden alle Anmelde-Terminals automatisch deaktiviert. (Die
Option -h kann bei dieser Option nicht angegeben werden.)
-M -f form-name [-a [-o filebreak]]
Definiert das Formular form-name für den Drucker printer. Druk-
kaufträge, die den Vordruck form-name benötigen, werden auf dem
Drucker printer ausgeführt. Ist das Formular für mehrere Drucker
definiert und hat der Benutzer bei der Option -d des Kommandos lp
als Zieldrucker any angegeben, so wird der Druckauftrag auf dem-
jenigen Drucker ausgeführt, der auch die übrigen Anforderungen
des Auftrags erfüllt.
Die für das Formular benötigten Werte für Seitenlänge und
-breite, Zeichendichte und Zeilenabstand werden mit den zulässi-
gen Werten für den Drucker verglichen. Hierzu werden die Eigen-
schaften für diesen Druckertyp aus der terminfo-Datenbasis über-
prüft. Bietet der Drucker nicht die für das Formular benötigten
Eigenschaften, erhält der Verwalter eine Warnung. Die Definition
wird aber dennoch akzeptiert. Entspricht das Typenrad des Druk-
kers nicht dem für das Formular als bindend vorgeschriebenen,
wird ebenfalls eine Warnung an den Verwalter ausgegeben. Die
Definition wird dennoch akzeptiert.
Wird die Option -a angegeben, so wird ein Justierungsmuster aus-
gedruckt. Davor wird der physische Drucker genauso initialisiert
wie bei einem normalen Druckauftrag, außer daß kein Deckblatt
gedruckt wird. Standardmäßig beginnt der Druck oben auf der
ersten Seite des Formulars. Nachdem das Muster ausgedruckt wurde,
kann der Verwalter das eingelegte Formular im Drucker ausrichten
und mit der CR-Taste ein weiteres Justierungsmuster drucken las-
sen. (Dabei findet aber keine Initialisierung statt.) Dies kann
beliebig oft wiederholt werden. Der Verwalter kann den Druck von
Justierungsmustern durch Eingabe von q verlassen.
Ist die Option -o filebreak angegeben, erfolgt zwischen den ein-
zelnen Ausgaben des Justierungsmusters ein Formularvorschub.
Standardmäßig wird davon ausgegangen, daß das Justierungsmuster
das Formular korrekt ausfüllt, so daß kein Formularvorschub
erforderlich ist und daher auch nicht hinzgefügt wird.
Um die Definition für ein Formular zu deaktivieren, wird entweder
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ein neues Formular an seiner Stelle definiert oder die Option -f
none angegeben. Standardmäßig sind bei einem neuen Drucker keine
Formulare definiert.
Beachten Sie, daß die Option -f auch ohne die Option -M verwendet
werden kann. Dies ist weiter oben beschrieben.
-M -S print-wheel
Definiert das Typenrad print-wheel für den Drucker printer. Druk-
kaufträge, die das Typenrad print-wheel benötigen, werden auf dem
Drucker printer ausgedruckt. Ist das Typenrad für mehrere Drucker
definiert und hat der Benutzer bei der Option -d des Kommandos lp
als Zieldrucker any angegeben, so wird der Druckauftrag auf dem-
jenigen Drucker ausgeführt, der auch die übrigen Anforderungen
des Auftrags erfüllt.
Ist das Typenrad print-wheel nicht in der Liste der für den Druk-
ker akzeptablen Typenräder enthalten, erhält der Verwalter eine
Warnung, aber die Definition wird dennoch akzeptiert. Arbeitet
der Drucker nicht mit Typenrädern, wird das Kommando abgewiesen.
Um die Definition für ein Typenrad zu deaktivieren, wird entweder
ein neues Formular an seiner Stelle definiert oder die Option -S
none angegeben. Standardmäßig sind bei einem neuen Drucker keine
Typenräder definiert.
Beachten Sie, daß die Option -S auch ohne die Option -M verwendet
werden kann. Dies ist weiter unten beschrieben.
-m model
Wählt für den Drucker das zum LP-Druckdienst gehörende Schnitt-
stellenprogramm model aus. (Die Optionen -e und -i können bei
dieser Option nicht angegeben werden.)
-o printing-option
Jede -o-Option in der unten aufgeführten Liste ist der Standard-
wert, der an ein Schnittstellenprogramm übergeben wird, sofern
die Option nicht aus einer Definition für einen Formularvordruck
entnommen wird oder explizit vom Benutzer, der den Druckauftrag
angestoßen hat, angegeben wird [siehe lp(1)]. Die einzigen -o-
Optionen, bei denen Standardwerte definiert werden können, sind
unten aufgeführt.
length=scaled-decimal-number
width=scaled-decimal-number
cpi=scaled-decimal-number
lpi=scaled-decimal-number
stty='stty-option-list'
Der Begriff "scaled-decimal-number" (skalierte Dezimalzahl)
bezieht sich auf eine nichtnegative Zahl, die als Größenangabe
verwendet wird. Die zugehörige Einheit wird durch einen
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unmittelbar der Zahl nachgestellten Buchstaben dargestellt. Beim
LP-Druckdienst können drei Typen von skalierten Dezimalzahlen
verwendet werden: Zahlen für Größenangaben in Zentimetern (sie
sind mit einem nachgestellten c gekennzeichnet); Zahlen für Grö-
ßenangaben in Zoll (sie sind mit einem nachgestellten i gekenn-
zeichnet); und Zahlen, die Größenangaben in einer anderen geeig-
neten Einheit darstellen (sie haben keinen nachgestellten Buch-
staben). Dabei kann es sich um die Einheiten Zeilen, Zeichen,
Zeilen pro Zoll oder Zeichen pro Zoll handeln.
Die ersten vier Standard-Optionswerte müssen zu den Eigenschaften
des physischen Druckertyps passen. Diese sind in der Datenbasis
terminfo für den jeweiligen Druckertyp angegeben. Passen die
Werte nicht in der beschriebenen Weise zum Typ des Druckers, wird
das Kommando abgewiesen.
Die Liste stty-option-list wird nicht auf zulässige Werte über-
prüft, sondern wird vom Standard-Schnittstellenprogramm direkt an
das Programm stty übergeben. Erzeugt stty bei der Verarbeitung
eines Auftrags (durch das Standard-Schnittstellenprogramm) Feh-
lermeldungen, so werden diese über elektronische Post an den
Benutzer gesendet, der den Auftrag angestoßen hat.
Für alle nicht eigens angegebenen Druckoptionen sind Standard-
werte für die folgenden Attribute für den angegebenen Druckertyp
in der Datenbasis terminfo definiert.
length
width
cpi
lpi
Der Standardwert für stty ist
stty='9600 cs8 -cstopb -parenb ixon
-ixany opost -olcuc onlcr -ocrnl -onocr
-onlret -ofill nl0 cr0 tab0 bs0 vt0 ff0'
Jede -o-Option läßt sich auf den entsprechenden Standardwert set-
zen, wobei derartige Standardwerte von Druckertyp zu Druckertyp
verschieden sind. Dazu müssen sie nur ohne die zugewiesenen Werte
wie folgt eingegeben werden:
length=
width=
cpi=
lpi=
stty=
-o nobanner
Mit dieser Option kann ein Benutzer bei einem Druckauftrag ange-
ben, daß kein Deckblatt gedruckt wird.
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-o banner
Diese Option erzwingt den Druck eines Deckblatts bei jedem Druk-
kauftrag, selbst wenn ein Benutzer fordert, daß kein Deckblatt
gedruckt werden soll. Dies ist die Standardeinstellung; Sie müs-
sen -o nobanner angeben, wenn Sie erreichen wollen, daß Benutzer
beim Kommando lp die Option -o nobanner angeben können.
-r class
Löscht den Drucker printer aus der unter class angegebenen
Klasse. Ist der Drucker printer das letzte Element der Klasse
class, wird die Klasse class ebenfalls gelöscht.
-S list
Ermöglicht, daß die in der Liste list definierten Typenräder oder
Aliasnamen für Zeichensätze auf dem Drucker verwendet werden.
Arbeitet der Drucker mit Typenrädern, besteht die Liste list aus
Namen von Typenrädern, die jeweils durch Kommata oder Leerzeichen
voneinander getrennt sind. (Dabei muß die gesamte Liste in Anfüh-
rungszeichen stehen, wenn Leerzeichen darin auftreten.) Diese
Typenräder, und nur diese, gelten als passend für den Drucker.
(Allerdings können Sie immer die Verwendung eines anderen Typen-
rads erzwingen.) Bevor mit dieser Option eine Liste der zulässi-
gen Typenräder angelegt wird, gelten alle Typenräder als nicht
verwendbar für den Drucker, und daher werden Druckaufträge, die
die Verwendung eines bestimmten Typenrades auf dem Drucker ver-
langen, abgewiesen.
Arbeitet der Drucker mit auswählbaren Zeichensätzen, besteht die
Liste list aus "Abbildeinträgen" oder Aliasnamen für die mögli-
chen Zeichensätze. Dabei sind die Elemente der Liste durch Kom-
mata oder Leerzeichen getrennt. (Die gesamte Liste muß in Anfüh-
rungszeichen stehen, wenn Leerzeichen darin auftreten.) Alle
"Abbildeinträge" haben die Form
known-name=alias
Der known-name ist eine Zeichensatznummer, der die Buchstaben cs
vorangestellt sind (z. B. cs3 für den Zeichensatz drei), oder ein
Zeichensatzname aus dem Eintrag csnm in der Datenbasis terminfo
[siehe terminfo(4)]. Wird mit dieser Option keine Liste angege-
ben, sind nur die bereits aus der Datenbasis terminfo bekannten
Namen oder Zahlen mit dem Präfix cs für den Drucker akzeptabel.
Besteht die Liste list nur aus dem Wort none, werden alle bereits
vorhandenen Typenradlisten oder Aliasnamen von Zeichensätzen
gelöscht.
Beachten Sie, daß die Option -S auch mit der Option -M verwendet
werden kann. Dies ist weiter oben beschrieben.
-s system-name [!printer-name]
Stellt den Benutzern Ihres Systems einen Remote-Drucker zur Ver-
fügung. (Dabei handelt es sich um einen Drucker, auf den über ein
anderes System zugegriffen wird.) System-name ist der Name des
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Remote-Systems, zu dem der Remote-Drucker gehört; dieser System-
name muß in der Systemtabelle (/etc/lp/Systems) aufgelistet sein.
printer-name ist der Name, der im Remote-System für diesen Druk-
ker verwendet wird. Wollen Sie also beispielsweise auf den Druk-
ker printer1 aus dem System system1 zugreifen und diesen auf
Ihrem System printer2 nennen, geben Sie folgendes ein: -p prin-
ter2 -s system1!printer1.
-T printer-type-list
Gibt an, daß der Drucker zu einem von mehreren Druckertypen
gehört. Mit jedem Druckertyp printer-type werden Daten aus der
Datenbasis terminfo abgerufen. Mit diesen Informationen wird der
Drucker initialisiert, bevor die Aufträge der einzelnen Benutzer
abgearbeitet werden. Auch einige Filterprogramme können einen
Druckertyp (printer-type) verwenden, um Inhalte, die für den
Drucker bestimmt sind, zu konvertieren. Wird diese Option nicht
verwendet, so wird standardmäßig der Wert unknown als printer-
type verwendet. Es werden dann keine Informationen aus der Daten-
basis terminfo abgerufen, d. h. jeder Druckauftrag eines Benut-
zers wird ohne vorherige Initialisierung des Druckers ausgeführt.
Diese Option muß verwendet werden, wenn die folgenden Optionen
funktionieren sollen: -o cpi, -o lpi, -o width und -o length zu
den Kommandos lpadmin und lp, und -S sowie -f zum Kommando lpad-
min.
Enthält die Liste printer-type-list mehr als einen Typ, muß die
Liste content-type-list der Option -I entweder als simple oder
als leer (-I "") angegeben sein, oder sie tritt gar nicht auf.
-u allow:login-ID-list
-u deny:login-ID-list
Gewährt oder verweigert den Benutzern in der Liste login-ID-list
Zugriff auf den Drucker. Standardmäßig sind alle Benutzer für
einen neuen Drucker zugelassen. Das Argument login-ID-list kann
die folgenden Kombinationen enthalten:
login-ID Ein Benutzer eines beliebigen Systems
system-name!login-ID
Ein Benutzer des Systems system-name
system-name!all Alle Benutzer des Systems system-name
all!login-ID Ein Benutzer aller Systeme
all Alle Benutzer aller Systeme
Der LP-Druckdienst führt für jeden Drucker zwei Benutzerlisten:
eine Liste mit erlaubten Benutzern ("allow-list") und eine mit
unzulässigen Benutzern ("deny-list") für den Drucker. Wird die
Option -u allow angegeben, so werden die aufgelisteten Benutzer
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zu der Liste der erlaubten Benutzer hinzugefügt und von der Liste
der unzulässigen Benutzer gestrichen. Wird die Option -u deny
angegeben, so werden die aufgelisteten Benutzer zu der Liste der
unzulässigen Benutzer hinzugefügt und von der Liste der erlaubten
Benutzer gestrichen.
Ist die Liste der erlaubten Benutzer nicht leer, dürfen nur die
Benutzer aus dieser Liste den Drucker benutzen, ganz gleich wel-
che Benutzer in der Liste der unzulässigen Benutzer erscheinen.
Ist die Liste der erlaubten Benutzer leer, die Liste der unzuläs-
sigen Benutzer dagegen nicht, können die Benutzer aus der Liste
der unzulässigen Benutzer den Drucker nicht benutzen. Es können
pauschal alle Benutzer für einen Drucker gesperrt werden, und
zwar mit der Option -u deny:all. Mit -u allow:all können alle
Benutzer Zugriff auf einen Drucker erhalten.
-U dial-info
Mit der Option -U kann Ihr Druckdienst auf einen Remote-Drucker
zugreifen. (Der lokale Druckdienst kann damit aber nicht auf
einen Remote-Druckdienst zugreifen.) Insbesondere werden dem
Drucker mit -U die "Wähl"-Informationen dial-info zugewiesen.
dial-info wird in der Routine dial zum Aufrufen des Druckers ver-
wendet. Gültig sind alle von den Dienstprogrammen der Netzgrund-
funktionen unterstützten Netzwerkverbindungen. Bei dial-info kann
es sich entweder um die Telefonnummer eines Modems handeln oder
um einen Systemnamen bei anderen Verbindungsarten. Ist -U direct
angegeben, so wird nicht gewählt, weil der Name direct für einen
direkt angeschlossenen Drucker reserviert ist. Ist ein Systemname
angegeben, wird damit in der Datei /etc/uucp/Systems oder in ver-
wandten Dateien nach genaueren Verbindungsdaten gesucht. Für
diese Option müssen die Dienstprogramme der Netzgrundfunktionen
installiert sein. Standardmäßig wird die Angabe von -U direct
vorausgesetzt.
-v device
Verbindet ein Gerät device mit dem Drucker printer. device ist
der Pfadname einer Datei, für die lp Schreibberechtigung hat.
Beachten Sie, daß ein Gerät device mit mehreren Druckern verbun-
den sein kann.
Beschränkungen
Beim Anlegen eines neuen Druckers muß eine der drei Optionen -v, -U
oder -s angegeben sein. Darüber hinaus darf nur eine der folgenden
Optionen angegeben werden: -e, -i oder -m; ist keine dieser drei
Optionen angegeben, wird Angabe von -m vorausgesetzt. Die Optionen -h
und -l schließen sich gegenseitig aus. Drucker- und Klassennamen dür-
fen nicht länger als vierzehn Zeichen sein und dürfen nur aus den Zei-
chen A-Z, a-z, 0-9 und (Unterstrich) bestehen. Ist die Option -s
angegeben, sind die folgenden Optionen ungültig: -A, -e, -F, -h,
-i,-l, -M, -m, -o, -U, -v und -W.
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Druckerziel löschen
Mit der Option -x dest wird das Ziel dest (ein Drucker oder eine
Klasse) aus dem LP-Druckdienst entfernt. Ist dest ein Drucker und ist
er das einzige Element einer Klasse, so wird auch die Klasse entfernt.
Ist für dest der Wert all angegeben, werden alle Drucker und Klassen
entfernt. Mit -x sind keine weiteren Optionen erlaubt.
Standardziel für das System definieren/ändern
Mit der Option -d [dest] wird das Ziel dest, d. h. ein bereits vorhan-
dener Drucker oder eine bereits vorhandene Klasse, zum neuen Standard-
ziel des Systems. Wird dest nicht angegeben, gibt es kein Standardziel
für das System. Mit der Option -d sind keine anderen Optionen erlaubt.
Alarmsignale zum Einlegen eines Typenrads definieren
-S print-wheel -A alert-type [-W minutes] [-Q requests]
Die Option -S print-wheel wird zusammen mit der Option -A alert-
type benutzt, um ein Alarmsignal zu definieren, das immer dann
aktiv ist, wenn Aufträge für dieses Typenrad in einer Wartesch-
lange stehen. Wird dieses Kommando nicht zur Definition eines
Alarmsignals zum Einlegen des Typenrads benutzt, wird kein Signal
ausgegeben. Beachten Sie, daß die Option -A auch mit der Option
-p verwendet werden kann. Dies ist weiter oben beschrieben.
Es gibt folgende Alarmsignaltypen (alert-types):
mail Sendet die Alarmmeldung über elektronische Post, d. h.
mit dem Kommando mail an den Systemverwalter.
write Gibt die Meldung mit dem Kommando write an demjenigen
Terminal aus, an dem der Systemverwalter angemeldet
ist. Ist der Systemverwalter an mehreren Terminals
angemeldet, wird eines davon willkürlich ausgewählt.
quiet Gibt keine Meldungen über den aktuellen Zustand aus.
Der Systemverwalter kann mit dieser Option die Ausgabe
weiterer Meldungen über einen ihm bekannten Fehler
zeitweilig unterbrechen. Sobald das Typenrad print-
wheel eingelegt und anschließend wieder entfernt wurde,
werden wieder Meldungen ausgegeben, wenn die Anzahl der
Druckaufträge den mit der Option -Q definierten Schwel-
lenwert erreicht.
none Es werden solange keine Meldungen gesendet, bis die
Option -A mit einem anderen Signaltyp (alert-type)
angegeben wird. (Dabei ist der Signaltyp quiet ausge-
nommen.)
shell-command
Ruft das Shell-Kommando shell-command jedesmal dann
auf, wenn das Alarmsignal gesendet werden muß. Das
Shell-Kommando kann die Meldung aus der Standardeingabe
abrufen. Enthält das Kommando Leerzeichen, muß es in
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Anführungszeichen gesetzt werden. Die mail bzw. write-
Werte für diese Option entsprechen den Werten mail
user-name bzw. write user-name, wobei user-name die
aktuelle Benutzerkennung des Systemverwalters ist. Dies
ist die Benutzerkennung der Person, die dieses Kommando
eingibt, es sei denn, sie hat mit dem Kommando su zu
einer anderen Benutzernummer gewechselt. Wurde das Kom-
mando su in dieser Weise benutzt, wird als user-name
die Benutzerkennung für die neue Benutzernummer
benutzt.
list Zeigt den Typ des Alarmsignals, das ausgegeben wird,
wenn ein Typenrad eingelegt werden soll, in der Stan-
dardausgabe an. Das Signal selbst wird dabei nicht ver-
ändert.
Es erscheint folgende Meldung:
The print wheel print-wheel needs to be mounted
on the printer(s):
printer (integer1 requests)
integer2 print requests await this print wheel.
[Das Typenrad print-wheel muß in folgende(n)
Drucker eingelegt werden:
printer (integer1 Aufträge)
integer2 Druckaufträge warten auf dieses Typenrad.]
Die aufgelisteten Drucker entsprechen denen, die der Systemver-
walter zuvor zur Verwendung mit diesem Typenrad definiert hat.
Die neben jedem Drucker auftretende Ganzzahl integer1 ist die
Anzahl der für den jeweiligen Drucker akzeptablen Druckaufträge.
Die Ganzzahl integer2, die nach der Druckerliste angegeben wird,
ist die Gesamtzahl der Druckaufträge, die darauf warten, daß das
Typenrad eingelegt wird. Sie ist niedriger als die Summe der
anderen Zahlen, wenn manche Aufträge von mehreren Druckern ausge-
führt werden können.
Ist für print-wheel der Wert all angegeben, so bezieht sich die
mit diesem Kommando angegebene Alarmfunktion auf alle Typenräder,
für die bereits definiert wurde, daß für sie ein Alarmsignal aus-
gegeben wird.
Ist die Option -W nicht angegeben, wird standardmäßig nur eine
Meldung pro Typenradwechsel ausgegeben. Wird die Option -W nicht
angegeben, entspricht dies der Angabe -W once oder -W 0. Ist
unter minutes eine Zahl größer als Null angegeben, wird das
Alarmsignal in Abständen von dieser Anzahl an Minuten ausgegeben.
Ist die Option -Q ebenfalls angegeben, wird das Alarmsignal aus-
gegeben, sobald eine bestimmte Anzahl an Druckaufträgen, die das
Typenrad benötigen, in der Warteschlange steht. (Diese Anzahl
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lpadmin(1M) lpadmin(1M)
wird durch das Argument requests angegeben.) Ist die Option -Q
nicht angegeben oder hat requests den Wert 1 oder any (beides
Standardwerte), wird eine Meldung ausgegeben, sobald ein Druk-
kauftrag für das nicht installierte Typenrad eingeht.
DATEIEN
/var/spool/lp/*
/etc/lp
SIEHE AUCH
enable(1), lp(1), lpstat(1), stty(1), accept(1M), lpsched(1M),
lpsystem(1M), dial(3C), terminfo(4).
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