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⇒ acct(1M) — Reliant UNIX 5.44c4

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acct(1M)                                                           acct(1M)

NAME
     acct: acctdisk, acctdusg, accton, acctwtmp, closewtmp, utmp2wtmp -
     Übersicht über Auftragsabrechnung und verschiedene Abrechnungskomman-
     dos

SYNTAX
     /usr/lib/acct/acctdisk

     /usr/lib/acct/acctdusg [-u file] [-p file]

     /usr/lib/acct/accton [file]

     /usr/lib/acct/acctwtmp "reason"

     /usr/lib/acct/closewtmp

     /usr/lib/acct/utmp2wtmp

BESCHREIBUNG
     Abrechnungssoftware ist aus einer Reihe von Werkzeugen aufgebaut, die
     sowohl aus C-Programmen als auch aus Shell-Prozeduren bestehen, und
     mit denen Abrechnungssysteme erstellt werden können. Unter acctsh(1M)
     sind diejenigen Shell-Prozeduren beschrieben, die auf den C-Programmen
     aufbauen.

     Die Abrechnung von Verbindungszeiten wird von verschiedenen Programmen
     durchgeführt, die Datensätze in die Datei /var/adm/wtmp schreiben.
     Dies wird genauer unter utmp(4) beschrieben. Die unter acctcon(1M)
     erläuterten Programme wandeln diese Datei in Sitzungs- und Rechnungs-
     datensätze um, die dann mit acctmerg(1M) zusammengefaßt werden.

     Der Reliant UNIX Systemkern übernimmt die Prozeßabrechnung. Nach Been-
     digung eines Prozesses wird jeweils ein Datensatz in eine Datei (nor-
     malerweise /var/adm/pacct) geschrieben. Die Programme in acctprc(1M)
     fassen diese Daten zur Rechnungsstellung zusammen und summieren sie
     auf. Mit acctcms(1M) wird die Verwendung von Kommandos zusammengefaßt.
     Mit acctcom(1) lassen sich aktuelle Prozeßdaten untersuchen.

     Abrechnungen für Prozesse und Verbindungszeiten (sowie Abrechnungsda-
     tensätze im binären Format) können mit Hilfe von acctmerg zu Gesamta-
     brechnungsdatensätzen zusammengefaßt und aufsummiert werden. Mit
     prtacct [siehe acctsh(1M)] können Abrechnungsdatensätze formatiert
     werden.

     acctdisk liest Zeilen, die die Benutzernummer, die Benutzerkennung und
     die Anzahl der Plattenblöcke enthalten, wandelt diese in Gesamtabrech-
     nungsdatensätze um, die dann wiederum mit anderen Abrechnungsdatensät-
     zen zusammengefaßt werden können.







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acct(1M)                                                           acct(1M)

     acctdusg liest seine Standardeingabe (normalerweise von find / -print)
     und berechnet, wieviel Plattenressourcen (einschließlich der Zeiger-
     blöcke) von jeder einzelnen Benutzerkennung verbraucht wurden. Ist -u
     angegeben, werden Datensätze mit Dateinamen, die acctdusg keinem
     Benutzer in Rechnung stellt, in die Datei mit dem Namen file geschrie-
     ben. (Dies bietet eventuell die Möglichkeit, Benutzer zu finden, die
     für ihren Plattenverbrauch nicht bezahlen wollen.) Bei der Angabe -p
     ist file der Name der Kennwortdatei. Diese Option wird aber nicht
     benötigt, wenn es sich bei der Kennwortdatei um /etc/passwd handelt.

     Erscheint als Kommando nur accton, so wird die Prozeßabrechnung ausge-
     schaltet. Ist zusätzlich noch der Parameter file angegeben, wird die
     Prozeßabrechnung eingeschaltet und die Prozeßabrechnung des System-
     kerns benutzt die Datei file zur Aufzeichnung der entsprechenden
     Datensätze [siehe acct(2) und acct(4)].

     acctwtmp schreibt einen utmp(4)-Datensatz in seine Standardausgabe.
     Dieser Datensatz enthält die aktuelle Uhrzeit und eine Zeichenkette,
     die den Grund (reason) beschreibt. Dieser Datensatz erhält den Satztyp
     ACCOUNTING [siehe utmp(4)]. Die Zeichenkette reason darf maximal 11
     Zeichen, Ziffern, $-Zeichen oder Leerzeichen enthalten. Das folgende
     Beispiel zeigt, wie man dieses Kommando bei Prozeduren zum Wieder-
     Hochfahren bzw. Herunterfahren des Systems benutzen könnte:

          acctwtmp "acctg on" >> /var/adm/wtmp
          acctwtmp "acctg off" >> /var/adm/wtmp

     Für jeden aktuell angemeldeten Benutzer schreibt closewtmp einen fal-
     schen DEADPROCESS-Satz in die Datei /var/adm/wtmp. Das Kommando
     runacct [siehe runacct(1M)] stellt mit Hilfe dieses falschen
     DEADPROCESS-Satzes und der Prozeduren zur Verbindungsabrechnung fest,
     wieviel Zeit Benutzer verbraucht haben, die sich bereits vor dem Auf-
     ruf von runacct an das System angemeldet hatten.

     Für jeden aktuell angemeldeten Benutzer erzeugt runacct mit Hilfe von
     utmp2wtmp einen Eintrag in die mit runacct erzeugte Datei
     /var/adm/wtmp. Mit diesen Einträgen in /var/adm/wtmp können die Ver-
     bindungszeiten der aktuell angemeldeten Benutzer abgerechnet werden,
     und zwar dadurch, daß runacct später nochmals (eventuell öfter) aufge-
     rufen wird.

DATEIEN
     /etc/passwd
          Wird zur Umwandlung von Benutzerkennung in Benutzernummer und
          umgekehrt verwendet.

     /usr/lib/acct
          Enthält alle Abrechnungskommandos, die im Abschnitt 1M aufgeli-
          stet sind.

     /var/adm/pacct
          Aktuelle Prozeßabrechnungsdatei.


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acct(1M)                                                           acct(1M)

     /var/adm/wtmp
          An-/Abmelde-Protokolldatei.

SIEHE AUCH
     acctcom(1), acctcms(1M), acctcon(1M), acctmerg(1M), acctprc(1M),
     acctsh(1M), fwtmp(1M), runacct(1M), acct(2), acct(4), utmp(4).
















































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