time(1) time(1)
NAME
time - Laufzeit eines Kommandos messen
SYNTAX
time [-p] [--] prog [arg ...]
BESCHREIBUNG
Mit time können Sie die Laufzeit eines Programms oder einer Shell-
Prozedur messen. Das Programm oder die Shell-Prozedur wird ausgeführt,
anschließend schreibt time folgende Rechenzeiten auf die Standardfeh-
lerausgabe: real, user, sys.
- real ist die Laufzeit des gestarteten Prozesses und seiner Sohnpro-
zesse, d. h. die Zeit zwischen Programmaufruf und -abschluß.
- user ist die Zeit, in der sich der Prozeß oder einer seiner Sohn-
prozesse im Benutzermodus befunden hat. Im Benutzermodus befindet
sich ein Prozeß, wenn er Maschinenbefehle des eigenen Textsegments
ausführt.
- sys ist die Zeit, in der sich der Prozeß oder einer seiner Sohnpro-
zesse im Systemmodus befunden hat. Im Systemmodus befindet sich ein
Prozeß, wenn er Maschinenbefehle aus Systemaufrufen ausführt.
Hinweis:
Wenn Sie time auf einem Multiprozessor-System aufrufen, dann ist
die Summe aus der Zeit im Benutzermodus und der Zeit im Systemmodus
möglicherweise größer als die reale Laufzeit. Die Angabe einer
scheinbaren CPU-Auslastung von mehr als 100% ist also die Folge der
Verteilung der Sohnprozesse auf verschiedene Prozessoren.
OPTIONEN
Keine Option angegeben:
Die Ausgabe hat das Format hh:mm:ss.zz, wobei hh für Stunden, mm
für Minuten, ss für Sekunden und zz für Hundertstelsekunden
steht.
-p Die Zeit wird in Sekunden als Gleitkommazahl mit mindestens einer
Nachkommastelle ausgegeben.
-- Ende der Optionenliste. Die Angabe ist nötig, wenn prog mit -
beginnt.
prog Name des Programms (bzw. der Shell-Prozedur), dessen (bzw. deren)
Laufzeit Sie messen möchten.
arg Argument, das Sie an prog genauso übergeben können wie beim Auf-
ruf von prog ohne time.
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time(1) time(1)
ENDESTATUS
Wenn kommando aufgerufen wurde, liefert time den Endestatus des ausge-
führten Kommandos kommando zurück. Andernfalls liefert time einen der
folgenden Werte:
1-125 Beim Kommando time ist ein Fehler aufgetreten.
126 Das angegebene kommando existiert, kann aber nicht aufgerufen
werden.
127 Das angegebene kommando ist nicht auffindbar.
INTERNATIONALE UMGEBUNG
Die Umgebungsvariable LCMESSAGES bestimmt die Sprache der Meldungs-
texte. Wenn LCMESSAGES nicht oder als leere Zeichenkette definiert
ist, wird der Wert von LANG als Standardwert herangezogen. Ist auch
LANG nicht oder als leere Zeichenkette definiert, verhält sich das
System so, als wäre es nicht internationalisiert.
Die Umgebungsvariable LCALL bestimmt die gesamte internationale Umge-
bung. LCALL hat Vorrang vor allen anderen Umgebungsvariablen im
Bereich der Internationalisierung.
BEISPIELE
Die Ausführungszeit des ls-Kommandos soll gemessen werden. Die Stan-
dardausgabe von ls wird in die Datei liste umgeleitet.
$ time ls -l >liste
real 0m0.21s
user 0m0.06s
sys 0m0.06s
SIEHE AUCH
times(1), timex(1), xpg4sh(1), times(2).
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